Tagmersheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Tagmersheim
Tagmersheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Tagmersheim hervorgehoben
Koordinaten: 48° 49′ N, 10° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Donau-Ries
Verwaltungs­gemeinschaft: Monheim
Höhe: 500 m ü. NHN
Fläche: 15,95 km2
Einwohner: 1096 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 69 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86704
Vorwahl: 09094
Kfz-Kennzeichen: DON, NÖ
Gemeindeschlüssel: 09 7 79 217
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchplatz 1
86704 Tagmersheim
Webpräsenz: www.tagmersheim.de
Bürgermeister: Georg Schnell (Freie Wählergruppe)
Lage der Gemeinde Tagmersheim im Landkreis Donau-Ries
Dornstadt-Linkersbaindt Dornstadt-Linkersbaindt Esterholz (gemeindefreies Gebiet) Rain (Lech) Münster (Lech) Holzheim (Landkreis Donau-Ries) Oberndorf am Lech Mertingen Donauwörth Asbach-Bäumenheim Genderkingen Niederschönenfeld Marxheim Tagmersheim Rögling Monheim (Schwaben) Kaisheim Buchdorf Daiting Fremdingen Auhausen Oettingen in Bayern Hainsfarth Ehingen am Ries Tapfheim Marktoffingen Maihingen Megesheim Munningen Wolferstadt Wallerstein Nördlingen Reimlingen Ederheim Forheim Amerdingen Wemding Wechingen Harburg (Schwaben) Hohenaltheim Deiningen Alerheim Otting Fünfstetten Huisheim Mönchsdeggingen Möttingen Baden-Württemberg Landkreis Ansbach Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Eichstätt Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis Aichach-Friedberg Landkreis Augsburg Landkreis Dillingen an der DonauKarte
Über dieses Bild
Tagmersheim von Nordwesten
Pfarrkirche St. Jakobus

Tagmersheim ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Donau-Ries und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Monheim.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tagmersheim liegt in der Planungsregion Augsburg, ca. 19 km nordöstlich von Donauwörth.

Es existieren die Gemarkungen Tagmersheim und Blossenau.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wasserburg Tagmersheim im Besitz der Familie von Otting wurde 1523 durch den Schwäbischen Bund zerstört und nicht wieder aufgebaut. Die Besitzer der Burg hatten sich als Unterstützer des Raubritters Hans Thomas von Absberg Feinde geschaffen, das Geschlecht der Otting starb 1578 im Mannesstamm aus. Tagmersheim war vor 1800 Amtssitz und gehörte seit 1672 den Grafen von Pestalozzi, die auch die Hochgerichtsbarkeit besaßen. Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark, deren Sitz Tagmersheim war. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

19. und 20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1848 wurde das seit 1818 bestehende Patrimonialgericht aufgehoben.

Von 1965 bis 1973 wurde die Flurbereinigung durchgeführt und zum Abschluss ein St.-Jakobus-Mosaikstandbild des Künstlers Peter Recker aufgestellt.[2]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurde die ehemals selbständige Gemeinde Blossenau eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 0978 Einwohner
  • 1970: 0960 Einwohner
  • 1987: 1025 Einwohner
  • 1991: 1106 Einwohner
  • 1995: 1096 Einwohner
  • 2000: 1084 Einwohner
  • 2005: 1070 Einwohner
  • 2010: 1042 Einwohner
  • 2015: 1096 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1. Mai 2008 ist Georg Schnell (FWG) Bürgermeister, der Bürgermeisterin Centa Büttner (CSU) nach 24 Jahren ablöste. Er wurde am 16. März 2014 wieder gewählt.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 106 und im Bereich Handel und Verkehr 30 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 418. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwölf, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 27 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 750 ha, davon waren 532 ha Ackerfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2011 gab es folgende Einrichtungen:

  • Einen Kindergarten mit 30 Plätzen und 35 Kindern
  • Eine Volksschule mit 4 Lehrern und 66 Schülern

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Herbert Lang (* 1936), Pfarrer und Historiker, ist im Ort geboren und aufgewachsen.
  • Doris Schröder-Köpf (* 1963), deutsche Journalistin und Buchautorin, ist hier aufgewachsen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Kirchenzeitung für das Bistum Eichstätt vom 5. August 1973, S. 6
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 450

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tagmersheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien