Tagesschau.de

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Tagesschau.de
www.tagesschau.de
Beschreibung Nachrichten-Website
Sprachen Deutsch
Eigentümer ARD
Erschienen 1996

Tagesschau.de ist das zentrale Nachrichtenwebportal der ARD. Während die im August 1996 veröffentlichte[1] Website früher vorwiegend programmbegleitende Hintergrundinformationen zu den Fernsehsendungen von ARD-aktuell – etwa Tagesschau und Tagesthemen – bot, ist sie mittlerweile als eigenständiges Telemedienangebot zu betrachten und steht in Konkurrenz mit Seiten wie z. B. Spiegel Online oder faz.net. Über 20 Redakteure sind für die Inhalte tätig, Redaktionsleiterin ist seit Juni 2014 Christiane Krogmann.[2]

Konzept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tagesschau.de gehört zu ARD-aktuell, der zentralen Nachrichtenredaktion der ARD. ARD-aktuell ist eine ARD-Gemeinschaftseinrichtung mit Sitz beim Norddeutschen Rundfunk in Hamburg. Dort entstehen auch die Tagesschau, die Tagesthemen, das Nachtmagazin, der Wochenspiegel und das Informationsprogramm Tagesschau24. Die Seite liefert rund um die Uhr einen Überblick über die aktuelle Nachrichtenlage, ergänzt um ausführliche Hintergrundinformationen. Die Redaktion stützt sich dabei auf das umfangreiche ARD-Korrespondentennetz, so dass das Angebot neben Texten auch Fernseh- und Hörfunkbeiträge umfasst. Einige der ARD-Auslandsstudios haben eigene Videoblogs auf Tagesschau.de, in denen die Korrespondenten Besonderheiten der einzelnen Gebiete vorstellen, in denen die Studios ihren Sitz haben. Daneben gibt es ein umfangreiches Archiv mit der Möglichkeit, vergangene Fernsehausstrahlungen von Tagesschau, Tagesthemen und anderen ARD-Nachrichtensendungen herunterzuladen. Seit Ende 2010 werden die Inhalte auch über die Tagesschau-App für Smartphones angeboten. Weitere Ausspielwege sind u. a. der Tagesschau-Youtube-Channel, Facebook, Twitter und ein On-Demand-Angebot für internetfähige Fernseher.

Beschränkung der Inhalte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Depublizieren

Die Website ist von den Anforderungen des Rundfunkstaatsvertrages betroffen, die eine Entfernung von Inhalten vorsieht, damit der Dienst einem zeitlich begrenzten Informationsangebot - ähnlich dem Rundfunk - gleichgestellt werden kann. Die Angebotsbeschreibung des ARD-Nachrichtenangebotes tagesschau.de beispielsweise sieht im Drei-Stufen-Test folgende Verweildauern für ihre Beiträge vor:

„Sendungen von ARD-aktuell werden in der Regel nach sieben Tagen depubliziert, Sendungsbeiträge und andere audiovisuelle Inhalte können zwölf Monate auf tagesschau.de verbleiben (davon ausgenommen sind die Chroniken der 20-Uhr-Ausgabe der ‚Tagesschau‘, der ‚Tagesthemen‘ und des ARD-Jahresrückblicks, die unbegrenzt im Archiv verbleiben […]). Vorhandene Sendungen, Sendungsbeiträge und andere audiovisuelle Inhalte werden wieder eingestellt, wenn es in Verbindung mit einem Ereignis oder einer Berichterstattung bzw. der Wiederholung im linearen Programm dafür einen redaktionellen Bedarf gibt.“[3]

Gemäß dieser Fassung der Angebotsbeschreibung, die der zuständige NDR-Rundfunkrat im Drei-Stufen-Test beschloss, nachdem zuvor auf „Empfehlung der Ausschüsse […] Änderungen der Konzepte tagesschau.de und eins-extra.de vorgenommen“[4] worden waren, depublizierte die tagesschau.de-Redaktion diejenigen Bestandteile des Online-Angebots, die ihre veranschlagten Verweildauern überschritten hatten. Bereits zum 1. Juni 2009 waren die ersten ARD-Online-Angebote aus dem Internet entfernt worden, da diese den zu diesem Termin in Kraft getretenen Kriterien des 12. RÄStV widersprachen.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. intern.tagesschau.de/tagesschau.de. Abgerufen am 13. November 2010.
  2. Impressum auf Tagesschau.de.
  3. Telemedienkonzepte des Norddeutschen Rundfunks. Angebotsbeschreibung für tagesschau.de und eins-extra.de (überarbeitete Fassung – Stand 25. Juni 2010). In: ARD.de, abgerufen am 15. September 2010 (PDF; 648 kB), S. 47.
  4. Telemedienkonzepte des Norddeutschen Rundfunks. Angebotsbeschreibung für tagesschau.de und eins-extra.de (überarbeitete Fassung – Stand 25. Juni 2010). In: ARD.de, abgerufen am 15. September 2010 (PDF; 648 kB), S. 37.
  5. ARD Pressemeldung. Umfangreiche Löschungen in den Telemedienangeboten der ARD. In: ARD.de, 21. April 2010, abgerufen am 15. September 2010.