Tagesmitteltemperatur

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Klimatologische Kenntage

Tagestemperatur T: max / med / min
Tagestemperatur T: max / med / min[1]

Lufttemperatur­abhängige Kenntage
  • Tmax ≥ 30°C
Heißer Tag[2]
  • Tmin ≥ 20°C
Tropennacht[2]
  • Tmax ≥ 25°C
Sommertag[2]
  • Tmed < 15°C / 12°C
Heiztag[3]
  • Tmin ≥ 5°C
Vegetationstag[4]
  • Tmin < 0°C
Frosttag[2]
  • Tmax < 0°C
Eistag[2]
nicht einheitlich definiert: Kalter Tag[2]
Witterungs­abhängige Kenntage
Bewölkung Heiterer Tag[2]
Bewölkung Trüber Tag[2]
Bewölkung Nebeltag[2]
Luftfeuchte / Temperatur Schwüler Tag
Niederschlag Niederschlagstag[2]
Niederschlag Regentag[2]
Niederschlag Hageltag[2]
Niederschlag Schnee(decken)tag[2]
Unwetter Sturmtag[2]
Unwetter Gewittertag[2]

Die Tagesmitteltemperatur, auch Tagesdurchschnittstemperatur, wird seit dem 1. April 2001 durch Bilden des Mittelwerts aller zur vollen Stunde gemessenen Lufttemperaturwerte (TL) im Zeitraum von 0 bis 24 Uhr UTC (also von 1 bis 1 Uhr MEZ; TUhrzeit) ermittelt:

T_L = \frac{1}{24}(T_0 + T_1 + T_2 + T_3 + ... + T_{23})

Fehlen durch technischen Ausfall mehr als drei Stundenwerte, wird die Tagesmitteltemperatur alternativ aus den gemessenen Temperaturwerten zu den synoptischen Hauptterminen 0, 6, 12 und 18 Uhr UTC gebildet:

T_L = \frac{1}{4}(T_0 + T_6 + T_{12} + T_{18})
Beispiele: Tagesmitteltemperatur für Januar und Juli im langjährigen Mittel (CH)
Ort Basel Bern Davos Genf Jungfraujoch Lugano Magadino Samedan St. Gallen Zürich
Januar 0,9 -1,0 -5,3 1,0 -13,6 2,6 0,2 -9,4 -1,1 -0,5
Juli 18,5 17,5 11,8 19,3 -1,2 21,1 20,6 11,2 16,2 17,6

Die Uhrzeiten für die Temperaturablesungen werden Mannheimer Stunden genannt.

Berechnung bis zum 31. März 2001[Bearbeiten]

1870 bis 1878 und 1901 bis 31. März 2001 war die Tagesmitteltemperatur eines Ortes noch aus dem Durchschnitt von nur drei Temperaturmessungen am Tag ermittelt worden, wobei nach den Mannheimer Stunden zugrundeliegend die Werte von 7, 14 und 21 Uhr (während mitteleuropäischer Winterzeit; bei Sommerzeit jeweils + 1 Std.) zugrundegelegt wurden. Der 21-Uhr-Wert wird dabei doppelt gewertet und das Ergebnis der Addition besagter vier Werte durch 4 geteilt.
Da dieses Verfahren aber unter Umständen Nächte mit starker Auskühlung zu schwach berücksichtigt, wurden Thermoisoplethendiagramme, die den durchschnittlichen Tages- und Jahresgang der Temperatur eines Ortes darstellen, interessant.

Die Berechnung der Tagesmitteltemperatur hatte der Deutsche Wetterdienst bis zum 31. März 2001 nach der Formel

T_L =\frac{1}{4}(T_7+T_{14}+2T_{21})

vorgenommen. (Die als T7, T14 und T21 in der Formel angegebenen Uhrzeiten entsprechen hier den gemittelten Zeiten 7:30, 14:30 und 21:30 Uhr.)

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Anmerkung: Auf der Grafik liegt die 0-°C-Linie auf der Grenze, anders als die Farbmarkierungen bei den Temperaturschwellen, zwischen türkis und blau. → Jahresgang der Grafik (animiert)
  2. a b c d e f g h i j k l m n o Klimatologische Kenntage im Wetterlexikon des Deutschen Wetterdienstes
  3. Deutschland: 15 °C nach VDI 2067; Österreich, Schweiz, Liechtenstein: 12 °C nach Usance
  4. auch Tmin ≥ 10°C: Tag Hauptvegetationsperiode