Tannhausen

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Tannhausen (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Tannhausen
Tannhausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Tannhausen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 59′ N, 10° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Ostalbkreis
Höhe: 504 m ü. NHN
Fläche: 17,73 km²
Einwohner: 1837 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 104 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 73497,
73485 (Ellrichsbronn)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 07964
Kfz-Kennzeichen: AA, GD
Gemeindeschlüssel: 08 1 36 071
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 54
73497 Tannhausen
Webpräsenz: www.tannhausen.de
Bürgermeister: Manfred Haase
Lage der Gemeinde Tannhausen im Ostalbkreis
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Über dieses Bild

Tannhausen ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg und gehört zum Ostalbkreis.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tannhausen liegt im oberen Tal der Schneidheimer Sechta etwa 20 Kilometer östlich von Ellwangen am Rande des Nördlinger Ries an der württembergisch-bayrischen Grenze, und zwar dort, wo die bayerischen Regierungsbezirke Schwaben und Mittelfranken aneinandergrenzen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Norden an Stödtlen, im Osten an die bayerischen Gemeinden Wilburgstetten (Landkreis Ansbach, Mittelfranken) und Fremdingen (Landkreis Donau-Ries, Schwaben), im Süden an Unterschneidheim und im äußersten Westen an das Stadtgebiet von Ellwangen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde Tannhausen gehören das Dorf Tannhausen, die Weiler Bergheim, Bleichroden, Ellrichsbronn, Hagenbucherhof, Riepach und Sederndorf sowie die abgegangenen Ortschaften Kleinrietpach (?), Karthausen (?), Forstweiler und Kreuthof.[2]

Flächenaufteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stammsitz der Freiherren von und zu Thannhausen

Tannhausen wurde im Jahre 1100 erstmals urkundlich erwähnt. Zu dieser Zeit war der Ortsadel, die Freiherren von und zu Thannhausen, bereits hier ansässig und ist es bis heute.

Neben dem Ortsadel hatten verschiedene geistliche und weltliche Herrschaften Rechte in dem Dorf. Bei der Mediatisierung 1806 kam Tannhausen zu Bayern und schließlich am 12. Januar 1810 zum Königreich Württemberg, wo es zum Landkreis Aalen gehörte, mit dem es schließlich durch die Kreisreform 1973 im neuen Ostalbkreis aufging.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da die Thannhäuser Freiherren katholisch blieben, ging die Reformation am Ort vorbei. Auch heute noch ist die Mehrzahl der Bewohner der römisch-katholischen Konfession zugehörig. Die wenigen evangelischen Gläubigen gehören zur Kirchengemeinde Walxheim.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist Sitz des Gemeindeverwaltungsverbands Tannhausen, dem außerdem noch Stödtlen und Unterschneidheim angehören.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 ergab folgendes Ergebnis:[4]

  1. Unabhängige Bürgerliste Pro Tannhausen (UBT) 55,01 % (+4,11 %) 6 Sitze (+1)
  2. CDU/Freie Wähler 44,99 % (−4,11 %) 4 Sitze (−1)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tannhausen ist keine reine Wohngemeinde, am Ort gibt es mehr als 400 Arbeitsplätze. Allerdings müssen etwa 500 Arbeitnehmer ihren Lebensunterhalt außerhalb der Gemeinde verdienen. Die Landwirtschaft spielt aber nach wie vor eine bedeutende Rolle.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tannhausen ist der Hauptsitz der Sonnengartenstiftung Tannhausen, die 1970 aus dem Altenheim Tannhausen entstand. Das Altenheim Tannhausen wurde 1958 als privates Altenheim mit 16 Betten begründet. Durch mehrere Erweiterungen wurde die Zahl der Pflegeplätze bis 1980 auf 147 Betten erhöht, und bei einer Sanierung 2001/02 wieder auf 126 reduziert. Das Alten- und Pflegeheim „Im Sonnengarten“ stellt ca. 115 Arbeitsplätze in Voll- und Teilzeit in der Gemeinde zur Verfügung.

Die Firma Lipp Behälterbau entstand zu Ende der 1950er Jahre aus einem Handwerksbetrieb. Das Unternehmen bietet Biogasanlagen an und beschäftigt ca. 50 Mitarbeiter (Stand 2010). Der Gründer Xaver Lipp wurde 1982 mit der Rudolf-Diesel-Medaille ausgezeichnet, das Unternehmen 2005 mit dem Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Tannhausen gibt es eine Grundschule und einen römisch-katholischen Kindergarten. Alle weiterführenden Schulen befinden sich in Unterschneidheim, Bopfingen oder Ellwangen und sind durch den öffentlichen Personennahverkehr gut zu erreichen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1, S. 799–800.
  3. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Tannhausen.
  4. Vorläufiges Ergebnis der Gemeinderatswahl 2014, Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, abgerufen 16. Juni 2014

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tannhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien