Taufkirchen (bei München)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Taufkirchen
Taufkirchen (bei München)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Taufkirchen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 3′ N, 11° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: München
Höhe: 563 m ü. NHN
Fläche: 22 km2
Einwohner: 17.947 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 816 Einwohner je km2
Postleitzahl: 82024
Vorwahl: 089
Kfz-Kennzeichen: M, AIB, WOR
Gemeindeschlüssel: 09 1 84 145
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Köglweg 3
82024 Taufkirchen
Webpräsenz: www.taufkirchen-mucl.de
Bürgermeister: Ullrich Sander (parteilos)
Lage der Gemeinde Taufkirchen im Landkreis München
Starnberger See Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Ebersberg Landkreis Erding Landkreis Freising Landkreis Fürstenfeldbruck Landkreis Miesbach Landkreis Rosenheim Landkreis Starnberg Landkreis Weilheim-Schongau Landkreis Dachau München Forstenrieder Park Grünwalder Forst Brunnthal Höhenkirchen-Siegertsbrunn Perlacher Forst Aschheim Aying Baierbrunn Brunnthal Feldkirchen (Landkreis München) Garching bei München Gräfelfing Grasbrunn Grünwald Haar (bei München) Höhenkirchen-Siegertsbrunn Hohenbrunn Ismaning Kirchheim bei München Neubiberg Neuried (bei München) Oberschleißheim Ottobrunn Planegg Pullach im Isartal Putzbrunn Sauerlach Schäftlarn Straßlach-Dingharting Taufkirchen (bei München) Unterföhring Unterhaching Unterschleißheim OberhachingKarte
Über dieses Bild
Pfarrkirche St. Johannes der Täufer
Taufkirchen. Morgenstimmung

Taufkirchen ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis München. Sie liegt acht Kilometer südlich vom Münchner Ortsrand zwischen Unterhaching und Oberhaching. Bedingt durch die Nähe zu München ist aus dem früheren Bauerndorf eine Vorstadt mit zahlreichen Gewerbegebieten und einer städtischen Struktur geworden.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Taufkirchen liegt im Hachinger Tal und wird vom Hachinger Bach durchflossen, dem einzigen Fließgewässer, das in der Münchner Schotterebene versickert und unterirdisch weitergeführt wird.

Taufkirchen setzt sich aus den sieben Ortsteilen Am Wald, Bergham, Potzham, Taufkirchen, Westerham sowie Winning zusammen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgeschichte bis Römerzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon vor rund 4500 Jahren haben Menschen im heutigen Gebiet der Gemeinde Taufkirchen gelebt. In und um Taufkirchen, vor allem südlich des Sport- und Freizeitparks, erfolgten 1994 Ausgrabungen aus der Jungsteinzeit (etwa 4500–1800 v. Chr.), der Bronze- und Urnenfelderzeit (etwa 1800–750 v. Chr.), der Hallstattzeit (etwa 800–450 v. Chr.) und La-Tène-Zeit (etwa 750-15 v. Chr.), der Römerzeit (15 v. Chr.–5. Jh. n. Chr.), Germanische Funde und Funde aus dem frühen Mittelalter (5.–8. Jh. n. Chr.) – auf den Kegelfeldern u. a. ein Gräberfeld der Glockenbecherkultur (um 2000 v. Chr.), der bislang früheste Nachweis einer Besiedlung im Hachinger Tal. Eine keltische Siedlung aus der Zeit 600 v. Chr. bis etwa Mitte 3. Jh. v. Chr. mit zahlreichen Wohn- und Speicherbauten, Zaunreihen, Vorrats- und Abfallgruben sowie Feuerstellen konnte rekonstruiert werden. Außerdem konnten die Überreste einer römischen villa rustica, einem nach römischen Vorbild erbauten Gutshof, freigelegt werden.[2] Die Funde in Taufkirchen gehören zu den ältesten in Südbayern.

