Take On Me

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Take On Me
a-ha
Veröffentlichung 1. VÖ: 19. Oktober 1984
2. VÖ: 5. April 1985
3. VÖ: 16. September 1985
Länge 3:48
Genre(s) Synthie-Pop
Autor(en) Pål Waaktaar, Magne Furuholmen, Morten Harket
Album Hunting High and Low

Take On Me ist ein Popsong der norwegischen Band a-ha aus ihrem ersten Album Hunting High and Low aus dem Jahr 1984. Es war die Debütsingle der Gruppe.

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stück wurde von Pål Waaktaar, Magne Furuholmen und Morten Harket geschrieben und erstmals in der von Tony Mansfield produzierten Version im Herbst 1984 veröffentlicht. Im Sommer 1985 belegte der Song in der von Alan Tarney produzierten Version und mit einem neuen Video im dritten Anlauf Platz 1.[1] In Europa wurden von der ersten Veröffentlichung etwa 300 Stück verkauft.[2] Das macht die Single zu einem begehrten Sammlerobjekt.

Das zweite, von Steve Barron gedrehte Musikvideo zu diesem Song wurde Mitte 1985 von einem lokalen Sender in Boston und danach auf MTV in der Heavy Rotation gesendet, was das Lied weltweit bekannt machte. Das zu diesem Zeitpunkt innovative Video ist eine Mischung aus Rotoskopie und Realfilm. Es gewann 1986 sechs Auszeichnungen bei den MTV Video Music Awards und wurde für zwei weitere nominiert.

Musikvideo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Video wurde unter der Regie von Steve Barron gedreht. Es zeigt eine junge blonde Frau (gespielt von Bunty Bailey),[3] die in einem Londoner Café sitzt und ein Comicheft über Motorradrennen liest. Der Sieger dieses Rennens, gespielt von Morten Harket, dem Leadsänger der Band, zwinkert dem Mädchen aus dem Heft heraus zu. Er reicht ihr dann seine schwarz-weiße Cartoonhand und zieht das Mädchen in seine animierte Welt. Durch einen Filmeffekt, der Comic- und Realwelt vermischt, sehen sie einander durch einen Comicrahmen, der auch die Bandmitglieder zeigt.

Die Kellnerin glaubt, das Mädchen sei ohne zu zahlen gegangen. Verärgert zerknüllt sie das Heft und wirft es in den Papierkorb. Kurz danach kommen zwei der Rivalen des Motorradfahrers zurück. Sie wollen Rache, und einer von ihnen zerstört den Comicrahmen mit einem Schraubenschlüssel. Harket schlägt einen der Männer und zieht sich mit dem Mädchen in ein Labyrinth zurück, das durch zerknittertes Papier entsteht. Harket öffnet ein Loch, so dass das Mädchen entkommen kann. In der Cafeteria sieht man das Mädchen mit Tinte eingefärbt neben dem Papierkorb liegen. Es packt erschrocken das zerknitterte Comicheft und läuft aus der Cafeteria in sein Zimmer, wo es versucht, die Falten zu glätten.

Eines der Panels zeigt Harket bewusstlos am Boden liegen, und das Mädchen beginnt zu weinen. Als er wieder zu sich kommt, erscheint er im Zimmer des Mädchens und wirft sich im Türrahmen hin und her, während das Video zwischen Realität und Comic wechselt. Irgendwann wird er real, und die beiden fallen sich in die Arme. Zuletzt ist das Comicheft zu sehen, das den Titel a-ha trägt. Am Anfang des Nachfolgevideos The Sun Always Shines on T.V. wird die Geschichte kurz fortgesetzt und beendet, bevor der Hauptteil des Videos beginnt.

Das Video zum Song war bei den MTV Video Music Awards 1986 ein großer Abräumer und brachte a-ha Preise in den Kategorien Best New Artist in a Video, Best Concept Video, Most Experimental Video, Best Direction in a Video (für Steve Barron), Best Special Effects in a Video (an Michael Patterson und Candace Reckinger) und den Viewer’s Choice Award ein.[4]

Am 17. Februar 2020 überschritt das Video eine Milliarde Views auf Youtube.[5] Nach Sweet Child o’ Mine war es erst das zweite Musikvideo aus den 1980er-Jahren, dem das gelang.[6]

Charts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 16. September 1985 wurde die Single auch europaweit veröffentlicht. Der Titel erreichte in 36 Ländern Platz 1 der Charts und wurde mehr als acht Millionen Mal verkauft. Er belegte Platz 1 in den Billboard Hot 100 in den USA und kletterte in England bis auf Platz 2 sowie in a-has Heimat Norwegen auf Platz 1. Weltweit wurde Take On Me über sieben Millionen Mal verkauft.[7]

