Taras Schewtschenko

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Taras Schewtschenko 1858

Taras Hryhorowytsch Schewtschenko (ukrainisch Тарас Григорович Шевченко, wiss. Transliteration Taras Hryhorovyč Ševčenko; * 25. Februarjul./ 9. März 1814greg. in Morynzi, Gouvernement Kiew, Russisches Kaiserreich; † 26. Februarjul./ 10. März 1861greg. in Sankt Petersburg) war Maler und der bedeutendste ukrainische Lyriker.

Signatur

Das literarische Werk des ukrainischen Nationaldichters legte den Grundstein zur Schaffung der modernen ukrainischen Literatur und seine Poesie trug stark zur Entwicklung der modernen ukrainischen Sprache und zum Erwachen des ukrainischen Nationalbewusstseins bei.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kindheit und Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schewtschenko wurde im Dorf Morynzi im Ujesd Swenyhorodka des Gouvernements Kiew, heute Oblast Tscherkassy, Ukraine, als drittes von sechs Kindern der Leibeigenen Hryhorij Iwanowytsch Schewtschenko (1781–1825) und Kateryna Jakymiwna Schewtschenko, geb. Bojko (1783–1823) geboren. Er hatte eine ältere Schwester, Kateryna (1804–1848), und einen älteren Bruder Mykyta (1811–1870)[2] sowie zwei jüngere Schwestern und einen jüngeren Bruder. Seine Familie zog mit ihm, als er etwa zwei Jahre alt war, an den Geburtsort seines Vaters ins nahegelegene Dorf Kyryliwka (Кирилівка), das heutige Schewtschenkowe, in dem er die folgenden 12 Jahre seiner Kindheit verbrachte.[3]

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„Als ich dreizehn war“ – Der dreizehnjährige Taras auf einem Gemälde von Iwan Jischakewytsch, 1926
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Skizze seines Elternhauses; T. Schewtschenko zwischen 1830 und 1847

Da die Leibeigenschaft in der Ukraine erst wenige Jahre vorher eingeführt worden war, war seine Familie des Lesens und Schreibens kundig und konnte Taras bereits in jungen Jahren Religion, Kultur und Literatur nahebringen. Sein Großvater Iwan Schewtschenko, der Zeuge der Hajdamaken-Bewegung war, übte dabei einen bedeutenden Einfluss auf Taras aus.[4] So arbeitete er einerseits als Hirtenjunge, konnte aber andererseits die Schule besuchen und las bereits mit 13 Jahren Werke von Hryhorij Skoworoda und Iwan Kotljarewskyj, den Begründern der ukrainischen Literatur und Philosophie. Früh entdeckte man auch ein Talent zum Zeichnen und Malen.

Im Jahr 1823 starb Taras Mutter und sein Vater heiratete ein zweites Mal. Mit elf Jahren wurde Schewtschenko Vollwaise und mit 14 Jahren wurde er, nachdem sein bisheriger Gutsherr Wassili Engelhardt 1828 gestorben war und das Dorf Kyryliwka samt seiner Bewohner in das Eigentum seines Sohnes Pawel Engelhardt übergegangen waren, Kammerdiener des neuen Herren.[5] Während seiner Pausen malte er die Lithographien in Engelhardts Haus ab, worüber sich dieser empörte und den jungen Taras auspeitschen ließ. Jedoch reizte Engelhardt schließlich die Aussicht, einen leibeigenen Künstler zu besitzen und fortan begann er Schewtschenko zu fördern.[6] In Folge begleitete Schewtschenko seinen Gutsherrn auf vielen Reisen. Von Herbst 1829 an war er mit ihm in litauischen Wilna und studierte hier bei Jan Rustem Malerei.[7][8] Nachdem der litauische Generalgouverneur Alexander Rimski-Korsakow in Wilna aufgrund des polnischen Novemberaufstands zum Rücktritt gezwungen wurde[9], reiste Engelhardt als dessen Adjutant, begleitet von Schewtschenko, nach Sankt Petersburg.[10]

Erste Sankt Petersburger Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im März 1831 in Sankt Petersburg angekommen, gestattete Engelhardt ihm, bei dem Petersburger Maler Wassili Grigorjewitsch Schirjajew (Василий Григорьевич Ширяев[11]) in die Lehre zu gehen. Obwohl er offiziell noch ein Leibeigener war, erlaubte ihm seine Lehre dennoch eine gewisse persönliche Freiheit.[12] So lernte er während seiner Lehrzeit russisch, polnisch und französisch, besuchte die örtlichen Theater sowie anatomische und physikalische Vorlesungen und interessierte sich für Kunstgeschichte und die Petersburger Architektur.[6] Im Sommergarten von Sankt Petersburg, wo er in seiner Freizeit die Statuen skizzierte, lernte er im Jahr 1835 oder 1836 seinen Landsmann Iwan Soschenko kennen, der ihm einige Grundlagen der Malerei beibrachte[12][13] und ihn in die künstlerische Gesellschaft von Sankt Petersburg einführte. Unter anderem machte Soschenko ihn mit Jewhen Hrebinka, Wassili Schukowski, Karl Brjullow und Alexei Wenezianow bekannt.[14]

