TeamViewer

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TeamViewer
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Entwickler TeamViewer GmbH
Erscheinungsjahr 2006
Aktuelle Version 11.0.56083 (Windows)
März 2016[1]

11.0.55321 (OS X)
Februar 2016[1]

11.0.57095 (Linux)
März 2016[1]

variiert[2] (Android)

11.0.56420 (iOS)
11. März 2016[3]

10.0.1 (Windows Phone)
4. November 2014[4]

Betriebssystem Windows, OS X, Linux, Android, iOS, Windows Phone
Kategorie Fernwartung
Webkonferenz
Lizenz proprietär
Deutschsprachig ja
www.teamviewer.com

TeamViewer ist eine Fernwartungssoftware für Screen-Sharing, Videokonferenzen, Dateitransfer und VPN. Die Software arbeitet als Online-Dienst durch Firewalls und NAT sowie Proxy-Server hindurch. TeamViewer funktioniert nur mit der Internetprotokoll-Version 4. Im Gegensatz zu VNC nutzt es ein proprietäres Protokoll. Für Privatnutzer ist TeamViewer als Freeware verfügbar.

Die in Göppingen ansässige TeamViewer GmbH gehörte seit Juli 2009 der GFI Software mit Sitz in Luxemburg, bevor es im Juli 2014 für 870 Millionen US-Dollar von einem Unternehmen der in London ansässigen Permira gekauft wurde.[5][6][7]

Betriebssysteme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

TeamViewer 11[8] ist mit Windows, OS X, verschiedenen Linux-Distributionen sowie Android und iOS kompatibel. Von Windows Phone aus kann nur ferngesteuert werden.[9]

Kommerzielle und nicht kommerzielle Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die private, nicht kommerzielle Nutzung ist TeamViewer Freeware und kann ohne Einschränkungen genutzt werden.[10] Zusätzliche Funktionen wie eine optionale Verwaltungsdatenbank stehen nur in der lizenzierten Version zur Verfügung.

Eine kostenpflichtige Lizenz bezieht sich jeweils auf den Arbeitsplatz, von dem aus Fernsteuerungen oder Meetings durchgeführt werden, nicht auf die ferngesteuerten Rechner oder eingeladenen Teilnehmer eines Meetings. Dabei kann ein einzelner Arbeitsplatz oder eine maximale Anzahl parallel möglicher Sitzungen lizenziert werden.[11]

Programm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vollversion von TeamViewer bietet die gesamte Funktionalität der Software. Eingehende und ausgehende Verbindung via Internet und LAN sind möglich, außerdem VPN-Verbindungen und Dateiübertragung. Die Vollversion kann als Windows-Systemdienst laufen.

Ab Version 5 ermöglicht das Programm eine Audio- und Videoübertragung über IP-Telefonie, eine Anwendungsauswahl, bei der nur spezielle Anwendungen präsentiert werden, und einen lokalen Rückmonitor, das heißt die exakte Darstellung des übertragenen Bildschirminhalts.

Der TeamViewer Portable enthält den gleichen Funktionsumfang wie die Vollversion. Es werden aber dabei keinerlei Daten auf dem Computer gespeichert. TeamViewer Portable ist damit für den Einsatz auf einem USB-Stick gedacht. TeamViewer Portable ist nicht für OS X erhältlich.

Zugriff auf private Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbindungs- und Sitzungsaufbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Aufbau einer Verbindung überprüft TeamViewer zunächst, welche Verbindungsarten bei der bestehenden Konfiguration von Sicherheitsmaßnahmen (wie Firewalls und Proxyserver) hergestellt werden können. In 70 % der Fälle kann nach der Aushandlung der Verschlüsselung über die TeamViewer-Server eine direkte Verbindung (über TCP oder UDP) zwischen beiden Endpunkten der Verbindung hergestellt werden;[12] die für diese Sitzung benötigte Datenübertragung wird dann nicht mehr über die TeamViewer-Server abgewickelt. Der Hersteller stellt in der Dokumentation eine Beschreibung des Sitzungsaufbaus zur Verfügung. Daraus geht hervor, wann Daten über die TeamViewer-Server übermittelt werden.[13]

Datenübertragung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der portablen Version stimmt der Anwender zu, dass „nicht personenbezogene Daten“ gesammelt werden dürfen.[14]

TeamViewer nutzt eine Verschlüsselung auf der Basis des RSA-Kryptosystems und einer AES-Verschlüsselung mit 256 Bit.[15] Bei direkten Verbindungen zwischen zwei Rechnern im LAN wird symmetrische Verschlüsselung genutzt.[16]

Nach Angaben des Herstellers sind Man-in-the-Middle-Angriffe nicht möglich. Dies soll durch den signierten Schlüsselaustausch von zwei Schlüsselpaaren gewährleistet werden. Dabei wird der öffentliche Schlüssel (Public Key) direkt ausgetauscht und damit der symmetrische Schlüssel (AES 256 Bit) generiert. Die öffentlichen Schlüssel werden über den Hauptserver ausgetauscht, der die Echtheit per Signatur über das Stammzertifikat bestätigt. Der öffentliche Schlüssel des Stammzertifikats ist den Clients bekannt, die damit die Echtheit der Signatur prüfen. Somit gibt es eine sichere Zertifikatskette, die den Clients bestätigt, dass ein öffentlicher Schlüssel zu einer bestimmten ID gehört. Das Abgreifen von Daten erfordert somit administrativen Zugriff auf den Hauptserver oder das Ausnutzen von etwaigen Sicherheitslücken des Serversystems.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Aktuelle Versionen für Windows, OS X und Linux bei teamviewer.com, abgerufen am 24. März 2016.
  2. Installationsseite für Android bei play.google.com, abgerufen am 15. November 2014.
  3. Vorschauseite für iOS bei itunes.apple.com, abgerufen am 11. März 2016.
  4. Downloadseite für Windows Phone bei windowsphone.com, abgerufen am 15. November 2014.
  5. Bernd Kling: Beteiligungsgesellschaft Permira übernimmt Teamviewer. ZDNet, 7. Juli 2014, abgerufen am 30. April 2015.
  6. GFI Software S.A.: Form F-1. Securities and Exchange Commission, 2. November 2012, abgerufen am 30. April 2015.
  7. TeamViewer. Permira, abgerufen am 31. März 2016.
  8. TeamViewer 11: Neue Funktionen bei teamviewer.com, abgerufen am 1. Dezember 2015.
  9. Welche Betriebssysteme werden unterstützt? bei teamviewer.com, abgerufen am 10. Juli 2015.
  10. Tecchannel
  11. TeamViewer Lizenzen und Preise für gewerbliche Nutzung
  12. TeamViewer-Sicherheitsinformationen: Verbindungsaufbau und Verbindungsarten (PDF; 460 kB)
  13. TeamViewer-Sicherheitsinformationen: Verschlüsselung und Authentifizierung (PDF; 460 kB)
  14. Siehe Punkt 5. "DATA PROTECTION" zur portablen Version 9 von TeamViewer: "TeamViewer takes the protection of your personal data very seriously ... Non-personal or anonymous data may be collected automatically to improve functionality and your experience with our Product, in particular to facilitate and improve the provision of software updates, Support, Content, TPM and other services. You agree that any non-personal or anonymous data collected may be sent to any of our worldwide offices or affiliates for processing."
  15. TeamViewer-Sicherheitsinformationen (PDF; 449 kB)
  16. TeamViewer-Handbuch (PDF; 3,4 MB)