Tatort: Der Millenniumsmörder

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Folge der Reihe Tatort
Originaltitel Der Millenniumsmörder
Produktionsland Österreich
Originalsprache Deutsch
Produktions-
unternehmen
ORF in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Fernsehen
Länge 88 Minuten
Einordnung Folge 435 (Liste)
Erstausstrahlung 30. Januar 2000 auf Das Erste
Stab
Regie Thomas Roth
Drehbuch Peter Moser
Produktion Ulrike Messer-Krol und Günther Wilding
Musik Lothar Scherpe
Kamera Helmut Pirnat
Schnitt Gerda Ghanim
Besetzung

Der Millenniumsmörder ist ein Fernsehfilm aus der Tatort-Krimireihe. Es ist der 3. Fall des Wiener Chefinspektor Moritz Eisner, alias Harald Krassnitzer. Der vom ORF produzierte Beitrag wurde am 30. Januar 2000 im Ersten Programm der ARD zum ersten Mal gesendet.

Bei diesem Fall müssen Eisner und sein Team in einer Mordserie ermitteln. Ein Wahnsinniger glaubt an das nahende Ende der Welt und versucht, mit Ritualmorden das Böse zu bekämpfen und die Menschheit vor der angeblich bevorstehenden Millenniumskatastrophe zu retten.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eisner und seine Teammitglieder, Norbert Dobos und Suza Binder, werden zu einem Einsatz gerufen. Ein Auto brennt auf einem freien Feld ab, in dem sich ein Toter befindet. Um das Auto ist ein Zeichen in die Erde gegraben. Die Presse, die auch vor Ort ist, wird um Diskretion gebeten, was die seltsamen Zeichen angeht. Um diese zu deuten befragt Eisner einen Nostradamus-Experten, der gerade ein entsprechendes Buch veröffentlicht hat. Er ist der Meinung, es könnte sich um eine ritualhafte Inszenierung handeln, um den angeblich bevorstehenden Weltuntergang entgegenzuwirken.

Der Tote war der Besitzer einer großen Peepshow in Wien. Bei der Obduktion findet die Gerichtsmedizinerin Spuren eines Antidepressivums, das bei Überdosierung tödlich wirkt. Somit kann es sich um einen Selbstmord handelt, um die Tat eines Psychopathen, aber auch um einen Mörder aus der Wiener Pornoszene, der dieses Szenario benutzt, um von seinem wirklichen Motiv abzulenken. Der Tote hatte Schulden bei dem Geschäftspartner Peter Leubner, der bei der Polizei bereits aktenkundig ist, aber auch Ärger mit seinem Videolieferanten Steiner. Als Leubner auf einer Endzeit-Veranstaltung gesehen wird und die Flucht ergreift, als er Eisner erblickt, macht er sich verdächtig und wird festgenommen. Nach seinen Angaben verkauft er den Apokalypseanhängern aber nur nicht ganz legale Waffen.

Plötzlich taucht ein Foto im Fernsehen und in der Zeitung auf, das offensichtlich vom Mörder selbst gemacht worden ist. Er kündigt weitere Zeichen an und kurz darauf wird der Firmenbesitzer Fritz Malik tot aufgefunden. Er ist zwar ertrunken, doch auch hier findet sich in der Nähe ein Nostradamus-Zeichen, was Eisners Theorie eines Ritualmordes nährt. Die Elemente Feuer und Wasser sind damit bedient, was möglicherweise noch auf zwei zu erwartende Morde deutet. So begibt sich Norbert Dobos auf die Suche nach Informationen zu einer Prostituierten, die seit einiger Zeit als vermisst gemeldet ist. Von ihren Kolleginnen erfährt er, dass in letzter Zeit immer wieder ein junger Mann sie vor dem drohenden Weltuntergang warnen wollte. Suza Binder begibt sich deshalb in die psychiatrische Klinik der Stadt um nach Patienten zu fragen, die mit Endzeitangst zu tun haben. Dabei stößt sie auf Michael Novotny, der mit entsprechenden Wahnvorstellungen in Behandlung ist. Die Polizei stürmt den Wohnsitz des jungen Mannes, der sich in einem Bunker versteckt hat und sich erschießt, als Eisner sich ihm nähert.

Der letzte Tote ist in der Kundendatei von Steiner zu finden, der liegt mittlerweile im Krankenhaus. Er ist offensichtlich einem Anschlag entkommen und auf seiner Flucht von einem Auto angefahren worden. Bei den Recherchen stellt sich heraus, dass Michael Novotny, der Sohn eines ehemaligen Angestellten von Steiner ist. Eisner vermutet, dass der Vater mit seinen Taten das Böse in der Welt auszurotten versucht. In diesem Fall gewerblicher Sex und die Leute, die damit zu tun haben. Unerwartet erscheint Ernst Novotny in der Pathologie und entführt Renata. Mit ihrem Handy ruft er Eisner an und kündigt seine vierte Tat an, die nun, nachdem Steiner ihm entkommen ist, etwas anders verlaufen wird, als er es eigentlich geplant hat. Auch Eisner soll spüren, wie es ist, einen geliebten Menschen zu verlieren. Doch Eisner gelingt es Renata zu retten, bevor sie in einem Erdloch verschüttet wird. Auf der Suche nach ihr findet er im Wald die dritte Leiche, die Novotny mittels einer Plastiktüte erstickt hatte. Auch den wahnsinnigen Novotny kann er letztlich stellen und verhaften.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Produktion erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Fernsehen.[1]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einschaltquoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

7,67 Millionen Zuschauer sahen die Folge Der Millenniumsmörder in Deutschland bei ihrer Erstausstrahlung am 30. Januar 2000, was einem Marktanteil von 20,05 % entsprach.[1] Bei der tatort-blog.de Rangliste erreicht die Episode Platz 487 von 905.[2]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tv-Spielfilm beurteilt diese Tatortepisode als: „Für dieses Kripo-Team etwas enttäuschend“[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Hintergrund und Einschaltquote auf fundus.de, abgerufen am 9. Dezember 2013.
  2. Tatort Rangliste auf tatort-blog.de, abgerufen am 9. Dezember 2013.
  3. Kurzkritik bei tvspielfilm.de, abgerufen am 9. Dezember 2013.