Tanguy Viel

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Der französische Autor Tanguy Viel bei einer Lesung in Osnabrück im November 2015

Tanguy Viel (* 7. Juli 1973 in Brest) ist ein bretonisch-französischer Schriftsteller, der vor allem durch seine Thriller- und Kriminal-Romane bekannt wurde.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tanguy Viel wuchs bis zu seinem zwölften Lebensjahr in Brest auf und ging dann in Bourges aufs Gymnasium. Während des Studiums in Tours lernte er François Bon kennen, der sein Mentor wurde und ihm die Türen zum Verlag Éditions de Minuit öffnete, der fast alle seine bisherigen Bücher veröffentlichte.[1] Nachdem er einige Zeit in Nantes verbrachte, lebt Tanguy Viel gegenwärtig (2009) in Meung-sur-Loire.[2]

Für seinen ersten Roman Le Black Note wählte er als Kernmotiv den Jazz, danach das Filmschaffen (Cinéma) und den „Roman noir“ (Insoupçonnable). Er ist für einen „präzisen, spannungsgeladenen und elliptischen Stil[3] und für gehaltvolle, nicht seitenumfangreiche Bücher bekannt.[4] Seinen vierten Roman, Unverdächtig, die Geschichte einer Familienintrige, schrieb er als „Autor in Residence“ der Villa Medici, dem renommierten staatlichen Kulturinstitut Frankreichs in Rom.[3] Zuletzt (2013) veröffentlichte er La Disparition de Jim Sullivan (dt. Titel: Das Verschwinden des Jim Sullivan).

Bislang (2014) sind vier seiner Werke auf Deutsch erschienen. Sie wurden von dem durch seine exzellente Céline-Übersetzer-Leistung bekannten[5] Hinrich Schmidt-Henkel übertragen und sind im Wagenbach Verlag herausgekommen.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Bericht auf der Website der Stadt Carhaix-Ploughen: Tanguy Viel et son Paris-Brest remportent le prix carhaisien (Memento vom 5. Dezember 2009 im Internet Archive)
  2. Wagenbach-Verlag: Autoren-Eintrag
  3. a b c Institut français Bremen: Veranstaltungstext zur Autorenlesung im November 2007 (Memento vom 10. Februar 2009 im Internet Archive)
  4. pagesdefrance.de
  5. Literaturkritik.de vom 20. September 2007: Rezension zu Unverdächtig