Tana French

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Tana French ['tɑ:nə 'fɹɛnt͡ʃ] (* 1973) ist eine irische Schriftstellerin von Kriminalromanen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

French kam 1973 als Tochter eines amerikanischen Ökonomen und einer Italienerin in den USA zur Welt. Durch die Arbeit ihres Vaters lebte sie als Kind in verschiedenen Entwicklungsländern, unter anderem in Malawi, aber auch in den USA, in Italien und Irland. Nach ihrem Schauspielstudium am Trinity College in Dublin arbeitete sie für Film und Fernsehen. Sie war einige Zeit Mitglied der irischen Purple Heart Theatre Company. Seit 1990 lebt sie in Dublin, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Über ihre Eltern hat French auch die amerikanische und die italienische Staatsbürgerschaft. Ihre Romane spielen in Dublin und dessen näherer Umgebung.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Übersetzung aller deutschen Ausgaben: Klaus Timmermann und Ulrike Wasel.

Hörbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Werke sind auch als Hörbücher erschienen, gesprochen von David Nathan (Grabesgrün), Maren Eggert (Totengleich), Dietmar Wunder (Sterbenskalt), Uve Teschner (Schattenstill), Gerrit Schmidt-Foß, Inka Löwendorf (Geheimer Ort) und Nina Petri (Gefrorener Schrei).

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

zum Roman "Geheimer Ort":

"Die Verflechtung zweier Erzählstränge ist zwar inzwischen im Kriminalroman gängige Praxis, aber wenige Autoren beherrschen wie French die Kunst, auf hunderterlei Umwegen auf die Tragödie gleichsam zuzuschlendern. Seitenlang (von insgesamt 700) so zu tun, als handle es sich um einen Internatsroman. Sie zeigt die Verletzlich- wie die Zähigkeit der Mädchen." (Frankfurter Rundschau, 23. Dezember 2014/Literatur)

"Der gesellschaftliche Zwang, sich anzupassen, mitzuspielen, kann extreme Reaktionen hervorrufen - bis zu Mord. French spiegelt ihr Thema vielfach, taucht tief ein in die Psyche von vier Mädchen, die versuchen, gegen alle Widerstände (Lehrer, Eltern, andere Schülerinnen, eigene Ängste) ihren eigenen Weg zu finden. Auch die beiden Ermittler sind, obwohl Könner in ihrem Job, Außenseiter. Doch während sich Conway in der Rolle der Einzelgängerin zu gefallen scheint, wünscht sich Moran nichts mehr, als endlich voranzukommen. Dass sich am Ende des langen Tages in St. Kilda diese Rollen fast vertauscht haben werden, gehört zu den vielen schönen Pointen dieses Romans." (Spiegel Online, Marcus Müntefering, entnommen 30. Dezember 2014)

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]