Tannay VD

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VD ist das Kürzel für den Kanton Waadt in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Tannayf zu vermeiden.
Tannay
Wappen von Tannay
Staat: Schweiz
Kanton: Waadt (VD)
Bezirk: Nyonw
BFS-Nr.: 5729i1f3f4
Postleitzahl: 1295
Koordinaten: 502764 / 129395Koordinaten: 46° 18′ 32″ N, 6° 10′ 35″ O; CH1903: 502764 / 129395
Höhe: 410 m ü. M.
Fläche: 1,80 km²
Einwohner: 1553 (31. Dezember 2016)[1]
Einwohnerdichte: 863 Einw. pro km²
Website: www.tannay.ch
Karte
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Tannay ist eine politische Gemeinde im Distrikt Nyon des Kantons Waadt in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tannay liegt auf 410 m ü. M., im äussersten Südwesten der Waadt, 12 km nördlich der Stadt Genf (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich nahe dem Westufer des Genfersees auf einem leicht gegen den See hin abfallenden Hang, nördlich des kleinen Taleinschnitts des Baches Nant.

Die Fläche des 1.8 km² grossen Gemeindegebiets umfasst einen kleinen Abschnitt am Westufer des Genfersees. Der Gemeindeboden erstreckt sich vom Seeufer westwärts über den Uferrandstreifen und auf den angrenzenden Höhenrücken. Die höchste Erhebung von Tannay erreicht 463 m ü. M. Die westliche Grenze des Gemeindegebietes verläuft entlang des kanalisierten Creuson, eines Seitenbaches der Versoix. Die südliche Grenze wird zunächst vom Bach Torry und nach seiner Mündung in den Nant von diesem gebildet. Der Nant, der direkt in den Genfersee mündet, hat sich bei Tannay ein kleines Tal geschaffen. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 34 % auf Siedlungen, 14 % auf Wald und Gehölze, 51 % auf Landwirtschaft und rund 1 % war unproduktives Land.

Zu Tannay gehören ausgedehnte Einfamilienhausquartiere. Nachbargemeinden von Tannay sind Mies, Chavannes-des-Bois, Commugny und Coppet.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit 1553 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2016) gehört Tannay zu den mittelgrossen Gemeinden des Kantons Waadt. Von den Bewohnern sind 70.7 % französischsprachig, 10.0 % deutschsprachig und 9.1 % englischsprachig (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl von Tannay belief sich 1900 auf 135 Einwohner. Nach 1960 (360 Einwohner) setzte eine rasante Bevölkerungszunahme mit einer Verdreifachung der Einwohnerzahl innerhalb von 40 Jahren ein.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tannay war bis Mitte des 20. Jahrhunderts ein hauptsächlich durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf. Heute spielt die Landwirtschaft nur noch eine kleine Rolle als Erwerbsquelle der Dorfbevölkerung; sie konzentriert sich auf den Ackerbau. Arbeitsplätze sind im lokalen Gewerbe und im Dienstleistungssektor vorhanden. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Dorf dank seiner attraktiven Lage zu einer Wohngemeinde entwickelt. Viele Erwerbstätige sind Wegpendler, die vor allem in Genf arbeiten.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist verkehrstechnisch gut erschlossen. Sie liegt an der Strasse von Versoix nach Divonne-les-Bains. Am 24. April 1858 wurde die Bahnstrecke von Coppet nach Versoix mit einer Haltestelle in Tannay in Betrieb genommen. Dem Seeufer entlang verläuft die Hauptstrasse 1.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte 1390 unter dem Namen Taney. Tannay gehörte im Mittelalter zur Herrschaft Coppet. Mit der Eroberung der Waadt durch Bern im Jahr 1536 kam das Dorf unter die Verwaltung der Vogtei Nyon. Nach dem Zusammenbruch des Ancien régime gehörte Tannay von 1798 bis 1803 während der Helvetik zum Kanton Léman, der anschliessend mit der Inkraftsetzung der Mediationsverfassung im Kanton Waadt aufging. 1798 wurde es dem Bezirk Nyon zugeteilt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schloss von Tannay wurde in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts erbaut und im 19. sowie im 20. Jahrhundert mehrfach restauriert und umgebaut. Es beherbergt heute die Gemeindeverwaltung. Tannay besitzt keine eigene Kirche, es gehört zur Pfarrei Commugny.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tannay VD – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 29. August 2017, abgerufen am 20. September 2017.