Tauchblattzone

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Kamm-Laichkraut (Potamogeton pectinatus), die namensgebende Art der pflanzensoziologischen Gruppe der Unterwasser-Laichkrautgesellschaften (Potamogetonion (pectinati))

Die Tauchblattzone (auch Tauchblattgürtel[1]) von Binnengewässern zählt zum Sublitoral, dem untersten Bereich des durchlichteten Litorals am Übergang zum lichtlosen Profundal.

In Mitteleuropa stellen Laichkräuter die dominante Pflanzengruppe der Tauchblattzonen im Süßwasser dar. Sie sind namensgebend für die pflanzensoziologische Gruppe (nach Oberdorfer) der Unterwasser-Laichkrautgesellschaften.

Pflanzenmerkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wasserpflanzen der Tauchblattzone leben untergetaucht (submers). Die Stängel und Blätter werden vom Wasser getragen. Sie haben nur eine sehr dünne Cuticula keinen Verdunstungsschutz und besitzen auch kein Festigungsgewebe. Die Wurzeln dienen nur noch der Verankerung. Unterwasserblätter haben keine Spaltöffnungen, sodass der Gasaustausch über das gesamte Blatt erfolgt. Die Blätter sind oft sehr klein und zerschlitzt. Dadurch entsteht auf wenig Raum eine größere Oberfläche, über die die Mineralstoffe und Kohlenstoffdioxid aufgenommen werden.[2]

Die Tauchblattzone gehört in die Sukzessionsreihe bei der Verlandung eines eutrophen Binnengewässers.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Strasburger: Lehrbuch der Botanik, 29. Auflage, bearb. von D. von Denfer et al., G. Fischer, Stuttgart 1967, S. 167 f (II. Umbildungen des Kormus: 1. Wasserpflanzen (Hydrophyten))
  • Heinz Ellenberg: Vegetation Mitteleuropas mit den Alpen, Ulmer, Stuttgart 1963, S. 382–401 (C.I.1: Stillwasser und ihre Verlandung)
  • Fritz Runge: Die Pflanzengesellschaften Mitteleuropas, Aschendorff, Münster 1994 12./13. verbesserte Auflage, S. 36 ff (Süßwasser-Gesellschaften, Potametea)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Siegfried Slobodda: Pflanzengemeinschaften und ihre Umwelt, Urania, Leipzig 1985, S. 163
  2. Siegfried Slobodda: Pflanzengemeinschaften und ihre Umwelt. Urania, Leipzig 1988 (2. Aufl.) S. 166f

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]