TV total

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Seriendaten
Originaltitel TV total
Tv-total.svg
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Jahr(e) 1999–2015
Produktions-
unternehmen
Raab TV (Brainpool)
Länge ca. 30–45[A 1] Minuten
Episoden 2303[A 2] in 17[1] Staffeln
Ausstrahlungs-
turnus
Montag – Donnerstag
(nicht bei Produktionspausen)
1999–2000 wöchentlich montags
Genre Comedyshow
Late-Night-Show
Titelmusik Stefan Raab:
TV total Theme 2003
Produktion Stefan Raab
Jobst Benthues
Martin Keß
Idee Stefan Raab
Musik Heavytones
Moderation Stefan Raab
Erstausstrahlung 8. März 1999 auf ProSieben

TV total war eine von Stefan Raab moderierte Fernsehshow auf ProSieben. Die erste Ausgabe wurde am 8. März 1999 ausgestrahlt. In den ersten Jahren gab es eine Ausgabe pro Woche. Seit Februar 2001 lief die Sendung in der Regel viermal wöchentlich. Am 16. Dezember 2015 wurde die Sendung nach 2303 Ausgaben wegen Raabs Rückzug aus dem Fernsehen eingestellt.[2][3][4] Mit über 16 Jahren Laufzeit war die in Köln-Mülheim produzierte Sendung die langlebigste Late-Night-Show im deutschen Fernsehen. Die Wiederholungen der Episoden wurden auf ProSieben Fun ausgestrahlt; außerdem ist ein Großteil der Folgen online bei MySpass.de verfügbar.

Entstehung und Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1997 produzierte Raab die Sendung Das kann ja mal passieren. Mit dieser Sendung, die erstmals auf der DVD Best of TV total Vol. 2 in voller Länge zu sehen war, versuchte er, die Sender von seinem Konzept zu überzeugen. Es dauerte jedoch einige Zeit, bis ProSieben ihm seine eigene Sendung gab, die dann als TV total ausgestrahlt wurde. Der Fernsehproduzent Marcus Wolter wirkte bei der Konzeption der Sendung mit. Viele Elemente der Urversion, bei der Karl Dall, Verona Pooth und Rudolph Moshammer zu Gast waren, wurden auch später noch verwendet, wie der Schreibtisch mit den „Nippeln“ und Einspieler wie Raab in Gefahr. Das Quiz mit den zusammengesetzten Melodien wurde in ähnlicher Form in den ersten Ausgaben von Schlag den Raab gespielt.

Der Produktionsgesellschaft Brainpool kam Raab gerade recht, nachdem Harald Schmidt Brainpool verlassen hatte. TV total wurde zunächst im Theater am Rudolfplatz in der Kölner Innenstadt produziert, ehe die Sendung im Jahr 2001 in das ehemalige Capitol Theater am Ring umzug, das Harald Schmidt bis zu seinem Abgang von Brainpool als Studio diente.[5] Es gab zu Beginn Ähnlichkeiten mit Schmidts Late-Night-Show: „Das Raab-Produkt ist ein in seiner Wirkung professionell durchkalkuliertes Spin-off der Harald-Schmidt-Show: Schon dort war die Lust, in dem Meer von Medienprodukten zielsicher das Absurde, Banale, Verquere herauszufinden, der Motor vieler Gags.“[6]

Die Sendung wurde seitdem von Brainpool und Raab TV produziert. Zu Beginn des Jahres 2003 zog die Show zum zweiten Mal, in ein eigenes Studio von Brainpool an der Schanzenstraße in Köln-Mülheim um.[5]

Konzept der Sendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

TV total hatte starke Ähnlichkeit mit einer Late-Night-Show. Raab eröffnete die Sendung mit einem Stand-up-Monolog, in dem er über kuriose Szenen aus anderen Fernsehsendungen und aktuelle Schlagzeilen sprach. Es gab einen Schreibtisch, der in späteren Jahren auf einem fahrbaren Podest stand. Neben Talkgästen gab es diverse Einspieler (siehe unten) sowie Auftritte von Comedians und Musikern. Letztere wurden oft von der Showband Heavytones begleitet, die auch die ganze Sendung musikalisch untermalte. Nach den schlechten Erfahrungen mit Gottschalk Late Night und um eine Konkurrenz zur Harald Schmidt Show zu vermeiden, wurde das Konzept an ein jüngeres Publikum angepasst und erweitert.

Die respektlose Auseinandersetzung mit Pannen und fragwürdigen Entwicklungen im deutschen Fernsehen war eine zentrale Komponente (wie zuvor schon bei Kalkofes Mattscheibe), was auch in Name und Logo (Fernsehapparat mit Teufelshörnern) der Sendung zum Ausdruck kommt. Im Verlauf der Jahre war dieser Aspekt aber zugunsten einmaliger oder wiederkehrender Sonderrubriken etwas zurückgedrängt worden.

Die täglichen Sendungen wurden überwiegend Live-on-Tape produziert. Produktionen wie die Wok-WM, die Stock Car Crash Challenge, aber auch Sonderausgaben wie die Übertragungen aus Oslo und New York waren Liveübertragungen.

Rubriken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehbezogene Rubriken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Auseinandersetzung mit der aktuellen Fernsehlandschaft fand hauptsächlich über das Einspielen der lustigsten Szenen am Anfang der Sendung statt. Einige kurze Ausschnitte, die auch oder gerade außerhalb des ursprünglichen Kontextes komisch waren, wurden von Raab über spezielle Knöpfe (sogenannte „Nippel“) an seinem Schreibtisch während der Sendung eingespielt, wenn es in die Situation passte oder auch nur eine ungewollte Pause entstand. In der Anfangszeit gab es noch einige spezielle fernsehbezogene Rubriken. Mangels Material oder Resonanz wurden diese aber später aus der Sendung entfernt.

Skizze Raab der Woche
  • Als Auszeichnung wurde der Raab der Woche verliehen. Das Publikum wählte aus mehreren Kandidaten, die durch eine unfreiwillig komische Szene aufgefallen waren, den Sieger. Die Trophäe (ein kniender Athlet schultert einen stilisierten Fernseher) war bis zur letzten Folge auf dem Bildschirm hinter dem Schreibtisch und als Statue neben der Showtreppe zu sehen, obwohl der „Raab der Woche“ bis 2010 nicht mehr verliehen wurde. Am 6. September 2010 kündigte Raab in seiner Sendung jedoch an, diesen für ein spezielles Ereignis wieder einzuführen. Bei Spielen der Fußball-Bundesliga müsste dafür einer der Spieler beim Aufwärmen einen live moderierenden Moderator von hinten mit dem Ball am Kopf treffen, wie es bereits wenige Wochen zuvor passiert war. Dies geschah 2014. Bereits am 23. Februar 2012 verkündete Raab, dass er den Preis an einen Kellner verleihen möchte, der am Politischen Aschermittwoch der CDU aus Versehen hinter Angela Merkel Biergläser verschüttet.
  • Die Rubrik Schocker der Woche zeigte eine Auswahl schockierender oder ekelhafter Szenen. Den vermeintlichen Höhepunkt bildete eine harmlose Szene (z. B. aus der Volksmusik).
  • Mit den in Raabs Tisch eingebauten „Pfui“- und „Respekt“-Kellen signalisierte der Moderator moralische Entrüstung bzw. Anerkennung. Die Kellen konnten mit den Zusätzen „Extra-Gold-2000“ oder „mein lieber – Herr Gesangsverein“ erweitert werden.
  • Als Ingo Dubinski bei einer Reportage in der Sauna versehentlich seinen Penis entblößte, erfand Raab am 31. Januar 2000 den „Puller-Alarm“, der mit Lichtsignalen und Sirenen vor solchen Szenen warnte. Der US-Rapper LL Cool J war von dieser Aktion so belustigt, dass er den Puller-Alarm bei vielen folgenden Deutschlandkonzerten live präsentierte.
  • Mit Bildern aus Talkshows präsentierte Raab als Märchen-Erzähler die Lovestory der Woche.
  • Wenn sich ein Angeklagter in einer Gerichtssendung ungeschickt anstellte, berichtete Raab über den Fall der Woche.
  • In der Kategorie Superbrain wurden diverse Ausschnitte aus Quizsendungen wie Jeder gegen Jeden oder Der Schwächste fliegt gezeigt, in denen Kandidaten lustige bzw. peinliche Antworten auf die Fragen gaben.

