Tatort (Fernsehreihe)

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Seriendaten
Originaltitel Tatort
Tatort Logo.svg
Produktionsland Deutschland (seit 1970)
Österreich (seit 1971)
Schweiz (1990–2001, seit 2011)
Originalsprache Deutsch
Jahr(e) seit 1970
Länge 90 Minuten
Episoden 908 (+13)[1]
Genre Kriminalfilm
Titellied Klaus Doldinger
Erstausstrahlung 29. November 1970 auf Deutsches Fernsehen (heute Das Erste)
Besetzung

pro Sendeanstalt mindestens ein Ermittlerteam, siehe Abschnitt Ermittler

Tatort ist der Titel einer Fernseh-Kriminalreihe von ARD, ORF und SRF. Der 1970 erstmals gesendete Tatort ist die am längsten laufende und beliebteste Krimireihe im deutschen Sprachraum. Die Erstausstrahlung läuft in der Regel sonntags zur Hauptsendezeit im Ersten, auf ORF 2 und SRF 1.

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten]

Die Idee zur Reihe stammt von Gunther Witte, der im Auftrag von Günter Rohrbach für den WDR eine neue Krimiserie entwickeln sollte, als Nachfolgerin der Stahlnetz-Krimis der ARD und als Antwort auf die Konkurrenz im Unterhaltungsbereich durch die ZDF-Krimiserie Der Kommissar.[2] Die Anregung lieferte eine ältere Rundfunkserie des RIAS mit dem Titel Es geschah in Berlin, die dokumentarisch und spannend echte, mit dem Ort Berlin verknüpfte Kriminalfälle behandelte. Witte wählte den Titel Tatort, der ursprünglich um den Namen des jeweiligen Handlungsortes ergänzt werden sollte. Um die finanzielle Last einer großen Krimiserie zu verteilen, wollte er die anderen regionalen ARD-Anstalten beteiligen, die jeweils ihre im eigenen Sendegebiet spielenden Folgen produzieren sollten. Wittes Konzept stieß bei einer der vierteljährlichen Sitzungen der ARD-Fernsehspielchefs zunächst auf wenig Interesse. Im zweiten Anlauf wurde es aber 1970 bei der nächsten Sitzung genehmigt und es sollte so kurzfristig umgesetzt werden, dass keine Zeit mehr blieb, eigene Filme für die Reihe zu produzieren.[3][4]

Die erste Folge Taxi nach Leipzig wurde am 29. November 1970 mit Walter Richter als Kommissar Trimmel im Deutschen Fernsehen ausgestrahlt. Der vom NDR produzierte Film war zum Zeitpunkt der Entscheidung für den Tatort-Start bereits fertiggestellt und wurde erst nachträglich als Auftaktfilm in die Reihe integriert.[3] Bereits 1969 war der Fernsehfilm Exklusiv!, ebenfalls mit Kommissar Trimmel, ausgestrahlt worden; dieser wurde 1971 (und auch danach) als Tatort, Folge 9, wiederholt und ist als Produktion der älteste Tatort. Auch andere Sender zeigten in der Reihe zunächst Filme, die ursprünglich nicht als Tatort geplant waren.

Konzept[Bearbeiten]

Ab Beginn der Reihe stand der jeweilige Kommissar im Mittelpunkt einer Folge. Die erzählten Geschichten sollen realitätsnah und vorstellbar sein.[3] Diese beiden Aspekte gehören neben der gemeinsamen Gestaltung von Vor- und Abspann zu den wichtigen Klammerelementen, die die Tatort-Filmreihe definieren.[5] Ferner sind die einzelnen Filme der Reihe Tatort grundsätzlich als in sich geschlossene, selbständige Filme mit Auflösung des Falles in der jeweiligen Folge konzipiert.[6]

Im Tatort werden oft Verzweiflung, Streitigkeiten und Misstrauen verarbeitet. Durch diese Konzentration auf dramatische oder beim Zuschauer Abscheu hervorrufende Emotionen wird ein Spannungselement erzeugt. Zur Verdeutlichung der sozialen Verhältnisse in der Sendereihe wird im Vergleich zu anderen Serien vergleichsweise oft in monotonen Innenräumen gedreht.

Im Gegensatz zu anderen Fernsehkrimireihen sind bei ihren Tatort-Produktionen die einzelnen Rundfunkanstalten der ARD jeweils für ihr Sendegebiet zuständig. Jede Rundfunkanstalt verfügt über mindestens ein Ermittlerteam (Ausnahme: Bis zur Fusion von SFB und ORB zum RBB produzierte der ORB keine Tatorte – s. u.). Dadurch dass nicht in jeder Folge dieselben Ermittler zu sehen sind, wird für Abwechslung gesorgt. Zum Konzept der Reihe gehört das Lokalkolorit: Die jeweiligen regionalen Besonderheiten der Stadt oder Gegend, in der ermittelt wird, sollen in die Handlung mit eingearbeitet werden. Beliebt waren in Hamburger Tatorten etwa die St. Pauli-Landungsbrücken oder nahezu regelmäßig der Kölner Dom als Hintergrund der Schlussszene im derzeitigen Kölner Tatort.

Zu Beginn war keine Reihe mit festen Darstellern geplant. Man wollte einen für Krimis reservierten Programmplatz am Sonntagabend, den die beteiligten Sender in Eigenregie füllen sollten. Lediglich das Lokalkolorit sowie, als Abgrenzung zur ZDF-Krimiserie Der Kommissar, Schauplätze außerhalb des Studios wurden vorgegeben.

Während in der Anfangszeit die einzelnen Folgen unterschiedliche Längen von teilweise bis zu knapp zwei Stunden aufwiesen, hat sich seit Ende der 80er Jahre eine einheitliche Länge von etwa 88 Minuten pro Folge durchgesetzt.

Standorte der derzeitigen Tatort-Ermittlerteams

Handlungsorte[Bearbeiten]

Anders als die meisten deutschen Krimiserien finden die Tatort-Folgen, auch bedingt durch die verschiedenen Ermittlerteams der beteiligten Rundfunkanstalten, an verschiedenen Schauplätzen statt, die regelmäßig ihren Schwerpunkt im Gebiet der produzierenden Rundfunkanstalt haben. Dabei überwiegen starke Teams, die an feste Einsatzorte gebunden sind, in der Regel Großstädte, jedoch gibt es auch immer wieder nicht fest ortsgebundene Ermittler, etwa Hauptkommissar Finke in den 1970er Jahren (Schleswig-Holstein) und gegenwärtig Hauptkommissarin Charlotte Lindholm (Niedersachsen) und Oberstleutnant Moritz Eisner (Österreich).

Zu den häufigsten Tatort-Schauplätzen zählen München (u. a. Veigl, Batic/Leitmayr), Hamburg (u. a. Stoever), Berlin (u. a. Ritter/Stark), Frankfurt (u. a. Brinkmann), Köln (Ballauf/Schenk), Leipzig (u. a. Ehrlicher/Kain, Saalfeld/Keppler), Ludwigshafen (Odenthal/Kopper), Münster (Thiel/Boerne) und die Ruhrgebietsstädte Essen (Haferkamp) und Duisburg (Schimanski/Thanner). Berlin, Hamburg und München sind seit Beginn der Serie praktisch durchgehend als Handlungsorte etabliert. Kleinere und nur einmalig in Erscheinung tretende Handlungsorte (etwa bei den „Wanderarbeitern“ Finke, Lutz oder Lindholm, auch bei Einzelfolgen mit nicht wiederkehrenden Kommissaren in den 1980er Jahren) werden häufig nicht konkret benannt oder mit fiktiven Namen belegt.

Produktion[Bearbeiten]

Die ca. 35 neuen Tatort-Folgen pro Jahr (siehe auch unten) werden zum Teil im eigenen Produktionsbetrieb der einzelnen Rundfunkanstalten erstellt. Zum größeren Teil erfolgt die Produktion als Auftragsproduktion durch Filmproduktionsgesellschaften für die Rundfunkanstalten,[7] oft sind dies deren eigene Tochtergesellschaften. Das durchschnittliche Produktionsbudget eines Tatorts betrug 2003/2004 noch 1,43 Millionen Euro und sank bis 2011 auf 1,27 Millionen Euro pro Folge;[8] die tatsächlichen Kosten variieren aber stark nach Produktionsart und der jeweiligen Rundfunkanstalt.[9] Die Gagen der Kommissar-Darsteller betragen bei etablierten Schauspielern schätzungsweise zwischen 80.000 und 120.000 € pro Folge.[10] Pro Folge werden 21 bis 30 Drehtage angesetzt,[11] wobei in jüngerer Zeit die Zahl der Drehtage sich deutlich an die untere Begrenzung entwickelt.[12] Die durchschnittliche Zahl der Drehtage sank im Laufe der 2000er-Jahre von 28 auf 23 im Jahr 2011, auch aufwändige Stuntszenen wurden seltener.[8] Die durchschnittlichen Produktionskosten einer Auftragsproduktion verteilen sich nach Angaben der ARD vom Oktober 2013 folgendermaßen: 30 % und damit der größte Anteil entfällt auf die Gagen und Honorare des Stabes, 20 % auf Gagen und Honorare der Darsteller, 12 % auf den Produzentenzuschlag (Gewinn und Handlungskosten des Produzenten), 10 % auf Außenaufnahmen, 10 % auf allgemeine Kosten, 6 % auf die Umsatzsteuer, 5 % auf Ausstattung, 4 % auf Bild-/Tonmaterial und Bearbeitung und 3 % auf Rechte.[13] Vom Rundfunkbeitrag von 17,98 Euro monatlich entfallen rund 15 Cent auf die Produktion der Sonntagskrimis Tatort und Polizeiruf 110.[13]

Unter anderem um Reise- und Übernachtungskosten für die umfangreichen Filmcrews zu sparen, werden viele Szenen nicht an Originalschauplätzen gedreht, sondern an den Standorten der Produktionsfirmen und Sender. So werden beispielsweise für den WDR-Tatort Münster regelmäßig nur Außenszenen in Münster aufgenommen, während die übrigen Szenen in der Regel in Köln und Umgebung entstehen, dem Sitz des WDR und der Produktionsfirma Colonia Media.[14]

Der Südwestrundfunk mit seiner Produktionsfirma Maran Film stellt einen Großteil der Aufnahmen seiner in Konstanz, Ludwigshafen und Stuttgart spielenden Tatorte in Baden-Baden und Umgebung sowie im nahe gelegenen Karlsruhe her. Am Produktionssitz Baden-Baden ließ der Sender zum Jahr 2006 eine ehemalige Schule umbauen und richtete dort die Kulissen aller drei Kommissariate sowie eine gemeinsame Pathologie ein, die mit einem gebrauchten Seziertisch und Leichenkühlschrank ausgestattet ist. Durchschnittlich vier bis fünf von ungefähr 25 Drehtagen eines SWR-Tatorts finden am Originalschauplatz statt.[15][16][17]

Wo Handlungs- und Produktionsstandort übereinstimmen, wird häufig auf außerhalb gelegene Filmmotive zurückgegriffen, beispielsweise um eine gehäufte Verwendung der Motive zu vermeiden oder wegen schwierig zu erhaltender Drehgenehmigungen vor Ort. Daraus ergeben sich Brüche der geographischen Gegebenheiten, sodass das im Film präsentierte Bild der Stadt nicht zwangsläufig der Realität entspricht, was beispielsweise Entfernungen, Lage und Beziehungen zwischen Objekten anbelangt.[18]

Einschaltquoten[Bearbeiten]

Die Reihe Tatort gehört zu den zuschauerstärksten Fernsehserien und -reihen in Deutschland überhaupt. 2009 stellte der Tatort 32 der 50 meistgesehenen Serienepisoden im deutschen Fernsehen,[19] 2010 waren 13 der 15 meistgesehenen Filme im deutschen Fernsehen Tatorte.[20]

Zu Beginn der Tatort-Ausstrahlungen in den 1970er Jahren konnten im damals noch alleinigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk Einschaltquoten bis zur Größenordnung von mehr als 25 Millionen Zuschauern und über 70 % Marktanteil erreicht werden.[21] Spätestens seit Einführung des dualen Rundfunksystems in den 1980er Jahren und der neuen Konkurrenz durch die Privatsender änderte sich die Quotensituation.[22][23] Die Quoten sanken auf ein deutlich niedrigeres Niveau, gehören aber immer noch zu den herausragenden Werten. Im Jahresdurchschnitt 1996 wurden in Deutschland immer noch 7,05 Millionen Zuschauer für den Tatort gemessen.[24] Diese zwischenzeitliche Schwächephase konnte der Tatort seit Mitte der 2000er Jahre inzwischen überwinden:[25][26] Sahen im Jahr 2007 durchschnittlich 7,3 Millionen Zuschauer die Folgen der Fernsehreihe,[27] waren es 2008 noch 7,09 Mio.,[28] 2009 bereits wieder 7,76 Mio.,[28] 2010 7,99 Mio.[20] und 2011 rund 8,5 Mio. Zuschauer pro Tatort.[27] 2013 verfolgten durchschnittlich 9,32 Mio. Zuschauer eine neue Tatort-Folge.[29]

Die WDR-Ermittler Thiel und Boerne erreichten seit 2010 als derzeit durchschnittlich quotenstärkstes Team mit allen Erstsendungen jeweils über 10 Mio. Zuschauer in Deutschland (Stand: April 2013). Ihre Folge Summ, Summ, Summ hatte 2013 mit 12,99 Mio. Zuschauern die größte Zuschauerreichweite eines Tatorts seit 1992. Kurz zuvor hatte Willkommen in Hamburg, der Einstiegsfall des Kinostars Til Schweiger als Tatort-Kommissar, mit 12,74 Mio. Zuschauern die größte Reichweite seit 1993 erreicht.[30]

Stadt Ermittler Zuschauer in Millionen
November 2011 – Oktober 2013[31] März 2011 – März 2013[32]
Hamburg Tschiller (seit 2013) 12,57 (Nur eine Folge) 12,57 (Nur eine Folge)
Münster Thiel, Boerne 12,36 11,58 (Ohne die Rekordfolge vom 24. März 2013)
Hannover Lindholm 10,43 10,20
Hamburg/Norddeutschland Falke (seit 2013) 10,07 (Nur eine Folge) -
Stuttgart Lannert, Bootz 9,63 8,96
Köln Ballauf, Schenk 9,43 8,79
Saarbrücken Kappl, Deininger (bis 2012) 9,28 (Nur eine Folge) 9,28 (Nur eine Folge)
Konstanz Blum, Perlmann 9,21 9,28
München Batic, Leitmayr 9,02 8,73
Ludwigshafen Odenthal, Kopper 9,02 8,66
Dortmund Faber, Bönisch, Dalay, Kossik (seit 2012) 8,90 8,90
Frankfurt am Main Steier, Mey (seit 2011) 8,83 8,73
Bremen Lürsen, Stedefreund 8,78 8,85
Leipzig Saalfeld, Keppler 8,76 8,71
Saarbrücken Stellbrink, Marx (seit 2013) 8,76 9,13 (Nur eine Folge)
Kiel Borowski 8,48 7,68
Berlin Ritter, Stark 8,46 8,56
Wien Eisner, Fellner 8,34 7,69
Luzern Flückiger 7,54 7,24
Hamburg Batu (bis 2012) 7,0 7,0
Wiesbaden Murot 6,86 (Nur eine Folge) 6,86 (Nur eine Folge)

Gesellschaftspolitische Bedeutung[Bearbeiten]

Den Folgen kann auch eine gesellschaftspolitische Bedeutung zugeschrieben werden: Erstmals trat im deutschen Krimi der Konflikt zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Schichten auf. In diesem Kontext kann auch die Figur des 1981 eingeführten Kommissars Schimanski gesehen werden. Mit ihm trat erstmals ein Ermittler auf, der eindeutig und wahrnehmbar der Arbeiterklasse entstammt.

Beim Tatort wurden so immer wieder gesellschaftlich brisante Themen in einer populären Form aufbereitet.[33] Die Thematik der deutschen Teilung wurde wiederholt aufgegriffen, so beispielsweise in der ersten Folge, Taxi nach Leipzig, sowie in Transit ins Jenseits (1976) und in der Schimanski-Folge Unter Brüdern (1990). In letzter Zeit wird beim Tatort öfter das Konzept des Eindringens in ein relativ selbstständiges Milieu verfolgt. Als Milieus kommen beispielsweise in Frage: Wirtschafts-, Politik- und Finanzmilieus, Unterschichten-, Migrations- und Außenseiter-Milieus, Jugend- und Vereinsmilieus (beispielsweise Feuerwehr, Gartenkolonie, Sportvereine) oder Gruppierungen des eng umgrenzten organisierten Verbrechens. Durch die Konzentration auf das engere Umfeld gelingen oft nahe Einblicke auch für Zuschauer, die in der Realität kaum Kontakt zu diesen vielgestaltigen Milieus haben. Es gehört sogar zum Konzept der Sendereihe, dass sich die Ermittler oft erst selbst einen Überblick über die am Tatort vorgefundenen neuen Verhältnisse verschaffen müssen. Das „gewöhnliche“ Verbrechen, das quasi jedermann widerfahren kann und dessen kriminalistische Aufklärung kaum Probleme aufwirft, ist dramaturgisch völlig ins Abseits geraten. Es hat eine eigene Krimigattung hervorgebracht: den Faction-Psychokrimi, der die psychische Konstitution des Täters in den Mittelpunkt stellt. Daneben werden aber auch aktuelle Themen aus nationaler wie internationaler Politik dargestellt. So handeln auch verschiedene Tatort-Folgen von kriegerischen Auseinandersetzungen,[34] in jüngerer Zeit liefen hierzu die Folgen Heimatfront und Fette Hunde mit aus Afghanistan zurückgekehrten Bundeswehrsoldaten.

Eine besondere Stellung in diesem Zusammenhang hat das Thema „Migration“, das besonders häufig in der Reihe aufgegriffen wurde.[35] Schon die erste deutliche Thematisierung der Migrationsproblematik in Tod im U-Bahnschacht (1975) mit Erdal Merdan in der Hauptrolle führte zu Zuschauerprotesten und unter anderem einer Beschwerde von Franz Josef Strauß beim SFB.[36][37] Die Folge Wem Ehre gebührt zog später sogar eine öffentliche Demonstration der dargestellten Bevölkerungsgruppe nach sich.

Insbesondere auch die gesellschaftspolitischen Aspekte haben den Tatort zum Gegenstand wissenschaftlicher Betätigung gemacht, vorwiegend in den Bereichen Soziologie, Philosophie und Literaturwissenschaften.[38][39]

Folgen[Bearbeiten]

Hauptartikel: Liste der Tatort-Folgen

Seit Beginn der Reihe am 29. November 1970 wurden über 900 Folgen (plus 13 österreichische Eigenproduktionen) ausgestrahlt. In den ersten zwei Jahrzehnten wurden in der Regel nur elf oder zwölf Filme pro Jahr erstellt, danach wurde die jährliche Produktion immer weiter erhöht.[2] 2005 wurden bereits 35 neue Folgen gesendet. Eine Vielzahl von Drehbuchautoren und Regisseuren war für die Reihe tätig, unter ihnen bekannte Personen wie Felix Huby, Wolfgang Petersen, Herbert Rosendorfer und Michael Verhoeven.

Der Inhalt der Folgen sowie die Charaktere der Ermittler haben sich seit Beginn der Reihe deutlich verändert. Dies ist kein Zufall, denn „seit rund 30 Jahren bildet die Krimiserie bundesrepublikanische Realität ab“ (Frankfurter Rundschau).

Medial bedeutende/wichtige Tatort-Produktionen[Bearbeiten]

Das Team von Nie wieder frei sein beim Grimmepreis 2011
  • 2010 – Nie wieder frei sein (Folge 784, 19. Dezember 2010) – Buch: Dinah Marte Golch, Regie: Christian Zübert – Die Folge mit Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl beginnt mit dem Freispruch eines mutmaßlichen Sexualmörders und dreht sich um die Themen Recht und Gerechtigkeit. Ausgezeichnet mit dem Grimme-Preis und dem Deutschen Fernsehkrimipreis 2011.
  • 2011 – Das Dorf (Folge 819, 4. Dezember 2011) – Buch: Daniel Nocke, Regie: Justus von Dohnányi – LKA-Ermittler Murot (Ulrich Tukur) kommt in einem kleinen Taunusdorf eher zufällig einem Organhandel auf die Spur. Zu kaum einer anderen Folge gab es ein so gegensätzliches Echo in der Kritik.[57][58][59]
  • 2012 – Kein Entkommen (Folge 827, 5. Februar 2012) – Buch: Fabian Eder und Lukas Sturm, Regie: Fabian Eder – Oberstleutnant Eisner und seine Assistentin Fellner ermitteln nach einem Mord in Kreisen serbischer Nationalisten. Kein Entkommen ist mit 15 ermordeten Personen die Folge, in der die meisten Leichen vorkommen.
  • 2012 – Borowski und der freie Fall (Folge 846, 14. Oktober 2012) – Buch: Fred Breinersdorfer und Eoin Moore, Regie: Eoin Moore – In dieser Folge ermitteln Klaus Borowski (Axel Milberg) und Sarah Brandt (Sibel Kekilli) fiktiv am Tod Uwe Barschels weiter, um den Tod eines Autors aufzuklären, der neue Fakten zur Barschel-Affäre herausgefunden haben soll. Fakten aus dem Fall Barschel werden dabei aufgegriffen.
  • 2013 – Willkommen in Hamburg (Folge 865, 10. März 2013) – Buch: Christoph Darnstädt, Regie: Christian Alvart – Erster Einsatz für Til Schweiger als Tatort-Kommissar in Hamburg. Bereits im Vorfeld hohe mediale Präsenz und Diskussionen um Til Schweigers neue Rolle. Die Folge begann actionreicher als sonst und hatte mit 12,57 Mio Zuschauern so viele wie seit 1993 nicht mehr.

Zusätzliche Folgen des Österreichischen Rundfunks[Bearbeiten]

  • Zwischen 1985 und 1989 wurden 13 Tatort-Folgen ausschließlich für den Österreichischen Rundfunk produziert. Diese wurden zunächst nicht in Deutschland ausgestrahlt; erst in den 1990er Jahren erfolgte die Ausstrahlung mancher Episoden in den dritten Programmen sowie auf 3sat. Nach Angaben des ORF sind die Senderechte bereits abgelaufen, weshalb es zu keiner weiteren Fernsehausstrahlung mehr kommen kann.[1]
  • Nachdem Oberstleutnant Moritz Eisner in die Tatort-Reihe eingeführt worden war, entschied sich der ORF, ein Spin-off zu produzieren, das von Mordfällen in Eisners Urlaubsziel Tirol handelt. Da das Spin-off über Umwege zur ARD gelangte, wurde es einige Jahre später in die Tatort-Reihe aufgenommen. Seither ermittelt Oberstleutnant Eisner auch außerhalb Wiens.[60]

Ermittler[Bearbeiten]

Eine Besonderheit der Serie ist die Zahl der Ermittler. Im Gegensatz zu anderen Fernsehserien gibt es beim Tatort eine Vielzahl von Hauptdarstellern, die von Folge zu Folge wechseln, in der Regel jedoch in sich wiederkehrende Figuren darstellen. Dieser Gegensatz ergibt sich daraus, dass der Tatort eben keine Serie, sondern eine Reihe ist, innerhalb der mehrere Serien zusammengefasst werden (wenn man denn die Folgen der wiederkehrenden Ermittler jeweils als Serie sieht). Derzeit gibt es 17 Ermittler bzw. Ermittlerteams; insgesamt sind bereits mehr als 80 verschiedene Ermittler(-teams) in Erscheinung getreten. Diese Besonderheit liegt an der Konzeption der Serie (s. o.) als Gemeinschaftsproduktion der neun ARD-Rundfunkanstalten sowie des ORF.

Auch das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) hat die Reihe seit Januar 2011 wieder in sein Sonntagabendprogramm aufgenommen und produziert jährlich zwei Folgen. Stefan Gubser hatte bereits dreimal eine Gastrolle als Chef der Thurgauer Seepolizei Reto Flückiger in den vom Schweizer Fernsehen koproduzierten SWR-Tatorten Seenot (2008), Der Polizistinnenmörder (2010) und Der schöne Schein (2011). In der Folge Wunschdenken ermittelte er im August 2011 erstmals als neuer eigenständiger Tatort-Ermittler. Bereits von 1990 bis 2001 war das Schweizer Fernsehen am Tatort beteiligt und steuerte in dieser Zeit zwölf Folgen bei.

In den frühen Folgen stehen die zu lösenden Fälle mit den damit verbundenen Personen von Verdächtigen, Zeugen und Tätern im Vordergrund der Handlung. Die Kommissare spielen darin überwiegend nur als Polizisten eine Rolle. Ihre Darstellung als Privatpersonen unterbleibt dabei weitestgehend, von vielen frühen Tatort-Kommissaren sind nicht einmal die Vornamen bekannt.

Private Einblicke blieben eher selten: So war Kommissar Veigl schon mal in einer Volkstheateraufführung zu sehen oder beim Besuch eines Fußball-WM-Spiels (1974). Etwas mehr Privatleben erhielten einzig die frühen WDR-Ermittler Zollfahnder Kressin (vor allem wechselnde Freundinnen) sowie Kommissar Haferkamp, dessen geschiedene Frau (dargestellt von Karin Eickelbaum) regelmäßig in Erscheinung trat und gelegentlich in Ermittlungen mit eingespannt wurde. Im Lauf der Jahre wird immer mehr auch die persönliche Geschichte der Ermittler oder deren Eigenarten erzählt, dies wurde vor allem zu Beginn der 1980er Jahre durch den Auftritt von Kommissar Schimanski eingeläutet.

Kommissarinnen[Bearbeiten]

Zu Beginn der Reihe waren alle Ermittler männlich. Als erster Sender brachte der Südwestfunk 1978 mit Nicole Heesters eine Frau als Mainzer Kommissarin Buchmüller (3 Folgen), von 1981 bis 1988 ermittelte Karin Anselm als Hanne Wiegand (8 Folgen), doch fortan gab es stets weibliche Verstärkung für die männlichen Kollegen. Der Tatort nahm damit eine Vorreiterstellung in der westdeutschen Krimilandschaft ein – im ostdeutschen Gegenstück Polizeiruf 110 hatte bereits seit dem Anfang im Jahr 1971 mit Sigrid Göhler eine Frau ermittelt. Mittlerweile gibt es Tatort-Kommissarinnen in Ludwigshafen (Lena Odenthal/Ulrike Folkerts), Bremen (Inga Lürsen/Sabine Postel), Hannover (Charlotte Lindholm/Maria Furtwängler), Konstanz (Klara Blum/Eva Mattes), Leipzig (Eva Saalfeld/Simone Thomalla), Wien (Bibi Fellner/Adele Neuhauser), Kiel (Sarah Brandt/Sibel Kekilli), Luzern (Liz Ritschard/Delia Mayer), Dortmund (Martina Bönisch/Anna Schudt & Nora Dalay/Aylin Tezel), Saarbrücken (Lisa Marx/Elisabeth Brück), Hamburg (Katharina Lorenz/Petra Schmidt-Schaller) und Weimar (Kira Dorn/Nora Tschirner).

Entwicklung der Ermittler[Bearbeiten]

In der Anfangszeit waren Kommissare und Ermittler üblich, die als Einzelkämpfer auftraten, keine festen Kollegen in wiederkehrenden Rollen hatten oder zumindest von der Gewichtung in der Handlung sehr stark im Vordergrund standen. Ein Einzelkämpfer war beispielsweise Zollfahnder Kressin (Sieghardt Rupp). Kommissar Finke (Klaus Schwarzkopf) hatte ebenso wie Kommissar Trimmel (Walter Richter) einen festen Stamm an Assistenten, die jedoch nicht allzu stark ins Gewicht fielen.

Im Laufe der Zeit kam es zunächst zu einer verstärkten Einbindung der Assistenten; ihre Rollen wurden nach und nach größer. Größere Eigenständigkeit entwickelte etwa schon der feste Mitarbeiter Willi Kreutzer (Willy Semmelrogge) von Kommissar Haferkamp (Hansjörg Felmy), der während des Urlaubes seines Chefs einen Fall alleine löste (Felmy hatte die Arbeit beim Tatort eingestellt). Auch die Mitarbeiter Lenz (Helmut Fischer) und Brettschneider (Willy Harlander) von Kommissar Veigl (Gustl Bayrhammer) sowie Assistent Wirz (Kurt Jaggberg) von Inspektor Marek (Fritz Eckhardt) wurden im Laufe der Zeit etwas selbstständiger.

Mit der Figur des Kommissars Thanner (Eberhard Feik), der sich an der Seite von Kommissar Schimanski (Götz George) sehr schnell zum gleichwertigen, wenn auch anders agierenden Partner entwickelte, wurden die beiden Figuren gleichberechtigt. Der ursprünglich noch recht eigenständig agierende Kommissar Stoever (Manfred Krug) erhielt nach wenigen Folgen einen nahezu gleichwertigen, wenn auch anfänglich noch rangniedrigeren Partner in der Figur des Brockmöller (Charles Brauer). Seit den 1990er Jahren gibt es fast ausschließlich gleichberechtigte Ermittler; Einzelkämpfer wie beispielsweise Kommissarin Lindholm (Maria Furtwängler) sind die Ausnahme. Oberstleutnant Eisner (Harald Krassnitzer) hatte zunächst einen festen Stamm an Assistenten, trat dann mehrere Folgen mit wechselnden Assistenten oder alleine auf und hat seit der Folge Vergeltung wieder eine Assistentin.

Zumeist werden bei Auslaufen eines Ermittlers oder Ermittlerteams alle Protagonisten neu besetzt, jedoch kam es auch immer wieder vor, dass nach dem Weggang der bisherigen Hauptfigur einer der Mitarbeiter in die Rolle des Chefs nachrückte, etwa Kommissar Lenz (Helmut Fischer) an die Stelle von Kommissar Veigl (Gustl Bayrhammer), der es auf sieben Folgen in der Hauptrolle brachte. Eine starke Kontinuität hatten in dieser Hinsicht lange die Tatort-Folgen aus Österreich, hier folgte der ehemalige Assistent Wirz (Kurt Jaggberg) dem pensionierten Vorgänger Marek (Fritz Eckhardt) und wurde später seinerseits vom bereits eingeführten Fichtl (Michael Janisch) abgelöst. Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) begann seine Karriere als Assistent von Kommissar Flemming (Martin Lüttge) in Düsseldorf. Kurioserweise war er als Assistent des Kommissars Flemming Kriminalhauptmeister (KHM, mittlerer Dienst) und kehrte als Kriminalhauptkommissar (KHK, gehobener Dienst) aus den USA zurück. Auch gelang dem Mitarbeiter Deininger (Gregor Weber) von Kommissar Palu (Jochen Senf) der Sprung in das nachfolgende Ermittlerteam.

Neben dieser Kontinuität gab es vor allem in den 1970er und bis Mitte der 1980er Jahre auch immer wieder Einzelauftritte von Ermittlern, die zuvor unbekannt waren und auch später nicht mehr in Erscheinung traten (sog. „Eintagsfliegen“) wie beispielsweise KHK Nagel (Diether Krebs), der lediglich in einer einzigen Folge (Nr. 97 Alles umsonst) des NDR 1979 ermittelte. Die bisher letzte Eintagsfliege war Oberinspektor Becker (Klaus Wildbolz) im Jahre 1996, der in Folge 338 Mein ist die Rache des ORF in Wien ermittelte. Da zu dieser Zeit kleinere Sendeanstalten meist nur einen Tatort pro Jahr drehten, konnten es sich viele Schauspieler nicht leisten, aufgrund ihrer Eigenschaft als „Tatort-Kommissar“ andere Rollen nicht zu erhalten.[3]

Als Ausnahmen in den Reihen der Tatort-Ermittler finden sich vereinzelt Protagonisten, die nicht der Kriminalpolizei angehören. Dies waren beispielsweise Zollfahnder Kressin in den Anfangsjahren, MAD-Oberstleutnant Delius (Horst Bollmann) sowie Streifenpolizist Rolfs (Klaus Löwitsch) in den 1980er Jahren oder zuletzt Psychologin Jung (Maren Eggert) im Kieler und Rechtsmediziner Professor Boerne (Jan Josef Liefers) im Münsteraner Tatort. Das Team Falke und Lorenz, das zunächst dem LKA Hamburg angehörte, wechselt 2014 mit seinem dritten Fall Kaltstart zu einer Mobilen Fahndungseinheit der Bundespolizei.

Besonderheiten[Bearbeiten]

Sonderfälle bildeten 1997 Kommissarin Sommer (Hannelore Elsner), die aus einer zuvor eigenständigen Krimiserie für zwei Folgen in die Tatort-Reihe integriert wurde, sowie die oben bereits erwähnte Folge Unter Brüdern, die eine Kooperation mit der Krimiserie Polizeiruf 110 darstellt und beide Ermittlerteams kooperieren lässt.

Ausnahmefolgen waren ebenfalls die Filme Zahn um Zahn und Zabou mit dem Duo Schimanski/Thanner, die – bisher nur die beiden Male – unter dem Tatort-Titel in den Jahren 1985 und 1987 zunächst als Kinofilme liefen. Einige Jahre nach dem Ende des Teams Schimanski/Thanner wurde 1997 die Figur des Horst Schimanski in einer gleichnamigen Serie reaktiviert, die nicht mehr innerhalb der Tatort-Reihe läuft. Dort wird die Biografie der Figur Schimanski jedoch fortgeschrieben, auch wenn dieser kein Kommissar mehr ist, sondern nur fallweise als „halboffizieller“ Ermittler eingesetzt wird. In kleinerem Umfang tritt dort auch der aus den Schimanski-Tatorten bekannte Polizist Hänschen wieder auf. Im kleineren Rahmen erlebte auch die Figur Thanner ein kurzfristiges Weiterbestehen, da sie nach Ende des betreffenden Tatort-Teams noch für eine Folge zu den „Kollegen“ der erwähnten Crossover-Folge von Polizeiruf 110 wechselte.

Der Stuttgarter Kommissar Ernst Bienzle, der auf einer Romanfigur von Felix Huby beruht, trat über seine Tatort-Aktivitäten hinaus auch als Theaterfigur auf. Und auch Günter Lamprecht lässt in den Theaterstücken Herrengold und Vaterliebe seine Figur Markowitz weiterleben. Die beiden Theaterstücke wurden auch als „Tatort-Kammerspiel“ bezeichnet.

Üblicherweise sind die Ermittlerteams einem festen Kommissariat zugeordnet und agieren so weitgehend in „ihrem Revier“. Eine Ausnahme bildete Kommissar Lutz (Werner Schumacher), dessen permanente Strafversetzungen zum Konzept gehörten. Damit war die Figur des Eugen Lutz dem Publikum besser unter dem Spitznamen „Wanderpokal“ bekannt.

Joe Bausch, der im Kölner Tatort als Gerichtsmediziner Dr. Joseph Roth auftritt, ist im wirklichen Leben als Gefängnisarzt in Werl und Hamm tätig.

Das Ermittlerduo Klaus J. Behrendt/Dietmar Bär hat bereits vor der Kommissarslaufbahn in Schimanski-Tatorten mitgespielt: Dietmar Bär 1984 in der 159. Folge Zweierlei Blut und Klaus J. Behrendt 1990 in der 234. Folge Schimanskis Waffe.

Der deutsche Fernsehfilm Bis nichts mehr bleibt, der sich mit Scientology befasst und in dem die Tatort-Schauspieler Robert Atzorn, Sabine Postel, Nina Kunzendorf und Felix Klare mitspielen, wurde getarnt als Tatort („Der Tote im Sund“) gedreht.[61]

Gastauftritte[Bearbeiten]

Gastauftritte von Tatort-Kollegen[Bearbeiten]

Kölner und Leipziger Tatort-Ermittler bei den Dreharbeiten zur Folge „Ihr Kinderlein kommet“, 2011

In den frühen Folgen gehörten Gastauftritte der Kommissare zum Konzept. In fast jeder Folge spielte in einer Nebenrolle ein Tatort-Kommissar aus einer anderen Stadt mit. So sollten die verschiedenen Kommissare vernetzt werden,[3] außerdem sollte das Fernsehpublikum die in der Regel jeweils nur einmal im Jahr auftretenden Kommissare nicht vergessen.[60] Darüber hinaus ermitteln in Kressin und der tote Mann im Fleet (3. Tatort) Kressin und Trimmel gemeinsam in Hamburg, in Gefährliche Wanzen (1974) Lutz und Kreutzer in Karlsruhe, unterstützt von Trimmel in Hamburg; diese Folge hat also gleich zwei Gastkommissare aus verschiedenen Sendeanstalten. Eine besondere Form des Gastauftritts hatte Zollfahnder Kressin in der Tatort-Folge Jagdrevier: Hier verfolgt Kommissar Finke abends in der Fernsehstube eines Gasthofs die Folge Kressin und die Frau des Malers auf dem Bildschirm.

Mittlerweile sind Gastauftritte selten geworden, einen der letzten bekannteren hatte der Saarbrücker Kommissar Palu (Jochen Senf) in der letzten Tatort-Folge mit Götz George, Der Fall Schimanski von 1991. 10 Jahre später tauchte Bienzle in Du hast keine Chance auf und half seinem Kollegen Palu. Die Idee wurde in den Jahren 2000 und 2002 mit den Folgen Quartett in Leipzig und Rückspiel wieder aufgenommen. Hier ermitteln die Kölner Kommissare Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Schenk (Dietmar Bär) gemeinsam mit ihren Leipziger Kollegen Ehrlicher (Peter Sodann) und Kain (Bernd Michael Lade).

Im Münsteraner Tatort Der Doppelte Lott (2005) haben die Kölner Kommissare Ballauf und Schenk ebenfalls einen kurzen Gastauftritt, als Professor Boerne in der Kölner Gerichtsmedizin, die von seinem Kollegen Dr. Roth geleitet wird, nach Spuren an einer Leiche sucht.

Im Kölner Tatort Kaltes Herz (2010) hat der Bremer Kriminalassistent Karlsen (Winfried Hammelmann) einen Gastauftritt. Auf dem Flur des Kommissariats begegnet er Kommissar Schenk. Auf die Frage „Karlsen, was machst du denn hier?“ antwortet dieser: „Fortbildung“.

In den beiden Tatorten Kinderland und Ihr Kinderlein kommet (8. und 9. April 2012) ermitteln erneut Leipzig und Köln zusammen. Diesmal treffen Ballauf und Schenk in einem Mordfall einer vermissten jungen Frau aus Leipzig auf Saalfeld und Keppler.[62]

Einen kuriosen Gastauftritt hat es im Jahr 1994 in der 471. Folge der Lindenstraße gegeben. Die Ermittler des BR-Tatortes Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Batic (Miroslav Nemec) treten mit einer UNICEF-Spendendose in der Lindenstraße auf. Anlass war die 300. Folge des Tatorts. Zitat der Lindenstraße-Bewohnerin Amelie von der Marwitz an der Wohnungstür: „Aber Sie gehören doch gar nicht in diese Straße. Sie sind doch die Kommissare Leitmayr und Batic.“

In Willkommen in Hamburg gab es 2013 ein kurzes Zusammentreffen von Hauptkommissar Tschiller und dem bis dahin noch gar nicht in die Reihe eingeführten Hauptkommissar Thorsten Falke; Falkes erster Fall Feuerteufel wurde zwar zuerst gedreht, wurde jedoch erst nach Willkommen in Hamburg ausgestrahlt.

Gastauftritte von Prominenten[Bearbeiten]

Aktuelle Ermittler[Bearbeiten]

Stand: 21. April 2014 (908 Folgen ausgestrahlt)

Debüt Sender Hauptfiguren Bild Nebenfiguren Schauspieler Stadt Anzahl der Folgen
1989 SWR (bis 1998 SWF) Kriminalhauptkommissarin Lena Odenthal und Kriminalhauptkommissar Mario Kopper (ab Folge 10) Ulrike Folkerts und Andreas Hoppe Assistent Seidel (Folge 1–6), Kriminalrat Friedrichs (Folge 1–22), Spurensicherer Peter Becker (seit Folge 14), Sekretärin Frau Keller (seit Folge 14), Kriminaldirektor Wolf (Folgen 23–26, 32, 35, 37, 41), Rechtsmedizinerin Sonja Römer (seit Folge 46) Ulrike Folkerts, Michael Schreiner (bis 1994) und Andreas Hoppe (seit 1996), Hans-Günter Martens (bis 2001), Peter Espeloer (seit 1998), Annalena Schmidt (seit 1998), Wolfgang Hepp (bis 2007), Brigitte Zeh (seit 2009) Ludwigshafen 59, davon 50 mit Kopper
1991 BR Kriminalhauptkommissar Ivo Batic und Kriminalhauptkommissar Franz Leitmayr Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec Kriminaloberkommissar Carlo Menzinger (Folgen 4–47), seitdem wechselnde Nebenermittler Miroslav Nemec, Udo Wachtveitl und Michael Fitz (1992–2007) München 66, davon 44 mit Menzinger
1997 WDR Kriminalhauptkommissar Max Ballauf und Kriminalober-, später -hauptkommissar Freddy Schenk Dietmar Bär und Klaus J. Behrendt Sekretärin Lissy Pütz (Folge 1–14, 55), Assistentin Franziska Lüttgenjohann (Folge 15-58), Rechtsmediziner Dr. Joseph Roth (ab Folge 3) Klaus J. Behrendt, Dietmar Bär, Anna Loos (1997–2000, 2012), Tessa Mittelstaedt (2000–2014), Joe Bausch (seit 1998) Köln, zwei Folgen in Leipzig 59, davon jeweils zwei gemeinsam mit Ehrlicher/Kain und Saalfeld/Keppler
1997 Radio Bremen Kriminalhauptkommissarin Inga Lürsen und Kriminalkommissar, später Kriminalhauptkommissar Nils Stedefreund (ab Folge 6) Sabine PostelOliver Mommsen Kriminalassistent Karlsen (ab Folge 6), Kriminalkommissar Stefan Kroll (Folge 1–2), Kriminalkommissar Henning Kraus (Folge 3), Kriminalkommissar Tobias von Sachsen (Folge 4–5) Sabine Postel, Oliver Mommsen, Winfried Hammelmann, Rufus Beck (bis 1998), Heikko Deutschmann (1998), Heinrich Schmieder (bis 2001) Bremen, Bremerhaven 29, davon 24 mit Stedefreund
1999 ORF Chefinspektor später Oberstleutnant Moritz Eisner und Majorin Bibi Fellner (seit Folge 24, außer Folge 26) Harald KrassnitzerAdele Neuhauser Bezirksinspektor Norbert Dobos und Gruppeninspektorin Suza Binder (Folge 1, 2, 3 und 5), Rechtsmedizinerin Dr. Renata Lang (Folge 1, 2, 3, 5, 6, 7 und 8), Kommissarin Roxane Aschenwald (Folge 4 und 6), Gruppeninspektorin Stefanie Gschnitzer (Folge 8 und 9), Inspektor Bernhard Weiler (Folge 16, 18 und 22), Kommissarin Barbara Trenkwalder (Folge 11), Inspektor Franz Pfurtscheller (bei Fällen in Tirol ab Folge 8) Harald Krassnitzer, Adele Neuhauser, Alois Frank, Loretta Pflaum, Gundula Rapsch, Sophie Rois, Roswitha Szyszkowitz, Heribert Sasse, Birgit Doll, Alexander Mitterer Wien sowie andere Orte in Österreich 32, davon 8 mit Fellner
2001 RBB (bis 2003 SFB) Kriminalhauptkommissar Till Ritter und Kriminalhauptkommissar Felix Stark Dominic RaackeBoris Aljinovic Kommissar Lutz Weber, Kriminalrat Wiegand Dominic Raacke (bis 2014), Boris Aljinovic, Ernst-Georg Schwill und Veit Stübner (bis 2009) Berlin 30 (Ritter von 1999–2000 in weiteren sechs Folgen mit Hellmann)
2002 NDR Kriminalhauptkommissarin Charlotte Lindholm, LKA Niedersachsen Maria Furtwängler Polizisten, die in der Stadt des Einsatzortes ihren Dienst tun; Martin Felser – Autor, Mitbewohner, platonischer Freund und Recherchehelfer (Folge 1–16) Maria Furtwängler und Ingo Naujoks (bis 2010) Dienststelle in Hannover, Fälle wechselnd in Niedersachsen 21
2002 SWR Kriminalhauptkommissarin Klara Blum und Kriminaloberkommissar, später -hauptkommissar Kai Perlmann (ab Folge 5) Eva MattesSebastian Bezzel Polizeihauptmeister Bülent Îsi (Folge 1–3), Assistentin Annika Beck genannt „Beckchen“, Rechtsmediziner Dr. Curd Wehmut (ab Folge 5), Chef Seepolizei Thurgau (später Hauptkommissar) Reto Flückiger (Folgen 14, 17, 19), Thurgauer Kantonspolizist Matteo Lüthi (Folgen 23, 25) Eva Mattes, Ercan Özcelik (bis 2003), Sebastian Bezzel (ab 2004), Justine Hauer (ab 2002), Benjamin Morik (ab 2004), Stefan Gubser (2008–2011), Roland Koch (2012, 2013) Konstanz 26, davon 22 mit Perlmann
2002 WDR Kriminalhauptkommissar Frank Thiel und Rechtsmediziner Prof. Karl-Friedrich Boerne Axel PrahlJan Josef Liefers Silke „Alberich“ Haller, Kommissaranwärterin Nadeshda Krusenstern, Staatsanwältin Wilhelmine Klemm Axel Prahl, Jan Josef Liefers, Christine Urspruch, Friederike Kempter, Mechthild Großmann Münster 25
2003 NDR Kriminalhauptkommissar Klaus Borowski und Kriminalkommissarin Sarah Brandt (ab Folge 17) Axel MilbergSibel Kekilli Psychologin Frieda Jung (1–14), Kriminaloberkommissar Alim Zainalow (Folge 1–6), Kriminalrat Roland Schladitz, Dr. Stormann (ab Folge 5) Axel Milberg, Sibel Kekilli[63], Maren Eggert[64], Mehdi Moinzadeh, Thomas Kügel und Samuel Finzi Kiel 23, davon 7 mit Brandt
2008 SWR Kriminalhauptkommissar Thorsten Lannert und Kriminalhauptkommissar Sebastian Bootz Richy Müller Kriminaltechnikerin Nika Banovic, Staatsanwältin Emilia Álvarez und Rechtsmediziner Dr. Daniel Vogt Richy Müller, Felix Klare, Miranda Leonhardt, Carolina Vera Squella und Jürgen Hartmann Stuttgart 13
2008 MDR Kriminalhauptkommissarin Eva Saalfeld und Kriminalhauptkommissar Andreas Keppler Martin Wuttke und Simone Thomalla Kriminaltechniker Wolfgang Menzel, Rechtsmediziner Dr. Johannes Reichau (ab Folge 5), vorher Rechtsmediziner Johannes Striesow (Folge 1–4) Simone Thomalla, Martin Wuttke, Maxim Mehmet und Kai Schumann (seit 2009), vorher André Röhner (bis 2009) Leipzig, eine Folge in Köln 19, davon zwei gemeinsam mit Ballauf/Schenk
2010 HR Kriminalhauptkommissar Felix Murot, LKA Hessen Ulrich Tukur Sekretärin Magda Wächter Ulrich Tukur und Barbara Philipp Dienststelle in Wiesbaden, Fälle wechselnd in Hessen 03
2011 HR Kriminalhauptkommissar Frank Steier (bis Folge 5 mit Kriminalhauptkommissarin Conny Mey, in Folge 6 mit Kriminalkommissarsanwärterin Linda Dräger) Joachim Król Chef der Mordkommission, Polizeipsychologe Daniel Behnken, Kriminalkommissar Seidel Joachim Król und Nina Kunzendorf (Folgen 1–5) bzw. Alwara Höfels (Folge 6), Gerd Wameling, Arnd Klawitter, Peter Kurth Frankfurt am Main 06
2011 SRF (bis 2012 SF) Kommissar Reto Flückiger und Kommissarin Liz Ritschard (ab Folge 2) Abigail Lanning – amerikanische Austauschpolizistin (Folge 1), Kripo-Chef Ernst Schmidinger Stefan Gubser, Delia Mayer, Sofia Milos, Andrea Zogg Luzern 6, davon 5 mit Ritschard
2012 WDR Kriminalhauptkommissar Peter Faber, Kriminalhauptkommissarin Martina Bönisch, Kriminaloberkommissarin Nora Dalay, Kriminaloberkommissar Daniel Kossik Kriminalhauptkommissar Peter Faber (Jörg Hartmann), Kriminalhauptkommissarin Martina Bönisch (Anna Schudt), Kriminaloberkommissarin Nora Dalay (Aylin Tezel), Kriminaloberkommissar Daniel Kossik (Stefan Konarske) Rechtsmediziner Jonas Zander, Hauptkommissar Hans Krüger Jörg Hartmann, Anna Schudt, Aylin Tezel, Stefan Konarske, Thomas Arnold[65], Robert Schupp Dortmund 4
2013 SR Kriminalhauptkommissar Jens Stellbrink, Kriminalhauptkommissarin Lisa Marx Devid Striesow Chef der Spurensicherung Horst Jordan; Staatsanwältin Nicole Dubois Devid Striesow, Elisabeth Brück, Hartmut Volle, Sandra Steinbach Saarbrücken 3
2013 NDR Kriminalhauptkommissar Nick Tschiller, Kriminalhauptkommissar Yalcin Gümer, LKA Hamburg Til Schweiger Staatsanwältin Hannah Lennerts, Kommissar Holger Petretti, Kommissarin Ines Kallwey Til Schweiger, Fahri Yardım, Edita Malovčić, Tim Wilde, Britta Hammelstein Hamburg 2
2013 NDR Kriminalhauptkommissar Thorsten Falke, Kriminalkommissarin Katharina Lorenz Wotan Wilke MöhringPetra Schmidt-Schaller Kriminalhauptkommissar Jan Katz Wotan Wilke Möhring, Petra Schmidt-Schaller, Sebastian Schipper Hamburg und wechselnde Orte in Norddeutschland 2
2013 MDR Kriminalhauptkommissar Henry Funck, Kriminaloberkommissar Maik Schaffert, Polizeipraktikantin/Juristin Johanna Grewel[66] Alina Levshin Friedrich Mücke, Benjamin Kramme, Alina Levshin Erfurt[67] 1
2013 MDR Kriminalkommissarin Kira Dorn, Kriminalkommissar Lessing Nora TschirnerChristian Ulmen Nora Tschirner, Christian Ulmen Weimar 1

Angekündigte Ermittler[Bearbeiten]

Folgende Ermittler oder Teams sind laut Meldungen der Sender in Vorbereitung, jedoch noch ohne ausgestrahlte Folge:

Geplantes Debüt Sender Hauptfiguren Bild Schauspieler Stadt Bemerkung
Frühestens 2014[68] BR Kriminalhauptkommissarin Paula Wiesner, Kriminalhauptkommissar Konrad Wagner, Kriminalkommissarin Wanda Goldwasser, Leiter der Spurensicherung Klaus Dieter Schatz Dagmar Manzel,

Fabian Hinrichs,
Eli Wasserscheid,
Frank-Markus Barwasser[69]

Dienststelle in Nürnberg, Fälle wechselnd in Franken
2015 (Drehstart März 2014)[70] HR Paul Brix,
Der Rollenname Selma Jacobi (nach einem Holocaustopfer) für Margarita Broich wurde aufgrund verschiedener Proteste zurückgezogen[71][70]
Margarita Broich, Wolfram Koch[72] Frankfurt am Main Broich wurde ursprünglich als neue Kollegin für Kriminalhauptkommissar Frank Steier in Nachfolge von Conny Mey (Nina Kunzendorf) engagiert. Steier-Darsteller Joachim Król verlässt die Reihe jedoch bereits nach seinem siebten Fall und noch vor Broichs Einstieg.[73] Sein Nachfolger wird Wolfram Koch.[72]
2015 (Drehstart Herbst 2014)[74] RBB Kriminalhauptkommissarin Nina Rubin, Kriminalhauptkommissar Robert Karow Meret Becker, Mark Waschke[75] Berlin Die aus dem Wedding stammende Rubin und der aus Pankow stammende Karow ermitteln in einem Kommissariat in Friedrichshain-Kreuzberg.[74]
2016[76] MDR N. N. N. N. N. N. Als Nachfolger für Saalfeld und Keppler geplant.

Ehemalige Ermittler[Bearbeiten]

Mehr als 60 Ermittlerteams haben die Reihe seit Beginn wieder verlassen. Der erste Aussteiger war 1972 der Baden-Badener Kriminalhauptkommissar Horst Pflüger, gespielt von Ernst Jacobi. Wie zahlreichen anderen Ermittlern blieb ihm nur ein einziger Fall. Gleich zwei Einsätze als „Eintagsfliege“ hatte Klaus Löwitsch in Milieustudien von Jürgen Roland für den HR: Nachdem er 1982 als Polizeihauptmeister Werner Rolfs im Dienst erschossen wurde, spielte er 1985 unter dem Namen Reinhold Dietze erneut in einem Tatort als Frankfurter Polizeihauptmeister die Hauptrolle.

