Tarmstedt

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Wappen Deutschlandkarte
Tarmstedt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Tarmstedt hervorgehoben

Koordinaten: 53° 14′ N, 9° 5′ O

Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Rotenburg (Wümme)
Samtgemeinde: Tarmstedt
Höhe: 22 m ü. NHN
Fläche: 26,54 km2
Einwohner: 4055 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 153 Einwohner je km2
Postleitzahl: 27412
Vorwahl: 04283
Kfz-Kennzeichen: ROW, BRV
Gemeindeschlüssel: 03 3 57 047
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hepstedter Straße 9
27412 Tarmstedt
Website: www.tarmstedt.de
Bürgermeister: Hella Rosenbrock (CDU)
Lage der Gemeinde Tarmstedt im Landkreis Rotenburg (Wümme)
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Tarmstedt (Plattdeutsch Tarms) ist eine Gemeinde und der Verwaltungssitz der gleichnamigen Samtgemeinde Tarmstedt im Landkreis Rotenburg (Wümme) in Niedersachsen. Die Gemeinde liegt am Rande des Teufelsmoors und der Zevener Geest nördlich der A 1.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um 200 n. Chr. werden die ersten Siedlungsanfänge vermutet. 796 soll Karl der Große hier durchgezogen sein und die Schlacht gegen die Wigmodier auf der Wüllenheide in Wilstedt fand statt. Anfang der 1970er Jahre entstand die Samtgemeinde Tarmstedt mit damals 13 Gemeinden. Die Kooperative Gesamtschule wurde 1975 eingeweiht.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Tarmstedt besteht aus 15 Ratsfrauen und Ratsherren, der festgelegten Anzahl Ratsmitglieder für eine Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 3001 und 5000.[2] Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2021 und endet am 31. Oktober 2026.

Die letzte Kommunalwahl am 12. September 2021 ergab das folgende Ergebnis:[3]

Partei Anteilige Stimmen Anzahl Sitze
CDU 48,30 % 7
SPD 27,41 % 4
Grüne 12,10 % 2
FDP 12,19 % 2

Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2021 lag mit 64,52 %[3] über dem niedersächsischen Durchschnitt von 57,1 %.[4]

Bürgermeisterin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat wählte auf seiner konstituierenden Sitzung am 4. November 2021 Hella Rosenbrock (CDU) zur ehrenamtlichen Bürgermeisterin für die aktuelle Wahlperiode. Die Nachfolgerin von Wolf Vogel (SPD) ist in der Geschichte Tarmstedts die erste Frau in diesem Amt.[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde zeigt auf grünem Grund eine nach nichtheraldisch links weisende silberne Axt. Unterhalb der Axt befinden sich zwei übereinander liegende goldene Ringe. Die Ringe wurden in der Umgebung des Ortes im Tagebau gefunden und haben im Original einen Durchmesser von ca. 10 cm.

Bauwerke und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tarmstedter Spieker von 1754 mit Backhaus; früher Heimatmuseum, heute mit urgeschichtlicher Steinsammlung
  • Tervensteder Stein
  • Motto-Stein der Tarmstedter Ausstellung[6] mit Spruch "Ehret die Scholle die uns ernähret" und Odal-Rune
  • Bürgermeisterstein von Tarmstedt von 2007
  • Hügelgräberfeld im Deependahl
  • Evangelisch-lutherische Martin-Luther-Kirche
  • Evangelisch-lutherische Salemskirche

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Chordia Tarmstedt (ehemals Jugendchor Tarmstedt) christliche Jugendchor seit 1993; es werden Gospel und andere christliche Literatur gesungen.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sportanlagen

  • 3-Feld-Großsporthalle der Samtgemeinde
  • Sportanlage des TuS Tarmstedt mit vier Rasenplätzen, drei davon mit Flutlicht, und einem Vereinsheim.
  • Reithalle
  • Tenniszentrum

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Turn- und Sportverein Tarmstedt von 1908 (TuS Tarmstedt), ist mit rund 1200 Mitgliedern der größte Breitensportverein. Er verfügt über dreizehn Abteilungen (Sparten).
    • Jährliches Fußball-Pfingstturnier für E- bis C-Jugend-Mannschaften; alle zwei Jahre kommt dazu eine italienische Gastmannschaft aus Minervino Murge.
  • Reitverein Tarmstedt
  • Shotokan Karate Dojo Tarmstedt
  • Sportschützenverein Tarmstedt
  • Verein zur Förderung des Handballsports

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jährlich findet seit 1949 die viertägige Tarmstedter Ausstellung statt, eine landwirtschaftliche Maschinen- und Geräte-Ausstellung mit großem Familien- und Unterhaltungsprogramm, die regelmäßig etwa 100.000 Besucher hat.[7] Seit 2004 findet auch das Open-Air Konzert Rock den Lukas statt, an dem schon Bands wie Sub7even, Torfrock und Jennifer Rostock auftraten.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt an der Landstraße 133, die den Ort mit Bremen und mit Zeven verbindet.

Zwischen Tarmstedt und Bremen verkehrte zwischen 1900 und 1956 die Kleinbahn Bremen–Tarmstedt. Die 27 Kilometer lange Strecke führte von Tarmstedt durch das Teufelsmoor über Worphausen und Lilienthal nach Bremen. Zudem lag Tarmstedt an der Bahnstrecke Wilstedt–Tostedt.

Bei Tarmstedt ist das Segelfluggelände Tarmstedt-Westertimke, auf welchem die Segelflieger der SFG-Bremen ansässig sind. Dort wird Segelflug- und Motorseglerbetrieb zumeist am Wochenende durchgeführt.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grundschule Tarmstedt mit um 270 Schüler und Schulkindergarten, Hauptstraße 6
  • Kooperative Gesamtschule Tarmstedt von 1975 (KGS Tarmstedt Europaschule), Kleine Trift 13, mit über 1100 Schüler

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Tarmstedt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle A100001G: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2021 (Hilfe dazu).
  2. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 12. März 2017.
  3. a b [1], abgerufen am 28. September 2021.
  4. [2], abgerufen am 28. September 2021.
  5. [3], abgerufen am 12. November 2021.
  6. Tarmstedter Ausstellung 2020. Abgerufen am 2. Februar 2021.
  7. 117.000 Besucher: Rekord bei der Tarmstedter Ausstellung am 16. Juli 2019 auf butenunbinnen.de