Aktionsbezogene Rubriken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rubriken im Studio[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jeden Dienstag spielte Raab gegen einen Studiogast das Quiz Blamieren oder Kassieren. Elton stellte zehn Fragen. Eine richtige Antwort brachte 100 Punkte, bei einer falschen Antwort gab es 100 Punkte Abzug und der Gegner durfte antworten. Bei Gleichstand entschied eine Schätzfrage über den Gewinner, der die Punktedifferenz in Euro erhielt. War es der Studiogast, hatte er die Möglichkeit, als Titelverteidiger in der kommenden Woche wieder anzutreten. Der erfolgreichste Kandidat war der Student Stephan, der siebenmal gegen Raab bestand, als erster alle zehn Fragen richtig beantwortete und mit dem Rekordgewinn von 1.100 € nach Hause ging (Punktestand: 1000 zu −100).[8] Raabs größter Gewinn waren 1.000 €. Theoretisch war ein Maximalgewinn von 2.000 € möglich. Dazu musste der Verlierer zuerst jede Frage falsch beantworten und daraufhin der Gewinner die richtige Antwort geben. Mit leicht abgeänderten Regeln wurde dieses Quiz auch bei Schlag den Raab gespielt.
  • In Anlehnung an Was bin ich? versuchte Raab bei Wer bin ich und was mach ich eigentlich hier? durch Ja-Nein-Fragen einen Mitarbeiter zu erraten, dessen Arbeit anschließend in einem kleinen Videobeitrag vorgestellt wurde. Raab durfte dabei beliebig viele Fragen stellen, sofern er weniger als zehn Nein-Antworten erhielt. Kam es dennoch soweit, hatte er verloren und der Mitarbeiter wurde vorgestellt.
  • Mitte 2007 hatten Schüler bis zur zehnten Klasse aller Schulformen die Möglichkeit, ein circa siebenminütiges Referat zu einem beliebigen Thema zu halten.
  • Beim Wettbewerb Rutscher oder Lutscher konnte in jeder Sendung ein Kandidat mindestens 250.000 DM gewinnen. Raab stellte in seiner Sendung eine Frage, die von den Fernsehzuschauern per Telefon richtig beantwortet werden musste. Einem eingeladenen Kandidaten waren dadurch schon mal 10.000 DM sicher. Um den Jackpot zu knacken, musste er Raabs Rekord beim schnellen Herunterrutschen auf der Treppe brechen. Schaffte er dies nicht, wuchs der Jackpot um 10.000 DM.
  • Unter dem Titel Bei Anruf Bohlen versuchte Raab, mit fremden Menschen ein möglichst langes Telefongespräch zu führen, bei dem er ausschließlich Ausschnitte aus dem Hörbuch von Dieter Bohlens Autobiografie abspielte und dem Gesprächspartner dadurch suggerierte, er spreche mit Dieter Bohlen.
  • Beim Brüllwettbewerb musste die Ansage zu Beginn der Sendung möglichst laut durchgeführt werden.

Einspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In den TV total TV Tipps zum Wochenende (ab 21. November 2002) wurden meist donnerstags die angeblichen Höhepunkte aus dem TV-Programm des bevorstehenden Wochenendes präsentiert. Während diese Rubrik früher dazu diente, lustige TV-Ausschnitte zu verarbeiten, kommentierten später mehrere Menschen das Programm. Zunächst spielten ältere Menschen (u. a. das streitende Ehepaar Ingrid & Klaus) die Hauptrolle. Später waren die TV Tipps „on Tour“, d. h. es wurden mehrere Menschen auf der Straße oder in einem Kiosk nach dem TV-Programm befragt. Ingrid und Klaus bekamen eine neue Rubrik (Ingrids Woche und Klaus), in der sie ihre Meinung zu Schlagzeilen der aktuellen Woche kundtaten.[9]
  • In der TV total TV Box, die an wechselnden Orten im deutschsprachigen Raum aufgestellt wurde, konnten Besucher ihre besonderen Fähigkeiten präsentieren.
  • Ein wichtiges Element der Sendung waren die Straßenumfragen mit ahnungslosen Passanten, die u. a. in der Rubrik Was sagen Sie eigentlich (Umfrage zu einem aktuellen Thema) erschienen. Der seriös auftretende Interviewer, der grundsätzlich nie im Bild zu sehen war, brachte die Befragten angesichts ihrer mangelnden Schlagfertigkeit oder geringen Allgemeinbildung in peinliche Situationen. Der als „Günni“ bekannte, ehemalige Autor Lutz van der Horst drehte auch solche Aktionen auf der Straße (siehe unten).
  • Weitere Rubriken waren 3 gute Gründe (verkürzte Form der aus US-amerikanischen Shows bekannten Top 10) und Die Geschichte der Welthits (fiktive Entstehungsgeschichte eines Liedes).
  • Beim Erstwähler-Check wurden junge Menschen, die häufig durch ihre schlechte Allgemeinbildung auffielen, kurz vor Wahlen mit politischen Fragen konfrontiert. In diesen Beiträgen entdeckte Raab den Abiturienten Lukas sowie Sonja Rieger, die später in eigenen Beiträgen (Lukas Dingsbums und Du, Frau Rieger?) die Welt erklärten. Es gab ähnliche Tests zu anderen Themen, z. B. Fernsehen (TV-Check), Fußball-WM (WM-Check) oder Integration (Integrations-Check).
  • In der Rubrik Stefan an der Tickethotline spielte Raab einigen Anrufern, die Eintrittskarten für die Show kaufen wollten, Streiche und machte Scherze mit ihnen.

Elton[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Elton

Neben der Moderation der Ratespiele Blamieren oder kassieren und Wer bin ich und was mach ich eigentlich hier? (siehe oben) hatte Raabs Sidekick Elton mehrere eigene Rubriken im Rahmen der Show.

  • Bei Elton zockt bat Elton ab 21. Mai 2003 Passanten oder Prominente zum Duell. Wenn der Kandidat gewann, erhielt er ein neues, modernes Produkt bzw. eine bestimmte Summe Bargeld. Bei einer Niederlage musste er sein eigenes Exemplar abgeben, das meist von einem „Vollstrecker“ zerstört wurde. Am 14. Februar 2013 wurde zudem bekannt, dass diese Rubrik in eine eigene Live-Show einfloss, die am Samstagabend bei ProSieben ausgestrahlt wurde. Es war damit die erste eigene Samstagabendshow des Moderators, der zuvor etwa mit Simon Gosejohann in Elton vs. Simon zu sehen gewesen war.[10] Die Erstausstrahlung erfolgte am 20. April 2013.[11]
  • In der Rubrik Ein unmoralisches Angebot, deren Titel an den gleichnamigen Spielfilm angelehnt war, suchte sich Elton zwei Kandidaten auf öffentlichen Plätzen aus, denen er bis zu einem geheimen Limit steigende Geldbeträge anbot. Wenn ein Kandidat bei einer bestimmten Summe „stopp“ sagte, musste er vor den Passanten eine peinliche Aktion ausführen, um das Geld zu erhalten.
  • Beim Bimmelbingo musste Elton ab dem 2. Oktober 2001 Bürger aus dem Schlaf klingeln, die im Gespräch für die Verwendung bestimmter Schimpfwörter Geld erhielten. Diese Aktion sorgte mehrfach für Ärger mit der Polizei sowie zu Schadensersatz für ein Opfer der Sendung, das „regelrecht der Lächerlichkeit preisgegeben worden sei“.[12]
  • Durch Anweisungen von Raab, die er über einen Ohrhörer erhielt, wurde Elton ferngesteuert.
  • Bei Wie lange? nervte Elton Passanten mit einer bestimmten Tätigkeit, bis der Passant ihn davon abhielt. Dabei stoppte Elton die Zeit.
  • Zwei im Park gesuchte Hundebesitzer traten bei Eltons Hundeshow mit ihren Vierbeinern in drei Spielen gegeneinander an und ermittelten so den Sieger.

Günni[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Günni heißt mit bürgerlichem Namen Lutz van der Horst und war bis 2005 Autor der Show. Er debütierte am 28. August 2003.

  • In der Rubrik Günnis letzte Chance versuchte er die Gunst des Publikums mittels Straßenumfragen, Sketchen (z. B. als Schlagersänger) und Versteckte Kameradrehs (z. B. im Kiosk) zu gewinnen. Wurde die MAZ vom Publikum für gut befunden, durfte er in der Folgewoche erneut antreten.
  • Zuvor war er ab 4. Dezember 2001 Darsteller des „Blasehasen“, einem rosafarbenen Kaninchen, das unvermittelt in die Sendung stolperte. Nach einem Aufruf waren verschiedene Einspieler zu sehen, in denen die Zuschauer den Blasehasen für ihre Party gemietet hatten. Zudem wurde der „Blasehase“ bei der ARD-Sendung Immer wieder sonntags eingeschmuggelt.

Willi und Isabel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der am 10. April 2003 verstorbene Willi Heß trat als Türsteher auf (Willi macht die Tür, ab 5. Februar 2003) oder konfrontierte in weiteren Einspielern andere ältere Menschen mit Jugendsprache (Check it out Willi, ab 2. Dezember 2002).[13]

Die Thüringer Krankenschwester Isabel Kilian, die Raab anlässlich einer Blutspende-Aktion im November 2001 entdeckt hatte, lockte bei Isabel fragt nach Passanten aus der Reserve, indem sie ihnen immer wieder die gleiche Frage stellte.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heavytones[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Heavytones

Musikalisch untermalt wurde die Sendung von der Band Heavytones, die die von Raab komponierte Titelmelodie am Anfang und Ende der Sendung sowie die diversen Jingles zur Werbepause spielte. Oft begleiteten die Heavytones auch Live-Auftritte musikalischer Gäste. Von Zeit zu Zeit wurde die Hausband durch prominente Gastbands oder interessante musikalische Gruppen wie die Formation Wildes Holz ersetzt. 2015 gehörten folgende Musiker zu den Heavytones: Wolfgang Norman Dalheimer (Keyboard), Herb Jösch (Schlagzeug), Krischan Frehse (E-Bass), Hanno Busch (Gitarre), Alfonso Garrido (Percussion), Rüdiger Baldauf (Trompete), Thorsten Skringer (Saxophon) und Max von Einem (Posaune).

Heavytones Kids[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Woche nach Ostern 2006 wurden die Heavytones für drei Sendungen durch die „Heavytones Kids“ ersetzt. Das Publikum wählte eine Woche vorher die jungen Talente im Alter zwischen sechs und 14 Jahren. Zu der Band gehörten Max (Gitarre), Constantin (E-Bass), Marcel (Keyboard), Dorothea (Percussion), Adriano (Schlagzeug), Felix (Trompete), Katharina (Posaune) und Jenny (Saxophon). Einen weiteren Auftritt hatten die jungen Musiker in der Silvester-Sendung von TV total gemeinsam mit Tobias Regner. Zur 2000. Sendung am 20. Februar 2014 kamen die jungen Leute nach knapp acht Jahren wieder für ein Lied zusammen.

SSDSGPS[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende 2003 / Anfang 2004 initiierte Raab die Castingshow SSDSGPS („Stefan sucht den Super-Grand-Prix-Star“), die zwar den Namen von Deutschland sucht den Superstar (DSDS) parodierte, sich aber als ernst zu nehmende und stärker auf das musikalische Talent ausgerichtete Alternative hierzu verstand.[14] Produziert wurde die Show im dafür umdekorierten TV-total-Studio. Moderatoren waren Stefan Raab, Elton und Annette Frier. Die Heavytones, die die Show musikalisch begleiteten, spielten an ihrem gewöhnlichen aus TV total bekannten Platz.

Mit dem Wettbewerb suchte Raab einen Kandidaten für die deutsche Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest 2004. NDR-Unterhaltungschef Dr. Jürgen Meier-Beer hatte ihm eine Wildcard versprochen, falls sein Künstler Erfolg in den Charts haben sollte. Die Jury bestand aus Raab, Thomas Anders und Joy Fleming.

Als Sieger aus SSDSGPS ging Max Mutzke hervor, der sich im Finale gegen Bonita Jeanetta Louw, Vanessa Henning und Alexandra Schröder durchsetzte. Beim deutschen Vorausscheid trat Mutzke gegen weitere neun deutsche Künstler an und bekam mit 67 % der Zuschauerstimmen gut doppelt so viele Anrufe wie die übrigen neun Künstler gemeinsam. In einer weiteren Anrufrunde standen nur noch die besten zwei Künstler zur Wahl, Mutzke und Scooter. Hier setzte sich Mutzke mit 92 % durch und gewann damit den deutschen Vorausscheid. Beim ESC-Finale in Istanbul erreichte er mit seinem Nr.-1-Hit Can’t Wait Until Tonight den achten Platz.

Raab erhielt für SSDSGPS 2005 einen Grimme-Preis.

SSDSDSSWEMUGABRTLAD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Nachfolger von SSDSGPS entstand 2007 SSDSDSSWEMUGABRTLAD. Die Abkürzung steht für „Stefan sucht den Superstar, der singen soll, was er möchte, und gerne auch bei RTL auftreten darf!“. Die Show entstand, als im April 2007 bei Deutschland sucht den Superstar der Kandidat Max Buskohl die Castingshow verließ und RTL ihm mit Hinweis auf bestehende Verträge untersagte, unmittelbar danach bei TV total aufzutreten.[14] Raab startete eine Kampagne unter dem Motto „Freiheit für Max Buskohl“, in der er mit der Verwendung eines abgewandelten RAF-Entführungsfotos für Wirbel sorgte. Nachdem die von Kritikern als PR-Aktion[15] eingeschätzte Aktion gescheitert war, startete Raab seine neue Castingshow.[16]

Moderiert wurde die Sendung von Elton und Johanna Klum. Aus den Bewerbern, die sich in einer Casting-Box vorstellten, wurden zwanzig Kandidaten ausgewählt. Den Kandidaten war die Auswahl der Lieder freigestellt, auch eigene Produktionen waren erlaubt. Sie präsentierten sich in zwei Vorrunden dem Publikum und der Jury, die aus Stefan Raab, Max Buskohls Vater Carl Carlton und einem Gastjuror (darunter Sarah Connor, Anke Engelke, Stefanie Kloß von Silbermond, Sasha, Joy Denalane und Barbara Schöneberger) bestand. Per Televoting wurden zehn Kandidaten in die nächste Runde gewählt, die sich in weiteren Live-Shows bewähren mussten.

Im Finale am 10. Januar 2008 traten der Country-Musiker Mario Strohschänk, Rocksängerin Steffi List aus Schweinfurt, der Balladenschreiber Gregor Meyle und die damals 18-jährige Schweizerin Stefanie Heinzmann aus Eyholz an. Strohschänk schied als Erster aus; alle Kandidaten präsentierten ihre kurz vorher aufgenommenen Singles erstmals live. Die aus dem Kanton Wallis stammende Stefanie Heinzmann gewann schließlich den Wettbewerb und erhielt einen Plattenvertrag.

Bundesvision Song Contest[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Bundesvision Song Contest

Aus Enttäuschung über die schwachen Ergebnisse beim Eurovision Song Contest erfand Stefan Raab einen neuen musikalischen Wettbewerb. Beim Bundesvision Song Contest (kurz BuViSoCo) traten statt Musikern aus europäischen Staaten Teilnehmer aus den 16 deutschen Bundesländern gegeneinander an. In den regulären Ausgaben von TV total wurde pro Sendung ein Teilnehmer vorgestellt. Wie beim europäischen Vorbild fand der Wettbewerb immer im Bundesland des Vorjahressiegers statt.

Ausgabe Datum Veranstaltungsort Gewinnerland Gewinner
2005 12. Februar Oberhausener König-Pilsener-Arena Hessen Juli und Geile Zeit
2006 09. Februar Wetzlarer Mittelhessen-Arena Berlin Seeed und Ding
2007 09. Februar Berliner Tempodrom Niedersachsen Oomph! feat. Marta Jandová und Träumst du?
2008 14. Februar Hannoveraner TUI-Arena Brandenburg Subway to Sally und Auf Kiel
2009 13. Februar Potsdamer Metropolis-Halle Berlin Peter Fox und Schwarz zu blau
2010 01. Oktober Berliner Max-Schmeling-Halle Nordrhein-Westfalen Unheilig und Unter deiner Flagge
2011 29. September Kölner Lanxess Arena Berlin Tim Bendzko und Wenn Worte meine Sprache wären
2012 28. September Berliner Max-Schmeling-Halle Baden-Württemberg Xavas und Schau nicht mehr zurück
2013 26. September Mannheimer SAP-Arena Niedersachsen Bosse und So oder so
2014 20. September Göttinger Lokhalle Bremen Revolverheld und Lass uns gehen
2015 29. August Bremer ÖVB-Arena Rheinland-Pfalz Mark Forster und Bauch und Kopf

Sondersendungen zum Eurovision Song Contest[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Istanbul 2004[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Woche vor dem Eurovision Song Contest 2004 präsentierten Stefan Raab, Max Mutzke, Elton und andere Gäste die Gastgeber-Stadt Istanbul. Sie stellten die Kultur und die Menschen vor und traten in türkischen Fernsehshows auf.

Oslo 2010[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stefan Raab bei einer Pressekonferenz des Eurovision Song Contest 2010 am 28. Mai 2010 in Oslo

In der Woche vor dem Eurovision Song Contest 2010 sendete TV total von Dienstag bis Freitag aus dem zwölften Stock des Gebäudes der norwegischen Arbeiterpartei in Oslo. In diesen Sendungen wurde u. a. die Rubrik „Lenas Tagebuch“ gezeigt, in der Lena Meyer-Landrut, die Gewinnerin von Unser Star für Oslo und spätere Siegerin des 55. Eurovision Song Contests, von einem Kamerateam während der Proben und Vorbereitungen sowie hinter den Kulissen begleitet wurde. Gäste der Sendungen waren u. a. die norwegischstämmige Charlotte Engelhardt, Elton, Marit Larsen, Wencke Myhre und der ESC-Gewinner von 2009, Alexander Rybak. Auch nach dem Eurovision Song Contest gab es mehrere Spezialausgaben von TV total zu diesem Thema.

Düsseldorf 2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Woche vor dem Eurovision Song Contest 2011 in Düsseldorf übernahm Matthias Opdenhövel die Sendung, da Raab als Moderator des Wettbewerbs aufgrund der Live-Shows und zahlreichen Proben terminlich nicht zur Verfügung stand. Die Sondersendungen wurde von Montag bis Freitag als Live-Sendung ausgestrahlt. Am Sonntag nach dem ESC-Finale gab es eine weitere Ausgabe. Das Studio befand sich in der Düsseldorfer Arena, in der der ESC stattfand; durch die Fenster im Studio konnte man direkt auf die Bühne blicken. Auch in dieser Sendung gab es wieder „Lenas Tagebuch“ sowie Hintergrundmaterial zum Wettbewerb. Gäste waren Stefan Raab, Lena Meyer-Landrut, Elton, Anke Engelke und Judith Rakers, die neben Raab den ESC moderierten, sowie Teilnehmer und Experten wie z. B. Jan Feddersen und Nadine Beiler.

Jazz und Swing[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im April 2005 veranstaltete Raab eine Jazz-Night rund um den Swing. Gemeinsam mit Max Mutzke, Tom Gaebel, Helge Schneider, Bonita Jeanetta Louw und einer eigens engagierten Bigband präsentierte er neue Versionen bekannter Lieder wie Hänschen Klein, Über den Wolken oder My Way. Am 22. Dezember 2005 folgte die Große Nacht der Stars mit Jeanette Biedermann, Wigald Boning, Tom Gaebel, Luise Koschinsky, Oli.P, Lucy Diakovska, Max Mutzke, Melanie C, Michael Bublé und Scooter.

Tanzwoche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem er einige Jahre zuvor mit einer Wildcard an der Foxtrott-WM teilgenommen hatte, präsentierte Stefan Raab im Oktober 2005 eine Tanzwoche. Mit einer Profitänzerin stellte er die Tänze Samba, Jive, Rumba und Cha-Cha-Cha vor.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Boxen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ähnlich wie der amerikanische Entertainer Andy Kaufman für den Titel Inter-Gender Wrestling Champion of the World gegen Frauen in den Wrestling-Ring stieg, kämpfte Stefan Raab gegen Regina Halmich bei zwei Kämpfen um den Titel Weltmeisterin sämtlicher Klassen.

Der TV total Boxkampf

Den ersten Kampf über fünf Runden à zwei Minuten gegen die Weltmeisterin im Fliegengewicht verlor Raab als „Killerplauze“ am 22. März 2001 nach Punkten. Das Event fand im damaligen TV-total-Studio statt. Stefan Raab brach sich dabei, wie nach dem Kampf festgestellt wurde, die Nase. Für ProSieben war die Veranstaltung ein voller Erfolg. 7,64 Mio. Zuschauer verfolgten Stefan Raab und Regina Halmich. Bei der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen erreichte der Sender einen Marktanteil von 50,6 %.

Die McFit Fight Night – Raab vs. Halmich

Am 30. März 2007 kam es in der ausverkauften Kölnarena zum Rückkampf zwischen Regina Halmich und Stefan Raab unter dem Motto Die Rückkehr der Killerplauze. Das mit einem Panzer, einem Käfig und lauter Musik inszenierte Show-Duell war die zentrale Veranstaltung der McFit-Fight Night, in der es u. a. auch zum WM-Kampf von Susianna Kentikian kam. Raab verlor erwartungsgemäß, konnte aber alle sechs Runden überstehen. Weil Elton nicht an ihn geglaubt hatte, musste der Show-Praktikant im November 2007 den New-York-City-Marathon absolvieren. Er lief ihn in fünfeinhalb Stunden und einer Sekunde, Stefan würdigte Eltons Leistung, indem er ihn zum Showoberpraktikanten beförderte. Moderiert wurde das Event von Oliver Welke, Dariusz Michalczewski, Matthias Preuss, Jan Stecker und Johanna Klum.

Wok-Weltmeisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SEAT-Hackl-4er-Wok-Team im Zieleinlauf. Wok WM 2006 in Innsbruck.
Hauptartikel: Wok-WM

In der Sendung Wetten, dass..? bot Raab am 22. Februar 2003 als Wettpate an, die Bobbahn Winterberg in einem Wok herunterzufahren. Daraus entstand die „Wok-Weltmeisterschaft“, bei der prominente Teilnehmer aus Sport und Show jedes Jahr in der Einer- und Vierer-Disziplin antraten. Austragungsorte waren die Bahnen in Winterberg, Innsbruck (Tirol), Altenberg (Erzgebirge), Oberhof und Schönau am Königssee. Die erfolgreichsten Teilnehmer waren der Olympia-Sieger Georg Hackl, der Musiker und Extremsportler Joey Kelly, der Moderator Stefan Gödde und Raab persönlich. Wegen des Vorwurfs der Schleichwerbung war ProSieben 2009 erstmals gezwungen, die Wok-WM als Dauerwerbesendung zu kennzeichnen. Als Reaktion darauf wurde seitdem in der täglichen TV-total-Sendung der ironische Hinweis Dauerfernsehsendung eingeblendet.

Eisschnelllauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 4. April 2002 trat Stefan Raab im Eisschnelllauf gegen die Olympiasiegerin Claudia Pechstein an. Er gewann das Rennen über 3000 Meter knapp. Dabei hatte er allerdings einen Vorsprung von 900 Metern erhalten.

Springreiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 30. September 2004 veranstaltete Stefan Raab auf dem CHIO-Gelände in der Aachener Soers ein Springreit-Championat mit vielen Prominenten. Die Dressurreiterin Isabell Werth gewann den Wettbewerb vor Tobias Schlegl und Charlotte Karlinder, während Raab nach dem zweiten Durchgang ausschied.

Turmspringen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: TV total Turmspringen

Als weiterer sportlicher Wettbewerb fand Das große TV total Turmspringen erstmals am 16. Dezember 2004 in der Olympia-Schwimmhalle in München statt. Er wurde seitdem fast jährlich ausgetragen, 2005 in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark in Berlin und danach wieder in München. Es traten jeweils etwa zehn Springer und Paare im Einzel- und Synchronspringen an.

Stock Car[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei einem am 30. September 2002 ausgestrahlten Beitrag für die Rubrik Raab in Gefahr lernte der Moderator das Stockcar-Rennen kennen und entwickelte einen eigenen Wettbewerb. Dieser fand - außer 2008 - jährlich in der Gelsenkirchener Veltins-Arena statt. Bei der TV total Stock-Car-Crash-Challenge gab es drei Wettbewerbe in den Klassen 1500, 1900 und 3000 cm³ sowie ein „Rodeo-Rennen“, das so lange dauerte, bis nur noch Autos eines Teams fahrtüchtig waren. 2011 wurde erstmals ein Caravan-Crash-Cup veranstaltet, bei dem vier Fahrer mit Wohnwagen die Strecke befahren. Moderiert wurde dieses Spektakel von 2005 bis 2008 von Oliver Welke und Sonya Kraus. Im Jahr 2009 wurde Welke von Charlotte Engelhardt unterstützt. 2010 moderierte Matthias Opdenhövel die Sendung, bei den Teams interviewte Sonya Kraus die Fahrer, ebenso wie 2011, als Steven Gätjen die Sendung moderierte.

Parallelslalom[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einer witterungsbedingten Verschiebung präsentierte Stefan Raab den Großen TV total Parallelslalom am 16. Dezember 2006 aus St. Anton am Arlberg mit 15 prominenten Teilnehmern. Christian Clerici gewann den Finallauf auf der Weltcup-Strecke gegen Richter Alexander Hold. Den dritten Platz sicherte sich DJ BoBo im Duell mit Raab.

Autoball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Giovanni Zarrella nach seinem Sieg bei der Autoball-EM 2012
Hauptartikel: Autoball

Autoball war eine Ballsportart, bei der zwei Mannschaften mit dem Ziel gegeneinander antraten, mit ihren Fahrzeugen mehr Tore als der Gegner zu erzielen und so das Spiel zu gewinnen. Die Sportart galt als eine Variante des Motoball. Stefan Raab entdeckte die Sportart 2007 in seiner Sendung Schlag den Raab und trug zur Fußball-Europameisterschaft 2008 erstmals ein Autoball-Turnier aus. Weitere Turniere folgten zu den Fußball-Weltmeisterschaften 2010 und 2014 und zur Fußball-Europameisterschaft 2012.

Deutscher Eisfußball-Pokal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Schlag den Raab gab es am 17. Januar 2009 das Spiel „Eisfußball“, bei dem die Kontrahenten in Bowlingschuhen auf dem Eis Fußball spielten. Raab gefiel das Spiel so gut, dass er nach einigen Tests einen neuen Wettbewerb entwickelte.

Quizboxen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: TV total Quizboxen

Am 18. Oktober 2012 startete mit Quizboxen eine neue Show im Rahmen von TV total. Die Show war eine Mischung aus Sport (Boxen) und Quizsendung.[17] Moderiert wurde von Stefan Raab, der auch das Quiz leitete. Am Boxring saßen fünf Wertungsrichter, ein Ringrichter leitete die Boxrunden. Kommentator war Frank Buschmann.

Headis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zweimal fand eine „Headis“-Sondersendung statt. Der Funsport Headis ist eine Mischung aus dem herkömmlichen Tischtennis und dem Kopfball des Fußballs. Da an einer herkömmlichen Tischtennisplatte gespielt wird, der Ball aber nur mit dem Kopf berührt werden darf, verbindet Headis das Kopfballspiel des Fußballs, die taktischen Elemente des Tennis sowie die Beinarbeit des Tischtennis miteinander. Es wurde in zwei Gruppen mit je drei Teilnehmern gespielt, wobei sich die beiden Gruppensieger für das Finale qualifizierten. Ein Spiel ging bis elf Punkte.

Die Teilnehmer beim ersten Turnier am 16. Oktober 2014 waren Elton, Luke Mockridge, Thorsten Legat, Thore Schölermann, Matze Knop und Stefan Raab.[18]

Gruppe A
Elton Luke Mockridge 11:7
Luke Mockridge Thorsten Legat 7:11
Elton Thorsten Legat 2:11
Rang Spieler Verhältnis Punkte
1. Thorsten Legat 22:9 6
2. Elton 13:18 3
3. Luke Mockridge 14:22 0
Gruppe B
Stefan Raab Thore Schölermann 11:7
Thore Schölermann Matze Knop 11:9
Stefan Raab Matze Knop 11:8
Rang Spieler Verhältnis Punkte
1. Stefan Raab 22:15 6
2. Thore Schölermann 18:20 3
3. Matze Knop 17:22 0
Finale
Thorsten Legat Stefan Raab 13:11

Beim zweiten Turnier am 21. Oktober 2015 spielten Elton, Tom Beck, David Odonkor, Célia Šašić, Axel Stein und Stefan Raab.[19]

Gruppe A
Elton David Odonkor 10:12
David Odonkor Tom Beck 06:11
Elton Tom Beck 07:11
Rang Spieler Verhältnis Punkte
1. Tom Beck 22:13 6
2. David Odonkor 18:21 3
3. Elton 17:23 0
Gruppe B
Stefan Raab Axel Stein 13:11
Axel Stein Célia Šašić 11:2
Stefan Raab Célia Šašić 6:11
Rang Spieler Verhältnis Punkte
1. Axel Stein 22:15 3
2. Stefan Raab 19:22 3
3. Célia Šašić 13:17 3
Finale
Tom Beck Axel Stein 15:6

Olympische Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parallel zu den Olympischen Spielen 2004 fand die TV-total-Olympiade statt. Stefan Raab, Elton und jeweils ein prominenter Gast maßen sich in verschiedenen Leichtathletik-Disziplinen: Hochsprung mit Michael Herbig, Zeitfahrrennen mit Oliver Pocher und 100-Meter-Lauf mit Alida Kurras. Zu den Olympischen Winterspielen 2006 gab es eine Neuauflage.

Hochsprung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 2. September 2004 fand das TV total Hochsprung Meeting statt. Pierre Geisensetter gewann mit 1,55 m gegen Elton, Joey Kelly, Matthias Opdenhövel, Simon Gosejohann und Oliver Pocher. Raab konnte verletzungsbedingt nicht teilnehmen.

Beachvolleyball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 6. Oktober 2009 fand Der große TV total Beachvolleyball Cup statt. Neben Raab und Elton nahmen die amtierenden Weltmeister Julius Brink und Jonas Reckermann teil.[20]

Weitere Sondersendungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben dem regulären Programm und den oben genannten Sport- und Musiksondersendungen wurden in unregelmäßigen Abständen weitere Sondersendungen ausgestrahlt.

TV total PokerStars.de Nacht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab dem 6. Juli 2006 veranstaltete Raab mehrmals im Jahr eine Poker-Nacht. Zusammen mit Elton, drei Prominenten und einem Zuschauer-Kandidaten, der sich im Internet qualifizierte, spielte er Texas Hold’em. Der Gewinner erhielt 50.000 €, die zuvor ausgeschiedenen Spieler erhielten 20.000 €, 15.000 €, 10.000 € und 5.000 €, der letzte Platz ging leer aus. Nach Raabs Karriereende wird die Sendung ohne den TV total-Zusatz fortgesetzt.

Bowling-Abend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem für eine Ausgabe von Schlag den Raab eine Bowling-Anlage aufgebaut worden war, veranstaltete Stefan Raab am 25. Oktober 2006 eine Bowling-Runde mit den Gästen Sonya Kraus, Oliver Welke und Elton. Letzterer gewann mit 116 Punkten vor Raab, Welke und Kraus. Am Nikolaus-Abend gab es eine zweite Ausgabe, bei der sich Raab mit 106 Punkten gegen Elton, Jeanette Biedermann und Ben durchsetzte.

Silvester Spezial[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 2001 bis 2008 präsentierte ProSieben jedes Jahr zu Silvester ein TV total Silvester Spezial. Bis Silvester 2007 blickten Raab und seine Gäste Christoph Maria Herbst, Rick Kavanian, Michael Herbig und Sonya Kraus auf das abgelaufene Jahr zurück. An Silvester 2008 präsentierte Stefan Raab ohne Gäste auf der Couch die besten TV-Ausschnitte, die Hits des Jahres und die Highlights der TV total-Sendungen des Jahres.

Jahresrückblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab dem Jahr 2009 veranstaltete Raab anstelle des Silvester-Spezials einen Jahresrückblick mit den TV-total-Highlights des Jahres. Die erste Ausgabe wurde am 21. Dezember 2009 ausgestrahlt.

Bundestagswahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahlprognose 2009 TV total
 %
30
20
10
0
26,6
20,5
19,9
17,7
15,4
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer
Wahlprognose 2013 TV total
 %
40
30
20
10
0
35,0
28,8
15,6
6,2
4,9
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer

Am 17. September 2005 veranstaltete Stefan Raab eine Sondersendung zur Bundestagswahl 2005 mit den Politikern Christian Wulff (CDU), Franz Müntefering (SPD), Guido Westerwelle (FDP), Günther Beckstein (CSU) und Jürgen Trittin (Grüne). Als Co-Moderator half Peter Limbourg vom Partnersender N24. Matthias Opdenhövel präsentierte die Ergebnisse eines Televotings, bei dem jeder, also auch Minderjährige und Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit, beliebig oft für eine Partei stimmen durften: SPD 36,5 %, CDU/CSU 30,1 %, FDP 13,7 %, Grüne 8,9 %, Linkspartei.PDS 10,7 %. Das Ergebnis spiegelte vor allem das politische Spektrum der jüngeren Zielgruppe wider. Für die Show erhielten Raab und Limbourg den Goldenen Prometheus in der Kategorie „Coup des Jahres“.[21]

Am Vorabend der Bundestagswahl 2009 gab es eine weitere Sondersendung, zu der Vertreter von CDU (Christian Wulff), CSU (Karl-Theodor zu Guttenberg), SPD (Franz Müntefering), FDP (Guido Westerwelle), Bündnis90/Grüne (Jürgen Trittin) und Die Linke (Gregor Gysi) eingeladen wurden. Erneut moderierte Raab zusammen mit Peter Limbourg.[22] Die Linkspartei erreichte bei dieser Sendung sehr hohe Ergebnisse (in manchen Bundesländern sogar absolute Mehrheiten).

Zur Bundestagswahl 2013 fand die dritte Sondersendung statt. Gäste dieser Sendung am Vorabend der Wahl waren Ilse Aigner (CSU), Armin Laschet (CDU), Thomas Oppermann (SPD), Rainer Brüderle (FDP), Katrin Göring-Eckardt (Bündnis90/Die Grünen) und Gregor Gysi (Die Linke). Die Zuschauer konnten per Televoting für die Partei abstimmen, die sie wählen würden.

Fußball-WM und -EM[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei großen Turnieren stand der Fußball im Mittelpunkt der Sendung. Zur WM 2002 präsentierte Raab seine Erlebnisse in Japan, bei der EM 2004 reiste Elton gemeinsam mit Oliver Pocher in einem Wohnwagen durch das Gastgeberland Portugal.

Während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 wurde die Sendung unter dem Titel WM total live ausgestrahlt. Raab analysierte dabei das Geschehen rund um die WM, tippte die Spiele und spielte gegen den jeweiligen Studiogast den Blind Kick, ein überdimensionale Variante des Tipp-Kick, bei der lebende Spielfiguren, deren Augen verbunden waren, durch Kommandos von Raab und seinem Gegner gesteuert werden. Im Dezember 2005 hatte Raab bereits die Gruppenauslosung mit großen Übereinstimmungen vorweggenommen.

Zur Fußball-Europameisterschaft 2008 und 2012 sowie zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010 und 2014 veranstaltete Raab jeweils eine Autoball-EM bzw. -WM.

Maskottchen-WM[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juni 2006 fand ein Wettlauf mit den Maskottchen von insgesamt 46 Sportvereinen statt, den der Löwe des TV Großwallstadt vor dem Löwen von Bayer 04 Leverkusen, dem Tiger der Walter Tigers Tübingen und dem Zebra Ennatz vom MSV Duisburg gewann.

TV total goes St. Moritz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom 9. bis 12. Januar 2006 zeigte Raab Einspieler von seinen Erlebnissen im Schweizer Skiort St. Moritz. Im Studio, das wie eine Alpenhütte gestaltet war, empfing er u. a. den Curling-Experten Max Reiser, die Jodel-Lehrerin Nadja Räss, den Freeski-Meister Alois Bickel und den ehemaligen Skirennläufer Willy Bogner junior.

TVTNSFDWADKHUWGNEMKAKVANBÜDLZT bei Stefan Raab[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In dieser Rubrik suchte Raab die schönste Frau Deutschlands. Die Abkürzung steht für TV totals next schöne Frau, die was auf dem Kasten hat und wenn’s geht noch etwas mehr kann, als Kleider von A nach B über den Laufsteg zu tragen. Ende Oktober 2010 begannen die ersten von insgesamt vier Raab-Castings in Köln. Am 14. März 2011 begann der Recall, bei dem sich täglich drei Kandidatinnen dem Studiopublikum zur Wahl stellen. Am 23. März 2011 ging die 26-jährige Korinna Kramer als Siegerin hervor. Sie trat anschließend bei TV total und ab April 2011 auch bei Schlag den Raab als Assistentin und Backstage-Reporterin auf.

Ursprünglich sollte das Casting TV totals Next Supermodel bei Stefan Raab heißen. Dieser Titel war eine direkte Anspielung auf Heidi Klums Show Germany’s Next Topmodel, die seit 2006 ebenfalls bei ProSieben ausgestrahlt wird. Aus diesem Grund wurde die Sendung später umbenannt.[23]

BallBall[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 6. November 2012 fand eine BallBall-Sondersendung statt.[24] Das Spiel BallBall wurde erstmals am 22. September 2012 bei Schlag den Raab gespielt. Raab hatte seinerzeit schon angekündigt, eine solche Sondersendung machen zu wollen. Ziel des Spiels ist es, einen auf dem Mittelpunkt des Spielfeldes liegenden Basketball mit Hilfe von Tennisbällen in die Endzone des Gegners zu bringen. Diese werden von außerhalb des Spielfeldes, welches nicht betreten werden darf, geworfen. Bei Schlag den Raab verlor Raab gegen die Kandidatin Manuela mit 2:3. In der TV-total-Sondersendung mit dem Titel TV total Ballball Spezial traten jeweils Zweierteams gegeneinander an. Die teilnehmenden Mannschaften waren:

Teamname Teilnehmer
Volleyball DeutscheDeutsche Ilka Semmler DeutscheDeutsche Katrin Holtwick
Moderatoren DeutscherDeutscher Daniel Aminati DeutscherDeutscher Peter Imhof
Sportskanonen ItalienerItaliener Giovanni Zarrella DeutscherDeutscher Fabian Hambüchen
TV total DeutscherDeutscher Stefan Raab DeutscherDeutscher Elton
  Halbfinale     Finale
                 
 
   Zarrella/Hambüchen 3  
   Holtwick/Semmler 4    
       Holtwick/Semmler 2
       Aminati/Imhof 12
   Aminati/Imhof 4      
   Raab/Elton 1      
  Spiel um Platz 3
 
   Zarrella/Hambüchen 1
   Raab/Elton 4

Prunksitzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 9. Februar 2013, zwei Tage vor Rosenmontag, wurde Die Große TV total Prunksitzung ausgestrahlt. Teilnehmer waren unter anderem die aus dem Kölner Karneval bekannten Mundartbands Höhner und Brings, Bastian Pastewka und Anke Engelke in ihren Rollen als Wolfgang & Anneliese, die Comedians Markus Krebs, Carolin Kebekus, Dave Davis, Matze Knop und Mundstuhl, die Sängerin Lena als Tanzmariechen, der Schauspieler Martin Klempnow als Robert Geiss und Helge Schneider.[25]

TV total live aus New York[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Woche vom 27. Januar bis zum 1. Februar 2014 sendete Raab live aus New York City. Neben den üblichen Terminen am Montag bis Donnerstag gab es eine zusätzliche Ausgabe am Samstagabend. Anlass für die Reise war der Super Bowl am 2. Februar. Für diese Sendungen wurde ein kleines Studio direkt am Times Square eingerichtet. Dort empfing Stefan Raab einige Prominente und Sportler aus den Vereinigten Staaten. Unterstützt wurde er vom Sportkommentator Frank Buschmann und dem Comedian Luke Mockridge.[26][27]

Moderatoren der Sendung und der Sondersendungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moderator/in Jahre moderierte Sendungen
Stefan Raab 1999–2015
Elton 2001–2015
Annette Frier 2003–2005
Sonya Kraus 2003–2013
Kai Pflaume 2004–2005
Oliver Pocher 2004–2005
Ingolf Lück 2004
Peter Limbourg 2005–2009
  • TV total Bundestagswahl (2005, 2009)
Oliver Welke 2005–2010
Mirjam Weichselbraun 2005–2011
Johanna Klum 2005–2011
Michael Körner 2006–2015
Matthias Opdenhövel 2006–2011
Janin Reinhardt 2006
Charlotte Würdig 2009–2014
Carolin Kebekus 2010
Sabine Heinrich 2010–2011
Jessica Kastrop 2010–2013
  • Die TV total PokerStars.de Nacht (2010–2013)
Steven Gätjen 2011–2015
Olaf Schubert 2011–2012
Matze Knop 2012–2015
Sandra Rieß 2012–2013
Natalie Hof 2013–2015
Rebecca Mir 2013–2014
Sophia Thomalla 2014–2015

Rechtsstreitigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

TV total verfolgte das Ziel, sich auf satirische Art und Weise der Medienkritik mit Hilfe von Fernsehausschnitten aus anderen Fernsehsendern zu widmen. Die parodistische Zielsetzung der gesamten Sendung gab jedoch keinen Freibrief für unfreie Entnahmen durch einzelne Beiträge.[28] Daher kam es mehrmals zu juristischen Auseinandersetzungen.

