Tapestry (Album)

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Tapestry
Studioalbum von Carole King

Veröffent-
lichung(en)

10. Februar 1971

Aufnahme

Januar 1971

Label(s) Ode Records

Format(e)

LP, CD, MC, SACD

Genre(s)

Pop, Soft Rock

Titel (Anzahl)

12

Länge

44:31

Besetzung

Produktion

Lou Adler

Studio(s)

A&M Recording Studios, Hollywood

Tapestry ist das zweite und erfolgreichste Studioalbum der US-amerikanischen Musikerin Carole King, die bis dahin vor allem als Songwriterin von Rock- und Popsongs bekannt war. Das Album wurde 1971 von Lou Adlers Label Ode Records veröffentlicht.

Mit mehr als 25 Millionen verkauften Exemplaren[1] gehört Tapestry zu den weltweit meistverkauften Musikalben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

James Taylor, Weggefährte und enger Freund, hatte Carole King überredet, ihre Songs selbst zu singen und auf einem Album zu präsentieren. Ihr Solo-Debüt gab sie bereits 1970 mit dem von der Kritik beachteten Album Writer, das aber kommerziell nur wenig erfolgreich war.

Ein Jahr später gelang ihr dann auch als Sängerin der Durchbruch mit den auf Jazz, Blues und Soul basierenden sanften Rocksongs des Albums Tapestry. Hinzugezogen wurden für die Aufnahmen zahlreiche bekannte Studiomusiker sowie Joni Mitchell und James Taylor als Backgroundsänger. Tapestry war in den US-amerikanischen Charts 15 Wochen lang die Nummer Eins und gehört heute zu den Klassikern der Pop- und Rockmusik. Von den Auskoppelungen erreichten die Songs I Feel the Earth Move und It’s Too Late ebenfalls den ersten Platz in den Charts. Weltweit wurde Tapestry mehr als 25 Millionen Mal verkauft.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle Bewertung
Allmusic SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol[2]
Laut.de SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol[3]
Pitchfork SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol[4]

Bei den Grammy-Verleihungen für das Jahr 1971 erhielt Carole King vier Auszeichnungen in folgenden Kategorien: Album des Jahres, Single des Jahres (It’s Too Late), Bester weiblicher Gesangsbeitrag und Song des Jahres (You’ve Got a Friend). James Taylor führte im gleichen Jahr You’ve Got a Friend in seiner Version auf den ersten Platz der Popcharts und erhielt 1972 einen Grammy Award für die beste männliche Gesangsleistung, so dass Carole Kings Songs zu den großen Siegern bei der Verleihung der Grammy Awards im Jahr 1972 wurden. Taylor veröffentlichte den Song 1971 auf seinem Album Mud Slide Slim and the Blue Horizon, an dem auch Carole King mitgearbeitet hatte.

Die Musikzeitschrift Rolling Stone wählte Tapestry 2003 auf Platz 36 und 2020 auf Platz 25 der 500 besten Alben aller Zeiten.[5][6] In der Auswahl der 500 besten Alben des New Musical Express belegt es Platz 82.[7] Das Magazin Time nahm Tapestry in die Zusammenstellung der 100 bedeutendsten Alben auf.[8]

Das Album wurde 1998 in die Grammy Hall of Fame und 2003 in die National Recording Registry der Library of Congress aufgenommen.[9][10] Tapestry gehört zu den 1001 Albums You Must Hear Before You Die.

NPR wählte es auf Platz 10 der 150 besten Alben, die von Frauen stammen.[11]

Titelliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis auf die gekennzeichneten Ausnahmen stammen alle Songs aus der Feder von Carole King.