Dauerhafter war der Einsatz von Peter Sodann als sächsischer Kriminalhauptkommissar Bruno Ehrlicher, der zwischen 1992 und 2007 45 Fälle löste. Manfred Krug war als Hamburger Kriminalhauptkommissar Paul Stoever zwischen 1984 und 2001 in 41 Folgen aktiv, meist gemeinsam mit Charles Brauer als Kriminalhauptkommissar Peter Brockmöller. Auf 29 Folgen brachte es Götz George als Horst Schimanski zwischen 1981 und 1991. Mehr als ein Jahrzehnt im Dienst waren unter anderen auch Karl-Heinz von Hassel mit 28 Fällen als hessischer Kriminalhauptkommissar Edgar Brinkmann zwischen 1985 und 2001 und Dietz-Werner Steck mit 25 Fällen als Erster Kriminalhauptkommissar Ernst Bienzle in Stuttgart von 1992 bis 2007. Hansjörg Felmy löste als Heinz Haferkamp 20 Fälle innerhalb von sieben Jahren, während bei Jochen Senf als Saarbrücker Kriminalhauptkommissar Max Palu auf 18 aktive Jahre 18 Tatort-Folgen kamen.

Regie[Bearbeiten]

Hauptartikel: Liste der Tatort-Regisseure

Den ersten Tatort Taxi nach Leipzig inszenierte Peter Schulze-Rohr, der noch bei weiteren 14 Fällen Regie führte. Insgesamt waren für die bisherigen über 900 Folgen (plus der 13 österreichischen Eigenproduktionen) mehr als 280 Regisseure bzw. Regisseurinnen verantwortlich (Stand: März 2014). Die bisher meisten Tatort-Folgen drehte Hartmut Griesmayr, der mit der im März 1979 ausgestrahlten Folge Alles umsonst erstmals für den Tatort tätig war. Seine 25. und bisher letzte Arbeit der Reihe war der letzte Tatort des Kriminalhauptkommissars Bienzle, Bienzle und sein schwerster Fall vom Februar 2007. Hajo Gies führte bei 21 Folgen Regie, Kaspar Heidelbach bei 17 Folgen, danach kommen Thomas Jauch und Theo Mezger mit jeweils 16 Folgen.

Viele bekannte Film- und Fernsehregisseure wie Samuel Fuller, Dominik Graf, Wolfgang Petersen, Jürgen Roland, Wolfgang Staudte, Margarethe von Trotta, Fritz Umgelter, Michael Verhoeven und Dieter Wedel gehören zum Kreis der Tatort-Regisseure.

Autoren[Bearbeiten]

Hauptartikel: Liste der Tatort-Autoren

Die Drehbücher zu den bislang 886 Folgen (plus der 13 österreichischen Eigenproduktionen) wurden von 449 verschiedenen Autoren geschrieben, in vielen Folgen auch als Teams (Stand: 17. November 2013). Das Drehbuch zum ersten Tatort Taxi nach Leipzig schrieb Friedhelm Werremeier zusammen mit dem Regisseur Peter Schulze-Rohr. Werremeier schrieb zudem noch die Drehbücher für 11 weitere Tatorte. Die meisten Vorlagen schrieb Felix Huby, der 33 Drehbücher verfasste und unter anderem die Tatort-Kommissare Max Palu, Ernst Bienzle und Jan Casstorff schuf. Herbert Lichtenfeld und Fred Breinersdorfer schrieben je 19 Drehbücher; danach folgen mit jeweils 17 Büchern die Autoren Fritz Eckhardt, Andreas Pflüger und Jan Hinter.

Titellieder[Bearbeiten]

Vornehmlich in den 1980er und 1990er Jahren wurden einige der Titellieder, die innerhalb und am Ende der Folgen gespielt wurden, durch die Tatort-Ausstrahlungen bekannt oder gar kommerziell erfolgreich. Die bis dato erfolgreichsten Lieder sind Midnight Lady, geschrieben von Dieter Bohlen und gesungen von Chris Norman, aus der Tatort-Folge Der Tausch (1986) und Faust auf Faust (Schimanski) von der Klaus Lage Band, geschrieben von Klaus Lage und Norbert Heirell, im ersten Tatort-Kinofilm Zahn um Zahn im Sommer 1985. Hier eine kleine Auswahl weiterer Lieder aus den jeweiligen Folgen:

Künstler Titellied Folge Jahr Sender
Can Vitamin C Tote Taube in der Beethovenstraße 1973 WDR
Duval, FrankFrank Duval Hey Girl Schüsse in der Schonzeit 1977 BR
Müller-Westernhagen, MariusMarius Müller-Westernhagen Hier in der Kneipe fühl ich mich frei Grenzgänger 1981 WDR
Tangerine Dream Das Mädchen auf der Treppe (White Eagle) Das Mädchen auf der Treppe 1982 WDR
Warning Why Can The Bodies Fly Peggy hat Angst 1982 SWF
Tangerine Dream Daydream Miriam 1983 WDR
Dhuo Walkin Heißer Schnee 1984 BR
Anderson, JilJil Anderson Without You (Baby, Baby) Haie vor Helgoland 1984 NDR
Spiro, MarkMark Spiro Winds Of Change Das Haus im Wald 1985 WDR
Simpson, PatriciaPatricia Simpson Dreams In The City Nachtstreife 1985 ORF
Klaus Lage Band Faust auf Faust Zahn um Zahn 1985 Kinofilm
Die Toten Hosen Verschwende deine Zeit Voll auf Haß 1986 NDR
Eye, F. B.F. B. Eye Money is the Power Leiche im Keller 1986 NDR
Joy Destination Heartbeat Flucht in den Tod 1987 ORF
Sandra Stop For A Minute Salü Palu 1987 SR
Klaus Lage Nie wieder Kind (Instr.) Zabou 1987 WDR
Cussick, IanIan Cussick Too Lonely To Win Sein letzter Wille 1988 SDR
Chris Norman Broken Heroes Gebrochene Blüten 1988 WDR
Chapman, RogerRoger Chapman Slap Bang In The Middle Einzelhaft 1988 WDR
Klaatu Woman Tödlicher Treff 1988 SDR
Blue System Silent Water Moltke 1988 WDR
Reiser, RioRio Reiser Über Nacht Der Pott 1989 WDR
Klaus Lage Hand in Hand Unter Brüdern 1990 WDR, DFF
Tyler, BonnieBonnie Tyler Against The Wind Der Fall Schimanski 1991 WDR
Maahn, WolfWolf Maahn Cool Der Mörder und der Prinz 1992 WDR
Küpper, MarkusMarkus Küpper Sie hat Schluß gemacht Ein ehrenwertes Haus 1994 MDR
Reiser, RioRio Reiser Träume Im Herzen Eiszeit 1995 BR
Becker, BenBen Becker Alter Mann Falsches Alibi 1995 MDR
Littig, RebeccaRebecca Littig Kyrie Heilig Blut 1996 WDR
The Brandalls Not the time to write a love song Das Mädchen mit der Puppe 1996 WDR
Siebert, BüdiBüdi Siebert The Champion Bienzle und der Champion 1998 SDR
Kristine, LivLiv Kristine 3AM Dagoberts Enkel 1999 SFB
The EDY 168 Mein Revier 168 Mein Revier 2012 WDR
SCHMIDT Heart Shaped Gun Scheinwelten 2013 WDR
Roland Kaiser Egoist Summ, summ, summ 2013 WDR
Nick Cave and the Bad Seeds Push The Sky Away Großer schwarzer Vogel 2014 RBB

Sprache[Bearbeiten]

In den neueren Folgen wird fast ausschließlich Standarddeutsch gesprochen, Ausnahmen bilden einige Folgen des ORF, des SR und des SWR. In der Anfangszeit des Tatorts zählte zum Lokalkolorit auch der in der jeweiligen Gegend des Geschehens gesprochene Dialekt. Der NDR sendete 1982 die Folge Watt Recht is, mutt Recht blieben, in der eine niederdeutsche Sprachvarietät gesprochen und für hochdeutsche Zuhörer mit hochdeutschen Untertiteln übersetzt wurde. Ein solches Experiment wurde bisher nicht wiederholt.

Schweizer Tatort-Filme existieren immer als zweisprachige Fassung: einmal in Standarddeutsch und einmal in Schweizerdeutsch (Schwizerdütsch). Die Dialektfassung ist nur in der Schweiz (SRF 1) zu sehen, die Synchronfassung nur in Deutschland und Österreich (Das Erste/ORF 2).

Die ab 2000 im ORF gezeigte Krimireihe Trautmann sollte wegen ihres großen Erfolgs ab 2002 innerhalb der Tatort-Reihe den Wiener Ermittler Eisner ablösen, wurde aber von der ARD kurz vor der ersten Ausstrahlung wegen des angeblich schwer verständlichen Wiener Dialekts abgesetzt.

Vorspann[Bearbeiten]

Der Darsteller im 1970 in München gedrehten Vorspann (durch einen Schlitz blickende Augen und eine flüchtende Person) ist der bayerische Schauspieler und spätere Geschäftsmann Horst Lettenmayer, der für den Dreh einmalig 400 DM bekam. Die Aufnahme, in der nur seine Beine beim Rennen zu sehen sind, entstand auf einem Abschnitt des damaligen Flughafens München-Riem. Lettenmayer wirkte viele Jahre später auch in einer Episode mit: 1989 spielte er in dem Schimanski-Tatort Der Pott einen Gewerkschaftsboss, der ermordet wird.[77]

Die Grafikdesignerin des Vorspanns war Kristina Böttrich-Merdjanowa, die hierfür einmalig 2500 DM erhielt. Ende 2009 reichte sie in einem Gerichtsverfahren vor dem Landgericht München I eine Stufenklage auf Auskunft für eine höhere Entlohnung sowie Namensnennung ein,[78] in der das Landgericht München I mit einem Teilurteil vom 24. März 2010 zunächst in weiten Teilen zu Gunsten der Klägerin entschied.[79] Im Februar 2011 hob das Oberlandesgericht München dieses Urteil jedoch wieder auf und wies die Klage ab.[80][81]

Die Titelmusik wurde 1970 von Klaus Doldinger komponiert und im Lauf der Zeit nur zweimal, in den Jahren 1979 und 2004,[82] behutsam modifiziert. Das Schlagzeug in der Erstfassung spielte Udo Lindenberg.[83]

Sponsoring[Bearbeiten]

Seit März 1995 wurden die im Ersten ausgestrahlten Tatort-Folgen durch einen Sponsoringspot der Siegerländer Krombacher Brauerei eingeläutet, in dem eine Insel in einer Vorsperre der Wiehltalsperre gezeigt wurde. Die Novellierung des Rundfunkstaatsvertrages hebt die bisherige Unterscheidung zwischen Werbung und Programmsponsoring weitgehend auf, weswegen der Spot, nun als Werbung eingestuft, seit Januar 2013 nicht mehr gezeigt wird.[84]

Buch- und Videoveröffentlichungen[Bearbeiten]

Rund 70 Tatorte sind ebenfalls als Romane erschienen. Es handelt sich hierbei sowohl um Romane, die schon vor der Verfilmung veröffentlicht wurden, aber auch um Romane, die auf dem jeweiligen Original-Drehbuch basieren.[85]

Zahlreiche Tatorte wurden seit 2009 auch auf DVD veröffentlicht; dies geschah sowohl in Form von Einzel-DVDs als auch in Städte- und Ermittlerboxen.[86]

Wiederholungen[Bearbeiten]

Die meisten der jeweils aktuellen Folgen sind seit Anfang 2010 ab dem Zeitpunkt der Erstausstrahlung sieben Tage lang in der ARD-Mediathek abrufbar. Dies war davor nur bei wenigen Folgen möglich. Der Abruf ist international verfügbar, kann aus Jugendschutzgründen jedoch auf den Zeitraum zwischen 20 und 6 Uhr deutscher Zeit beschränkt sein.[87]

Wiederholungen von Tatort-Folgen im deutschen Fernsehen [88] laufen in den letzten Jahren häufig in den Dritten Programmen. Bereits gesendete Folgen werden auch im Ersten wiederholt, derzeit in der Regel freitags um 22:00 Uhr. Teilweise, beispielsweise während der Zeit der Sommerferien, laufen auch zum Hauptsendetermin Sonntag abends bereits früher ausgestrahlte Folgen. Es werden überwiegend Folgen neueren Datums wiederholt und nur vereinzelt Folgen, die deutlich über 10 Jahre alt sind. Solche Folgen sind nur selten zu sehen und laufen beispielsweise in unregelmäßiger Folge als Filmnächte (zumeist drei oder mehr Folgen hintereinander) samstags im NDR-Fernsehen. Gelegentlich werden ältere Folgen aber auch zu besonderen Anlässen wiederholt, wie beispielsweise 2010 im WDR die Haferkamp-Folgen, aus Anlass des Status Essens als Europas Kulturhauptstadt 2010.

Nicht wiederholte Folgen[Bearbeiten]

Es gibt sechs Tatort-Folgen, die seit ihrer Erstausstrahlung nicht wiederholt werden dürfen oder sollen. Bei diesen so genannten Giftschrank-Folgen handelt es sich senderintern um Folgen mit Sperrvermerk. Dies sind im Einzelnen:

  • Der Fall Geisterbahn (HR, 12. März 1972) – Lizenzrechte unklar, da die Produktionsfirma Horst Film Berlin nach der Erstausstrahlung Konkurs angemeldet hat
  • Der gelbe Unterrock (SWF, 17. Februar 1980) – Mängel in der künstlerischen Qualität
  • Mit nackten Füßen (HR, 9. März 1980) – missverständliche Ausdrucksweise über Epileptiker in der Filmhandlung
  • Tod im Jaguar (SFB, 9. Juni 1996) – Verbreitung einer missverständlichen Pressemitteilung über diesen Tatort mit als „antijüdisch“ kritisierten Passagen und die Darstellung von jüdischen Geschäftsleuten
  • Krokodilwächter (SFB, 10. November 1996) – Verstoß gegen den Jugendschutz. Brutale, sexistische und menschenverachtende Darstellung im Film
  • Wem Ehre gebührt (NDR, 23. Dezember 2007) – Vorurteile gegen die alevitische Glaubensgemeinschaft und Verletzung von religiösen Gefühlen

Die Tatort-Folgen Tod im U-Bahnschacht (SFB, 9. November 1975), Drei Schlingen (WDR, 28. August 1977), Blutspur (WDR, 20. August 1989) und Tote brauchen keine Wohnung (BR, 11. November 1973) wurden ebenfalls für mehrere Jahre nicht erneut ausgestrahlt, sind aber nach Intendantenwechseln, Überprüfungen oder Korrekturen im Fernsehen wiederholt worden.

Der SFB-Tatort Ein Hauch von Hollywood wurde von der ARD-Programmkommission 1998 als nicht geeignet für die Hauptsendezeit 20:15 Uhr am Sonntag befunden. Er wurde an einem Montag auf einem Wiederholungssendeplatz um 23:00 Uhr als Erstausstrahlung gesendet. Der Grund hierfür waren die kritisierten Qualitätsmängel von Bild und Geschichte. Der Film wurde mit Betacam gedreht, weil der SFB so Produktionskosten in Höhe von 50.000 DM sparen konnte.

Schwesterserie Polizeiruf 110[Bearbeiten]

Das DDR-Pendant zum Tatort war der Polizeiruf 110, der sich heute mit dem Tatort den Sendeplatz teilt. Die erste Crossover-Folge zwischen den beiden Reihen bildete 1990 die Tatort-Folge Unter Brüdern, in der die westdeutschen Kommissare Schimanski und Thanner (dargestellt von Götz George und Eberhard Feik) auf ihre ostdeutschen Kollegen Fuchs und Grawe (dargestellt von Peter Borgelt und Andreas Schmidt-Schaller) trafen. Nach Götz Georges Abschied aus dem Tatort gab es die Polizeiruf-Folge Thanners neuer Job (1991), in der Eberhard Feik beim Polizeiruf eingeführt werden sollte. Einen weiteren Berührungspunkt gab es in der Polizeiruf-Folge Die Mutter von Monte Carlo (Erstausstrahlung 29. Januar 2006), in der Polizeiruf-Kommissar Thomas Keller (dargestellt von Jan-Gregor Kremp) auf seinen Frankfurter Tatort-Kollegen Fritz Dellwo (Jörg Schüttauf) traf.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Tatort: Moltke war 1989 die erste Folge der Reihe, die mit einem Grimme-Preis ausgezeichnet wurde. Weitere Filme sowie Stabmitglieder und Tatort-Darsteller erhielten Fernsehpreise, siehe Abschnitt Medial bedeutende/wichtige Tatort-Produktionen sowie die Liste der Tatort-Folgen.

Tatort-Erfinder Gunther Witte erhielt bei der Bambi-Gala 2013 den Ehrenpreis der Jury.[89] 2014 wurde dem Programmformat Tatort beim 50. Grimme-Preis die Besondere Ehrung des Deutschen Volkshochschul-Verbandes zugesprochen.[90]

Literatur[Bearbeiten]

  • Björn Bollhöfer: Geographien des Fernsehens: Der Kölner Tatort als mediale Verortung kultureller Praktiken. Bielefeld: Transcript Verlag 2007, ISBN 3-89942-621-5
  • Matthias Dell: „Herrlich inkorrekt“. Die Thiel-Boerne-TATORTE (Ermittlungen in Sachen TATORT 2). Berlin: Bertz + Fischer Verlag 2012, ISBN 978-3-86505-709-9
  • Wolfram Eilenberger (Hrsg.): Der Tatort und die Philosophie. Schlauer werden mit der beliebtesten Fernsehserie. Tropen, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-608-50327-2.
  • Dennis Gräf / Hans Krah: Sex & Crime. Ein Streifzug durch die „Sittengeschichte“ des TATORT (Ermittlungen in Sachen TATORT 1). Berlin: Bertz + Fischer Verlag 2010, ISBN 978-3-86505-706-8
  • Julika Griem und Sebastian Scholz (Hrsg.): Tatort Stadt – Mediale Topographien eines Fernsehklassikers. Frankfurt Main: Campus Verlag 2011, ISBN 3593391635
  • Knut Hickethier: „Tatort“ und „Lindenstraße“ als Spiegel der Gesellschaft, in: Aus Politik und Zeitgeschichte 20/2010, S. 41–46 (PDF-Datei, 3,5 MB).
  • o. V.: Tatort. Der Mord zum Sonntag, du, 8/2007. ISBN 978-3-03717-037-3
  • Udo Wachtveitl, Alexander Gutzmer, Guido Walter, Oliver Elser: Tatort. Die Architektur, der Film und der Tod. Georg D. W. Callwey, München 2013, ISBN 978-3-7667-2052-8.
  • Holger Wacker und Almut Oetjen: TATORT – Das große Buch für Fans. Berlin: Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag 2002, ISBN 3-89602-404-3
  • Holger Wacker: Das große Tatort-Buch. Filme, Fakten und Figuren. Berlin: Henschel Verlag 2000, ISBN 3-89487-353-1
  • Holger Wacker. TATORT – Krimis, Köpfe, Kommissare. Berlin: Henschel Verlag 1998, ISBN 3-89487-307-8
  • Thomas Weber: Die unterhaltsame Aufklärung. Ideologiekritische Interpretation von Kriminalfernsehserien des westdeutschen Fernsehens, Bielefeld: Aisthesis, 1992; ISBN 3-925670-70-X
  • Eike Wenzel (Hrsg.): Ermittlungen in Sachen Tatort. Berlin: Bertz + Fischer Verlag 2000, ISBN 3-929470-18-7