Durch das Leben in Petersburg, dem Zentrum des russischen Geisteslebens, und die Bekanntschaft mit Soschenko erfuhr Schewtschenko innerhalb weniger Jahre eine umfassende Bildung. Er unternahm seine ersten Versuche als Dichter und fand Freunde und Anerkennung in literarischen Zirkeln. Der seelische Zwiespalt, immer noch Leibeigener zu sein, und die Sehnsucht nach Freiheit und Selbstbestimmung belasteten ihn; letztere würde sich zeitlebens wie ein roter Faden in seinen Werken finden.

Selbstbildnis, Öl; 1840

Nachdem seine neu gewonnenen Freunde bemerkt hatten, wie Schewtschenko unter seiner Unfreiheit litt, beschlossen sie, ihn aus der Leibeigenschaft zu kaufen.[10] Zunächst sprach Karl Brjullow vergeblich bei Pawel Engelhardt im Bezug auf Schewtschenkos Loskauf vor, doch tags darauf war Alexei Wenezianow erfolgreicher, und Engelhardt nannte den Preis für Schewtschenko: 2500 Rubel. Das war ein unverschämt hoher Preis, zahlte doch ein gut geschulter leibeigener Handwerker lediglich 500 bis 1000 Rubel für seine Freiheit. Diese Summe war selbst für Schewtschenkos Gönner zu hoch und so entstand die Idee, eine Lotterie über diesen Betrag mit einem Gemälde von Karl Brjullow zu veranstalten. Ein Jahr später war das Bildnis, ein Porträt von Wassili Schukowski, dass sich heute in der Tretjakow-Galerie befindet, fertig und die Lotterie fand am 14. April 1838 im Palast von Zarskoje Selo statt.[15][16] So konnte sich Schewtschenko am 22. April 1838, mit finanzieller Unterstützung der Zarenfamilie, die 1000 Rubel beisteuerte[15] und einflussreicher Freunde, darunter der Maler Apollon Mokrizki, der Dichter Wassili Schukowski sowie der Kunsthistoriker Wassili Grigorowitsch, aus seiner Unfreiheit loskaufen.[17]

Tags darauf wurde er Student an der Akademie der Künste und finanzierte sein Leben in Petersburg durch seine Arbeit als Maler. Seit 1838 konzentrierte sich Schewtschenko stärker auf seine literarische Arbeit. Mit seinen ersten Veröffentlichungen ab 1840 zeigte sich die Besonderheit seiner Rolle als Dichter: Einerseits eine bäuerliche, aus Knechtschaft und Unfreiheit geborene Stimme, andererseits kultiviert und hochgebildet, verarbeitete er diese Elemente seiner Persönlichkeit auf ganz neue Weise in seiner Dichtung. Bereits sein erster Gedichtband, Kobsar, wurde nur stark zensiert herausgegeben, dennoch erfuhr er tiefgreifende Resonanz bei der russischen Intelligenz. Man bescheinigte ihm Talent, kritisierte jedoch scharf die Tatsache, dass er die „bäuerliche“ ukrainische Sprache, vermeintlich ein primitiver Dialekt des Russischen, für seine Dichtung gewählt hatte. Die Verwendung der russischen Sprache in der Ukraine wurde damals staatlich propagiert und auch Schewtschenko war davon beeinflusst. Zeitlebens schrieb er sein persönliches Tagebuch ausschließlich auf Russisch.[1]

Reisen in die Ukraine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den darauffolgenden Jahren entstanden – beeinflusst durch zahlreiche Reisen durch seine Heimat, wo Schewtschenko erneut Unfreiheit und Armut, aber auch den alten Zeugnissen ukrainischer Kultur begegnete – immer mehr Werke mit unverhüllt rebellischem Unterton, die ihm in allen Schichten stürmische Bewunderung verschafften. Schewtschenko wurde mit seinem Stil zum Prototyp des ukrainischen Romantikers.

