Taufkirchen (Vils)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Taufkirchen (Vils)
Taufkirchen (Vils)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Taufkirchen (Vils) hervorgehoben

Koordinaten: 48° 21′ N, 12° 8′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Erding
Höhe: 466 m ü. NHN
Fläche: 70,18 km2
Einwohner: 10.107 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 144 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84416
Vorwahl: 08084
Kfz-Kennzeichen: ED
Gemeindeschlüssel: 09 1 77 139
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
84416 Taufkirchen (Vils)
Website: www.taufkirchen.de
Bürgermeister: Franz Hofstetter (CSU)
Lage der Gemeinde Taufkirchen (Vils) im Landkreis Erding
OberdingEittingBerglernLangenpreisingMoosinningErdingBockhorn (Oberbayern)Taufkirchen (Vils)DorfenSankt Wolfgang (Oberbayern)LengdorfWartenberg (Oberbayern)Kirchberg (Oberbayern)HohenpoldingSteinkirchen (Oberbayern)Inning am HolzFraunbergIsenFinsingWalpertskirchenForsternNeuchingOttenhofenPastettenBuch am BuchrainWörth (Landkreis Erding)Landkreis Mühldorf am InnLandkreis EbersbergMünchenLandkreis MünchenLandkreis LandshutLandkreis FreisingKarte
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Große Vils in Taufkirchen (Vils)

Taufkirchen (Vils) ist eine Gemeinde im Landkreis Erding (Oberbayern), die im Osten an den niederbayerischen Landkreis Landshut grenzt und von der Vils durchzogen wird.

Taufkirchen ist nach Erding und Dorfen die drittgrößte Gemeinde im Landkreis Erding,

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortschaft Taufkirchen an der Vils befindet sich am Schnittpunkt der Bundesstraße 15 und der Bundesstraße 388 und liegt etwa 22 km südlich von Landshut, 18 km östlich der Kreisstadt Erding, 9 km nördlich von Dorfen sowie 23 km südwestlich von Vilsbiburg. Zum Flughafen München sind es 30 km und in die Landeshauptstadt München rund 55 km.

Naturräumlich gehört die Gemeinde zum tertiären Isar-Inn-Hügelland; die Gemeinde liegt im Erdinger Holzland an der Großen Vils. Die Flussniederung der Vils hat eine Höhenlage zwischen 482 m ü. NHN bei Hörgersdorf und 453 m ü. NN in den Mooswiesen bei Winkel.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Taufkirchen hat folgende 147 Gemeindeteile:[2]

  • Die Pfarrdörfer Gebensbach, Hörgersdorf, Moosen (Vils), Taufkirchen (Vils), Unterhofkirchen und Wambach;
  • die Kirchdörfer Angerskirchen, Geislbach, Jettenstetten und Kienraching;
  • die Dörfer Aham, Atting, Flaring, Granting, Hilpolding, Hubenstein, Moos, Permering, Schnaupping, Solching, Straß, Wetzling und Winkl;
  • die Weiler Aich, Babing, Bach, Bartlmühle, Birka, Birken, Breitenweiher, Emling, Englschulding, Frauenvils, Geiering, Geratsberg, Glockshub, Großköchlham, Großschaffhausen, Gröttelsberg, Hainöd, Hepfenau, Hiendlhub, Hochöd, Holzhäusl, Holzheu, Johannrettenbach, Kirchlern, Kleinköchlham, Kleinschaffhausen, Kleinstockach, Kronsöd, Krottenthal, Oberhofkirchen, Osen, Ratzing, Roßmais, Rottberg, Schnappberg, Schrafstetten, Schweinhub, Tegernbach, Vieth, Vötting, Weg (PLZ 85447), Wicheling, Zeil und Zeilding und
  • die Einöden Abholz, Achatsberg, Altbach, Altmannstädt, Bachreit, Baum, Baureis, Blainöd, Blainthal, Bogenstorf, Brandhub, Brandstätt, Brügelsöd, Eitelsberg, Elsenberg, Fenkenöd, Forach, Fraunberg, Fürstbach, Gänsöd, Grub, Grund, Haidstetten, Hauseck, Hauslehen, Hienfurth, Hinterwimm, Höch, Höck, Hof, Hofstätt, Holreis, Holzlehen, Holzmann, Holzmann hinterm Holz, Hudlberg, Hungerau, Kalmhub, Kalmhuber, Kammerlehen, Köglreit, Kronberg, Lain, Laushub, Lederstätt, Lehen, Maierhof, Maiselsberg, Mögling, Moosknappen, Mühlberg, Mühlhof, Neuhub, Numberg, Oberriesbach, Oberwambach, Öd am Holz, Pfaffing, Polzham, Reckenbach, Reichennehaid, Reichvils, Schabel am Moos, Schnircklaich, Schönau, Seilstorf, Seisenberg, Siebmühle, Stadl, Staudhausen, Stiglgrub, Überkam, Unterriesbach, Uttenberg, Valtlstraß, Wanding, Waxenberg, Weinberg, Wies und Zieglhub.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 18. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gründung Taufkirchens dürfte in das 7. und 8. Jahrhundert, also in die Zeit der Christianisierung fallen. Wahrscheinlich wurde nahe der Vils eine – sicherlich hölzerne – Taufkirche gebaut, die einem Freiengeschlecht und dem späteren Ort den Namen gab. Zur damaligen Zeit gehörte Taufkirchen zur alten Pfarrei Moosen, die bereits 769 unter Herzog Tassilo erstmals erwähnt wird. Während dieser Zeit hatte Taufkirchen nur das Taufrecht. Erst 1263 ist in einem Streit mit Moosen die Taufkirchner Kirche als Pfarrkirche genannt.

Das Freiengeschlecht der Edlen „de taufkirchen“ lässt sich bis ins 13. Jahrhundert nachweisen. Nach 1263 sind keine urkundlichen Nachweise der Edlen von Taufkirchen mehr zu finden. Das Wasserschloss Taufkirchen wird um 1263 ausdrücklich erwähnt und bildet fortan die Kernzelle, aus der sich der Ort entwickelte. Die jeweiligen Schlossherren waren die Grund- und Gerichtsherren im Ortsbereich und der nächsten Umgebung. Da ihr Grundbesitz zur Hofmark erhoben wurde.
Ab 1377 kamen die Herren von Fraunberg als Besitzer von Taufkirchen vor. Im Heiligen Jahr 1500 durchzogen viele Pilger auf ihrer Romreise durch Taufkirchner Gebiet, was aus der Straßenkarte von Erhard Etzlaub aus diesem Jahr hervorgehen dürfte. Im Jahre 1522 kam Ladislaus von Fraunberg aus der Haager Linie in den Besitz von Taufkirchen. Mit ihm brachen die Wirrnisse und Unruhen der Glaubensspaltung über den Ort herein. Um sich die Mittel für seine glänzende Hochzeit zu verschaffen, verkaufte er 1554 Schloss und Hofmark für 41.000 Gulden an den Kaufmann Hans Jakob Fugger.

Von da an bis 1672 herrschten die Grafen Fugger in Taufkirchen. Sie setzten alles wieder in einen guten Zustand und Hans Jakob Fugger ließ einen Zwinger um das Schloss errichten, durch den man sich im Kriegsfall verteidigen konnte. Der Altar in der Schlosskapelle trägt auch ihr Wappen. 1609 wurde erstmals ein „Schulmeister“ am Ort erwähnt. Unter den Fuggern kam eine schwere Zeit über Taufkirchen, insbesondere während des Dreißigjährigen Krieges. Am 13. Mai 1632 fielen die Schweden in Taufkirchen ein und im Jahre 1633 waren die Kaiserlichen im Ort. 1634 kamen wieder die Schweden und besetzten bis 1648 abwechselnd mit den Franzosen die Gegend. Das Bräuhaus wurde 1642 während der Fuggerherrschaft gebaut.

Pfarrkirche St. Pauli Bekehrung

Durch die wiederholten kriegerischen Ereignisse wurde das Vermögen der Fugger in Anspruch genommen und das Schloss musste 1658 an den Reichsfreiherrn Ferdinand von Puech zwangsversteigert werden. Die Freiherrn von Puech herrschten als Schlossbesitzer von 1672 bis 1723 in Taufkirchen. Baron Adam von Puech erweiterte die Hofmark um die Orte Frauenvils, Aham, Schaffhausen, Reckenbach, Eldering, Adlberg, Heldering, Stadl, Wegmann, Kirchlern. Nachdem Adlberg zu seiner Hofmark gehörte, verlegte Adam von Puech kurzerhand den Adlberger Markt nach Taufkirchen. Adam von Puech starb im Jahre 1722 kinderlos; in der Folgezeit wechselten die Besitzverhältnisse für das Schloss und die zugehörigen Güter recht häufig.

