Tarko-Sale

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Stadt
Tarko-Sale
Тарко-Сале
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Ural
Region Autonomer Kreis der Jamal-Nenzen
Rajon Purowski
Oberhaupt Anatoli Ostrjagin
Gegründet 1932
Stadt seit 2004
Fläche 44 km²
Bevölkerung 20.398 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 464 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 22 m
Zeitzone UTC+5
Telefonvorwahl (+7) 34997
Postleitzahl 629850–629851
Kfz-Kennzeichen 89
OKATO 71 160 605
Geographische Lage
Koordinaten 64° 55′ N, 77° 47′ OKoordinaten: 64° 55′ 0″ N, 77° 47′ 0″ O
Tarko-Sale (Russland)
Red pog.svg
Lage in Russland
Tarko-Sale (Autonomer Kreis der Jamal-Nenzen)
Red pog.svg
Lage im Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen
Liste der Städte in Russland

Tarko-Sale (russisch/nenzisch Та́рко-Сале́) ist eine russische Stadt im Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen mit 20.398 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gebäude der Rajonverwaltung

Tarko-Sale liegt im Westsibirischen Tiefland, etwa 550 Kilometer östlich (Luftlinie) der Kreishauptstadt Salechard und südöstlich von Nowy Urengoi. Die Stadt liegt am Fluss Pjakupur, der sich vier Kilometer flussabwärts mit dem Aiwassedapur zum Pur vereinigt.

Tarko-Sale ist Verwaltungszentrum des Rajons Purowski.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tarko-Sale ist einer der ältesten Orte der Region. Der Name des 1932 gegründeten Ortes wurde vom nenzischen talka salja mit der Bedeutung Ansiedlung auf einer Landspitze (zwischen zwei Flüssen) abgeleitet.

Im Zusammenhang mit der beginnenden Erschließung der Erdöl- und Erdgasvorkommen der Region in den 1970er Jahren wuchs die Siedlung schnell und erhielt 1976 den Status einer Siedlung städtischen Typs. Am 23. März 2004 wurden die Stadtrechte verliehen.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1939 400
1959 944
1970 2.703
1979 6.216
1989 17.400
2002 18.517
2010 20.398

Anmerkung: Volkszählungsdaten (1939 gerundet)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Tarko-Sale befindet sich das Heimatmuseum des Rajons Pur.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptwirtschaftszweig der Stadt ist die Erdgasförderung und -verarbeitung. Hier hat der nach Gazprom zweitgrößte, RTS-gelistete Erdgasproduzent Russlands Novatek seinen Sitz.

Etwa zehn Kilometer westlich der Stadt liegt deren Bahnhof Purowsk der auf diesem Abschnitt 1985 eröffneten Eisenbahnstrecke TjumenSurgut–Nowy Urengoi. Die Stadt ist mit der Eisenbahnstation und der ebenfalls am jenseitigen, linken Ufer des Pjakupur verlaufenden Straße Surgut–Nowy Urengoi bisher nur über eine Pontonbrücke bzw. im Winter eine Eisstraße verbunden.

Tarko-Sale besitzt einen kleinen Flusshafen am Pjakupur sowie einen Flughafen (ICAO-Code USDS).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tarko-Sale – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien