Tasker H. Bliss

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General Tasker H. Bliss

Tasker Howard Bliss (* 31. Dezember 1853 in Lewisburg, Pennsylvania; † 9. November 1930 in Washington, D.C.) war der Generalstabschef der Armee der Vereinigten Staaten vom 22. September 1917 bis zum 18. Mai 1918. Er war als Diplomat beteiligt an den Friedensverhandlungen infolge des Ersten Weltkriegs und gehörte zu den Mitunterzeichnern des Versailler Vertrags für seine Nation.[1] Er diente seinem Land als Offizier in der Armee in den Jahren von 1875–1920.

Bliss war seit dem 24. Mai 1882 mit Eleanor Emma Anderson (* 18. August 1853 in Lewisburg (Pennsylvania); † 30. September 1936 in Washington) verheiratet; sie hatten gemeinsam zwei Kinder.[2] Seine Ehefrau war gut ausgebildet, hatte im Ausland gelebt und sprach neben ihrer Muttersprache Englisch sowohl Französisch als auch Deutsch.[3]

Laufbahn[Bearbeiten]

Die Delegation der Vereinigten Staaten (John J. Pershing, General Tasker H. Bliss, US-Präsident Woodrow Wilson, Edward Mandell House, Henry White, Robert Lansing) unterzeichnet den Vertrag von Versailles 1919. – National Portrait Gallery (Washington), Smithsonian Institution, NPG.65.83, Ölgemälde auf Leinwand von John Christen Johansen.

Er absolvierte die Militärakademie (USMA) in West Point (New York) und schloss sie als Achtbester seines Jahrgangs am 16. Juni 1875 ab.[4] 1885 wurde er Lehrer des Naval War College, in deren Auftrag er nach England, Deutschland und Frankreich reiste, um die militärische Ausbildung dort kennenzulernen. Der Zweck der Reise war es, zu bestimmen, ob die militärische Ausbildung in den USA ähnlichen und relevanten Stoff vermittelte. Er nahm 1898 am Spanisch-Amerikanischen Krieg auf dem Kriegsschauplatz in Kuba teil. In seiner weiteren Laufbahn beim Militär wurde er der erste Präsident des United States Army War College.

Nachdem er seit 1915 als Assistant Chief of Staff gedient hatte, wurde er im September 1917 in Nachfolge von Hugh L. Scott zum Chief of Staff of the Army ernannt und am 6. Oktober 1917 von Präsident Woodrow Wilson in den Rang eines Viersternegenerals erhoben. Er vertrat ab November 1917 sein Land als ständiger Repräsentant im Obersten Kriegsrat in Versailles sowie 1919 als Generalbevollmächtigter auf der Pariser Friedenskonferenz. Er starb im Alter von 76 Jahren und wurde auf dem Nationalfriedhof Arlington in Washington beigesetzt.

Auszeichnungen und Ehrenzeichen[Bearbeiten]

Ehrungen nach seinem Tod[Bearbeiten]

Das Truppentransportschiff USS Tasker H. Bliss (AP-42) der United States Navy war nach ihm benannt. Dieses Kriegsschiff wurde am 12. November 1942 vor der Küste Marokkos von zwei Torpedos des deutschen U-Bootes U 130 versenkt (siehe dazu Liste bedeutender Schiffsversenkungen 1942).[5]

Literatur[Bearbeiten]

  • Frederick Palmer: Bliss, Peacemaker: The Life and Letters of General Tasker Howard Bliss. (Neuauflage), Kessinger Publishing, 2005. ISBN 1-4179-8585-2.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tasker H. Bliss – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Liste von Teilnehmern der Pariser Friedenskonferenz 1919

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. im Namen des Deutschen Reichs: Der Versailler Vertrag (Friedensbedingungen; Präambel). Verlag Ullstein, 6. Juni 2006, abgerufen am 10. Juni 2012: „den General Tasker H. Bliß, Militärbevollmächtigten der Vereinigten Staaten beim Obersten Kriegsrat“
  2. Michael Robert Patterson: Tasker Howard Bliss, General, United States Army. Arlington National Cemetery Biography, 14. Dezember 2007, abgerufen am 11. Juni 2012 (englisch).
  3. Grace Elizabeth Bliss Smith, Ph.D.: Tasker Howard Bliss. Bliss Family History Society, abgerufen am 11. Juni 2012 (englisch).
  4. John Keilers: Soldier and Statesman: Tasker H. Bliss. U. S. Army Military History Institute, 24. August 2009, abgerufen am 10. Juni 2012 (englisch).
  5. USS Tasker H. Bliss (AP 42) (American Troop transport). Ships hit by German U-boats during WWII. uboat.net, abgerufen am 3. August 2013 (englisch).