Selbstporträt: gezeichnet in Potoky bei Kiew, August 1845

Am 13. Maijul./ 25. Mai 1843greg. reiste Schewtschenko von Sankt Petersburg in die Ukraine ab und machte zunächst auf dem Landgut von Hryhorij Tarnowskyj (Григорій Степанович Тарновський; 1788–1853) in Katschaniwka im Gouvernement Tschernigow halt. Im Juni 1843 hielt er sich in Kiew auf und traf dort die Dichter Mychajlo Maxymowytsch, Pantelejmon Kulisch und Jewhen Hrebinka.[18] Mit Hrebinka besuchte er am 29. Juni 1843 in Mojssiwka einen dort zweimal jährlich veranstalteten, prunkvollen Ball,[19] und lernte dort seine Verehrerin Warwara Repnina-Wolkonskaja kennen.[20]

Im Juli 1843 stattete er in Kowaliwka dem Adelsmarschall des Gouvernements Poltawa und Sohn von Wassili Kapnist, Alexei Kapnist (Алексей Васильевич Капнист; 1796–1867) einen Besuch ab. Zusammen mit Alexei Kapnist fuhr er nach Jahotyn, wo er, im Auftrag von Hryhorij Tarnowskyj, die Kopie eines Bildes aus der Galerie von Nikolai Grigorjewitsch Repnin-Wolkonski, dem Vater von Warwara Repnina-Wolkonskaja, anfertigen sollte. Am 20. Septemberjul./ 2. Oktober 1843greg. besuchte Schewtschenko in seinem Heimatdorf Kyryliwka seine Geschwister und hielt sich daraufhin vom Oktober bis zum Dezember 1843 erneut in Jahotyn auf, um die in Auftrag gegebenen Gemälde fertigzustellen.[18] Am 12. Januar 1844 besuchte er ein zweites Mal das Fest in Mojssiwka.[19] Er blieb bis zum Februar 1844 in der Ukraine und kehrte dann für ein Jahr nach Sankt Petersburg zurück, wo er am 22. März 1845 die Akademie der Künste mit zwei Silbermedaillen absolvierte und ihm der Titel eines „freien Künstlers“ verliehen wurde.

Am 31. Märzjul./ 12. April 1845greg. fuhr er von Petersburg zunächst nach Moskau, wo er sich mit Michail Schtschepkin und Ossip Bodjanski traf, bevor er über Podolsk, Tula, Orel und Esman zu Wiktor Sabilas Landgut Kukurikowschtschina bei Borsna[18] reiste und am 22. April in Kiew eintraf.[21] Dort wurde er Mitglied der Kiewer Archäologischen Kommission und bereiste die Ukraine, um historische, architektonische und folkloristische Traditionen zu skizzieren.[21] So war er im Frühjahr und Herbst 1845 in Marjanske nahe Myrhorod zu Gast bei Oleksandr Lukjanowitsch (Олександр Андрійович Лук'янович; 1803–1879) und malte dort Landschafts- und Porträtbilder. Im September desselben Jahres besuchte er erneut seine Geschwister in Kyryliwka.[18] Außerdem traf er sich in diesem Jahr im Dorf Potoky (Потоки) mit Wassyl Tarnowskyj senior, den er im Jahr darauf des öfteren in dessen Kiewer Wohnung zu samstäglichen literarischen Abenden mit Nikolai Kostomarow, Wassyl Biloserskyj und Hryhorij Galagan besuchte.[22] Im Januar 1846 besuchte er letztmals den bereits erwähnten, halbjährlich veranstalteten Ball in Mojssiwka.[19] Von 1846 an lehrte Schewtschenko Malen an der Kiewer Universität[23] und bewohnte, gemeinsam mit dem Maler Michail Saschin, ein Haus nahe dem Majdan im Zentrum Kiews, in dem sich heute das Literarische Gedenkhaus/ Museum von Taras Schewtschenko befindet.[24] Am 22. Januar 1847 war er Trauzeuge bei der Hochzeit von Pantelejmon Kulisch und Hanna Barwinok, der Schwester von Wassyl Biloserskyj. Beide Männer waren Mitglieder der idealistisch-revolutionären „Kyrill-und-Method-Bruderschaft“, der sich auch Schewtschenko ein Jahr zuvor angeschlossen hatte.

Schewtschenko als Soldat; Selbstbildnis von 1847

Festnahme und Exil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem die Bruderschaft von einem Studenten verraten wurde, verhaftete man ihn am 5. April 1847 und inhaftierte ihn eine Nacht in einem Kiewer Gefängnis.[25]

Am darauf folgenden Tag verbrachte man die Mitglieder der Organisation ins Gefängnis nach Sankt Petersburg, und die dritte Abteilung der Hofkanzlei (Третье отделение) übernahm die Ermittlungen. Schewtschenko wurde besonders schwer belastet, da man bei ihm Dichtungen fand, die als revolutionär eingestuft wurden und den russischen Kaiser und dessen Frau in satirischer Weise behandelten. Der Chef der Geheimpolizei Graf Alexei Orlow[26] schrieb, nach Durchsicht von Schewtschenkos ungedruckten Werken, an Kaiser Nikolaus I.:

„Mit der Verbreitung seiner Gedichte in der Ukraine könnten Ideen über die Möglichkeit des Bestehens der Ukraine als eines selbstständigen Staates Wurzeln schlagen.[23]

Schewtschenko wurde daraufhin 1847 zu einem lebenslangen Dasein als einfacher Soldat verurteilt. Man verbannte ihn und untersagte ihm auf Lebenszeit die Rückkehr in die Ukraine. Zudem fügte Kaiser Nikolaus I. dem Urteil eigenhändig hinzu, dass er unter strenger Aufsicht zu stellen sei und ihm das schreiben und malen verboten ist. Seine Verbannung verbrachte er zunächst als Soldat in Kasernen in Orenburg und Orsk.[23] Nach einiger Zeit wurde ihm, unterstützt von den Offizieren seiner Militäreinheit, erlaubt, in Orenburg zu leben und Zivilkleidung zu tragen. Von Oktober 1848 bis Mai 1849 nahm er, unter der Leitung von Alexei Butakow, an einer Expedition zur Erkundung des Aralsees teil, bei der ihm die Aufgabe zufiel, die erforschten Landschaften für wissenschaftliche Zwecke zu skizzieren. Durch dieses Umgehen des Malverbotes konnte Schewtschenko 200 Gemälde und Skizzen anfertigen.[27] Im November 1849 lernte er den ebenfalls nach Orenburg verbannten Bronisław Zaleski kennen, dem er noch über Jahre hinweg freundschaftlich verbunden blieb.[28] Nachdem er so einige Monate in relativer Freiheit leben konnte, wurde er, nach der Denunziation eines Offiziers, am 27. April 1850 erneut verhaftet und nach einem einwöchigen Prozess in einen noch abgelegeneren Außenposten, der Festung Nowopetrowsk (heute Fort Schewtschenko, Kasachstan) am Kaspischen Meer verbannt.[25] Von dort aus nahm er zwischen dem 28. Mai 1851 und dem 7. September 1851[29] als Künstler an der Karatau-Expedition teil, wo er erneut Gelegenheit zum Zeichnen erhielt.[21] Trotz des Schreib- und Malverbots entstanden in dieser Zeit Dichtungen, die unter Pseudonym von Freunden veröffentlicht wurden, sowie Gemälde, die er sogar verkaufen konnte.

Selbstporträt von 1860

Letzte Lebensjahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Tod von Kaiser Nikolaus I. erreichten 1857 einflussreiche Freunde, darunter der Vizepräsident der Kunstakademie Fjodor Tolstoi[30], Schewtschenkos Entlassung aus seinem Exil in Nowopetrowsk und die Wiederverleihung des Titels eines Künstlers.[27] Er durfte zunächst nicht nach Sankt Petersburg zurückkehren, sondern erhielt die Order, sich in Nischni Nowgorod niederzulassen.[31] So fuhr er über das Kaspische Meer nach Astrachan und weiter über die Wolga nach Nischni Nowgorod, wo er am 20. September 1857 eintraf, sich der Malerei und der Dichtung widmete und den Schriftsteller Pawel Melnikow kennenlernte.[32] Nachdem er am 1. März 1858 die Erlaubnis erhielt nach Petersburg zu ziehen,[33] verließ er am 7. März Nischni Nowgorod zunächst in Richtung Moskau, dass er am 10. März 1858 erreichte. Dort verbrachte er einige Tage und traf unter anderem am 22. März Sergei Aksakow, bevor er weiter nach Petersburg reiste, wo er am 27. März eintraf.[34] Dort lebte und arbeitete er unter geheimer Aufsicht der Polizei und strengster Zensur, unterstützt von wohlhabenden Freunden und gefeiert, aber auch gefürchtet von der russischen Gesellschaft. Im Mai 1859 erhielt er nach langen Bemühungen die Erlaubnis in die Ukraine zu fahren. Nach seiner Ankunft in der Ukraine besuchte er Verwandte und Freunde und wollte sich hier ein Stück Land und ein Haus kaufen.[21] Doch wurde er erneut denunziert, am 15. Juli verhaftet[21], verhört und Mitte August 1859 zurück nach Sankt Petersburg geschickt,[1] wo er am 7. September 1859 ankam.[21] Dort wurde er am 2. September 1860 zum Akademiker der russischen Kunstakademie ernannt.[33]

Tod und Umbettung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1861 litt er an Angina pectoris und starb am 10. März um 5:30 Uhr[21], einen Tag nach seinem 47. Geburtstag und eine Woche nach der Abschaffung der Leibeigenschaft in Russland, umgeben von seinen Freunden in Sankt Petersburg.

An seiner Beerdigung auf dem Smolensker Friedhof in Petersburg am 1. Märzjul./ 13. März 1861greg. nahmen zahlreiche Menschen teil, darunter die russischen Dichter Fjodor Dostojewski, Nikolai Nekrassow, Michail Saltykow-Schtschedrin und Nikolai Leskow. Die Grabreden hielt Pantelejmon Kulisch, Nikolai Kostomarow und Wassyl Biloserskyj.[35]

Bereits 58 Tage nach der Beisetzung wurde der Sarg mit den sterblichen Überresten von Schewtschenko am 26. Apriljul./ 8. Mai 1861greg. mit dem Zug zum Moskauer Nikolaibahnhof und dann mit dem Pferdewagen über Serpuchow, Tula, Orjol, Sewsk, Hluchiw, Krolewez, Baturyn, Nischyn, Nossiwka, Bobrowyzja und Browary in die Ukraine überführt. Er setzte über die Kiewer Nikolaus-Kettenbrücke über den Dnepr und wurde zunächst in der Christi-Geburt-Kirche in Kiew-Podil aufgebahrt.[36][37] Hier nahm die Kiewer Bevölkerung Abschied von ihm und es kam die, von den Verwandten des Dichters unterstützte, Idee auf, Schewtschenko in Kiew zu bestatten. Jedoch verteidigte Hryhorij Tschestachiwskyj, als einer der Initiatoren und Organisator der Umbettung Schewtschenkos, den Plan der Beisetzung in Kaniw.[38] So wurden die sterblichen Überreste am 8. Maijul./ 20. Mai 1861greg. mit dem Dampfschiff Krementschuk auf dem Dnepr von Kiew nach Kaniw gefahren und dort für einen Trauergottesdienst in der Himmelfahrts-Kathedrale aufgebahrt. Am 10. Maijul./ 22. Mai 1861greg. wurde er in Anwesenheit unter anderem von Mykola Lysenko, Wiktor Sabila[39] und Schewtschenkos Freund aus frühen Petersburger Tagen Iwan Soschenko[40] am Ufer des Dnepr beigesetzt, wie Schewtschenko es sich in seinem Gedicht Sapowit (deutsch Vermächtnis) gewünscht hatte. Ihm zu Ehren ist dort, am Hang des (nach ihm benannten) Taras-Berges, eine Gedenkstätte errichtet.[17]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hundertjahrfeier von Taras Schewtschenko. Nachruf von Iwan Franko; Wien 1914

Taras Schewtschenko wird in der Ukraine als die bedeutendste historische und literarische Gestalt verehrt. Gedichte wie Sapowit („Vermächtnis“) aus seiner Gedichtsammlung Kobsar sind bis heute im Bewusstsein aller Generationen und Gesellschaftsschichten tief verankert. Bei den Kundgebungen der Orangen Revolution 2004 auf dem Majdan in Kiew und des Euromaidan 2013/2014 wurden wieder und wieder Gedichte von Taras Schewtschenko rezitiert.[41]

Sein Porträt ziert den ukrainischen 100-Hrywen-Schein und den transnistrischen 50-Rubel-Schein. In der Ukraine sind ihm zu Ehren 835 Straßen und Plätze sowie 352 Orte benannt (siehe dazu auch Rajon Schewtschenko, Schewtschenkowe und Korsun-Schewtschenkiwskyj). Weltweit gibt es 1384 Denkmäler und Gedenkstätten in 35 Ländern, davon 1256 in der Ukraine, die Taras Schewtschenko gewidmet sind.[42] Die Wissenschaftliche Gesellschaft Schewtschenko ist ebenso nach ihm benannt.

In Kiew gibt es, neben einem Taras-Schewtschenko-Boulevard und einem Taras-Schewtschenko-Denkmal im Schewtschenko-Park ein Taras-Schewtschenko-Opernhaus, das Nationale Schewtschenko-Museum sowie die bekannteste Kiewer Universität, die nach ihm benannt ist. Auch das Kreuzfahrtschiff Taras Shevchenko trug seinen Namen.

Der als höchste Auszeichnung der Ukraine in Kultur und Kunst geltende Taras-Schewtschenko-Preis wurde nach ihm benannt und wird jährlich an verdiente Künstler verliehen. Ukrainische Emigranten in Kanada führen ein Taras Schewtschenko-Museum in Toronto.[43]

Sein Leben war Inhalt vieler Filme, so des sowjetischen Films Taras Shevchenko (deutscher Titel: Gesprengte Fesseln) von 1951 in dem Schewtschenko von Sergei Bondartschuk dargestellt wurde.[44]

Außerhalb der Erde trägt der Merkurkrater Shevchenko seinen Namen und auch der Ende 1976 entdeckte Asteroid (2427) Kobzar wurde zu Ehren des Großen Kobsar, wie Schewtschenko auch genannt wird, benannt.[45]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schewtschenkos von Sehnsucht geprägte Lyrik basiert auf den melodie- und stimmungsmäßig vielfältigen ukrainischen Volksliedern, was die Musikalität seines Werks begründet. So ist zu erklären, dass über 120 Komponisten, darunter Peter Tschaikowski, Nikolai Rimski-Korsakow und Sergei Rachmaninow, nahezu 1500 seiner Werke musikalisch interpretierten. Allein Mykola Lysenko vertonte 90 seiner Werke.[46]

Man geht davon aus, dass die Poesie von Mykola Markewytsch, den Schewtschenko persönlich aus Sankt Petersburg kannte, einen bedeutenden Einfluss auf seine, insbesondere auf seine frühe Werke wie „Perebendja“ (Перебендя) und „Do Osnowjanenka“ (До Основ'яненка) hatte.[47]

Lyrik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buchcover der Erstausgabe des Kobsar von 1840; Zeichnung von Wassili Sternberg

Werkausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meisten von Schewtschenkos Manuskripten befinden sich, auf Basis der Sammlung von Wassyl Tarnowskyj junior[48], im Literaturinstitut der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine. In der Wernadskyj-Nationalbibliothek der Ukraine lagert eine mit über 15.000 Artikeln einzigartige, von Jurij Meschenko zusammengetragene, Sammlung. Im Nationalen Taras-Schewtschenko-Museum befindet sich die größte Sammlung veröffentlichter Ausgaben von Schewtschenkos Werken sowie von Dokumenten zu seinem Leben und Werk. Neben den genannten Institutionen in Kiew besitzen Museen, Archiven und Bibliotheken in Sankt Petersburg, Moskau, Krakau und Genf sowie in der Ukraine weitere Manuskripte von ihm.[1]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schewtschenkos künstlicherer Nachlass ist höchst umfangreich: Es sind etwa 850 seiner Werke erhalten geblieben, weitere etwa 250 Werke sind verschollen und weitere 250 Gemälde und Zeichnungen wurden ihm von Kennern oder aus Tradition zugesprochen. Eine Vielzahl seiner Bilder befinden sich im Nationalen Museum Taras Schewtschenko und in der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine in Kiew.[49]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jenny Alwart: Die Erinnerungskultur der Ukraine. Nationale Diskurse und transnationale Verflechtungen am Beispiel von Taras Ševčenko. In: Agnieszka Ga̜sior (u. a.) (Hrsg.): Gebrochene Kontinuitäten. Transnationalität in den Erinnerungskulturen Ostmitteleuropas im 20. Jahrhundert. Köln [u. a.] 2014. S. 266–276.
  • Jenny Alwart: Mit Taras Ševčenko Staat machen. Erinnerungskultur und Geschichtspolitik in der Ukraine vor und nach 1991. Köln [u. a.] 2012.
  • Jurij Andruchowytsch: Der heilige Geist des Maidan. Auf den Barrikaden für die Menschenrechte – der ukrainische Nationaldichter Taras Schewtschenko, in: NZZ, 8. März 2014, S. 27
  • Alfred Jensen: Taras Schewtschenko. Ein ukrainisches Dichterleben. Literarische Studie. Wien 1916.
  • Andrei Jurjewitsch Kurkow: Petrowitsch. Roman um ein Vermächtnis des T. S., 1997; deutsch von Christa Vogel (2002), ISBN 3-257-06247-8
  • Johann Georg Obrist: Taras Grigoriewicz Schewtschenko. Ein kleinrussischer Dichter. Dessen Lebensskizze samt Anhang, bestehend aus Proben seiner Poesien, in freier Nachdichtung. Czernowitz 1870.

Zur Erschließung des Werks Schewtschenkos erschien 2012 bis 2016 eine umfangreiche 6-bändige Schewtschenko-Enzyklopädie in Kiew, die das Werk und seine Wirkungsgeschichte intensiv ausleuchtet.[50]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Taras Schewtschenko – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Taras Schewtschenko – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Eintrag zu Shevchenko, Taras in der Encyclopedia of Ukraine; abgerufen am 6. August 2018 (englisch)
  2. Taras Schewtschenko – Ein ukrainisches Dichterleben; Literarische Studie, S. 4; Alfred Jensen, Wien 1916
  3. Ortsgeschichte Schewtschenkowe in der Geschichte der Städte und Dörfer der Ukrainischen SSR; abgerufen am 28. Juli 2018 (ukrainisch)
  4. Biografie von Taras Schewtschenko auf der Webseite des Schewtschenko-Museums in Toronto, Kanada; abgerufen am 31. Juli 2018 (englisch)
  5. Pawel Wassiljewitsch Engelhardt auf der Webseite des Nationalen Taras-Schewtschenko-Museums; abgerufen am 7. August 2018 (ukrainisch)
  6. a b Taras Ševčenko 1814–1861. Zum 150. Geburts- und 100. Todestag des ukrainischen Nationaldichters. Herausgegeben vom Seminar für Slavische und Baltische Philologie der Universität München und der Ukrainischen Freien Universität München, ISBN 978-3-87690-007-0, S. 12, doi:10.3726/b13136.
  7. Artikel zu Taras Schewtschenko und Jan Rustem in Krim Svitlitsa vom 15. November 2013; abgerufen am 6. März 2018 (ukrainisch)
  8. Lehrer von Taras Schewtschenko in Ukrainjia moloda vom 15. August 2008; abgerufen am 6. März 2018 (ukrainisch)
  9. Biografie von Taras Schewtschenko auf shevchcycl.kiev.ua; abgerufen am 14. August 2018 (ukrainisch)
  10. a b Schewtschenko-Wöterbuch in zwei Bänden; Schewtschenko Institut der Literatur der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine, Kiew: Main Edition der Ukrainischen Sowjetenzyklopädie, 1976–1978; abgerufen am 7. August 2018 (ukrainisch)
  11. Werke und Tage des Kobzars – Lyubertsy :. "Lyuberetskaya Zeitung", 1996. – S. 30–43; abgerufen am 28. Juli 2018 (ukrainisch)
  12. a b Schewtschenko-Biografie auf der Webseite des Schewtschenko-Museums in Toronto, Kanada; abgerufen am 30. Juli 2018 (englisch)
  13. Hrebinka und Shevchenko auf grebenka.com; abgerufen am 30. Juli 2018 (ukrainisch)
  14. Artikel zu Soshenko, Ivan in der Encyclopedia of Ukraine; abgerufen am 30. Juli 2018 (englisch)
  15. a b 1838 – Als Lösegeld sammelte Taras Schewtschenko Geld im Palast von Zarskoje Selo; abgerufen am 4. August 2018 (russisch)
  16. Aus der Erzählung Taras Schewtschenko von Konstantin Georgijewitsch Paustowski auf russkay-literatura.ru; abgerufen am 4. August 2018 (russisch)
  17. a b Taras Schewtschenkos Biographie in der Bibliothek der ukrainischen Literatur auf ukrlib.com; abgerufen am 22. April 2018 (englisch)
  18. a b c d Reisen in die Ukraine auf Taras Schewtschnko – Leben und Arbeit; abgerufen am 6. August 2018 (ukrainisch)
  19. a b c Artikel zu Mojssiwka auf der Webseite des Nationalen Taras-Schewtschenko-Museums; abgerufen am 3. August 2018 (ukrainisch)
  20. Artikel zur Kirche und zum Dorf Linksufriges Versailles auf haidamac.org.ua; abgerufen am 3. August 2018 (ukrainisch)
  21. a b c d e f g Biografie Taras Schewtschenko auf der Webseite der Taras-Schewtschenko-Universität; abgerufen am 1. August 2018 (ukrainisch)
  22. Aus der Lebensgeschichte von Wassyl Tarnowskyj senior in day.kyiv vom 2. Februar 2007; abgerufen am 6. August 2018 (ukrainisch)
  23. a b c Taras Ševčenko 1814–1861. Zum 150. Geburts- und 100. Todestag des ukrainischen Nationaldichters. Herausgegeben vom Seminar für Slavische und Baltische Philologie der Universität München und der Ukrainischen Freien Universität München, ISBN 978-3-87690-007-0, S. 14–15, doi:10.3726/b13136.
  24. Eintrag zu Michail Saschin in der Kiew-Enzyklopädie; abgerufen am 7. August 2018 (ukrainisch)
