TeamViewer

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TeamViewer
Logo
Entwickler TeamViewer GmbH
Erscheinungsjahr 2006
Aktuelle Version 12.0.77242 (Windows)
April 2017[1]

12.0.75813 (macOS)
April 2017[1]

12.0.76279 (Linux)
April 2017[1]

12.1.76106 (iOS)
29. März 2017[2]

12.0.0.6394 (Blackberry)
1. Februar 2017[3]

12.1.7400 (Chrome OS)
26. Januar 2017[4]

Variiert je nach Gerät
bei den anderen Betriebssystemen[5][6]

Betriebssystem Windows, macOS, Linux, Android, iOS, Blackberry, Windows Phone, Windows 10 Mobile, Chrome OS
Kategorie Fernwartung
Webkonferenz
Lizenz proprietär
deutschsprachig ja
www.teamviewer.com

TeamViewer ist eine Fernwartungssoftware für Screen-Sharing, Videokonferenzen, Dateitransfer und VPN. Die Software arbeitet als Online-Dienst durch Firewalls und NAT sowie Proxy-Server hindurch. TeamViewer funktioniert nur mit der Internetprotokoll-Version 4 (IPv4). Im Gegensatz zu VNC nutzt es ein proprietäres Protokoll. Für Privatnutzer ist TeamViewer als Freeware verfügbar.

Die in Göppingen ansässige TeamViewer GmbH gehörte von Juli 2009 an der GFI Software mit Sitz in Luxemburg, bevor sie im Juli 2014 für 800 Millionen Euro von einem Unternehmen der in London ansässigen Permira gekauft wurde.[7][8][9]

Betriebssysteme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

TeamViewer 12[10] unterstützt Windows, macOS, bestimmten Linux-Distributionen (nur 32-Bit-Architekturen) sowie Android und iOS. Blackberry, Windows Phone und Windows 10 Mobile können nur ferngesteuert werden.[11]

Kommerzielle und nicht kommerzielle Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die private, nichtkommerzielle Nutzung ist TeamViewer Freeware und kann ohne Einschränkungen genutzt werden.[12] Zusätzliche Funktionen wie eine optionale Verwaltungsdatenbank stehen nur in der kostenpflichtigen Version zur Verfügung.

Eine kostenpflichtige Lizenz bezieht sich jeweils auf den Arbeitsplatz, von dem aus Fernsteuerungen oder Meetings durchgeführt werden, nicht auf die ferngesteuerten Rechner oder eingeladenen Teilnehmer eines Meetings. Dabei kann ein einzelner Arbeitsplatz oder eine maximale Anzahl parallel möglicher Sitzungen lizenziert werden.[13]

Programm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vollversion von TeamViewer bietet die gesamte Funktionalität der Software. Eingehende und ausgehende Verbindung via Internet und LAN sind möglich, außerdem VPN-Verbindungen und Dateiübertragung. Die Vollversion kann als Windows-Systemdienst laufen.

Ab Version 5 ermöglicht das Programm eine Audio- und Videoübertragung über IP-Telefonie, eine Anwendungsauswahl, bei der nur spezielle Anwendungen präsentiert werden, und einen lokalen Rückmonitor, das heißt die exakte Darstellung des übertragenen Bildschirminhalts.

Der TeamViewer Portable enthält den gleichen Funktionsumfang wie die Vollversion. Es werden aber dabei keinerlei Daten auf dem Computer gespeichert. TeamViewer Portable ist damit für den Einsatz auf einem USB-Stick gedacht. TeamViewer Portable ist nicht für OS X erhältlich.

Zugriff auf private Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbindungs- und Sitzungsaufbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Aufbau einer Verbindung überprüft TeamViewer zunächst, welche Verbindungsarten bei der bestehenden Konfiguration von Sicherheitsmaßnahmen (wie Firewalls und Proxyserver) hergestellt werden können. In 70 % der Fälle kann nach der Aushandlung der Verschlüsselung über die TeamViewer-Server eine direkte Verbindung (über TCP oder UDP) zwischen beiden Endpunkten der Verbindung hergestellt werden;[14] die für diese Sitzung benötigte Datenübertragung wird dann nicht mehr über die TeamViewer-Server abgewickelt. Der Hersteller stellt in der Dokumentation eine Beschreibung des Sitzungsaufbaus zur Verfügung. Daraus geht hervor, wann und wie Daten über die TeamViewer-Server übermittelt werden.[15]

Datenübertragung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der portablen Version stimmt der Anwender zu, dass „nicht personenbezogene Daten“ gesammelt werden dürfen.[16]

TeamViewer nutzt eine Verschlüsselung auf der Basis des RSA-Kryptosystems und einer AES-Verschlüsselung mit 256 Bit.[17] Bei direkten Verbindungen zwischen zwei Rechnern im LAN wird symmetrische Verschlüsselung genutzt.[18]

Nach Angaben des Herstellers sind Man-in-the-Middle-Angriffe nicht möglich. Dies soll durch den signierten Schlüsselaustausch von zwei Schlüsselpaaren gewährleistet werden. Dabei wird der öffentliche Schlüssel (Public Key) direkt ausgetauscht und damit der symmetrische Schlüssel (AES 256 Bit) generiert. Die öffentlichen Schlüssel werden über den Hauptserver ausgetauscht, der die Echtheit per Signatur über das Stammzertifikat bestätigt. Der öffentliche Schlüssel des Stammzertifikats ist den Clients bekannt, die damit die Echtheit der Signatur prüfen. Somit gibt es eine sichere Zertifikatskette, die den Clients bestätigt, dass ein öffentlicher Schlüssel zu einer bestimmten ID gehört. Das Abgreifen von Daten erfordert somit administrativen Zugriff auf den Hauptserver oder das Ausnutzen von etwaigen Sicherheitslücken des Serversystems.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Aktuelle Versionen für Windows, macOS und Linux bei teamviewer.com, abgerufen am 26. April 2017.
  2. Vorschauseite für iOS bei itunes.apple.com, abgerufen am 24. April 2017.
  3. Installationsseite für Blackberry bei appworld.blackberry.com, abgerufen am 24. April 2017 (teilweise englisch).
  4. Downloadseite für Chrome bei Chrome Web Store, abgerufen am 24. April 2017 (teilweise englisch).
  5. Installationsseite für Android bei play.google.com, abgerufen am 24. April 2017 (teilweise englisch).
  6. Installationsseite für Windows 10 (Mobile) und Windows Phone 8.1 bei microsoft.com, abgerufen am 24. April 2017 (teilweise englisch).
  7. Bernd Kling: Beteiligungsgesellschaft Permira übernimmt Teamviewer. ZDNet, 7. Juli 2014, abgerufen am 30. April 2015.
  8. GFI Software S.A.: Form F-1. Securities and Exchange Commission, 2. November 2012, abgerufen am 30. April 2015.
  9. TeamViewer. Permira, abgerufen am 31. März 2016.
  10. 21 Gründe für die Sie TeamViewer 12 lieben werden. In: teamviewer.com. Abgerufen am 24. April 2017.
  11. Which operating systems are supported? In: teamviewer.com. Abgerufen am 24. April 2017 (englisch).
  12. Tecchannel
  13. TeamViewer Lizenzen und Preise für gewerbliche Nutzung
  14. TeamViewer-Sicherheitsinformationen: Verbindungsaufbau und Verbindungsarten (PDF; 460 kB)
  15. TeamViewer-Sicherheitsinformationen: Verschlüsselung und Authentifizierung (PDF; 460 kB)
  16. Siehe Punkt 5. "DATA PROTECTION" zur portablen Version 9 von TeamViewer: "TeamViewer takes the protection of your personal data very seriously ... Non-personal or anonymous data may be collected automatically to improve functionality and your experience with our Product, in particular to facilitate and improve the provision of software updates, Support, Content, TPM and other services. You agree that any non-personal or anonymous data collected may be sent to any of our worldwide offices or affiliates for processing."
  17. TeamViewer-Sicherheitsinformationen (PDF; 449 kB)
  18. TeamViewer-Handbuch (PDF; 3,4 MB)