Talling

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Talling
Talling
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Talling hervorgehoben
Koordinaten: 49° 46′ N, 6° 57′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bernkastel-Wittlich
Verbandsgemeinde: Thalfang am Erbeskopf
Höhe: 476 m ü. NHN
Fläche: 3,9 km2
Einwohner: 206 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 53 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54426
Vorwahl: 06504
Kfz-Kennzeichen: WIL, BKS
Gemeindeschlüssel: 07 2 31 122
Adresse der Verbandsverwaltung: Saarstraße 7
54424 Thalfang
Webpräsenz: www.talling.de
Ortsbürgermeister: Wolfgang Marx
Lage der Ortsgemeinde Talling im Landkreis Bernkastel-Wittlich
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Glockenturm im Dorfzentrum

Talling im Hunsrück ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Talling liegt etwa 20 km östlich von Trier und 8 km von der Anschlussstelle Mehring der A1 entfernt. Der Ort liegt mitten im Hunsrück. Die höchste Erhebung in Rheinland-Pfalz, der Erbeskopf mit 816 m ü NN, ist nicht weit entfernt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort gehörte seit 1112 zur Mark Thalfang.

Nach der Französischen Revolution wurde 1794 das Linke Rheinufer und damit auch Talling von Frankreich in Besitz genommen. Talling war von 1798 bis 1814 dem Kanton Büdlich im Saardepartement zugeordnet. Talling war Hauptort einer Mairie, zu der auch die Gemeinden Berglicht, Gielert, Lückenburg, Neunkirchen und Schönberg gehörten. Aufgrund eines Gesetzes vom 26. März 1798 hoben die Franzosen die Feudalrechte in der Region auf. Nach Ende der französischen Herrschaft kam der Ort 1815 zum Königreich Preußen und wurde Verwaltungssitz der Bürgermeisterei Talling, zu der sechs Gemeinden gehörten.[2] Seit 1946 ist der Ort Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Bis zur kommunalen rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform von 1969 gehörte der Hunsrückort zum Landkreis Bernkastel.

Man kann zum Teil noch Spuren der damaligen Römerstraße, die von Trier nach Mainz führte, in den umliegenden Wäldern finden. Der Sage nach befindet sich auch die Schinderhannes-Höhle bei den „Berrja Wacken“, einer kleinen Felsgruppe in den umliegenden Wäldern.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Talling, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 283
1835 229
1871 200
1905 187
1939 182
Jahr Einwohner
1950 186
1961 183
1970 168
1987 201
2005 217

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Talling besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Talling
Blasonierung: „Schild von Rot über Silber in erniedrigter Winkelteilung zum Schildfuß geteilt, oben in Rot eine silberne Eiche begleitet rechts unten von zwei goldenen Pflugmessern, links unten von einem goldenen Gemärke in G-Form.“[5]
Wappenbegründung: Die vier Teile des Wappens (Eiche, Pflugmesser, Buchstabe „G“ und Boden) sind wie folgt zu deuten:
Eiche: steht für die Forstwirtschaft in Talling, sowie die unter Denkmalschutz stehende Eiche in der Birkenalle.
„G“: steht für Spuren der ehemaligen Siedlung „Gospert“ in der Nähe des Ortes.
Pflugmesser und Boden: symbolisieren die Landwirtschaft in Talling.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt zwei Vereine im Ort, die Freiwillige Feuerwehr und den Tischtennis Club Talling 1963, sowie die freiwillige Jugendverbindung Stelzclub.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Talling – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Friedrich von Restorff: Topographisch-Statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinz, Nicolai, Berlin und Stettin 1830, S. 921 (Google Books)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Genehmigungsurkunde der Bezirksregierung Trier vom 14. Dezember 1973