In einem Fall hatte Raab einen 20 Sekunden dauernden Ausschnitt eines Spontan-Jodelns aus der HR-Sendung Landparty in Hüttenberg relativ unkommentiert gezeigt. Deshalb konnte er sich weder auf das Recht zur freien Bearbeitung noch auf das Zitatrecht stützen. Zudem habe es sich auch nicht um ein aktuelles Tagesereignis gehandelt, über das TV total berichten könnte, ohne dafür Lizenzgebühren zu zahlen.[29] Damit wurden TV total einige Grenzen des Urheberrechts aufgezeigt, denn lizenzfrei sind demnach

  • kommentierte Fernsehausschnitte (also nach § 24 Abs. 1 UrhG frei bearbeitete und zum selbständigen Werk führende),
  • zitierte Fernsehausschnitte (§ 51 Nr. 2 UrhG) setzen eine innere Verbindung zwischen der zitierten Stelle und eigenen Gedanken voraus. Ein Zitat ist deshalb grundsätzlich nur zulässig, wenn es als Belegstelle oder Erörterungsgrundlage für selbständige Ausführungen des Zitierenden erscheint.[30] oder
  • aktuelle Tagesereignisse (§ 50 UrhG) sind jedes aktuelle Geschehen, das für die Öffentlichkeit von Interesse ist, wobei ein Geschehen solange aktuell ist, als ein Bericht darüber von der Öffentlichkeit noch als Gegenwartsberichterstattung empfunden wird.[31]

Ein nur aus Gründen der Komik gesendeter Ausschnitt erfüllt diese Bedingungen nicht. Damit wurde im Falle der „Landparty in Hüttenberg“ in das ausschließliche Recht des Filmherstellers nach §§ 95, § 94 Abs. 1 Satz 1 UrhG eingegriffen, den Filmträger zu vervielfältigen (§ 16 UrhG), zu verbreiten (§ 17 UrhG) und zur öffentlichen Vorführung zu benutzen (§ 19 Abs. 4 UrhG). Der Moderator habe mit seinem Beitrag auch weder eine Medienkritik geleistet noch ein Kunstwerk geschaffen. Die Übernahme des Interviews ist deshalb auch unter Berücksichtigung der Meinungsfreiheit (Art. 5 Abs. 1 GG) und der Kunstfreiheit (Art. 5 Abs. 3 GG) nicht von § 24 Abs. 1 UrhG gedeckt. Werden Lizenzgebühren fällig, verlangen öffentlich-rechtliche Fernsehanstalten von privaten Sendern einen Lizenzpreis von im Durchschnitt rund 1.300 € pro angefangene Minute.

Kritiker warfen Raab mitunter vor, sein Humor gehe auf Kosten Dritter sowie Fernsehunerfahrener und verletze diese in ihren Persönlichkeitsrechten. So wurde Raab bereits mehrfach verklagt und beispielsweise im Februar 2004 im Fall Lisa Loch wegen Verletzung der Persönlichkeitsrechte zu einem Schadenersatz von 70.000 Euro[32] oder im September 2005 wegen Verstoßes gegen das Kunsturhebergesetz (Recht am eigenen Bild) und Beleidigung zu einer Geldstrafe von 150.000 Euro verurteilt.[33]

Einschaltquoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zuschauerzahlen TV total von 1999 bis 2015

Die nachfolgenden Einschaltquoten spiegeln die absoluten Zuschauerzahlen im Jahresdurchschnitt wieder und wurden von Media Control ermittelt.[34]

  • 1999: 2,36 Mio.
  • 2000: 3,21 Mio.
  • 2001: 2,09 Mio.
  • 2002: 1,76 Mio.
  • 2003: 1,57 Mio.
  • 2004: 1,29 Mio.
  • 2005: 1,24 Mio.
  • 2006: 1,11 Mio.
  • 2007: 0,85 Mio.
  • 2008: 0,76 Mio.
  • 2009: 0,74 Mio.
  • 2010: 0,83 Mio.
  • 2011: 0,85 Mio.
  • 2012: 0,72 Mio.
  • 2013: 0,68 Mio.
  • 2014: 0,76 Mio.
  • 2015: 0,76 Mio.

Die Sendung mit der prozentual besten Zuschauerzahl wurde am 5. Juni 2008, direkt nach dem Finale von Germany’s Next Topmodel gesendet und erreichte über 23 Prozent der Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren.[35]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritik erntete die Sendung in ihrer neuen Ausrichtung, die als Grund für den seit Jahren anhaltenden Zuschauerschwund angesehen wurde. War TV total anfangs ein Skurrilitätenkabinett des deutschen Fernsehens, wurde die Sendung später vor allem bestimmt durch Gespräche mit Gästen, durch Werbung für von ProSieben produzierte Filme und durch Ereignisse wie die Poker-Nacht und die Vermarktung von Popmusikern. Im Jahr 2007 erreichte die Sendung nur noch einen Zuschauerschnitt von 910.000 und lag mit einer Einschaltquote von 6,5 % unter dem Senderschnitt. Allerdings begann die Sendung mittlerweile sehr oft erst um 23:15 Uhr. ProSieben verlängerte seinen Vertrag mit Raab im Jahr 2009 „um mehrere Jahre“.[36] 2015 urteilte der Kulturredakteur Jonas Leppin, TV total sei „ein lieblos produziertes Stück Fernsehschrott geworden“.[37] Andere Autoren wie Oliver Rasche von Die Welt lobten Raab und betonten, dass Raab sich immer noch von der Konkurrenz deutlich absetze und „seinen Zenit noch nicht überschritten hat“.[38]

Auszeichnungen und Nominierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tabellarische Übersicht der Auszeichnungen und Nominierungen
Jahr Auszeichnung Für Kategorie Resultat
1999 Deutscher Comedypreis Stefan Raab Beste Moderation Gewonnen
Deutscher Fernsehpreis Stefan Raab, Martin Keß und Jobst Benthues Beste Unterhaltungssendung
2000 OnlineStar www.tvtotal.de VIPS und Promis
Adolf-Grimme-Preis Beste Unterhaltung Nominiert
Österreichischer Fernsehpreis Romy Beste Programmidee Gewonnen
Goldene Schallplatte Das TV total Album
2001 Rose d’Or Best of TV total Bronzene Rose für Vielseitigkeit
Radio Regenbogen Award Comedy 2000
2002 OnlineStar www.tvtotal.de VIPS und Promis
2002 Goldene Schallplatte TV total Erstwählercheck, Best of TV total 2001 und Best of TV total Vol. 2
2003 Deutscher Comedypreis Stefan Raab Beste Comedy-Show Nominiert
2004 Adolf-Grimme-Preis Entdeckung und Förderung von Musiktalenten durch SSDSGPS – Ein Lied für Istanbul Spezial Gewonnen
Deutscher Fernsehpreis SSDSGPS – Ein Lied für Istanbul und Die 1. offizielle Wok-WM Beste Unterhaltungssendung Nominiert
Bambi
2005 ECHO Bundesvision Song Contest Medienpartner des Jahres Gewonnen
Deutscher Fernsehpreis Das Große TV total Turmspringen Beste Unterhaltungssendung Nominiert
2006 Goldener Prometheus Coup des Jahres Gewonnen
Rose d’Or Das Große TV total Turmspringen Variety Nominiert
2008 Bambi Stefan Raab Entertainment Gewonnen
2009 Deutscher Comedypreis Beste Late Night Show Nominiert
2010 Deutscher Fernsehpreis Beste Unterhaltung und Besondere Leistung Unterhaltung Gewonnen
2011 Deutscher Comedypreis Beste Late Night Show Nominiert
2013 Deutscher Comedypreis Die Große TV total Prunksitzung Bestes Comedyevent Gewonnen

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Anfang 2001 erschienene Zeitschrift TV total, die von Raab TV, Brainpool und dem Axel Springer Verlag herausgegeben wurde, wurde im Mai, nur vier Monaten nach der ersten Ausgabe, aufgrund geringer Verkaufszahlen wieder eingestellt.[39]
  • Manfred Winkens, der Kommentator der meisten Einspieler, wurde seitens den Produzenten stets geheim gehalten. In der letzten Sendung kündigte dieser Stefan Raab mit der für TV total typischen Ansprache an. Seine Augen waren dabei mit einer Brille verdeckt, die im Stile eines Zensurbalkens gehalten war. Dieser Auftritt war der einzige, bei dem er bei TV total zu sehen war.[40][41]

Blamieren oder Kassieren

  • In der Sendung vom 30. September 2014 stellte Elton die Frage: „Microsoft hat heute offiziell die neueste Version seines Betriebssystems Windows vorgestellt. Wie heißt sie?“ gestellt. Als richtige Antwort wurde „Windows 9“ genannt. Tatsächlich stellte Microsoft jedoch Windows 10 vor. Da TV total jedoch nachmittags aufgezeichnet wurde (16:00 Uhr bis 19:00 Uhr war der offiziell bekanntgegebene Zeitrahmen an diesem Tag), war das der Redaktion zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt. So kam es dazu, dass die Antwort zum Zeitpunkt der Ausstrahlung schon veraltet war. Nach der falschen Auflösung spaßte Raab sogar noch: „Das ist aber ganz schön kreativ, die lassen sich was einfallen.“
  • In der Sendung vom 25. August 2015 stellte Elton die Frage nach der Autorin von Pumuckl und bezog sich dabei darauf, dass der Bauch des Pumuckl in der neuen Version der Zeichentricksendung nicht mehr vorhanden sein solle. Am selben Tag gab die Tochter von Ellis Kaut, der Erfinderin von Pumuckl, allerdings bekannt, dass man dem Wunsch der Fans nachgehe und der Bauch auch in der Neuauflage der Sendung vorhanden sein werde.[42]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jörg-Uwe Nieland: „Unterhaltend, nicht repräsentativ“ – die Bundestagswahl 2009 als Politshow auf Pro7. In: Christina Holtz-Bacha (Hrsg.): Die Massenmedien im Wahlkampf. Das Wahljahr 2009. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2010, ISBN 978-3-531-17414-3, S. 258–282.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen

  1. Einige Folgen, wie beispielsweise der Jahresrückblick, das Silvester Spezial oder die letzte Folge, haben eine abweichende Länge von teilweise mehreren Stunden Sendungslänge.
  2. Nach Umstellung von der wöchentlichen auf die tägliche Ausstrahlung wurde die Zählung neu begonnen: Es sind 60 Weekly- (1999–2000) und 2243 Daily-Shows (2001–2015) ausgestrahlt worden.

Quellen

  1. TV total – Ganze Folgen auf MySpass.de
  2. Eine Ära geht zu Ende: Stefan Raab beendet seine TV-Karriere. 17. Juni 2015. Abgerufen am 17. August 2015.
  3. #TVtotal endet.. In: Twitter. 17. August 2015. Abgerufen am 17. August 2015.
  4. Schluss. Aus. Vorbei. Die allerletzte Folge @TVtotal läuft am Mittwoch, 16. Dezember, 23:15 Uhr, auf @ProSieben. #TVtotal Stefan #Raab. In: Twitter. 4. November 2015. Abgerufen am 5. November 2015.
  5. a b Henriette Westphal: Abschied von „TV total“ - Stefan Raab moderiert zum letzten Mal. In: Kölner Rundschau. 16. Dezember 2015. Abgerufen am 22. Dezember 2015.
  6. Postmoderner Schlingel, 19. Juni 1999.
  7. Videos der Raabigramme bei tvtotal.prosieben.de
  8. Blamieren oder Kassieren, Sendung vom 27. März 2006
  9. TV: Die Wahrheit über «Ingrids Woche und Klaus»: Ja, sie sind ein echtes Ehepaar, Nürnberger Zeitung, 14. Mai 2009.
  10. Uwe Mantel: ProSieben macht „Elton zockt“ zur Primetime-Show. Elton bekommt Samstagabend-Show. dwdl.de, 14. Februar 2013, abgerufen am 14. Februar 2013.
  11. Uwe Mantel: Sendetermin: „Elton zockt“ Mitte April bei ProSieben. dwdl.de, 14. März 2013, abgerufen am 14. März 2013.
  12. Stefan Raab wegen «Bimmel-Bingo» verklagt: Entertainer muss Schmerzensgeld zahlen (Memento vom 9. Januar 2008 im Internet Archive), Netzeitung, 5. Juni 2002
  13. Shortnews, Stefan Raab trauert: Show-Opa Willi ist tot
  14. a b vgl. Holger Schramm: Musikcastingshows, in: Peter Moormann (Hrsg.): Musik im Fernsehen. Sendeformen und Gestaltungsprinzipien, 1. Auflage, VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2010, ISBN 978-3-531-15976-8, S. 58.
  15. Verraabscht? Der perfekte PR-Deal.
  16. Spiegel online: Raab kündigt eigene Superstar-Show an
  17. DWDL.de – Neue Raab-Show: „Quizboxen“ startet im Oktober
  18. TV total Sendung vom 16. Oktober 2014 auf myspass.de, abgerufen am 17. Oktober 2014
  19. TV total Sendung vom 21. Oktober 2015 auf myspass.de, abgerufen am 22. Oktober 2015
  20. Video des TV total Beachvolleyball Cups (Sendung 1374 vom 6. Oktober 2009)
  21. Goldener Prometheus für TV total Bundestagswahl (Memento vom 24. Januar 2009 im Internet Archive)
  22. Kölnische Rundschau
  23. Sendung vom 3. November 2010
  24. TV total Sendung vom 6. November 2012. myspass.de, 6. November 2012, abgerufen am 10. Februar 2013.
  25. Stefan Raab macht jetzt auch Karneval, t-online.de
  26. Frankfurter Rundschau: «TV total»: Klassenfahrt nach New York vom 25. Januar 2013
  27. Tagesspiegel: Stefan Raab in New York : „TV total“ am Times Square vom 25. Januar 2013
  28. BGH GRUR 2000, 703, 704 – Mattscheibe
  29. BGH Urteil vom 20. Dezember 2007, Az I 42/05
  30. BGH, Urteil vom 7. März 1985, Az. I ZR 70/82, GRUR 1987, 34, 35 – Liedtextwiedergabe I
  31. BGH, Urteil vom 11. Juli 2002, Az: I ZR 285/99, GRUR 2002, 1050, 1051
  32. Spiegel Online vom 4. Februar 2004, Fall „Lisa Loch“: Raab zu 70.000 Euro Schadenersatz verurteilt
  33. Raab muss 150000 Euro zahlen, dpa via rundschau-online.de, 16. September 2005
  34. Jährliche Durchschnittswerte der Zuschauerzahlen von TV total seit 1999 (gif) 17. Dezember 2015. Abgerufen am 17. Dezember 2015.
  35. «TV total» geht mit bester Quote seit siebeneinhalb Jahren. In: Quotenmeter.de. 17. Dezember 2015. Abgerufen am 17. Dezember 2015.
  36. DWDL.de – Stefan Raab bleibt ProSieben weiterhin treu
  37. Stefan Raab: TV total seit 16 Jahren – Zeit zum Aufhören auf spiegel.de vom 17. März 2015, abgerufen am 18. März 2015
  38. [1]
  39. Enttäuschung bei Raab: Zeitschrift "TV total" eingestellt. In: Spiegel Online. 31. Mai 2001. Abgerufen am 18. Dezember 2015.
  40. #Raabschied mit Spezial-Ausgabe: ‚König Lustig‘ dankt ab. 20. Dezember 2015. Abgerufen am 21. Dezember 2015.
  41. Abschied ohne Schmerz: "TV Total" am Ende. 17. Dezember 2015. Abgerufen am 21. Dezember 2015.
  42. Pumuckl bekommt seinen Bauch zurück. In: Spiegel Online. 25. August 2015. Abgerufen am 26. August 2015.