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tatort – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b 13 besondere ORF-Tatorte, www.tatort-fundus.de, abgerufen am 12. November 2009.
  2. a b Das Fernsehlexikon online: Tatort, abgerufen am 22. Dezember 2011.
  3. a b c d e „Tatort“-Erfinder Gunther Witte ist ein Fan der Münster-Krimis, Neue Osnabrücker Zeitung vom 9. April 2010, abgerufen am 16. April 2010.
  4. Mit Krimis hatte ich nie was am Hut!, Bericht über den Tatort-Erfinder Gunther Witte auf einestages.de, abgerufen am 10. November 2010.
  5. Christian Zabel: Wettbewerb im deutschen TV-Produktionssektor. Produktionsprozesse, Innovationsmanagement und Timing-Strategien, 1. Auflage 2009, VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, ISBN 978-3-531-16337-6, S. 47.
  6. DWDL.de: Faszination „Tatort“: „Neugierig auf die Neuen“, S. 2, abgerufen am 28. Mai 2012.
  7. KEF, 15. Jahresbericht (2005), Bd. 2, Tz. 532.
  8. a b Produzentenstudie 2012 – Daten zur Filmwirtschaft in Deutschland 2011/2012. Auszug in Funkkorrespondenz 50/2012, S. 10 f. (PDF online)
  9. KEF, 15. Jahresbericht (2005), Bd. 2, Tz. 533.
  10. Christian Zabel: Wettbewerb im deutschen TV-Produktionssektor. Produktionsprozesse, Innovationsmanagement und Timing-Strategien, 1. Auflage 2009, VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, ISBN 978-3-531-16337-6, S. 198 f.
  11. KEF, 15. Jahresbericht (2005), Bd. 2, Tz. 536.
  12. Süddeutsche Zeitung: Sparmaßnahmen bei Fernsehfilmen - „Das ist mörderisch“, abgerufen am 16. August 2012.
  13. a b intern.ard.de: Der Tatort im Ersten, abgerufen am 23. Oktober 2013.
  14. Rheinische Post: Köln-Düsseldorfer Querelen Stadt verweigert „Tatort“-Dreh, abgerufen am 16. Januar 2012.
  15. Frank Ketterer: Die Leichen liegen immer in der Mitte. In: Badisches Tagblatt Nr. 303 vom 31. Dezember 2011
  16. Leichen aus drei Städten in einem Keller, stern.de vom 4. Juli 2011, abgerufen am 16. Januar 2012
  17. Hubert Spiegel: Am Tatort vom „Tatort“ – Ein Fall für 44 Millionen Kommissare faz.net vom 12. Oktober 2009, abgerufen am 16. Januar 2012
  18. Rhein-Sieg-Anzeiger: Würstchenbude mit Domblick – nur im Tatort, abgerufen am 16. Januar 2012.
  19. Maria Gerhards/Walter Klingler: Sparten- und Formattrends im deutschen Fernsehen., in: Media Perspektiven 1/2011, S. 51.
  20. a b Camille Zubayr/Heinz Gerhard: Tendenzen im Zuschauerverhalten. Fernsehgewohnheiten und Fernsehreichweiten im Jahr 2010, in: media perspektiven 3/2011, S. 135.
  21. vgl. die Angaben über ausgewählte Episoden bei Camille Zubayr/Heinz Gerhard in: media perspektiven 3/2011, S. 135.
  22. vgl. beispielsweise Quotenmeter.de: Die Experten: 14. September 2009, abgerufen am 22. Dezember 2011.
  23. a b vgl. digitalfernsehen.de: „Rot – rot – tot“: Der Rekord-„Tatort“ beim SWR, abgerufen am 27. Dezember 2011.
  24. Camille Zubayr/Heinz Gerhard: Tendenzen im Zuschauerverhalten. Fernsehgewohnheiten und Fernsehreichweiten im Jahr 2009, in: media perspektiven 3/2010, S. 116.
  25. vgl. beispielsweise DWDL.de: Wunderwaffe "Tatort": Ein Erfolg gegen den Trend, abgerufen am 29. April 2013.
  26. Quotenmeter.de: Berliner «Tatort» eine Macht, abgerufen am 21. Februar 2012.
  27. a b Westfälische Nachrichten: Der Tatort-Trend: Krimi-Kult am Sonntag gefällt nicht jedem, Münster, 16. Dezember 2011.
  28. a b Camille Zubayr/Heinz Gerhard: Tendenzen im Zuschauerverhalten. Fernsehgewohnheiten und Fernsehreichweiten im Jahr 2009, in: media perspektiven 3/2010, S. 117.
  29. dwdl.de: Schweiger & Möhring mischen "Tatort"-Ranking auf, abgerufen am 30. Dezember 2013.
  30. Korrigierte Zuschauerzahlen für Summ, Summ, Summ und Willkommen in Hamburg gemäß Blickpunkt:Film: "Tatort"-Rekord: Münsteraner klettern auf Platz sechs., 28. März 2013
  31. meedia.de: Das große "Tatort"-Ermittler-Quoten-Ranking, abgerufen am 2. November 2013. Erfassungszeitraum vom 1. November 2011 bis 31. Oktober 2013.
  32. meedia.de: "Tatort"-Ranking: Schweiger neue Nummer 1, abgerufen am 2. November 2013. Erfassungszeitraum vom 12. März 2011 bis 11. März 2013, also ohne den erfolgreichsten Münsteraner Fall vom 24. März 2013.
  33. Diemut Roether: Spannungsverhältnisse – eine kritische Würdigung der ARD, in: APuZ 20/2010, S. 8.
  34. vgl. hierfür auch Michael Strübel: Rezension zu Stefan Machura/Rüdiger Voigt (Hrsg.): Krieg im Film, 1. Auflage, LIT-Verlag, Münster 2005, in: Publizistik 2005, S. 511.
  35. Christina Ortner: Tatort: Migration. Das Thema Einwanderung in der Krimireihe Tatort (PDF; 230 kB), Hans-Bredow-Institut (Hrsg.): Medien & Kommunikationswissenschaft. 2007/1, Baden-Baden 2007. S. 10
  36. Tatort-Folgen: Tod im U-Bahnschacht. Auf: tatort-fundus.de; abgerufen am 24. Mai 2013.
  37. vgl. Hörzu Nr. 48 / 1975, S. 134 und Frankfurter Hefte Band 31 / 1976, S. 130
  38. vgl. die Auflistung unter http://www.tatort-fundus.de/web/medien/buecher/alma-mater.html (abgerufen am 2. November 2010).
  39. jüngst erschienen Gräf: TATORT. Ein populäres Medium als kultureller Speicher, 1. Auflage 2010, Schüren Verlag, Marburg, ISBN 978-3-89472-565-5.
  40. zauberspiegel-online.de: 40 Jahre Tatort – Die Giftschrankfolgen: TOTE BRAUCHEN KEINE WOHNUNG, abgerufen am 12. Januar 2012.
  41. zauberspiegel-online.de: 40 Jahre Tatort – REIFEZEUGNIS, abgerufen am 12. Januar 2012.
  42. vgl. Der Spiegel 31/1984, S. 144: Maulheld für Miezen. Im Ruhrgebiet tummelt sich ein neuer „Tatort“-Kommissar: der von Götz George ruppig gespielte Schimanski., abgerufen am 12. Januar 2012.
  43. zehn.de: Die 10 spektakulärsten Tatort-Krimis – Nr. 3: Haie vor Helgoland, abgerufen am 12. Januar 2012.
  44. Der Spiegel 19/1996, S. 242: Fernsehen: Montag, 6.5., abgerufen am 12. Januar 2012.
  45. zehn.de: Die 10 spektakulärsten Tatort-Krimis – Nr. 5: Frau Bu lacht, abgerufen am 12. Januar 2012.
  46. Homepage Tatort – Straßen der Welt e. V.
  47. derwesten.de: Einblick in den „Tatort Manila“, abgerufen am 12. Januar 2012.
  48. vgl. dazu auch die umfassende Analyse von Tina Welke: Die Tatortfolge „Quartet in Leipzig“ als gesamtdeutscher Tatort. Analyse einer inszenierten deutsch-deutschen Annäherung Verlag für Gesprächsforschung, Radolfzell 2005, ISBN 3-936656-19-3 (online als PDF).
  49. Spiegel Online: Grimme-Preis 2002: Die Preisträger im Überblick, zuletzt abgerufen am 8. Dezember 2010.
  50. Birger Menke: Wie ein Foto von Uwe Mundlos in den „Tatort“ geriet. NSU-Mann im ARD-Krimi. Spiegel Online, 13. September 2012, abgerufen am 16. September 2012: „Die Produktionsfirma sucht nach einer Erklärung.“
  51. Spiegel Online: Zuschauer-Debatte über 14 „Tatort“-Tote, abgerufen am 8. Dezember 2010.
  52. Christian Prenger: Gewaltiger Heiligenschein, in: Extradienst Nr. 7-9/2004 S. 38.
  53. focus.de: „Tatort“ München: Die Bullen von Bayern, abgerufen am 12. Januar 2012.
  54. http://www.sueddeutsche.de/kultur/708/315598/text/
  55. http://www.stern.de/unterhaltung/tv/:Mehmet-Kurtulus-Revolution-Schiffs-'Tatort'/643499.html
  56. http://www.focus.de/kultur/kino_tv/medien-ard-und132tatortund147-gewinnt-ver-di-fernsehpreis-2010_aid_526484.html
  57. [1] Frankfurter Allgemeine net vom 2. Dezember 2011
  58. [2] Süddeutsche Zeitung online vom 4. Dezember 2011
  59. [3] Rheinische Post online vom 5. Dezember 2011
  60. a b http://www.tatort-fundus.de/web/folgen/spin-off-folgen.html
  61. Katharina Miklis: Der geheime Scientology-Film der ARD. Bis nichts mehr bleibt. DIE WELT, 3. Februar 2010, abgerufen am 7. Oktober 2013.
  62. unterhaltung.t-online: „Tatort“: Bilder vom Crossover-Krimi zwischen Köln und Leipzig, abgerufen am 22. November 2011.
  63. welt.de: Sibel Kekilli spielt künftig im Kieler Tatort Artikel vom 5. August 2010
  64. abendblatt.de: Maren Eggert hört beim Kieler Tatort auf Artikel vom 16. März 2010
  65. Pressemitteilung des WDR vom 5. März 2012: WDR stellt Team des neuen Tatort Dortmund vor – Vierköpfiges Ermittlerteam, abgerufen am 5. März 2012.
  66. Das Erste: Funck, Schaffert und Grewel, abgerufen am 26. Juni 2013.
  67. mdr.de: Neuer MDR-„Tatort“ kommt aus Erfurt – Jüngstes Ermittler-Team des „Tatorts“ Artikel vom 23. Juli 2012
  68. Noch mehr „Tatorte“: ARD plant Franken-Ermittler. dpa-Meldung vom 11. Oktober 2012
  69. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-Format"Tatort": Das sind die Franken-Kommissare. 26. November 2013, abgerufen am 26. November 2013.
  70. a b HR online: Neues Tatort-Team ermittelt, abgerufen am 7. März 2014
  71. Stern-Online vom 24. März 2014
  72. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAlexander Krei: "Tatort": hr benennt Nachfolger für Joachim Król. DWDL.de GmbH, 02. Oktober 2013, abgerufen am 2. Oktober 2013.
  73. Joachim Król hört als „Tatort“-Kommissar auf. In: RP online vom 28. Mai 2013
  74. a b rbb-online.de: Das neue Tatort-Duo für Berlin, abgerufen am 7. März 2014.
  75. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatMark Waschke und Meret Becker werden "Tatort"-Kommissare. 11. Februar 2014, abgerufen am 11. Februar 2014.
  76. Meldung zu Änderungen des "Sachsen-Tatorts" in der Online-Ausgabe der Freien Presse. Abgerufen am 23. Januar 2014.
  77. Sächsische Zeitung: Die Augen der Nation vom 21. Mai 2008.
  78. Focus.de
  79. LG München I, Urteil vom 24. März 2010, Az.: 21 O 11590/09, ZUM 2010, 733 („Tatort-Vorspann“).
  80. Patrick Jacobshagen: Kult allein garantiert noch keinen Geldsegen, Legal Tribune online, 10. Februar 2011.
  81. Markus Ehrenberg in: Der Tagesspiegel vom 11.01.2013, Zwei Augen und ein Fadenkreuz, Seite 27
  82. Die Zeit 18. Januar 2007 Die Jäger-Quarte; HörZu, Nr. 21/2008 Jubiläumsheft 700 Folgen Tatort, S. 156, 16. Mai 2008.
  83. Panikrocker Udo Lindenberg "Immer auf alle Katastrophen eingestellt!" Archiviert vom Original am 5. Juli 2008, abgerufen am 8. Februar 2013.
  84. Krombacher-Spot am Abend bei ARD und ZDF verboten derwesten.de, Westfälische Rundschau vom 5. Dezember 2012
  85. Tatort-Fundus: Lesen Sie TATORT!, abgerufen am 24. Februar 2013.
  86. Tatort-Fundus: Immer im Bilde..., abgerufen am 24. Februar 2013.
  87. DWDL.de – ARD-Reihe „Tatort“ künftig auch in der Mediathek
  88. [4] aktuelle Wiederholungszeiten bei: Tatort-Fundus
  89. Gunther Witte erhält beim Bambi den Ehrenpreis der Jury. In: Bunte.de vom 13. November 2013
  90. Grimme-Institut: Besondere Ehrung für das Format „Tatort“. Abgerufen am 22. April 2014