Taitō

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Taitō-ku
台東区
Taitō
Geographische Lage in Japan
Taitō (Japan)
Red pog.svg
Region: Kantō
Präfektur: Tokio
Koordinaten: 35° 43′ N, 139° 47′ OKoordinaten: 35° 42′ 46″ N, 139° 46′ 48″ O
Basisdaten
Fläche: 10,08 km²
Einwohner: 200.353
(1. Juni 2016)
Bevölkerungsdichte: 19.876 Einwohner je km²
Gemeindeschlüssel: 13106-7
Symbole
Flagge/Wappen:
Flagge/Wappen von Taitō
Baum: Kirschbaum
Blume: Ipomoea nil
Rathaus
Adresse: Taitō City Hall
4-5-6, Higashi-Ueno
Taitō-ku
Tōkyō 110-8615
Webadresse: http://www.city.taito.tokyo.jp
Lage Taitōs in der Präfektur Tokio
Lage Taitōs in der Präfektur
Bronzeglocke im Sensō-ji (1692)
Statue von Saigō Takamori im Ueno Park
Fünststöckige Pagode im Sensō-ji

Taitō (jap. 台東区, -ku) ist einer der 23 Bezirke der Präfektur Tokio. Er liegt östlich des Zentrums der japanischen Hauptstadt Tokio.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der heutige Bezirk entstand am 15. März 1947 aus dem Zusammenschluss der früheren Stadtbezirke Asakusa und Shitaya der Stadt Tokio.

Asakusa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon in der Edo-Zeit war Asakusa, ein Teilgebiet des heutigen Stadtbezirks Taitō, ein belebtes Shitamachi-Viertel, also eine Gegend der einfachen Leute.

In der Tradition der chinesischen Stadtplanung ist der Nordosten das am wenigsten prestigeträchtige Gebiet, da mythologisch im Nordosten das Reich der Toten lag. Zum Schutz wurden daher Tempel und Schreine im Nordosten errichtet, wie der Sensō-ji (der allerdings einige Jahrhunderte älter ist als Edo) und der benachbart gelegene Asakusa-Schrein. Zusammen sind sie eines der beliebtesten Touristenziele in Tokio. Auch das Vergnügungs- und Bordellviertel Yoshiwara befand sich in Asakusa.

In der Meiji-Zeit und bis in die 1920er Jahre war Asakusa das Vergnügungsviertel Tokios und konnte sich mit westlichen Kinos, Cafés und Nachtclubs mit der Edel-Einkaufsmeile Ginza messen. Das Große Kantō-Erdbeben machte dem jedoch ein jähes Ende, und Asakusa hat sich davon nie wieder erholt.

Ueno[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ueno ist das zweite Zentrum des Bezirks; hier war ebenfalls ein Vergnügungsviertel und ein großer kaiserlicher Park, der heutzutage als Ueno-Park der Öffentlichkeit zugänglich ist. Im Park befindet sich der Ueno Zoo, und eine Statue des Meiji-Revolutionshelden Saigō Takamori.

Südöstlich des Parks befindet sich der Bahnhof Ueno, ein Shinkansen-Halt und der größte Bahnhof im Norden der Stadt. Nördlich und östlich des Ueno-Parks sind einige der besten Museen und Kunstgalerien der Stadt angesiedelt: Das Nationalmuseum Tokio, das National Science Museum of Japan und das Tokyo Metropolitan Art Museum.

Das Platzen der Bubble Economy („Luftblasen-Wirtschaft“) Anfang der 1990er Jahre und die folgende Wirtschaftskrise hat zu einem starken Anstieg der Obdachlosenzahlen geführt. Seitdem stehen im Ueno-Park die Zelte der Obdachlosen.

Kultur und Unterhaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Feste und Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fraktionen im Parlament
(Stand: 18. Mai 2015)[1]
     
Von 32 Sitzen entfallen auf:
  • LDP: 10
  • Taitō Frontier: 9
  • Kōmeitō: 5
  • Tsunagu project: 4
  • KPJ: 4
Das Rathaus in Higashi-Ueno

Bei einer durch den Tod von Bürgermeister Hiroshi Yoshizumi nötig gewordenen vorzeitigen Wahl im März 2015 wurde der ehemalige Präfekturparlamentsabgeordnete Yukuo Hattori mit Unterstützung von LDP und Kōmeitō aus einem Feld von sechs Kandidaten zum Nachfolger gewählt.[2] Das regulär 32-köpfige Bezirksparlament wurde bei den einheitlichen Regionalwahlen im April 2015 neu gewählt.

Bei Wahlen zum Präfekturparlament ist der Bezirk ein Zweimandatswahlkreis. Bei der letzten Wahl 2013 teilten sich die beiden großen Parteien die Sitze: Yukuo Hattori (LDP) und Hiroyuki Nakyama (DPJ) setzten sich gegen zwei Kandidaten von KPJ und Minna no Tō durch.[3] Nachdem Hattori für seine Bürgermeisterkandidatur zurücktrat, ist 2015 ein Sitz vakant.[4]

Für das nationale Abgeordnetenhaus bildet Taitō zusammen mit Chūō und Bunkyō den Wahlkreis Tokio 2, den bei der Wahl 2014 mit 42,6 % der Stimmen der Liberaldemokrat Kiyoto Tsuji hielt.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angrenzende Städte und Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bezirksparlament Taitō: Abgeordnete nach Fraktion
  2. 台東区長に服部氏初当選. In: Nihon Keizai Shimbun. 1. März 2015, abgerufen am 24. Juli 2016 (japanisch).
  3. Tōkyō Shimbun, Ergebnisse der Präfekturparlamentswahl Tokio 2013: Bezirk Taitō
  4. Präfekturparlament Tokio: Abgeordnete nach Wahlkreis
  5. オーストリア「ウィーン市第1区イネレシュタット」. Taito City, abgerufen am 24. Juli 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]