Tarzan am großen Fluß

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Filmdaten
Deutscher Titel Tarzan am großen Fluß
Originaltitel Tarzan and the Great River
Produktionsland USA, Schweiz
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1967
Länge 88 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Robert Day
Drehbuch Bob Barbash
Produktion Sy Weintraub
Musik William Loose
Kamera Irving Lippman
Schnitt Anthony Carras,
Edward Mann,
James Nelson
Besetzung
Synchronisation

Tarzan am großen Fluß (Originaltitel: Tarzan and the Great River) ist ein Abenteuerfilm aus dem Jahr 1967 von Robert Day nach Motiven der Tarzan-Erzählungen von Edgar Rice Burroughs. Der Film, der als Koproduktion der Vereinigten Staaten und der Schweiz entstand, ist das zweite von drei Tarzan-Abenteuern mit dem ehemaligen Footballprofi Mike Henry in der Titelrolle.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tarzan, auf Besuch in Rio de Janeiro, erfährt, dass der Stammeshäuptling Barcuma, Anhänger des Leopardenkultes, Dörfer entlang des Amazonas terrorisiert und deren eingeborene Bevölkerung zur Sklavenarbeit zwingt. Als Tarzans Freund und Gastgeber von Barcumas Männern ermordet wird, macht sich Tarzan mit dem Schimpansen Cheetah und dem Löwen Baron auf die Suche nach Barcuma.

Am Amazonas lernt er Sam Bishop kennen, den Besitzer eines kleinen Frachtkahns. Bishops Handlanger ist Pepe, ein junger Eingeborener vom Stamm der Marakeet. Bishop willigt ein, Tarzan bis nach Calebah bringen, wohin er Medikamente liefern soll. Das Dorf Calebah ist jedoch von Leopardenmännern angegriffen und zerstört worden. Tarzan und Bishop finden die verstörte Ärztin Dr. Ann Phillips auf, die die Medikamente in Empfang nehmen sollte. Als die Ärztin sich erholt hat, will sie die Medikamente zu den Marakeet bringen, um einer Epidemie vorzubeugen.

Der Häuptling der Marakeet verweigert Dr. Phillips die Erlaubnis, die Stammesmitglieder zu impfen. Doch als Pepe sich freiwillig der Impfung unterzieht, sehen die Eingeborenen, dass die Impfung keinen Schaden hervorruft. Sie willigen nun ein, sich impfen zu lassen. Tarzan zieht nun weiter, um Barcuma zu finden. Er findet das Versteck der Leopardenmenschen, die ihre Sklaven nach Diamanten graben lassen. Zwischen Tarzan und Barcuma kommt es zu einem Kampf, bei dem Tarzan siegt. Der Tod Barcumas lässt den Leopardenkult zusammenbrechen. Bishop, Dr. Phillips und Pepe kehren in die Zivilisation zurück, während Tarzan noch eine Weile im Dschungel bleiben will.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedreht wurde die Produktion von Paramount Pictures, Banner Productions und Allfin A.G. in Brasilien.

Die Rolle von Tarzans Gegenspieler Barcuna übernahm der Olympiasieger im Zehnkampf von 1960, Rafer Johnson, der auch im dritten Tarzan-Abenteuer mit Mike Henry, Tarzan und der Dschungelboy, eine Rolle spielte.

Der Film wurde im September 1967 uraufgeführt. In Deutschland erschien er erstmals am 9. Juli 1968 in den Kinos.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Schön fotografiert […] gewöhnliche Geschichte, oftmals ungeschickt geschrieben.“

Variety[1]

„Naives Dschungelabenteuer, das mit der klassischen Burroughs-Figur nur noch die Kulissen gemein hat; talentlos inszeniert, mit einigen für die Entstehungszeit deutlichen Grausamkeiten.“

Lexikon des internationalen Films[2]

„Gegenüber früheren Tarzanfilmen ist das ein sehr sanfter und gelegentlich auch langweilender Ableger, der noch am besten in den üblichen Szenen mit allerlei helfenden Tieren gefällt. […] Wenn man nicht befürchtet, Kinder würden durch das geographisch unmögliche Sammelsurium von Tieren in ihrem Schulwissen irre (Löwen und Nilpferde in Südamerika!), kann man das sonst recht aufwandsarme Filmchen ab 12 gelten lassen.“

Evangelischer Filmbeobachter[3]

Deutsche Fassung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Synchronfassung entstand 1967 durch die Berliner Synchron GmbH unter der Synchronregie von Dietmar Behnke nach dem Dialogbuch von Bodo Francke.[4]

Rolle Darsteller Synchronsprecher
Tarzan Mike Henry Edgar Ott
Sam Bishop Jan Murray Arnold Marquis
Dr. Ann Phillips Diana Millay Renate Danz
Barcuma Rafer Johnson Günter Briner
Pepe Manuel Padilla jr. Stefan Sczodrok
Tarzans Freund Paulo Gracindo Kurt Waitzmann

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Beautifully photographed […] strictly run of the mill in story content, often clumsily scripted.“ Besprechung in Variety, 31. Dezember 1966, abgerufen am 12. November 2011.
  2. Tarzan am großen Fluß. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 9. April 2017.
  3. Evangelischer Presseverband München, Kritik Nr. 320/1968.
  4. Vgl. synchrondatenbank.de