TeamViewer

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TeamViewer
Logo
Entwickler TeamViewer GmbH
Aktuelle Version 9.0.27614 (Windows)
April 2014[1]

9.0.27339 (OS X)
März 2014[2]

9.0.24147 (Linux)
Dezember 2013[3]

9.0.1941 (Android)
10. April 2014[4]

9.0.25232 (iOS)
14. Januar 2014[5]

9.0.2 (Windows Phone)
8. Januar 2014[6]

Betriebssystem Windows, Mac OS X, Linux, Android, iOS, Windows Phone
Kategorie Fernwartung
Webkonferenz
Lizenz proprietär
Deutschsprachig ja
www.teamviewer.com

TeamViewer ist eine Desktop-Sharing-Software für Fernwartungen, Onlinepräsentationen, Onlinemeetings, Webkonferenzen, Dateitransfer und VPN, die durch Firewalls und NAT sowie Proxy-Server hindurch arbeitet. Im Gegensatz zu VNC nutzt es ein proprietäres Protokoll. Für Privatnutzer ist TeamViewer als Freeware verfügbar. Die TeamViewer GmbH in Göppingen ist Teil der GFI mit Sitz in Durham, North Carolina.

Betriebssysteme[Bearbeiten]

TeamViewer 9 ist mit Windows, OS X, verschiedenen Linux-Distributionen und Android kompatibel. Von iOS und Windows Phone aus kann nur ferngesteuert werden.[7]

Kommerzielle und nicht kommerzielle Nutzung[Bearbeiten]

Für die private, nicht kommerzielle Nutzung ist TeamViewer Freeware und kann ohne Einschränkungen genutzt werden.[8] Zusätzliche Funktionen wie eine optionale Verwaltungsdatenbank, sowie die Anpassung des Kundenmoduls mit eigenem Design stehen nur in der lizenzierten Version zur Verfügung.

Eine kostenpflichtige Lizenz bezieht sich jeweils auf den Arbeitsplatz, von dem aus Fernsteuerungen oder Meetings durchgeführt werden, nicht auf die ferngesteuerten Rechner oder eingeladenen Teilnehmer eines Meetings. Dabei kann ein einzelner Arbeitsplatz oder eine maximale Anzahl parallel möglicher Sitzungen lizenziert werden.[9]

Module[Bearbeiten]

TeamViewer gibt es in verschiedenen Modulen.[10]

Vollversion[Bearbeiten]

Die Vollversion von TeamViewer bietet die gesamte Funktionalität der Software. Eingehende und ausgehende Verbindung via Internet und LAN sind möglich, außerdem VPN-Verbindungen und Dateiübertragung. Die Vollversion kann als Windows-Systemdienst laufen.

Ab Version 5 ermöglicht das Programm eine Audio- und Videoübertragung über Voice over IP, eine Anwendungsauswahl, bei der nur spezielle Anwendungen präsentiert werden und einen lokalen Rückmonitor, das heißt die exakte Darstellung des übertragenen Bildschirminhalts.

Der TeamViewer Portable enthält den gleichen Funktionsumfang wie die Vollversion. Es werden aber dabei keinerlei Daten auf dem Computer gespeichert. TeamViewer Portable ist damit für den Einsatz auf einem USB-Stick gedacht. TeamViewer Portable ist nicht für Mac OS X erhältlich.

QuickSupport[Bearbeiten]

TeamViewer QuickSupport ist nur für eingehende Verbindungen nutzbar, wobei Netzwerk- und VPN-Verbindungen nicht akzeptiert werden. Die anderen Funktionen, Dateiübertragung und Fernwartung, sind verfügbar. Bei QuickSupport ist eine Installation nicht notwendig.

Im Downloadbereich der Website von TeamViewer ist es möglich, ein eigenes QuickSupport-Modul mit eigenen Logos und Texten zu erstellen. Dies ist für zahlende Kunden gedacht.

Host[Bearbeiten]

Das Hostmodul gestattet, ähnlich QuickSupport, eingehende Verbindungen mit dem gesamten Funktionsumfang, das heißt mit Netzwerk und VPN. Dazu wird es unter Windows nach der Installation als Systemdienst eingerichtet. Damit eignet sich der Host besonders für den Dauereinsatz, beispielsweise auf Servern. TeamViewer Host ist, mit eingeschränkter Funktionalität, für Mac OS X erhältlich.

Auch das Hostmodul kann individuell gestaltet werden. Wie beim erstellbaren QuickSupport ist es möglich, eigene Logos und Texte einzufügen.