  25. a b Taras Schewtschenko – Enzyklopädie der Weltbiografie; abgerufen am 30. Juli 2018 (englisch)
  26. Während der Vernehmung hat der Dichter keine Buße getan und niemanden verraten auf wz.lviv.ua, 4. Mai 2017; abgerufen am 2. August 2018 (ukrainisch)
  27. a b Taras Ševčenko 1814–1861. Zum 150. Geburts- und 100. Todestag des ukrainischen Nationaldichters. Herausgegeben vom Seminar für Slavische und Baltische Philologie der Universität München und der Ukrainischen Freien Universität München, ISBN 978-3-87690-007-0, S. 16, doi:10.3726/b13136.
  28. Eintrag zu Bronisław Zaleski in der Referenzausgabe der Orenburg-Schewtschenko-Enzyklopädie; abgerufen am 2. August 2018 (russisch)
  29. Українське небо 2: Студії над історією астрономії в Україні herausgegeben von Oleg Leonìdovič Petruk, Seite 427; abgerufen am 1. August 2018 (russisch)
  30. Eine ausführliche Geschichte der Petitionen und die Rückkehr von Schewtschenko nach Petersburg Yunge E. F. Memoirs. Korrespondenz Kompositionen. 1843–1911, Verlag "Kuchkovo Pole", Moskau, 2017; abgerufen am 30. Juli 2018 (russisch)
  31. Taras Schewtschenko auf travelguide-ukraine.com; abgerufen am 30. Juli 2018 (ukrainisch)
  32. Schewtschenko in Nischni Nowgorod (1857–1858); auf litopys.org.ua; abgerufen am 13. August 2018 (ukrainisch)
  33. a b Schewtschenko in Petersburg (1858–1861); auf litopys.org.ua; abgerufen am 30. Juli 2018 (ukrainisch)
  34. Schewtschenko in Moskau (1858); auf litopys.org.ua; abgerufen am 30. Juli 2018 (ukrainisch)
  35. Taras Schewtschenko – Ein ukrainisches Dichterleben; Literarische Studie, S. 47; Alfred Jensen, Wien 1916
  36. Tod und Umbettung; abgerufen am 13. August 2018 (ukrainisch)
  37. Günther Schäfer: Kiev: Rundgänge durch die Metropole am Dnepr. In: Städteführer (= Trescher-Reihe Reisen). 3. Auflage. Trescher Verlag, 2011, ISBN 978-3-89794-181-6, S. 84 ([eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche ] [abgerufen am 14. August 2018]).
  38. 22. Mai – der Tag der Umbettung von Taras Schewtschenko in der Ukraine; abgerufen am 30. Juli 2018 (ukrainisch)
  39. Biografie Wiktor Sabila in der Bibliothek der ukrainischen Literatur, abgerufen am 20. Juli 2018 (ukrainisch)
  40. Kurzbiografie Iwan Soschenko auf Kiew-Kalender; abgerufen am 20. Juli 2018 (ukrainisch)
  41. Larisa Denisenko: In der Stille danach, Süddeutsche Zeitung, 27. Februar 2014.
  42. Historical and biographical atlas of Taras Shevchenko – Internationaler Kartographentag Rio de Janeiro im August 2015; abgerufen am 4. März 2017
  43. Website, englisch
  44. Taras Shevchenko in der Internet Movie Database (englisch)
  45. (2427) Kobzar Dictionary of Minor Planet Names von Lutz D. Schmadel; abgerufen am 13. August 2018 (englisch)
  46. Taras Ševčenko 1814–1861. Zum 150. Geburts- und 100. Todestag des ukrainischen Nationaldichters. Herausgegeben vom Seminar für Slavische und Baltische Philologie der Universität München und der Ukrainischen Freien Universität München, ISBN 978-3-87690-007-0, S. 37, doi:10.3726/b13136.
  47. Eintrag zu Mykola Markewytsch in der Enzyklopädie der Geschichte der Ukraine; abgerufen am 3. August 2018 (ukrainisch)
  48. Eintrag zu Tarnowskyj in der Enzyklopädie der Geschichte der Ukraine; abgerufen am 7. August 2018 (ukrainisch)
  49. Taras Ševčenko 1814–1861. Zum 150. Geburts- und 100. Todestag des ukrainischen Nationaldichters. Herausgegeben vom Seminar für Slavische und Baltische Philologie der Universität München und der Ukrainischen Freien Universität München, ISBN 978-3-87690-007-0, S. 90, doi:10.3726/b13136.
  50. Die Enzyklopädie ist wie viele von den ukrainischen Instituten herausgegebenen wissenschaftlichen Arbeiten online nutzbar, die Bände finden sich auf der Seite des Instituts für Literaturwissenschaften der Ukrainischen Akademie der Wissenschaften.