Seite 1

  1. I Feel the Earth Move – 3:00
  2. So Far Away – 3:55
  3. It’s Too Late (Text: Toni Stern, Musik: Carole King) – 3:54
  4. Home Again – 2:29
  5. Beautiful – 3:08
  6. Way Over Yonder – 4:49

Seite 2

  1. You’ve Got a Friend – 5:09
  2. Where You Lead (Text: Toni Stern, Musik: Carole King) – 3:20
  3. Will You Love Me Tomorrow? (Gerry Goffin, Carole King) – 4:13
  4. Smackwater Jack (Gerry Goffin, Carole King) – 3:42
  5. Tapestry – 3:15
  6. (You Make Me Feel Like) A Natural Woman (Text: Jerry Wexler, Musik: Gerry Goffin und Carole King) – 3:59

CD-Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1999 erschien eine Neuauflage als CD. Hierfür wurden den zwölf Originalsongs noch zwei bis dahin unveröffentlichte Bonustracks hinzugefügt: Out in the Cold (aufgenommen 1971) und eine Liveversion von Smackwater Jack.

Coverversionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der älteste Song des Albums ist Will You Love Me Tomorrow. Carole King hatte dieses Lied gemeinsam mit ihrem ersten Ehemann Gerry Goffin bereits 1960 – im Alter von 18 Jahren – für die Girlgroup The Shirelles geschrieben, die damit einen ihrer größten Hits hatten. Bereits 1966 veröffentlichte Cher ihre Version von Will You Love Me Tomorrow auf ihrem Solo-Album Cher. Dionne Warwick nahm diesen Song nochmals in den 1980er Jahren auf.

Ebenso war (You Make Me Feel Like) A Natural Woman bereits 1967 ein Top-10-Hit für Aretha Franklin. Aber auch andere Sänger hatten mit Natural Woman Erfolg wie beispielsweise Mary J. Blige, Céline Dion oder Kelly Clarkson. Schon 1971 nahm Barbra Streisand die drei Stücke Beautiful, Where You Lead und You’ve Got a Friend in ihr Repertoire auf und veröffentlichte diese Songs auf der LP Barbra Joan Streisand.

Zu einem Evergreen wurde insbesondere die Ballade You’ve Got a Friend. Zahlreiche internationale Künstler nahmen den Song auf; insgesamt gibt es über 100 Coverversionen. James Taylor hatte damit 1971 seinen einzigen Nr.1-Hit und erhielt für seine Version ebenfalls einen Grammy. Bereits 1972 gehörte You’ve Got a Friend zum Repertoire von Ella Fitzgerald.

Tapestry Revisited[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Renaissance des Singer-Songwriter-Genres in den 90er Jahren durch Sängerinnen wie Tori Amos oder Tracy Chapman setzte man der Künstlerin mit dem Album Tapestry Revisited: A Tribute to Carole King 1996 ein musikalisches Denkmal. Die zwölf Stücke des Albums von 1971 werden hierauf von Eternal, Rod Stewart, Amy Grant, Curtis Stigers, Richard Marx, Blessid Union of Souls, BeBe & CeCe Winans, Aretha Franklin, Faith Hill, Bee Gees, The Manhattan Transfer, All-4-One und Celine Dion interpretiert.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. James Rosen Globe Correspondent, April 19, 2012, 4:47 p m Email to a Friend Share on Facebook Share on TwitterPrint this Article View Comments: ‘A Natural Woman’ by Carole King - The Boston Globe. Abgerufen am 12. Juli 2021 (amerikanisches Englisch).
  2. Review von Jason Ankeny auf allmusic.com (abgerufen am 8. Mai 2018)
  3. Review von Giuliano Benassi auf laut.de (abgerufen am 8. Mai 2018)
  4. Review von Jenn Pelly auf pitchfork.com (abgerufen am 27. Juli 2022)
  5. 500 Greatest Albums of All Time (Memento des Originals vom 27. April 2013 im Webarchiv archive.today)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rollingstone.com auf rollingstone.com (abgerufen am 8. Mai 2018)
  6. The 500 Greatest Albums of All Time auf rollingstone.com (abgerufen am 27. Juli 2022)
  7. The 500 Greatest Albums Of All Time auf pitchfork.com (abgerufen am 8. Mai 2018)
  8. All-TIME 100 Albums auf time.com (abgerufen am 8. Mai 2018)
  9. GRAMMY Hall of Fame auf grammy.com (abgerufen am 27. Juli 2022)
  10. Complete National Recording Registry Listing auf loc.gov (abgerufen am 27. Juli 2022)
  11. Turning The Tables: The 150 Greatest Albums Made By Women auf npr.org (abgerufen am 27. Juli 2022)