Tannenkirch

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Wappen von Tannenkirch
Wappen von Kandern
Tannenkirch
Stadtteil von Kandern
Koordinaten 47° 42′ 42″ N, 7° 36′ 26″ OKoordinaten: 47° 42′ 42″ N, 7° 36′ 26″ O.
Fläche 7,53 km²
Einwohner 836
Bevölkerungsdichte 111 Einwohner/km²
Eingemeindung 1. Mrz. 1974
Postleitzahl 79400
Vorwahl 07626
Politik
Ortsvorsteher Fritz Höferlin

Tannenkirch ist der westlichste Stadtteil von Kandern in Markgräflerland und nach Einwohnerzahl der zweitgrößte. Der Ort liegt erhöht am Südhang der Hohen Schule und ist bekannt für seinen Weinanbau. Zu Tannenkirch gehören die Ortsteile Gupf,[1] Ettingen[2] und Uttnach.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste urkundliche Erwähnung war 1179, als in einer päpstlichen Bulle die Kirche erwähnt wird („Ecclesia de Tannenkilch“). Nach der Bürgler Chronik wurde bereits 1138 dem Kloster Bürgeln ein Weinberg in Tannenkirch geschenkt. Im Jahr 1184 war das Cluniazenser-Priorat St. Ulrich Patronatsherr der Gemeinde. Die Kirche Tannenkirchs wurde 1223 als Pfarrkirche genannt („plebanus de Tannenkirch“). 1388 wurde der Ort Markgraf Rudolf III. durch den Bischof von Basel als Kirchenzehnten belehnt.

Am 1. März 1974 wurde Tannenkirch in die Stadt Kandern eingegliedert.[4]

Bauwerke und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick vom Steingäßle-Weg auf Tannenkirch

Im Ortskern beginnt ein 5 km langer Rundwanderweg (Steingäßle-Weg) durch die Weinberge des Orts. In Tannenkirch werden die Rebsorten Gutedel, Müller-Thurgau und Silvaner auch der Blaue Spätburgunder sowie der Regent angebaut.[5]

Im Rathaus von Tannenkirch befindet sich ein Museum für das Küfer-Handwerk.[6] Gegenüber dem Rathaus steht die Evangelische Pfarrkirche Tannenkirch St. Matthias, welche aus einem mittelalterlichen Chorturm und einem 1973 neu erbauten Kirchenschiff besteht.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Arno Herbener, Rolf Rubsamen, Dorothee Philipp, Jost Grosspietsch: Kunst. Thermen. Wein. Entdeckungsreisen durch das Markgräflerland, Kunstverlag Josef Fink 2006, ISBN 978-3-89870-273-7, Seiten 60–63.
  • Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, Landkreis Lörrach (Hrsg.): Der Landkreis Lörrach, Band II (Kandern bis Zell im Wiesental), Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1994, ISBN 3-7995-1354-X, Seiten 66–71.
  • Giselher Haumesser: Zur Geschichte Kanderns und seiner Teilorte. In: Das Markgräflerland, Heft 2/1990, S. 5–25; Tannenkirch s. S. 21–22 Digitalisat der UB Freiburg
  • Franz Xaver Kraus: Die Kunstdenkmäler des Großherzogthums Baden, Tübingen und Leipzig, 1901, Fünfter Band – Kreis Lörrach; S. 51–52 online
  • Ursula Tanner und Irmgard Heß: Ortsfamilienbuch Tannenkirch [1588-2015), Teilort der Stadt Kandern. Lahr-Dinglingen: Albert Köbele Nachfolger 2015 (= Badische Ortssippenbücher 006/1)
  • Karl Mink: Einiges aus der Chronik von Tannenkirch. In: Die Markgrafschaft, Heft 11/1951, S. 6–8 Digitalisat der UB Freiburg
  • Karl Mink: Einiges aus der Chronik von Tannenkirch. (Fortsetzung). In: Die Markgrafschaft, Heft 2/1952, S. 7–9 Digitalisat der UB Freiburg

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Kandern-Tannenkirch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eintrag Gupf auf Landeskunde entdecken online – leobw
  2. Eintrag Ettingen auf Landeskunde entdecken online – leobw
  3. Eintrag Uttnach auf Landeskunde entdecken online – leobw
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 521.
  5. Der Tannenkircher Steingässle-Weg auf der Homepage der Stadt Kandern; abgerufen am 16. Januar 2021.
  6. Das Markgräfler Küfermuseum in Tannenkirch auf der Homepage der Stadt Kandern; abgerufen am 16. Januar 2021.