Mittelalter bis zum Beginn der Neuzeit – Das Geschlecht der Taufkircher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Taufkirchen bei München ist der früheste Beleg »Tovkirchen« auf die Zeit zwischen 1148 und 1156 datiert. Eine Juditha hat ihre Tochter ins Kloster Tegernsee gegeben, damit taucht der Name Taufkirchen erstmals auf. Die Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Taufkirchen wurde 1315 als Filialkirche von Oberhaching genannt.[3] Das Geschlecht der Taufkircher bestimmte mehrere Jahrhunderte lang das Geschehen des Ortes. Möglicherweise war Juditha de Tovkirchen um die Mitte des 12. Jahrhunderts die erste Vertreterin des Adelgeschlechts. Sicher nachgewiesen ist die Linie ab dem Ritter Hilprant, nach dem in Taufkirchen eine Straße und ein Gebäude benannt sind. Er ist ungefähr 1310 geboren, heiratete 1330 und starb 1381. Es gibt keinen dokumentarischen Hinweis darauf, dass Hilprant oder seine Nachfolger dem Ritterstand angehört hatten. Doch zeigt die in der Dorfkirche angebrachte Grabplatte ihn in Ritterrüstung. Hilprants Braut war Mechthild von und zu Weichs aus einem alten Hochadelsgeschlecht aus Weichs im Dachauer Land. Der Familie der Taufkirchen gelang es, im Münchner Raum hohes Ansehen zu erringen. Um die Zeit der ersten Taufkircher bestand der Ort hauptsächlich aus einem einzigen Ökonomiebtrieb, dem Sedelhof, der der Versorgung des Geschlechts der Taufkircher diente.

Grabplatte des Hilprant in Ritterrüstung in der Kirche St. Johannes

In der Zeit von Hilprant gab es in Taufkirchen eine Schranne, ein dörflicher Gerichtsplatz ohne eigene Rechtsprechung. Dort sprach ein Richter von Wolfratshausen Recht. Hilprants Sohn Gebhard war Abt des Klosters Tegernsee. Auch das Kloster Tegernsee wurde angeblich um 1343 von einem Taufkircher geleitet. Der zweite Sohn Hilprants, Conrad, war Richter in München. Er war es, der die aufwändige Grabplatte für seinen Vater in Ritterrüstung errichten ließ. Ein späterer Nachfahre Hilprants, Georg Taufkircher (1509–1580), wurde am Münchner Hof als Edelknabe erzogen und zu einer herausragenden Persönlichkeit. Als Hofjunker unterstanden ihm später die herzöglichen Pferde. Er zog als Offizier für Kaiser Karl V. in den Krieg und wird 1528 bei der Belagerung von Wien durch die Türken[4] und 1530 beim Feldzug bei Nizza in Frankreich genannt. Er wurde Hofrat (Mitglied der obersten Justiz), Hofkammerrat (Finanzbehörde) und schließlich Geistlicher Rat. Als solcher wirkte er beim Herzog bei allen gegenreformatorischen Maßnahmen mit. Georg übergab 1544 sein Besitztum in Taufkirchen Herzog Wilhelm IV. Der Herzog stufte den Gerichtsbezirk zur Hofmark auf und übergab Georg die wesentlich größere Hofmark Höhenrain. Die Taufkircher wohnten in Taufkirchen in einem Herrenhaus mit Schlossanger (Obstgarten) unmittelbar nordöstlich der Kirche. Der Sitz wird von Philipp Apian 1585 als „arx“ (Burg oder Schloss) bezeichnet. In Taufkirchen ging die Herrschaft der Taufkircher 1544 zu Ende.[5]

1544 bis 1818 Hofmark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort war seit 1544 eine Hofmark, die bis 1560 der herzoglichen Verwaltung von Albrecht V unterstand und von seinem Nachfolger 1592 dem Jesuitenkolleg München übergeben wurde. Gleichzeitig wird die Gemarkung stark um alle Ortsteile erweitert, die heute zu Taufkirchen gehören: Winning, Bergham, Potzham, Pötting und Westerham. Die Zahl der Höfe stieg von 17 auf 71.[6] Jesuiten barockisierten die Kirche St. Johann. Taufkirchen wurde im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 eine selbständige politische Ruralgemeinde.[7]

