Tatmehrheit

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Hat jemand mehrere Straftaten begangen, die gleichzeitig abgeurteilt werden, spricht man im deutschen Strafrecht von Tatmehrheit (Realkonkurrenz).

Aus den einzelnen Freiheits- oder Geldstrafen wird nach dem Asperationsprinzip eine so genannte Gesamtstrafe gebildet. Die Tatmehrheit wird in § 53 Strafgesetzbuch geregelt.

Unterschieden wird die gleichartige und die ungleichartige Tatmehrheit. Eine gleichartige Tatmehrheit liegt vor, wenn mehrere Verletzungen desselben Strafgesetzes vorliegen. Bei der ungleichartigen Tatmehrheit sind verschiedene Gesetze verletzt worden.

Auch Ordnungswidrigkeiten können tatmehrheitlich begangen werden (§ 20 OWiG).[1]

Im Jugendstrafrecht wird nicht auf eine Gesamtstrafe, sondern auf eine Einheitsstrafe (§ 31 JGG) erkannt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Tatmehrheit – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Detlef Burhoff: Mehrere Fahrverbote bei Tatmehrheit? Diese Frage beantwortet demnächst der BGH online Blog, 22. Juli 2015
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