Tata Dindin

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Tata Dindin (* 1965 in Brikama, Gambia; geboren als Ebraima Jobarteh) ist ein Musiker aus Gambia. Er spielt auf dem westafrikanischen Instrument Kora, einer 21-saitigen Stegharfe. „Tata Dindin“ kommt aus der Sprache der Mandinka und bedeutet: Junger Mann (Dindin), der gegangen (tata) ist bzw. selbstständig geworden ist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als ältester Sohn von Malamini Jobarteh und Bruder des Pa Bobo lernte er im Alter von sechs Jahren das Spielen der Kora. Später nahm er Unterricht bei dem Meister Alhaji Bai Konte und Stiefvater Malaminis. Dort lebte er mit Kontes Söhnen Dembo und Bakaba zusammen und lernte die Tradition der Jali (Griot).

Neben der traditionelle Spielweise interessierte sich Dindin auch für moderne Formen der Musik. Bei Jaliba Kuyateh, einem Erneuerer der gambischen Musik, lernte er komponieren, arrangieren und texten.

Zusammen mit seiner Salam-Band gab er täglich bis zu drei Konzerte, durch sein elektrisch verstärktes Kora-Spiel und seine akrobatischen Einlagen erinnert er an Jimi Hendrix. So spielt er beispielsweise die Kora auf den Rücken oder mit den Zähnen.

1992 kam er erstmals nach Deutschland, auf Einladung des Harfenisten und Weltmusikers Rüdiger Oppermann. Er gastierte mehrmals bei den Internationalen Harfenfestivals, sowie bei den KlangWelten-Weltmusikfestivals 2000, 2007 und 2011.

Im Schweizer Tanztheater Rigolo arbeitete er im Rahmen des Projekts Same sun same moon same water bei 189 Aufführungen 2004/2005 mit (Musik: Rüdiger Oppermann).

Dindin hatte 1999 mit dem deutschen Pianisten Hans Lüdemann eine durch das Goethe-Institut geförderte Tour durch Afrika und tritt seitdem regelmäßig mit diesem im Duo auf. 2006 und 2007 war er in André Hellers Zirkus-Spektakel „Afrika, Afrika“ zu erleben.[1]

Sein Duo mit Rüdiger Oppermann verbindet erstmals Kora- und Harfenmusik.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1995 – Salam
  • 2001 – Piano Meets Kora
  • 2005 – Kano, Kora Meets Piano
  • 2008 – Kanaké

Beteiligungen:

  • 2000 – Klangwelten
  • 2005 – Same Sun Same Moon Same Water (Tanztheater Rigolo)
  • 2006 – KlangWelten – Dialog der Kulturen (Hörbuch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ein Kontinent feiert sich Kölnische Rundschau, 21. März 2007