Tannheim (Tirol)

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Tannheim
Wappen Österreichkarte
Wappen von Tannheim
Tannheim (Tirol) (Österreich)
Tannheim (Tirol)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Reutte
Kfz-Kennzeichen: RE
Fläche: 51,28 km²
Koordinaten: 47° 30′ N, 10° 31′ OKoordinaten: 47° 29′ 57″ N, 10° 31′ 1″ O
Höhe: 1097 m ü. A.
Einwohner: 1.075 (1. Jän. 2017)
Postleitzahl: 6675
Vorwahl: 05675
Gemeindekennziffer: 7 08 32
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Höf 36
6675 Tannheim
Website: www.tannheim.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Markus Eberle (Aktives Tannheim)
Gemeinderat: (2016)
(13 Mitglieder)

7 Aktives Tannheim - Bürgermeisterliste,
2 Bauern & Landjugend,
3 Gemeinsam für Tannheim,
1 Familienfreundliches Tannheim

Lage der Gemeinde Tannheim im Bezirk Reutte
Bach Berwang Biberwier Bichlbach Breitenwang Ehenbichl Ehrwald Elbigenalp Elmen Forchach Grän Gramais Häselgehr Heiterwang Hinterhornbach Höfen Holzgau Jungholz Kaisers Lechaschau Lermoos Musau Namlos Nesselwängle Pfafflar Pflach Pinswang Reutte Schattwald Stanzach Steeg Vorderhornbach Tannheim Vils Wängle Weißenbach am Lech Zöblen TirolLage der Gemeinde Tannheim (Tirol) im Bezirk Reutte (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Blick auf Tannheim
Blick auf Tannheim
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Tannheim ist eine Gemeinde mit 1075 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Reutte in Tirol (Österreich).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tannheim ist der Hauptort des Tannheimer Tals, das von der Vils durchflossen wird. Es bildet ein Haufendorf, das von einzelnen Weilern umgeben ist, die durch jüngere Siedlungserweiterungen zu größeren Siedlungen angewachsen sind.

Nach Tannheim bzw. ins Tannheimer Tal kommt man entweder von Weißenbach über den Gaichtpass, von Hindelang über den Oberjochpass oder von Pfronten durch das Engetal.

Als Hausberg von Tannheim gilt der direkt im Norden stehende Einstein.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus einer einzigen gleichnamigen Katastralgemeinde bzw. Ortschaft, nachdem im Oktober 2013 die restlichen Ortschaften mit einer Verordnung der Tiroler Landesregierung gelöscht wurden. Seit 1. Dezember 2012 hat die Gemeinde neue Straßenbezeichnungen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vier der sechs Nachbargemeinden liegen im Bezirk Reutte, zwei in Deutschland.

Zöblen Pfronten (Bayern)
Bad Hindelang (Bayern) Nachbargemeinden Grän
Weißenbach am Lech Nesselwängle

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Besiedelung des Tannheimer Tales erfolgte vom Westen, also vom Allgäu her, lediglich der äußerste Osten mit Nesselwängle, Gaicht und Rauth wurde von Aschau am Lech aus besiedelt.

Ursprünglich gehörte das Tannheimer Tal zu dem ausgedehnten Grundbesitz, mit dem die fränkischen Herrscher zwischen 750 und 850 das Bistum Augsburg anlässlich seiner Neu- beziehungsweise Wiedergründung ausstatteten. Im Jahr 1059 erhielt der Augsburger Bischof von Kaiser Heinrich IV. unter anderem das Kolonisationsrecht, also das Recht auf Rodung und Anlegung von Siedlungen. Der Bischof gab Güter und Rechte als Lehen an Angehörige des Adels weiter; so war um 1300 das vornehmlich noch als Alpe genutzte Tannheimer Tal zu drei Vierteln im Besitz der Grafen von Montfort beziehungsweise zu einem Viertel der Herren von Rettenberg.

Kirchlich gehörte das Tannheimer Tal mit Ausnahme von Jungholz (Pfarre Wertach) der Pfarre Sonthofen an.

Am 17. September feiern die Bewohner des Tales jährlich den Talfeiertag. An diesem Tag findet ein Festgottesdienst mit anschließender Prozession statt, in Gedenken an die wehrhaften Vorfahren, die am 17. September 1796 die Franzosen in die Flucht schlugen und somit eine drohende Fremdherrschaft verhinderten.

Im Mai 2017 heiratete Manuel Neuer in Tannheim.[1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche zum hl. Nikolaus
Heimatmuseum
Das Andreas-Hofer-Denkmal
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Tannheim
Kapellen
Name Ortsteil erbaut
Mariahilf-Pestkapelle Oberhöfen 1649
St. Martin-Kapelle Innergschwend 1494
St. Sebastian-Kapelle Berg 1653
Herz-Jesu-Kapelle Berg 1796
St. Leonhard-Pestkapelle Kienzen 1488
St. Michael-Kapelle Kienzen 1680
Dreifaltigkeitskapelle Kienzerle 1680
Lourdeskapelle in der Grotte Tannheim 1902

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick vom Füssener Jöchle auf Tannheim

Tannheim verfügt über zahlreiche touristische Angebote wie:

  • den Vilsalpsee mit seinem Naturschutzgebiet
  • Wander- und Themenwege, Klettersteige und Kletterrouten, Gipfelwanderungen
  • Rennrad- E-Bike und Mountainbiketouren,
  • Skigebiet Neunerköpfle
  • Klassischer Langlauf, sowie Skating
  • Rodelbahn, Winterwanderwege, Schneeschuhwandern

Die Hotels mit der touristischen Infrastruktur und die Bergbahn am Neunerköpfle machen Tannheim zu einer wichtigen zweisaisonalen Tourismusgemeinde im Tal.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kindergarten
  • Volksschule
  • Neue Mittelschule Tannheimer Tal

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tannheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. FAZ, 24. Mai 2017, S. 7.