ChartsChart­plat­zie­rungen Höchst­platzie­rung Wo­chen
Deutschland (GfK) Deutschland (GfK)[8] 1 (20 Wo.) 20
Österreich (Ö3) Österreich (Ö3)[9] 1 (12 Wo.) 12
Schweiz (IFPI) Schweiz (IFPI)[10] 1 (13 Wo.) 13
Vereinigtes Königreich (OCC) Vereinigtes Königreich (OCC)[11] 2 (19 Wo.) 19
Vereinigte Staaten (Billboard) Vereinigte Staaten (Billboard)[12] 1 (27 Wo.) 27
Norwegen (Nielsen) Norwegen (Nielsen)[13] 1 (27 Wo.) 27

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den MTV Video Music Awards am 5. September 1986 gewann das Video sechs Auszeichnungen.[14]

2006 war der Song auf Platz 24 der „Greatest Songs of the 1980s“ des Senders VH1.[15]

a-ha[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Land/Region Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Auszeichnung, Verkäufe)
Ver­käu­fe
Australien (ARIA) Australien (ARIA) Platinum record icon.svg Platin 70.000
Belgien (BEA) Belgien (BEA) Gold record icon.svg Gold 100.000
Dänemark (IFPI) Dänemark (IFPI) Platinum record icon.svg Platin 90.000
Deutschland (BVMI) Deutschland (BVMI) Gold record icon.svg Gold 250.000
Frankreich (SNEP) Frankreich (SNEP) Gold record icon.svg Gold 638.100
Italien (FIMI) Italien (FIMI) Gold record icon.svg Gold (Physisch) +
Platinum record icon.svg Platin (Digital)
350.000
Japan (RIAJ) Japan (RIAJ) Gold record icon.svg Gold 100.000
Neuseeland (RMNZ) Neuseeland (RMNZ) Platinum record icon.svg Platin 15.000
Niederlande (NVPI) Niederlande (NVPI) Gold record icon.svg Gold 100.000
Schweden (IFPI) Schweden (IFPI) Platinum record icon.svg Platin 50.000
Vereinigte Staaten (RIAA) Vereinigte Staaten (RIAA) 2.000.000
Vereinigtes Königreich (BPI) Vereinigtes Königreich (BPI) Gold record icon.svg Gold (Physisch) +
Platinum record icon.svg 2× Platin (Digital)
1.700.000
Insgesamt Gold record icon.svg 7× Gold
Platinum record icon.svg 7× Platin
5.463.100

Hauptartikel: A-ha/Auszeichnungen für Musikverkäufe

A1[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Land/Region Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Auszeichnung, Verkäufe)
Ver­käu­fe
Norwegen (IFPI) Norwegen (IFPI)[16] Gold record icon.svg Gold 5.000
Schweden (IFPI) Schweden (IFPI)[17] Gold record icon.svg Gold 15.000
Vereinigtes Königreich (BPI) Vereinigtes Königreich (BPI) Silver record icon.svg Silber 200.000
Insgesamt Silver record icon.svg 1× Silber
Gold record icon.svg 2× Gold
220.000

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Musiker oder Musikstudenten, die sich im Fach Gehörbildung Intervalle mit Hilfe von Liedanfängen merken wollen, können Take On Me als Beispiel für die große Septim aufwärts nehmen.

Coverversionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Single Feel This Moment von Pitbull feat. Christina Aguilera nutzt Teile der Melodie des Liedes.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Morten Harket: My Take on Me, Seiten 123 ff.
  2. Take On Me. austriancharts.at (Stand 16. Juli 2008)
  3. Bunty Bailey (weibliche Hauptrolle im Video Take On Me) Abfrage bei myspace.com (Stand 19. Juli 2008)
  4. VMA 1986 - MTV Video Music Awards. In: MTV.vom. Abgerufen am 5. Juli 2019.
  5. abgerufen am 17. Februar 2020
  6. Todd Spangler: A-ha’s ‘Take on Me’ Tops 1 Billion YouTube Views, Second ’80s Video to Hit Milestone. In: Variety. 19. Februar 2020, abgerufen am 4. Oktober 2020 (englisch).
  7. Stars of the 80s make a comeback… with the same tunes but without the bizarre haircuts, Daily Mail
  8. Take On Me in den deutschen Charts
  9. Take On Me in den österreichischen Charts
  10. Take On Me in den Schweizer Charts
  11. Take On Me in den britischen Charts
  12. Take On Me in den US-amerikanischen Charts
  13. Take On Me in den norwegischen Charts
  14. 80s Music Lyrics: Best Music from the 1980s. (Memento des Originals vom 9. April 2002 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.80smusiclyrics.com
  15. Press Release<. VH1 Press
  16. Auszeichnung in Norwegen
  17. Auszeichnung in Schweden