TWAIN

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TWAIN ist ein 1992 von den Unternehmen Aldus Corporation, Eastman-Kodak, Hewlett-Packard und Logitech festgelegter Standard zum Austausch von Daten zwischen Bildeingabegeräten (Scanner, Digitalkameras etc.) und Programmen für Microsoft Windows und Apple Macintosh.

Details[Bearbeiten]

Ein mit einer TWAIN-Schnittstelle ausgestattetes Bildverarbeitungsprogramm kann Daten von jedem Bildeingabegerät entgegennehmen, das seinerseits entsprechende Unterstützung bietet. Die neueste Version des TWAIN-Standards ist TWAIN 2.1 und wurde am 8. Juli 2009 veröffentlicht. Neuerungen dieser und der Hauptversion Version 2.0 umfassen u. a.:

  • Open Source
  • 64-Bit-Unterstützung
  • Linux/Unix-Unterstützung
  • Unterstützung für automatische Farberkennung
  • SDMI (single document multi images)
  • PDF/A-Unterstützung
  • Automatische Erkennung des Scannertyps
  • Automatische Größenänderung von Dokumenten

TWAIN besteht aus drei Elementen: Der Datenquelle (data source), dem Anwendungsprogramm (application program) und dem Quellenmanager (source manager). Die Datenquelle wird von dem Scanner- oder Digitalkamera-Treiber gebildet, der normalerweise bei dem Gerät mitgeliefert wird. Das Anwendungsprogramm ist das Programm, in dem die aufgenommenen Bilddaten weiterverwendet werden, z. B. ein Bildverarbeitungsprogramm. Der Quellenmanager ist in der Regel Bestandteil des Betriebssystems. Von den Datenquellen und Anwendungsprogrammen können durchaus mehrere auf einem Rechner vorhanden sein, die dann vom Quellenmanager verwaltet werden.

Neben dem TWAIN-Standard gibt es auch noch andere Verfahren, Bildeingabegeräte und Anwendungsprogramme miteinander zu verbinden:

Etymologie des Ausdrucks[Bearbeiten]

Die Erklärung, die von der TWAIN Working Group als offizielle Antwort auf die Frage nach der Herkunft des Namens veröffentlicht wurde, ist die Ableitung aus dem Ausspruch „Never the twain shall meet!“ aus Rudyard Kiplings The Ballad of East and West, was so viel bedeutet wie „Niemals werden die zwei sich treffen!“. Das ist eine Anspielung auf TWAIN als Vermittler zwischen Geräten, die nicht direkt interagieren können. Das Wort „twain“ in diesem Ausspruch geht auf Altenglisch „twegen“ zurück (vgl. frühneuhochdeutsch „zween“). Es wurde willkürlich in Großbuchstaben geschrieben, um es markanter aussehen zu lassen.

Da die Schreibung TWAIN wie ein Akronym aussieht, wird sie häufig auf passende Wortgruppen zurückführt, vor allem Technology Without An Interesting Name (Varianten für T: Toolkit, Thing; für A: Any, für I: Important), zu deutsch etwa Technik (oder: Werkzeugsatz; Ding) ohne (irgend)einen interessanten (oder: wichtigen) Namen.

Andere Quellen (welche?) benennen TWAIN als Abkürzung für Transmit Windows Advanced Interface.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]