Jahrhundertelang war das Schloss der wirtschaftliche Mittelpunkt des Ortes, was aus den beiden von Kupferstecher Wening 1699 angefertigten Ansichten vom Schloss Taufkirchen hervorgeht. Die meisten Ortsbewohner arbeiteten als Knechte, Mägde, Taglöhner und Handwerker bei der Herrschaft. Über eigene Höfe und Werkstätten verfügten sie aber nicht.

Ab 1818[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das bayerische Gemeindeedikt vom 17. Mai 1818 führte zur Bildung der heutigen Gemeinde. Es bestand aber zudem noch ein Patrimonialgericht II. Klasse. Die letzten Reste der Adelsherrschaft wurden 1848 aufgehoben.

1917 gründeten Taufkirchener Bürger eine Genossenschaft und kauften das Schloss mit 800 Tagwerk Grund und der zugehörigen Brauerei.

Taufkirchen an der Vils wurde bei der Gebietsreform am 1. Januar 1972 mit den ehemaligen Gemeinden Gebensbach, Hofkirchen, Moosen (mit dem am 1. Oktober 1925 eingemeindeten Hubenstein) und Wambach sowie einem Teil der Gemeinde Eibach politisch zu einer Großgemeinde zusammengeschlossen[3] und umfasst seither eine Fläche von 70,18 km2.

Im Jahr 1979 wurde der katholische Pfarrverband Taufkirchen (Vils) gegründet, der seitdem die vier bestehenden Pfarreien Taufkirchen, Moosen, Wambach und Hofkirchen umfasst.[4]

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahlen von 1960 bis 2018

Gemäß Bayerischem Landesamt für Statistik (GENESIS-Datenbank) haben sich die Einwohnerzahlen jeweils zum 31. Dezember eines Jahres wie folgt entwickelt[5]:

Stand Einwohner
1960 6.608
1970 7.791
1980 8.041
1990 8.137
1995 8.196
2000 8.676
2005 8.937
2006 8.912
2007 8.967
2008 8.905
Stand Einwohner
2009 8.962
2010 8.980
2011 9.163
2012 9.265
2013 9.377
2014 9.566
2015 9.750
2016 10.061
2017 10.100
2018 10.107

Seit 1972, dem Jahr der Gemeindereform, hat sich die Einwohnerzahl bis 2015 um 1728 Personen erhöht. Das entspricht einem Wachstum von 22,36 Prozent. In den letzten zehn (fünf) Jahren nahm die Einwohnerzahl um 9,40 (6,41) Prozent zu.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist Franz Hofstetter (CSU), der dieses Amt seit 1996 ausübt.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat von Taufkirchen besteht aus dem ersten Bürgermeister und zwanzig Gemeinderäten. Zur Ausübung seiner Aufgaben besitzt der Gemeinderat zwei ständige Ausschüsse, den Grundstücks- und Bauausschuss, sowie den Rechnungsprüfungsausschuss. Hinzukommen insgesamt 15 Referate, die sich mit den speziellen Fragen der Gemeindepolitik auseinandersetzen.[6]

Die Kommunalwahl vom 16. März 2014 führte für die Wahlperiode 2014–2020 zu folgender Sitzverteilung:[7]

Rathaus
Partei / Liste Sitze
CSU 8
SPD 2
FW–Freie Wählerschaft 3
Einigkeit Moosen (EMo) 3
REP 2
Wahlgemeinschaft Gebensbach–Wambach (WGW) 2

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Taufkirchen (Vils) führt seit dem 8. März 1954 ein Wappen mit der Blasonierung: „Unter rotem, mit einem silbernen Pfahl belegten Schildhaupt in Blau eine silberne Rundkapelle in romanischen Bauformen.“

Ostbündnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde beteiligt sich am 1997 gebildeten Ostbündnis.

Mittelzentrum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zusammen mit Dorfen bildet Taufkirchen (Vils) seit 2018 ein gemeinsames Mittelzentrum.[8]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1999 besteht eine Partnerschaft mit der Stadt West Chicago im US-Bundesstaat Illinois.[9]

Wasserschloss

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wasserschloss Taufkirchen, 1263 erstmalig erwähnt
  • Johanneskirche Taufkirchen,[10] 1956 erbaut von Olaf Andreas Gulbransson
  • Urzeitmuseum, mit Bayerns größten Dinosaurierskelett[11]
  • Waldbad Taufkirchen, beheiztes Freibad seit 1968[12]
  • Weidenhain S-amhain, rund 8.000 m² großer Weiden- und Skulpturenpark[13]
  • Kinocafé Taufkirchen (Vils), seit 1952 bestehendes Kino[14]
  • Bücherei Taufkirchen (Vils), seit 1966, heute mit über 16.000 Medien im Bestand[15]
  • Kulturhaus Taufkirchen (Vils), Event-Location für Musik- und Kulturveranstaltungen[16]
  • Erlensee, Moor-Badesee mit Campingplatz und Gasthaus
  • Zwergerlwald, im Wald gelegene und überregional bekannte Attraktion mit über 500 Zwergen und einer kleinen Kapelle[17]
Weiden- und Skulpturenpark

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Wochenende nach Christi Himmelfahrt wird in der Landshuter Straße und in der Bräuhausstraße der Adlberger Markt, dessen Ursprung bereits auf das Jahr 1689 zurückgeht, veranstaltet.

Seit 1960 wird jährlich in der zweiten Juliwoche ein Volksfest begangen, das zu den größten im Landkreis Erding gehört.[18]

Am traditionellen Wochenende (der 3. Sonntag im Oktober) der bayerischen Kirchweih findet im Wasserschloss Taufkirchen der TaufKirtamarkt statt.

Am selben Ort wird seit 1995 jährlich am 2. Adventswochenende der Advent im Schloss veranstaltet. Dieser Weihnachtsmarkt stellt eine Besonderheit dar, da die erzielten Verkaufserlöse zu großen Teilen sozialen Einrichtungen zufließen.

Im musikalischen Bereich genießen der Jazz im Schloss (seit 1995) und das Elektronic Open Air & Indoor Festival im Waldbad Taufkirchen (seit 2014) eine überregionale Bekanntheit.[19]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brauerei Taufkirchen (Vils)

Der größte Arbeitgeber im Ort und im östlichen Landkreis ist der zur Paderborner Welle Holding gehörende Polstermöbelhersteller Himolla mit 1100 Arbeitsplätzen.

Mit seinen rund 700 Beschäftigten ist das kbo-Isar-Amper Klinikum Taufkirchen (Vils) der zweitgrößte Arbeitgeber. Das Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie verfügt über 180 Betten zur stationären Versorgung von Patienten. Hinzukommen 154 Betten in den Stationen der 1998 eröffneten Frauenforensik.[20]

Die 1948 gegründete Spedition Fürmetz betreibt knapp 200 Lkw und beschäftigt mehr als 200 Mitarbeiter.[21]

Auch ist die bereits 1642 gegründete Brauerei Taufkirchener mit ihren Biersorten und dem Angebot an alkoholfreien Getränken eine regionale Größe.[22]

Die ortsansässige Highflyers Werbemittel GmbH ist einer der führenden Anbieter auf dem Markt und kann ein Sortiment von mehr als 100.000 Produkten vorweisen.[23]

Seit 2010 gibt es die Gemeindewerke Taufkirchen, die die Region mit Strom, Erdgas und Fernwärme versorgen.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundschule Taufkirchen (Vils)

In der Gemeinde gibt es zwei Grundschulen, eine Mittelschule, eine Realschule und eine Berufsfachschule für Gesundheits- und Krankenpflege.[24]

Im Schuljahr 2017/18 haben insgesamt über 1600 Schüler die Bildungseinrichtungen der Gemeinde besucht.[25]

Die nächstgelegenen Gymnasien befindet sich in Dorfen und Erding.

Im kbo-Isar-Amper Klinikum Taufkirchen (Vils) ist die Berufsfachschule für Krankenpflege des Bezirks Oberbayern untergebracht.[26]

Zudem bieten die Städte Landshut und Erding ein weiteres Bildungsangebot wie die Hochschule Landshut oder die Kreismusikschule Erding an.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Taufkirchen ist durch die Bundesstraßen B15 und B388 an das Straßensystem angebunden.

Die nächstgelegenen Autobahnen sind im Norden die A 92 (München–Deggendorf) und im Süden die A 94 (München–Passau), die beide direkt über die B15 erreichbar sind.

Zur Entlastung Taufkirchens vom Durchgangsverkehr ist für die B388 eine Umfahrung im Norden der Stadt geplant.[27] Im Tal der Großen Vils verläuft ein Rad- und Gehweg auf der Trasse der ehemaligen Bahnstrecke Dorfen–Velden von Schnaupping erst nördlich bis Taufkirchen und dann östlich bis Reichvils.

Eine ÖPNV-Anbindung besteht mit der MVV-Buslinie 562 nach Erding. Nach Dorfen gibt es eine Verbindung per Ruftaxi – dort besteht Anschluss an die Bahnlinie München-Mühldorf.

Seit 2013 gibt es einen Gemeindebus, der innerhalb des Ortes im Halbstundentakt insgesamt 27 Stationen anfährt.[28]

Radwege im Ort

Eisenbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort hatte von 1898 bis 1993 einen Bahnhof an der Bahnstrecke Dorfen–Velden. Die nächstgelegenen Bahnhöfe befinden sich in Dorfen und Erding. Sie bieten eine gute Verbindung nach München und Mühldorf am Inn.

Fahrradwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Taufkirchen verfügt über ein dichtes und wachsendes Netz an Radwegen innerhalb der Gemeinde, sowie nahezu durchgehende Verbindungen nach Dorfen, Erding oder Landshut. Zudem liegt der Ort am 113 Kilometer langen Vilstalradweg, der über Velden und Vilsbiburg bis nach Vilshofen an der Donau führt.[29]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Josef Martin Bauer (1901–1970), Schriftsteller, wurde in der Landshuter Straße 10 geboren. An seinem Geburtshaus ist eine Gedenktafel angebracht.
  • Carl Hierl (1911–2003), Gründer des Unternehmens Himolla, des einst größten Polstermöbelherstellers Europas, der auch heute noch der größte Arbeitgeber der Gemeinde ist; Ehrenbürger der Gemeinde[30]
  • Otto (Josef Martin) Lohner (1938–2007), Missionsbenediktiner und Abt von Güigüe in Venezuela.[31]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Taufkirchen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 31. Dezember 2017.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 457.
  4. Pfarrverband Taufkirchen: 40 Jahre eigenständig, aber gemeinsam. 24. September 2019, abgerufen am 24. September 2019.
  5. Fürth © Bayerisches Landesamt für Statistik: Bayerisches Landesamt für Statistik - GENESIS-Online Bayern. 25. September 2019, abgerufen am 25. September 2019.
  6. Gemeinde Taufkirchen (Vils): Gremien. Abgerufen am 25. September 2019.
  7. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Kommunalwahlen
  8. Dorfen und Taufkirchen zwangsverheiratet. 27. April 2018, abgerufen am 15. September 2019.
  9. Diese Freundschaft währt seit 20 Jahren. 25. April 2019, abgerufen am 15. September 2019.
  10. http://www.e-kirche.de/taufkirchen-dorfen?detail=704779
  11. Urzeitmuseum - Sammlung Kapustin: Das Museum. Abgerufen am 16. September 2019.
  12. Waldbad Taufkirchen (Vils). Abgerufen am 15. September 2019.
  13. Der Weiden- und Skulpturenpark von Harry Seeholzer in Taufkirchen/ Vils. Abgerufen am 15. September 2019 (deutsch).
  14. Kinocafé Taufkirchen/Vils. Abgerufen am 15. September 2019.
  15. Hier finden immer mehr Leser das Richtige. 3. April 2019, abgerufen am 15. September 2019.
  16. Süddeutsche Zeitung: "Für jede Altersgruppe ist etwas geboten". Abgerufen am 18. September 2019.
  17. Süddeutsche Zeitung: Das Dorf der Zwerge. Abgerufen am 20. September 2019.
  18. Süddeutsche Zeitung: Familienfest mit Kultcharakter. Abgerufen am 15. September 2019.
  19. EOS Festival. Abgerufen am 15. September 2019.
  20. Taufkirchen (Vils) heute. Gemeinde Taufkirchen, abgerufen am 15. September 2019.
  21. Süddeutsche Zeitung: Von Taufkirchen an die Ostsee. Abgerufen am 15. September 2019.
  22. Taufkirchner Geschichte. Guts- und Brauereigenossenschaft Taufkirchen (Vils), abgerufen am 15. September 2019.
  23. Wer wir sind - HIGHFLYERS Werbeartikel Discount. Abgerufen am 15. September 2019.
  24. Schuldatenbank des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus
  25. Statistik kommunal für Bayern. Abgerufen am 20. September 2019.
  26. Gemeinde Taufkirchen (Vils): Schulen. Abgerufen am 15. September 2019.
  27. Süddeutsche Zeitung: Stillstand auf der Zielgeraden. Abgerufen am 15. September 2019.
  28. taufkirchen.de: Gemeindebus
  29. Vilstalradweg. Abgerufen am 20. September 2019.
  30. taufkirchen.de: Geschichte
  31. erzabtei.de: Abt Otto Lohner OSB

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Taufkirchen (Vils) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien