Tarczyn

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Tarczyn
Wappen von Tarczyn
Tarczyn (Polen)
Tarczyn
Tarczyn
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Masowien
Powiat: Piaseczno
Fläche: 5,23 km²
Geographische Lage: 51° 59′ N, 20° 50′ OKoordinaten: 51° 58′ 49″ N, 20° 50′ 1″ O
Einwohner: 4105
(31. Dez. 2016)[1]
Postleitzahl: 05-555
Telefonvorwahl: (+48) 72
Kfz-Kennzeichen: WPI
Wirtschaft und Verkehr
Schienenweg: Skierniewice–Łuków
Gmina
Gminatyp: Stadt- und Landgemeinde
Gminagliederung: 35 Schulzenämter
Fläche: 114,15 km²
Einwohner: 11.378
(31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 100 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 1418063
Verwaltung
Bürgermeister: Barbara Galicz
Adresse: Rynek 8a
05-555 Tarczyn
Webpräsenz: www.tarczyn.pl



Tarczyn ist eine Stadt sowie Sitz der Stadt- und Landgemeinde im Powiat Piaseczyński der Woiwodschaft Masowien, Polen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Stadt- und Landgemeinde gehören neben der Stadt Tarczyn folgende 35 Ortschaften mit einem Schulzenamt:

Borowiec
Bystrzanów
Gąski
Gładków
Grzędy
Janówek
Jeziorzany
Jeżewice
Józefowice
Kawęczyn
Komorniki
Kopana
Korzeniówka-Marylka
Kotorydz
Księżak
Many
Marianka
Nosy
Pawłowice
Prace Duże
Prace Małe
Przypki
Racibory
Rembertów
Ruda
Stefanówka
Suchodół
Suchostruga
Świętochów
Werdun
Wola Przypkowska
Wólka Jeżewska
Wylezin

Weitere Orte der Gemeinde sind Brominy, Cieśle, Drozdy, Duki, Julianów, Księżowola, Leśna Polana, Nowe Racibory, Pamiątka, Popielarze, Skrzeczeniec und Stara Kopana.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gotische Nicolaikirche in Tarczyn, Blick auf den Chor

Zuerst erwähnt wurde Tarczyn im Jahre 1259. Die Siedlung lag an einer Kreuzung der damals wichtigen Handelswege von Radom nach Warschau, Lublin und Łowicz. 1353 wurde dem Ort das Stadtrecht nach Magdeburger Recht durch Kasimir I. erteilt. Seit dem 13. Jahrhundert ist Tarczyn auch als Marktplatz nachweisbar. Im 15. Jahrhundert hatte Tarczyn bereits zwei Kirchen, St. Nikolai und die Dorotheenkirche. Tarczyn verlor im 17. Jahrhundert, nach einer kurzen wirtschaftlichen Blüte, durch Kriege mit Schweden und anderen Nachbarn, die meisten seiner Einwohner. Nur etwa 200 Menschen hatte die Stadt gegen Ende der Kämpfe. Ein weiterer Rückschlag war der Stadtbrand von 1704. Nach einigen Jahren der brandenburgischen Herrschaft übernahm wieder die polnischen Krone das Gebiet. Die Stadt begann sich zu erholen. Im 19. Jahrhundert gab es, wie in ganz Polen, auch in Tarczyn Aufstände gegen die russischen Besatzer. Nach dem Zweiten Weltkrieg musste die Stadt wieder aufgebaut werden. Wichtiger Wirtschaftszweig ist heute die Obst- und Gemüseverarbeitung.[2]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der südlich der Stadt gelegene Bahnhof Tarczyn liegt an der nur noch im Güterverkehr betriebenen Bahnstrecke Skierniewice–Łuków.

Die Schmalspurbahn Warszawa–Nowe Miasto nad Pilicą, deren Bahnhof östlich der Stadt liegt, wird Richtung Norden, Richtung Piaseczno, noch im Museumsverkehr betrieben, Richtung Süden, Richtung Grójec, ist die Strecke hingegen stillgelegt.

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2016. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF-Dateien; 5,19 MiB), abgerufen am 29. September 2017.
  2. Internetseite mit der Geschichte der Stadt (Zugriff 20. November 2015) (Memento des Originals vom 21. November 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.tarczyn.pl