Tapfheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Tapfheim
Tapfheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Tapfheim hervorgehoben

Koordinaten: 48° 40′ N, 10° 41′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Donau-Ries
Höhe: 415 m ü. NHN
Fläche: 44,44 km2
Einwohner: 3828 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 86 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86660
Vorwahl: 09070
Kfz-Kennzeichen: DON, NÖ
Gemeindeschlüssel: 09 7 79 218
Gemeindegliederung: 19 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ulmer Straße 66
86660 Tapfheim
Website: www.tapfheim.de
Bürgermeister: Karl Malz
Lage der Gemeinde Tapfheim im Landkreis Donau-Ries
Dornstadt-LinkersbaindtDornstadt-LinkersbaindtEsterholz (gemeindefreies Gebiet)Rain (Lech)Münster (Lech)Holzheim (Landkreis Donau-Ries)Oberndorf am LechMertingenDonauwörthAsbach-BäumenheimGenderkingenNiederschönenfeldMarxheimTagmersheimRöglingMonheim (Schwaben)KaisheimBuchdorfDaitingFremdingenAuhausenOettingen in BayernHainsfarthEhingen am RiesTapfheimMarktoffingenMaihingenMegesheimMunningenWolferstadtWallersteinNördlingenReimlingenEderheimForheimAmerdingenWemdingWechingenHarburg (Schwaben)HohenaltheimDeiningenAlerheimOttingFünfstettenHuisheimMönchsdeggingenMöttingenBaden-WürttembergLandkreis AnsbachLandkreis Weißenburg-GunzenhausenLandkreis EichstättLandkreis Neuburg-SchrobenhausenLandkreis Aichach-FriedbergLandkreis AugsburgLandkreis Dillingen an der DonauKarte
Über dieses Bild

Tapfheim ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Donau-Ries.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt an der Donau, etwa sieben Kilometer südwestlich von Donauwörth. Bis auf Rettingen liegen alle Ortsteile nördlich der Donau, in Rettingen reicht das Gemeindegebiet bis an die untere Zusam.

Gemeindeteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde hat 19 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rokokokirche St. Peter (1747–1749)
Südfront der Pfarrkirche St. Peter

Tapfheim wurde zwischen 750 und 800 erstmals anlässlich von Güterschenkungen an das Kloster Fulda urkundlich erwähnt. Der Ort war Sitz eines niederen Adels, der Herren von Tapfheim, das von 1067 bis 1401 bezeugt wird. Die Augsburger Bürgerfamilie Küchenmeister („Küchenmeister von Tapfheim“), in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts urkundlich erwähnt, war durch besondere Rechte mit Tapfheim verbunden. Ihr Wappen (Einhornrumpf) wurde in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts in das Siegel des Gerichts Tapfheim übernommen. Nachdem gegen Ende des 14. Jahrhunderts die Hofmark Tapfheim den Herren von Waldkirch gehörte, wurde diese im Jahre 1505 dem neu gegründeten Fürstentum Pfalz-Neuburg zugeteilt. Die Bayernherzöge und die Fürsten von Pfalz-Neuburg setzten Vögte als ihre Verwalter ein, die im Tapfheimer Schloss amtierten. Zum Zisterzienserkloster Kaisheim bestanden zwischen 1269 und 1803 enge kirchliche Beziehungen.

Südgiebel vom Schloss Tapfheim

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige
Gemeinde
Wappen Gemeindeteile Einwohner
(1970)
Datum Anmerkung
Brachstadt Brachstadt Abtsholzerhof 332 01.07.1972
Donaumünster Donaumünster Furtmühle 599 01.07.1972 Umbenennung am 12. Februar 1924
(vorher Gemeinde Münster)
Erlingshofen Erlingshofen 601 01.07.1972
Oppertshofen Oppertshofen 318 01.07.1972
Zusum-Rettingen
Rettingen
Bäldleschwaige, Bauernhansenschwaige, Birkschwaige, Dreiwinkelschwaige, Hubelschwaige, Hundeschwaige, Kilischwaige, Obere Hoserschwaige, Rothahnenschwaige und Untere Hoserschwaige 215 01.07.1972 Eingliederung von 134 der 215 Einwohner,
Umgliederung der anderen Einwohner nach Donauwörth

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 3.487 auf 3.879 um 392 Einwohner bzw. um 11,2 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1. Bürgermeister Karl Malz ist seit 2004 im Amt; er wurde am 10. Oktober 2010 und am 9. Oktober 2016 jeweils ohne Gegenkandidat mit jeweils 96 % wieder gewählt. Seine Vorgänger waren Alfred Stöckl (1986–2004) und Johannes Strasser (1972–1986), der anschließend (1986–2003) Abgeordneter des Bayerischen Landtags war.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeinderat der Wahlperiode 2014 bis 2020 sind vertreten:

  • CSU mit 5 Sitzen
  • SPD mit 3 Sitzen
  • PWG mit 4 Sitzen
  • UBG mit 3 Sitzen
  • Die Linke/Alternative mit 1 Sitz

Bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 ergab sich bei einer Wahlbeteiligung von 63,2 % folgende Besetzung des Gemeinderates in der Amtszeit 2020 bis 2026:

  • CSU mit 5 Sitzen
  • SPD mit 2 Sitzen
  • PWG mit 4 Sitzen
  • UBG mit 4 Sitzen
  • Die Linke/Alternative mit 1 Sitz

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gewerbebetriebe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 30. Juni 2017 gab es nach der amtlichen Statistik 454 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort und 1689 am Wohnort. Damit war die Zahl der Auspendler um 1235 höher als die Zahl der Einpendler. 25 Einwohner waren arbeitslos.

Im Jahr 2016 bestanden 60 landwirtschaftliche Betriebe; von der Gemeindefläche waren 2858 ha landwirtschaftlich genutzt.

Vier Gaststätten bieten insgesamt 39 Gästebetten; 2017 wurden 7611 Übernachtungen registriert.

Gemeindesteuern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wesentlichen Steuereinnahmen waren 2017, jeweils in 1000 €: Grundsteuern 447, Gewerbesteuer (netto) 756, Gemeindeanteil an der Einkommensteuer 2551 und Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer 78.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Tapfheim sowie die Gemeindeteile Donaumünster und Erlingshofen verläuft die B 16. Am Ort befindet sich ein Bahnhof der Bahnstrecke Ingolstadt–Neuoffingen.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde gibt es zwei Kindertageseinrichtungen mit zusammen 157 genehmigten Plätzen; 2018 waren davon 148 Plätze belegt. 2018 besuchten die Grundschule 126 Schüler in sechs Klassen. Alle weiterführenden Schulen sind in Donauwörth.

Rundfunk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tapfenturm

Der Tapfenturm ist ein 78 Meter hoher Sendeturm aus Fertigbeton, der zur Verbreitung des Radioprogramms von hitradio.rt1 nordschwaben auf 97,1 MHz mit 100 W ERP dient.

Freizeit, Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freizeiteinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Grundschule befindet sich die Gemeindebücherei. Hier können fast 9.400 Medien (Bücher, Filme etc.) ausgeliehen werden. Zusätzlich werden regelmäßige Autorenlesungen und andere kleinere Veranstaltungen rund um Bücher & Filme dort abgehalten.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Tapfheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Tapfheim in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 1. September 2019.
  3. http://opac.winbiap.net/tapfheim/index.aspx