19. Jahrhundert ab der Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Thomasnacht 1824 brach beim Festlbauer in Bergham ein Feuer aus. Der sich ausbreitende Großbrand vernichtete neun Anwesen.[8] Die Choleraepidemie in München im Jahr 1854 forderte in Taufkirchen sechs Opfer.[9] Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 fielen zwei Männer aus Taufkirchen.[9] In den 1880er und 90er Jahren wurden der Feuerwehr-, Schützen- und der Burschenverein gegründet.[9] Eine Genossenschaftsbrennerei wurde 1880 gegründet. 1898 erfolgte der Anschluss an die Eisenbahnstrecke von München nach Deisenhofen. Im Jahr 1900 hatte Taufkirchen 623 Einwohner.[10]

1900 bis 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johann Schmelz und zehn weitere Personen gründeten 1910 in Taufkirchen einen Turnverein, der sich den Idealen von Friedrich Jahn verpflichtet sah. Der Turnverein bekam den Namen „Turnverein Hachinger Tal“.[11] Die Mitglieder des Vereins kamen aus Taufkirchen, Unterhaching und weiteren Orten im Hachinger Tal. 1910 wurde das Kriegerdenkmal eingeweiht. Im Ersten Weltkrieg fielen 18 Männer aus der Gemeinde.[12] In der Nachkriegszeit herrschte Arbeitslosigkeit, Not und politische Wirrnis. Im Juni 1935 eröffnete Adolf Hitler im Osten der Gemeinde während der Bürgermeisteramtszeit von Johann Bücherl das Autobahnteilstück München-Holzkirchen.[13] Im Zweiten Weltkrieg fielen 89 Bürger von Taufkirchen oder wurden als vermisst erklärt.[14] Taufkirchen wurde am 1. Mai 1945 für kurze Zeit von US-Soldaten besetzt.

Nachkriegszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1946 noch vor Einsetzen des Flüchtlingsstroms waren zwei während des Krieges errichtete Behelfsheime mit 35 Parteien Münchner Ausgebombter besetzt. Die Gesamteinwohnerzahl war von 800 (1943) auf 1300 angewachsen. Die ersten Flüchtlinge aus den verlorenen Ostgebieten erreichten Taufkirchen an Ostern 1946. Der Schulbetrieb wurde bis 1960 in zwei Schulzimmern abgewickelt, für die ersten vier Klassen im ersten Stock des früheren Gemeindeamts und für die Klassen fünf bis acht im ersten Stock des alten Schulhauses neben dem Friedhof am Hachinger Bach. In die erste Klasse kam 1946 21 Schüler, 6 einheimische und 15 Flüchtlingskinder. Die Flüchtlinge wurden auf Familien, vielfach auf Bauernhöfe, aufgeteilt. Bei einem Bauer in Winning wohnten mehrere Familien in einem Raum. Ihr persönlicher Bereich wurde durch Kreidestriche am Boden abgegrenzt. Bis Ende 1946 hatte Taufkirchen 245 ausgebombte Münchner und 415 Flüchtlinge, mehrheitlich aus dem Sudetenland, Schlesien und aus dem Egerland, aufgenommen und hatte jetzt 1460 Einwohner. Die Integration der Vertriebenen verlief nicht ohne Komplikationen.[15]

1947 wurde eine SPD-Ortsgruppe gebildet. Diese erhielt bei der Landtagswahl 1950 knapp 40 %, die Bayernpartei 16 und die CSU 14 % der Stimmen. Erst 1965 entstand ein CSU-Ortsverband. 1962 wurde der Sportverein Taufkirchen (SV) und 1971 im Ortsteil Am Wald der Verein DJK (Deutsche Jugendkraft) gegründet. 1962 stellte die Bachmühle als letzte Mühle in Taufkirchen ihren Betrieb ein.

Als Reaktion auf die große Wohnungsnot begannen in den 1960er Jahren Überlegungen zur Errichtung einer Großsiedlung westlich der Bahnlinie, die in einen Architekturwettbewerb und Bebauungsplan für den 100 Hektar großen neuen Ortsteil Am Wald mündeten. Baubeginn war 1968. In den Folgejahren wurden in den Ortsteilen Am Wald und Heimgarten Zuzugsmöglichkeiten für 12.000 neuer Bürger geschaffen. 1971 erhielten die evangelischen Christen einen Kindergarten mit Gottesdiensträumen und später ein eigenes Pfarrzentrum sowie eine eigene Kirche. 1974 wurde das neue Rathaus eingeweiht, 1978 kam die Realschule dazu, 1986 das Museum Wolfschneiderhof und 1988 der Ritter-Hilprand-Hof. 1983 erhielten auch die Grünen einen eigenen Ortsverband. In den 1990er Jahren wurden 180 Asylbewerber aus den Balkankriegen im leerstehenden Jagdhof im Wald nahe dem Autobahnkreuz untergebracht. Ein Fernwärmekraftwerk, eine neue Feuerwache am Hachinger Bach sowie der Sportpark wurden errichtet.[16]

21. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Initiative „Lebenswertes Taufkirchen“ (ILT), seit 1996 im Gemeinderat, trat mit Erfolg für einen Bürgerentscheid gegen die weitere Bebauung ein. Speziell verhinderte man die Bebauung der Kegelfelder. Die ILT stellte 2008 den Bürgermeister, der 2012 seines Dienstes enthoben wurde. Nach jahrzehntelangen Bemühungen konnten 2015 die Feuchtwiesen am Hachinger Bach unter Naturschutz gestellt werden. 2012 wurde in Bahnhofsnähe eine türkisch-islamische Moschee eröffnet. Unter dem gegenwärtigen Bürgermeister Ullrich Sander erfuhren die kulturellen Veranstaltungen im Kultur- und Kongresszentrum des Ritter-Hilprand-Hofs fruchtbare Erweiterungen. Die Walter-Klingenbeck Realschule konnte 2016 neu errichtet und eröffnet werden. Auch zwei Kinderhäuser kamen hinzu. Das Einkaufszentrum Am Lindenring wird auf Beschluss des Gemeinderates ab 2017 durch größere Läden und neue Wohnungen erneuert.

2015 war gekennzeichnet durch den Zustrom von Flüchtlingen. Mehrere hundert fanden zunächst in der Turnhalle, dann in einer eigens errichteten Traglufthalle Unterkunft. Ein Helferkreis wurde gegründet. 2016 wurden an der Realschule 7 neue Häuser für jeweils 32 Asylbewerber errichtet.[17]

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Taufkirchen liegt im katholisch geprägten Oberbayern. Als zu Beginn der 70er Jahre – bedingt durch den Neubau großer Wohnanlagen im Ortsteil am Wald – die Einwohnerzahlen sprunghaft anstiegen, wurde in Taufkirchen neben der bisherigen Pfarrei St. Johannes der Täufer eine zweite katholische Pfarrei, St. Georg, errichtet.

1971 entstand in Taufkirchen auch die erste evangelisch-lutherische Kirchengemeinde, die seit 1988 den Namen Jerusalemgemeinde trägt. 2012 wurde in Bahnhofsnähe eine türkisch-islamische Moschee eröffnet.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1900: 623 Einwohner
  • 1991: 15.989 Einwohner
  • 1995: 16.191 Einwohner
  • 2005: 17.761 Einwohner
  • 2010: 17.696 Einwohner
  • 2015: 17.947 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • CSU 8 Sitze: Aline Erdmann, Christoph Götz, Paul Haberl jun., Herbert Heigl, Stefan Lechner, Maximilian Löffelmeier, Michael Neumayer, Hildegard Riedmaier
  • SPD 5 Sitze: Rosemarie Weber, Matteo Dolce, Birgit Schmidl, Peter Soellner, Alfred Widmann
  • FW Freie Wähler Taufkirchen 4 Sitze: Anton Almer, Peter Hofbauer, Eckhard Kalinowski, Michael Lilienthal
  • ILT (Initiative Lebenswertes Taufkirchen) 3 Sitze: Beatrice Brückmann, Edith Hirtreiter, Renate Meule
  • Grüne 3 Sitze: David Grothe, Rudolf Schwab, Gabriele Zaglauer-Swoboda
  • FDP/FWG 1 Sitz: Ursula Schulze[18]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1. Bürgermeister: Ullrich Sander (parteilos) – über CSU-Liste[19]
  • 2. Bürgermeister: Alfred Widmann (SPD)
  • 3. Bürgermeister: Rudolf Schwab (Grüne)

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Offizielles Logo der Gemeinde Taufkirchen

Die Gemeinde führt das Wappen des Geschlechts der Taufkircher. Dieses Wappen ist schon auf der Grabplatte des am 18. September 1381 verstorbenen Ritters Hilprand abgebildet. Seit 1957 beschreibt die verbindliche amtliche Blasonierung das Motiv des Wappens als Löwen, der sich ein silbernes Schwert durch das Maul stößt. In der Gemeinde Taufkirchen das Wappen so gedeutet, dass der Löwe brüllend mit dem Schwert über der rechten Schulter zum Schlag ausholt.

Das 2015 neu eingeführte Kommunikationslogo der Gemeinde symbolisiert den Hachinger Bach als Lebensquell mit Bezug zur Gemeindegeschichte, St. Johannes als Namensgeberin, Baudenkmal und markantes Wahrzeichen des Ortsbildes, urbane Wohngebäude sowie Bürogebäude stellvertretend für den attraktiven Standort für Unternehmen. Eingerahmt werden die Elemente von Bäumen als Bekenntnis zur Natur, dem Einbezug des Namens der Siedlung „Am Wald“ und als Sinnbild für nachhaltiges, generationsübergreifendes Denken und Handeln.[20]

Städtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Taufkirchen pflegt eine Städtepartnerschaft mit der französischen Gemeinde Meulan. Mit der Stadt Wildau in Brandenburg gibt es eine Verwaltungszusammenarbeit.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt elf Baudenkmäler in der Gemeinde.

Hauptartikel: Liste der Baudenkmäler

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heimatmuseum im Wolfschneiderhof an der Münchener Straße
  • Das Keltenhaus im Gelände des Sport- und Freizeitzentrums am Köglweg. Erinnert an den Fund von Gräbern aus der Keltenkultur.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sportverein SVDJK Taufkirchen[21]
  • TSV Taufkirchen[22]
  • EHC 90 Taufkirchen[23]
  • Fischerverein Hachinger Grund[24]

Weitere Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alt- u.ehemalige Burschen Taufkirchen
  • Blaskapelle Taufkirchen[25]
  • Bund Naturschutz OG Taufkirchen[26]
  • Burschenverein „Fröhlich Frisch-auf“[27]
  • Caritas Beratungsstelle f. Eltern, Kinder u. Jugendliche, Soziale Beratungsstelle, Sozialzentrum[28]
  • Deutscher Alpenverein[29]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolfschneiderhof
Heimatmuseum

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Taufkirchen liegt an der Bahnstrecke München Ost-Deisenhofen, die von der S-Bahn-Linie S3 befahren wird. Zudem verbinden mehrere Buslinien Taufkirchen mit den Nachbargemeinden und der Stadt München.

Taufkirchen befindet sich im Bartarif-Innenraum des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes sowie im Zeitkartentarifring 4.

Die Bundesautobahnen 995 und 8 sowie die Bundesstraßen 13 und 471 binden Taufkirchen an das Fernstraßennetz an.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Taufkirchen sind mehr als 1000 Unternehmen ansässig, vom Freiberufler und Kleingewerbetreibenden über mittelständische Unternehmen bis hin zu international tätigen Konzernen. So befindet sich der als Standort Ottobrunn bezeichnete Teil der Airbus Group auf Taufkirchner Gemeindegebiet. Auch das IKEA-Möbelhaus München-Brunnthal und der Hagebaumarkt stehen zum überwiegenden Teil in Taufkirchen. Das Groß- und Einzelhandelsunternehmen Kaut-Bullinger verlegte 1992 den Firmensitz auf das 16.500 m² große Verwaltungs- und Logistikzentrum.

Der Einzelhandel in Taufkirchen konzentriert sich vor allem auf die Einkaufszentren westlich des S-Bahnhofes (Eschen- und Lindenpassage), die Rathausarkaden am Köglweg sowie die Münchner Straße. Nicht zuletzt durch die jenseits der Gemeindegrenze entstandenen Gewerbegebiete – mit den dort angesiedelten Filialen großer Handelsketten – ist der Einzelhandel in Taufkirchen in Bedrängnis geraten.

Als Interessensvertretung der Handwerker, Händler und Dienstleister ist der Gewerbering Taufkirchen e. V. tätig, der regelmäßige Informationsveranstaltungen und Gewerbeschauen organisiert und die Kommunikation seiner Mitglieder mit den Bürgern und Institutionen Taufkirchens fördert.

Die Energieversorgung in Taufkirchen wird unter anderem durch die BioEnergie Taufkirchen gewährleistet.

Freizeit und Unterhaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im März 2017 eröffnete die Jochen Schweizer Arena München, ein Erlebnispark in Taufkirchen.[30]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Taufkirchen verfügt über zwei Grundschulen, eine Mittelschule, eine Realschule, die Walter-Klingenbeck-Realschule, sowie eine Volkshochschule. Gymnasien befinden sich in den Nachbargemeinden Ober- und Unterhaching.

Pflege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Diakoniewerk Hohenbrunn betreibt in Taufkirchen eine stationäre Pflegeeinrichtung, die Seniorenwohnanlage „Am Hachinger Bach“. Neben einem kommunalen Anbieter betreiben auch private weitere derartige Einrichtungen.[31]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Taufkirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Kurzführer Heimatmuseum Taufkirchen. (pdf)
  3. Pfarrverband Taufkirchen b. München: Romanik
  4. Die Erste Wiener Türkenbelagerung ist historisch mit 1529 angegeben.
  5. Dietrich Grund. Kleine Chronik von Taufkirchen. BoD Norderstedt. 2016. ISBN 978-3-7431-1725-9. S. 20–36
  6. Dietrich Grund. Kleine Chronik von Taufkirchen. BoD Norderstedt. 2016. ISBN 978-3-7431-1725-9. S. 43
  7. Dietrich Grund. Kleine Chronik von Taufkirchen. BoD Norderstedt. 2016. ISBN 978-3-7431-1725-9. S. 58
  8. Dietrich Grund. Kleine Chronik von Taufkirchen. BoD Norderstedt. 2016. ISBN 978-3-7431-1725-9. S. 59
  9. a b c Dietrich Grund. Kleine Chronik von Taufkirchen. BoD Norderstedt. 2016. ISBN 978-3-7431-1725-9. S. 60
  10. Dietrich Grund. Kleine Chronik von Taufkirchen. BoD Norderstedt. 2016. ISBN 978-3-7431-1725-9. S. 61
  11. Rudolf Felzmann: Unterhaching – Ein Heimatbuch. 2. Auflage. Gemeinde Unterhaching, Unterhaching 1988. S. 367
  12. Dietrich Grund. Kleine Chronik von Taufkirchen. BoD Norderstedt. 2016. ISBN 978-3-7431-1725-9. S. 63
  13. Dietrich Grund. Kleine Chronik von Taufkirchen. BoD Norderstedt. 2016. ISBN 978-3-7431-1725-9. S. 65
  14. Dietrich Grund. Kleine Chronik von Taufkirchen. BoD Norderstedt. 2016. ISBN 978-3-7431-1725-9. S. 68
  15. Dietrich Grund. Kleine Chronik von Taufkirchen. BoD Norderstedt. 2016. ISBN 978-3-7431-1725-9. S. 69–73
  16. Dietrich Grund. Kleine Chronik von Taufkirchen. BoD Norderstedt. 2016. ISBN 978-3-7431-1725-9. S. 74–79
  17. Dietrich Grund. Kleine Chronik von Taufkirchen. BoD Norderstedt. 2016. ISBN 978-3-7431-1725-9. S. 80–83
  18. Rats- und Bürgerinformationssystem für die Gemeinde Taufkirchen Abgerufen am 5. Februar 2016.
  19. PC-Wahl HTML-Modul, Berninger Software GmbH: Wahlergebnis Gde. Taufkirchen, BGM-Wahl 2014. In: www.wahlen-taufkirchen-mucl.de. Abgerufen am 11. April 2016.
  20. Bürgerservice und Gemeindeverwaltung
  21. SVDJK Taufkirchen
  22. TSV 1893 Taufkirchen
  23. EHC90 Taufkirchen
  24. Fischereiverein Hachinger Grund
  25. Blaskapelle Taufkirchen
  26. Bund Naturschutz OG Taufkirchen
  27. Burschenverein "Fröhlich Frisch-auf"
  28. Caritas Taufkirchen
  29. DAV Ortsgruppe Taufkirchen
  30. Jochen Schweizer Arena München
  31. Veröffentlichungen von wohnen-im-alter.de, abgerufen am 5. Februar 2016.