Tatjana Petrowna Nikolajewa

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Tatjana Petrowna Nikolajewa (russisch Татьяна Петровна Николаева, * 4. Mai 1924 in Beschiza, heute Stadtteil von Brjansk; † 22. November 1993 in San Francisco, Vereinigte Staaten)[1] war eine sowjetische Pianistin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie studierte ab 1937 an der Moskauer Zentralschule für Musik bei Alexander Goldenweiser Klavier und wechselte 1942 an das Moskauer Konservatorium, wo sie bis 1947 Klavier und bis 1950 Komposition bei Jewgeni Golubew und Wissarion Schebalin studierte.[1] Seit 1945 trat sie dann erfolgreich zuerst im Ostblock, schon bald darauf aber auch im westlichen Ausland auf. Seit 1959 unterrichtete sie am Moskauer Konservatorium, wo sie 1965 zur Professorin ernannt wurde.

Sie gewann im Jahr 1950 den 1. Leipziger Bach-Wettbewerb. Jurymitglied Dmitri Schostakowitsch schrieb für sie, angeregt durch Bachs Wohltemperiertes Klavier, 24 Präludien und Fugen op. 87, die sie mit großem Erfolg 1952 zur Uraufführung brachte[1] und im Lauf ihres Lebens dreimal aufzeichnete.

Als Komponistin schuf sie u. a. eine Sinfonie, weitere Orchesterwerke und Konzerte (zwei Klavierkonzerte, ein Violinkonzert), Vokalwerke (eine Kantate, Liedzyklen), Kammer- und solistische Klaviermusik.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Peter Seidle: Nikolaeva, Tat’jana Petrovna. In: Ludwig Finscher (Hrsg.): Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Zweite Ausgabe, Personenteil, Band 12 (Mercadante – Paix). Bärenreiter/Metzler, Kassel u. a. 2004, ISBN 3-7618-1122-5 (Online-Ausgabe, für Vollzugriff Abonnement erforderlich)