QuickJoin[Bearbeiten]

Das QuickJoin-Modul ist für Onlinepräsentationen oder -meetings gedacht. Die Teilnehmer verbinden sich dabei über diese Anwendung zum Präsentator. Beim QuickJoin stehen alle Funktionen für Onlinepräsentationen wie VoIP, Video, Whiteboard und Chat zur Verfügung. Auch dieses Modul ist bezüglich eigenem Logo und Text anpassbar.

Verbindung über die Website[Bearbeiten]

Über die Loginseite kann man auch aus einem Browser heraus eine Verbindung zu TeamViewer aufbauen, womit plattformunabhängige Kompatibilität gegeben ist. Es sind dabei nur ausgehende Verbindungen möglich. Ein kostenfreies Konto wird dabei benötigt.

Netzwerkverbindungen[Bearbeiten]

TeamViewer verwendet für ausgehende Verbindungen den Standardport für HTTP, Port 80.[11] Es müssen keine eingehenden Verbindungen erlaubt sein. Es sind daher keine Anpassungen an Firewalls nötig, wenn Surfen im Web gestattet ist. Die Server des Herstellers vermitteln bei Bedarf die Verbindungen zwischen steuerndem und gesteuertem Rechner.[12]

Das Programm erlaubt die Nutzung von Verbindungen über Virtual Private Networks (VPN). Eine Installation des Programmes ist dafür notwendig.

Sicherheit[Bearbeiten]

Zugriff auf private Daten[Bearbeiten]

Beim Aufbau einer Verbindung überprüft TeamViewer zunächst, welche Verbindungsarten bei der bestehenden Konfiguration von Sicherheitsmaßnahmen (wie Firewalls und Proxyserver) hergestellt werden können. In 70% der Fälle kann nach der Aushandlung der Verschlüsselung über die TeamViewer-Server eine direkte Verbindung (über TCP oder UDP) zwischen beiden Endpunkten der Verbindung hergestellt werden[13]; die für diese Sitzung benötigte Datenübertragung wird dann nicht mehr über die TeamViewer-Server abgewickelt. Der Hersteller stellt in der Dokumentation eine Beschreibung des Sitzungsaufbaus zur Verfügung. Daraus geht hervor, wann Daten über die TeamViewer-Server übermittelt werden[14].

Datenübertragung[Bearbeiten]

TeamViewer nutzt eine Verschlüsselung auf der Basis des RSA-Kryptosystems und einer AES-Verschlüsselung mit 256 Bit.[15] Bei direkten Verbindungen zwischen zwei Rechnern im LAN wird symmetrische Verschlüsselung genutzt.[16]

Nach Angaben des Herstellers sind Man-in-the-middle-Angriffe nicht möglich. Dies soll durch den signierten Schlüsselaustausch von zwei Schlüsselpaaren gewährleistet werden. Dabei wird der öffentliche Schlüssel (Public Key) direkt ausgetauscht und damit der symmetrische Schlüssel (AES 256 Bit) generiert. Die öffentlichen Schlüssel werden über den Hauptserver ausgetauscht, der die Echtheit per Signatur über das Stammzertifikat bestätigt. Der öffentliche Schlüssel des Stammzertifikats ist den Clients bekannt, die damit die Echtheit der Signatur prüfen. Somit gibt es eine sichere Zertifikatskette, die den Clients bestätigt, dass ein öffentlicher Schlüssel zu einer bestimmten ID gehört.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Versionsgeschichte für Windows bei teamviewer.com, abgerufen am 3. April 2014.
  2. Versionsgeschichte für OS X bei teamviewer.com, abgerufen am 26. März 2014.
  3. Versionsgeschichte für Linux bei teamviewer.com, abgerufen am 30. Januar 2014.
  4. Downloadseite für Android bei play.google.com, abgerufen am 14. April 2014.
  5. Vorschauseite für iOS bei itunes.apple.com, abgerufen am 10. März 2014.
  6. Downloadseite für Windows Phone bei windowsphone.com, abgerufen am 30. Januar 2014.
  7. Welche Betriebssysteme werden unterstützt? bei teamviewer.com, abgerufen am 10. März 2014.
  8. Tecchannel
  9. TeamViewer Lizenzen und Preise für gewerbliche Nutzung
  10. TeamViewer Downloadseite
  11. TeamViewer Wissensdatenbank – Technik: Welche Ports werden von TeamViewer genutzt?
  12. TeamViewer-Sicherheitsinformationen: Verbindungsaufbau und Verbindungsarten (PDF; 449 kB)
  13. TeamViewer-Sicherheitsinformationen: Verbindungsaufbau und Verbindungsarten (PDF; 460 kB)
  14. TeamViewer-Sicherheitsinformationen: Verschlüsselung und Authentifizierung (PDF; 460 kB)
  15. TeamViewer-Sicherheitsinformationen (PDF; 449 kB)
  16. TeamViewer-Handbuch (PDF; 3,4 MB)