Berliner Hochschule für Technik

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Berliner Hochschule für Technik
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Motto Studiere Zukunft
Gründung 1823
Trägerschaft staatlich
Ort Berlin-Wedding
Bundesland BerlinBerlin Berlin
Land DeutschlandDeutschland Deutschland
Präsident Werner Ullmann
Studenten 12.667 (WS 2019/2020)[1]
Mitarbeiter 787 (Dezember 2018)
davon Professoren 287 (Dezember 2018)
Jahresetat 96,7 Mio. € (2018)[2]
Website www.bht-berlin.de
Hauptgebäude der Berliner Hochschule für Technik

Die Berliner Hochschule für Technik (BHT, von 2009 bis 2021 Beuth Hochschule für Technik Berlin genannt) ist eine staatliche Fachhochschule in Berlin. Mit rund 70 Studiengängen in acht Fachbereichen ist sie eine der größten ingenieurwissenschaftlichen Hochschulen in Deutschland.[1] Etwa 290 Professoren lehren an der BHT.

Die Berliner Hochschule für Technik setzt den Fokus auf technikbasierte Studienprogramme. Daneben gibt es interdisziplinäre Forschungsaktivitäten. Innovation, Anwendbarkeit und Praxisnähe zählen zu den Zielen der Hochschule.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1823–1971[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1823 erfolgte die Gründung einer Lehr- und Forschungsanstalt für Gartenbau in Berlin: das Beuth-Thaersche Gewerbeinstitut.[3] 1878 entstand die Baugewerkeschule Berlin und 1880 die Erste Handwerkerschule Berlin. 1882 folgte die Fachschule für Maurer und Zimmerer. Seit 1892 bestand die Städtische Maschinenbauschule Max Eyth Berlin. Alle genannten Einrichtungen hatten verschiedene Standorte.

Im Jahr 1909 kam es zur Gründung der Ingenieurschule Beuth. Ebenfalls für die spätere Entwicklung bedeutend war die um 1910 eingerichtete Technische Mittelschule im Wedding, Lütticher Straße 37–39.[4] 1919 entstand die Gewerbeschule Charlottenburg, 1922 folgte die Ingenieurschule Gauß. Am 3. Mai 1936 wurde die Höhere Graphische Fachschule der Stadt Berlin eingeführt.

1971 – Gegenwart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die später eingeweihte Technische Fachhochschule Berlin ging aus den vier 1966 gegründeten Berliner Staatlichen Ingenieurakademien hervor:[5]

  • Die Staatliche Ingenieurakademie für Gartenbau ging aus der 1823 gegründeten Gärtnerlehranstalt zu Schöneberg und Potsdam-Wildpark hervor. Sie ist die älteste gärtnerische Lehranstalt Deutschlands.
  • Die Staatliche Ingenieurakademie Gauß entstand aus der 1880 eröffneten Ersten Handwerkerschule Berlin.
  • Die Staatliche Ingenieurakademie Beuth ging aus der 1909 gegründeten Technischen Mittelschule Berlin hervor.
  • Die Staatliche Ingenieurakademie für Bauwesen Berlin entstand 1945/1946 durch die Zusammenlegung zweier Bauschulen zu den Vereinigten Bauschulen von Groß-Berlin. Dabei handelte es sich um die
Seminarsaal der Berliner Hochschule für Technik, 2009
    • Baugewerkschule Neukölln – Leinestraße, hervorgegangen aus der 1913 gegründeten Königlich-Preußischen Baugewerkschule Neukölln
    • Baugewerkschule in der Kurfürstenstraße, hervorgegangen aus der 1878 gegründeten Baugewerkschule des Berliner Handwerker-Vereins
Aus den Vereinigten Bauschulen von Groß-Berlin wurde 1954 die Staatliche Ingenieurschule für Bauwesen.

Im Jahr 1971 wurde die Technische Fachhochschule Berlin gegründet, in der weitere Fachbereiche und Studiengänge auch außerhalb des Bauwesens (z. B. Lebensmitteltechnologie) zusammengefasst wurden. Diese wurden nach und nach in überwiegend neuen Gebäuden an der Luxemburger Straße in Berlin-Wedding angesiedelt.

2009 wurde die Akademie in Beuth Hochschule für Technik Berlin umbenannt.[6][7] Die Fachhochschule trug den Namen des preußischen Ministerialbeamten Christian Peter Wilhelm Beuth. Ein Gutachten des Soziologie-Professors Achim Bühl, das Beuth eine entscheidende Rolle bei der gesellschaftlichen Festigung antisemitischer Ressentiments zuschreibt, brachte eine erneuten Umbenennung der Hochschule ins Gespräch.[8] 2020 stimmte die Akademische Versammlung für die Umbenennung.[9]

Seit dem 1. Oktober 2021 lautet der neue Name der Institution Berliner Hochschule für Technik (BHT).[10]

Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hochschule nutzt neben den Häusern auf dem Campus Wedding noch traditionell das Gebäude der Technischen Fachhochschule in der Kurfürstenstraße in Berlin-Schöneberg sowie das Forum Seestraße in den Osram-Höfen, Räumlichkeiten in einem Gebäude der Schwedenstraße sowie ein Gebäude in der Reinickendorfer Wittestraße und das Gründungszentrum (Beuth Startup Hub) in der Residenzstraße.[11]

Aufgrund der Vorgeschichte der BHT mit ihren unterschiedlichen Gründungselementen in verschiedenen Bezirken gibt es kein Hauptgebäude. Das Haus Beuth an der Lütticher Straße am Campus gilt als Zentrale der Hochschule, da sich hier die Hauptverwaltung befindet.

Haus Beuth (A)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Haus Beuth ist das älteste Gebäude auf dem Campus. Es entstand zwischen 1908 und 1910 als 53. und 300. Gemeindeschule, Diesterweg-Realschule und Technische Mittelschule durch den Stadtbaurat Ludwig Hoffmann unter Mitwirkung des Magistratsbaurats Georg Matzdorff, Stadtbaumeisters Straßmann, Regierungsbaumeisters Salingré sowie der Architekten Julius Buchholz und Gerecke. Die Skulpturen waren Werke von Ignatius Taschner.

Eingangsportal in der Lütticher Straße

Mit seiner außerordentlichen Größe und räumlichen Vielfalt bildet das „Schulschloss“ eine Ausnahme im Werk Ludwig Hoffmanns und im Schulbau der Stadt Berlin. Häufig wurden vor dem Ersten Weltkrieg Schulen zu Baugruppen zusammengefasst, aber nur am Zeppelinplatz ergab sich die einzigartige Kombination von vier schulischen Einrichtungen unterschiedlicher Schularten. Die Schulen nutzen nicht nur einen gemeinsamen Standort wie beispielsweise die Gemeindeschulen an der Antonstraße, sondern sind in einem gemeinsamen Gebäude vereint, ohne als eigenständige Einheiten erkennbar zu sein. Das schlossartige Bauwerk an Lütticher Straße 37–39, Ostender Straße 39/40, Antwerpener Straße 15 und Limburger Straße umfasst einen ganzen Baublock und beherrscht das umliegende Wohngebiet. Es erinnert in der Formensprache an das nur wenige Hundert Meter entfernte, 1906 von Hoffmann errichtete Rudolf-Virchow-Krankenhaus.

Ludwig Hoffmann betonte die Hauptfassade an der Lütticher Straße, den Flügel der Diesterweg-Realschule, mit einem monumentalen blockhaften Turmaufsatz, der nach zwei Geschossen mit einer barocken Balustrade flach abschließt. Dem Realschultrakt waren zwei Lehrerwohnhäuser vorgelagert, die, im Grundriss ein „L“ bildend, die Straßenecken markierten. Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs ist nur noch das rechte Lehrerwohnhaus erhalten. Im Flügel an der Ostender Straße waren die 53. und 300. Gemeindeschule untergebracht. Die Technische Mittelschule, gegründet 1909, nutzte die Klassentrakte an Antwerpener und Limburger Straße. Im Innenhof ist ein niedriger Querbau angeordnet, der als Laboratorium und Versuchswerkstatt für Maschinen diente. Eiserne Fachwerkbinder überspannen den Hallenraum, der auch heute noch technische Laboratorien beherbergt. Dem Quergebäude entsprachen zwei Turnhallen an der gegenüberliegenden Seite des Innenhofs, die jedoch 1945 den Bomben zum Opfer fielen. Nach wiederholten alliierten Luftangriffen zwischen 1941 und 1945 musste der Lehrbetrieb eingestellt werden und wurde nach der totalen Demontage der technischen Einrichtungen in die Grüntaler Straße verlegt werden. Der Bestand der Bibliothek sowie das transportable Mobiliar wurden durch Russische Truppen auf einem großen Scheiterhaufen im Innenhof des Hauses Beuth verbrannt. Der kriegszerstörte Flügel an der Ostender Straße wurde 1956–1957 wiederaufgebaut.[12] Es ist ein gelistetes Baudenkmal.

Das Haus beherbergt traditionell die Fachbereiche mit Schwerpunkt Maschinenbau. Im vorgelagerten Annex-Haus an der Lütticher / Limburger Straße befindet sich das Präsidium.

Haus Gauß (B)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haus Gauß, Ansicht Amrumer Straße

Das Haus war ab 1964 Sitz der Staatlichen Ingenieurakademie Gauß, die sich zuvor in der Bochumer Straße 8 befand und ist nach dem Mathematiker, Astronomen, Geodäten und Physiker Carl Friedrich Gauß (1777–1855) benannt. Der Gebäudekomplex entstand 1960–1964 durch Herbert Rimpl und besteht aus einem 150 Meter langen fünfgeschossigen Hauptgebäude, einem parallel dazu angeordneten eingeschossigen Labortrakt und einer Aula. Mit dem außen sichtbaren Stahlbetonskelett, dem kubischen Aufbau und den großen Fensterflächen ist das Hochschulgebäude ein typisches Beispiel für die moderne Architektur der 1950er und 1960er Jahre. Dem Hauptgebäude ist die Aula vorgelagert. Auf einem zurückgesetzten Unterbau ruht ein kubisches, an drei Seiten geschlossenes Obergeschoss. Der Bezirk Wedding ließ die Aula, nunmehr Max-Beckmann-Saal, 1988–1990 in einen Mehrzwecksaal für Konzert- und Theaterveranstaltungen umbauen, der heute das Atze Musiktheater beherbergt. Das Hauptgebäude wurde 1994–1996 durch die Berliner Architekten Lautsch & Partner um ein Geschoss aufgestockt.[13] Es ist ein gelistetes Baudenkmal.

Das Haus Gauß beherbergt vor allem die Bereiche der Elektrotechnik sowie Informatik und Wirtschaftsingenieurwissenschaften.

Haus Grashof (C)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haus Grashof an der Luxemburger Straße

Das Haus Grashof entstand von 1968 bis 1973 als Erweiterung zum Haus Beuth und ist mit diesem durch einen Übergang verbunden. Es trägt den Namen des Maschinenbau-Ingenieurs Franz Grashof (1826–1893), Mitbegründer des Akademischen Vereins Hütte, Mitbegründer und erster Direktor des VDI von 1856 bis 1890. Es besteht aus einem Hochhaus mit zwölf Obergeschossen und dem vorgelagerten Flachbau, in dem die Labore der Elektrotechnik und des Maschinenbaus untergebracht sind. Hier befindet sich auch der größte Hörsaal, der am 20. November 2013 in Ingeborg-Meising-Saal umbenannt wurde und zuvor Beuth-Saal hieß. Ingeborg Meising (1921–2012) war Mathematikerin und wurde 1971 als erste Professorin an die Technische Fachhochschule berufen. Im Untergeschoss gibt es eine Cafeteria. Teile des Hauses wurden 2012 neu gestaltet. 2005 wurde ein Gewächshaus (G) für den Studiengang Gartenbau vor dem Haus fertiggestellt. Auf dem Gebäudedach befinden sich eine Solaranlage und eine LoRaWAN-Antenne.

Haus Bauwesen (D)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haus Bauwesen

Das Haus für Bauwesen entstand von 1972 bis 1976 durch die Architekten von Beulwitz und Bonn. Es ist in zwei Längstrakte gegliedert, die durch drei Zwischenbauten miteinander verbunden sind. In den Längstrakten gibt es Hörsäle, Lehr- und Büroräume sowie die Bibliothek und das Hochschulrechenzentrum. Das Haus Bauwesen beherbergt die nach dem Zusammenschluss der Ingenieurakademie zur Technischen Fachhochschule Berlin im Jahr 1971 übernommenen Studienschwerpunkte Architektur, Bauwesen sowie Geoinformationswesen der ehemaligen Ingenieurakademie für Bauwesen Kurfürsten- und Leinestraße. Außerdem befindet sich hier das Fernstudieninstitut, die Zentralreferate Forschung und Technologietransfer sowie das Zentrum für Forschung und Innovation (ZFI). Teil des Gebäudes ist des Weiteren eine Cafeteria sowie die Mensa, gelegen an der Luxemburger Straße.

Forum Seestraße (F)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Forum Seestraße

Das ehemalige Glühlampenwerk entstand zwischen 1904 und 1910 durch den Architekten Hermann Enders für die Sigmund Bergmann Glühlampen AG. Weitere Bauten kamen 1912–1914 und 1936–1937 hinzu. Die Fabrik wurde 1935 von der Osram GmbH übernommen, in Osram Werk B umbenannt und zum größten Glühlampenwerk Europas ausgebaut.[14] Nach 1990 wurde das Werk aufgegeben, es entstanden die Osram-Höfe, ein vielfältig genutztes Geschäfts- und Gewerbezentrum. Von der Berliner Hochschule für Technik wird seit 1987 das ehemalige Verwaltungsgebäude an der Seestraße 64 im 2., 3. und 5. Obergeschoss nach Umbau zu Laboratorien durch die TFH genutzt. Hier befinden sich Einrichtungen der Bereiche Life Sciences und Medizinisch/Physikalische Technik, sowie Umwelttechnologien/-wissenschaften.

Haus Kurfürstenstraße (K)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haus Kurfürstenstraße

Das Haus Kurfürstenstraße entstand von 1911 bis 1914 als Baugewerkschule durch den Stadtbaurat Ludwig Hoffmann und wurde noch kurz vor Kriegsbeginn 1914 eingeweiht.[15] Durch Kriegsschäden wurde das Gebäude unbenutzbar, es verfügte lange Zeit nur über ein Notdach und einer der Seitenflügel war den Bomben gänzlich zum Opfer gefallen. Erst 1953, nach dem der Wiederaufbau beendet worden war, konnte der Lehrbetrieb in der Kurfürstenstraße 141 mit den Schwerpunkten Hochbau und Tiefbau wieder aufgenommen werden. Nach der Eingliederung der nunmehr Staatliche Ingenieurschule (bzw. -akademie) für Bauwesen Berlin genannten Einrichtung in die Technische Fachhochschule, erfolgte 1976 der Umzug der Baufachbereiche in das Haus Bauwesen. Das Haus wird für den Fachbereich Lebensmitteltechnologie genutzt. Heute befinden sich dort der Studiengang Augenoptik und Optometrie. Das Haus ist ein gelistetes Baudenkmal.

Wedding Advanced Laboratories (WAL)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit den Wedding Advanced Laboratories wird in ein Laborgebäude für die biotechnologischen und pharmazeutischen Studiengänge entstehen.[16] Das Gebäude ist Teil des Zwei-Standort-Vorhabens zur Schließung kostenintensiver Außenstellen und soll zwischen Haus Grashof und der Luxemburger Straße gebaut werden. Der Baubeginn ist für 2020 geplant.[17]

Fachbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Humanoider Roboter Myon, entwickelt im Fachbereich VII

Die Berliner Hochschule für Technik ist in Fachbereiche anstelle von Fakultäten gegliedert. Es bestehen acht Fachbereiche mit jeweils drei bis neun Studiengängen.

Seit 2005 werden nur Bachelor- und Master-Studiengänge angeboten. Die BHT ist die einzige Fachhochschule Deutschlands, die als staatliche Institution ein Studium der Theater- und Veranstaltungstechnik anbietet.

Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Virtuelle Fachhochschule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen des Hochschulverbundes Virtuelle Fachhochschule (VFH) werden länderübergreifend mehrere Online-Studiengänge angeboten.[18]

Von 1999 bis 2003 nahm die Technische Fachhochschule Berlin am Bundesleitprojekt Virtuelle Fachhochschule für Technik, Informatik und Wirtschaft teil. Ziel des Projektes war es, das FH-Studium den geänderten gesellschaftlichen und technischen Bedingungen anzupassen sowie weitergehende Anpassungsfähigkeit aufzubauen und dauerhaft sicherzustellen. Neben der Technischen Fachhochschule Berlin arbeiteten an der Entwicklung der Virtuellen Fachhochschule zehn weitere Fachhochschulen, zwei Universitäten, die Tarifpartner sowie Firmen aus den norddeutschen Bundesländern und das Bundesministerium für Bildung und Forschung zusammen.[19] Nach erfolgreichem Projektabschluss wird die Organisation an der BHT vom Labor Online Learning weitergeführt.

Zentrales Fernstudieninstitut[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Berliner Hochschule für Technik verfügt über ein Fernstudieninstitut (FSI), das 1983 als Zentralinstitut gegründet wurde. Für dessen weiterbildende Fernstudienangebote wird ein Nutzungsentgelt erhoben. Studierende der Masterstudiengängen bekommen auch einen Studentenstatus.

Zentrum für Forschung und Innovation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das 2019 eingerichtete und im Aufbau befindliche Zentrum für Forschung und Innovation (ZFI) dient der Stärkung und Koordinierung des Forschungsprofils der Hochschule, der Unterstützung des kooperativ an der Hochschule promovierenden wissenschaftlichen Nachwuchses sowie der Entwicklung von fachbereichsübergreifenden Forschungsvorhaben. Im Oktober 2020 wurden im Zuge dessen die Forschungsverbünde Data Science +X und Humanoide Robotik und Mensch-Technik-Interaktion (HARMONIK) eingerichtet.[20]

Kompetenzzentrum Stadt der Zukunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prof. Dr. Robert Strzebkowski, Fachbereich VI

Die Hochschule nutzt das Themenfeld Stadt der Zukunft seit etwa 2009 als Leitbild für die eigene Lehr- und Forschungstätigkeit.[21] Neben Lehrveranstaltungen[22][23] und Wettbewerben[24] betreibt die Hochschule ein aus den drei Clustern „Leben“, „Infrastrukturen“ und „Urbane Technologien“ bestehendes Kompetenzzentrum.[25]

Kompetenzzentrum Digitale Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kompetenzzentrum Digitale Medien soll die Umsetzung der Digitalisierungsstrategien befördern und diese fortentwickeln. Es setzt sich aus dem Vizepräsidium für Studium und Lehre, einer wissenschaftlichen Leitung des Referats Qualitätsmanagement sowie bei Bedarf weiteren Hochschulangehörigen zusammen.[26] Neben der Auszeichnung guter Lehre soll die Beratung auch für Einrichtungen außerhalb der Hochschule zur Verfügung gestellt werden.[27]

Hochschulsport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die BHT verfügt über eine Zentraleinrichtung für Hochschulsport, die zum Beispiel auch Olympiastützpunkt Berlin ist. Außerdem werden hier die Sicherheitskräfte im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) weitergebildet.

Studierendenschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gruppierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Hochschule existieren neben den Gremien der Studierendenschaft, dem Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA), dem Studierendenparlament (StuPa) und den Fachschaftsräten (FSR), mehrere Initiativen und Hochschulgruppen.[28] So organisieren sich einige Architekturstudierende als Bautrieb Berlin, während die Studierendeninitiative Rat für Zukunftsweisende Entwicklung (RZE),[29] die Hochschulgruppe des Berliner Komitees für UNESCO-Arbeit,[30] die Studenten und Jungingenieure des VDI Bezirksvereins Berlin-Brandenburg,[31][32] die BEpreneurs,[33] ein lokaler Fridays-for-Future-Ableger[34] und die Initiative für Transparenz und Kommunikation (ITK) campusweit agieren. Zuletzt waren neben der Autonomen Linke Liste (ALL)[35] die Femiliste, Freibier-Liste, Für Transparenz in der Lehre (FTL), sowie weitere Studierende der allgemeinen Liste im StuPa vertreten.[36]

Promotionsstipendien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2009 haben Graduierte dieser sowie anderer Hochschulen und Universitäten die Möglichkeit, sich um ein Promotionsstipendium am Campus zu bewerben. Voraussetzung sind jeweils eine betreuende Professur der BHT und einer Universität, eine sehr gute Abschlussnote eines akademischen Grades und die mehrheitliche Durchführung der Forschung am Campus der Hochschule.[37][38]

Mitgliedschaften und Kooperationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinsam mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen wie dem Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB) hat die Hochschule mehrere sogenannte Sektoralprofessuren eingerichtet.[39][40]

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der AStA betreibt seit Ende 2017 ein eigenes Newsportal, das sich den studentischen Aktivitäten an der Hochschule widmet;[41] Sprechzeiten der Referate finden seit Beginn der COVID-19-Pandemie über einen eigenen Discord-Server statt.[42] Ebenfalls aktiv ist die AStA-eigene Präsenz zu Kontaktdaten, Sprechzeiten und für gremienpolitische Weiterverlinkungen.[43] Der Fachschaftsrat VI hostet ein hochschulweites Online-Forum auf Discourse-Basis.[44]

Professoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

siehe Kategorie „Hochschullehrer (Beuth Hochschule für Technik Berlin)“

Prof. Dr. Ilona Buchem

Bekannte Absolventen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Günter Sodan (Hrsg.): Die Technische Fachhochschule Berlin im Spektrum der Berliner Bildungsgeschichte. Berlin, 1988, ISBN 3-926714-00-X.
  • Heidemarie Wüst, Ulla Ruschhaupt, Sylvia Ehrhardt (Hrsg.): Profile. Frauengeschichte(n) der Technischen Fachhochschule Berlin. Berlin, 2004, ISBN 3-9809581-3-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Zahlen und Fakten, Berliner Hochschule für Technik, abgerufen am 8. Oktober 2021.
  2. Leistungsbericht über das Jahr 2018 zur Umsetzung des Hochschulvertrags. (PDF) Land Berlin, S. 22, abgerufen am 3. August 2020.
  3. Historische Gebäude – fast alle großen Bürgerhäuser und Adelspaläste sind zerstört oder abgerissen. Doch gibt es Ideen, ihre Spuren an alten Standorten sichtbar zu machen. Sechs Beispiele aus der alten Mitte. Bild-Text-Beitrag in der Berliner Zeitung, nach Ausarbeitungen von Benedikt Goebel (stadtforschung.berlin) und Lutz Mauersberger (berlin-mitte-archiv.com) 9. Oktober 2017, S. 16.
  4. Lütticher Straße 37–39. In: Berliner Adreßbuch, 1911, III, S. 969. „50. und 300. Gemeindeschule – XIV. Realschule – I. Technische Mittelschule“.
  5. Beuth Hochschule Geschichte
  6. Beuth Hochschule für Technik Berlin, TFH wird Beuth.
  7. Berliner Gesetz zur Zusammenführung von Fachhochschulen vom 17. Juli 2008. (Memento vom 16. Dezember 2013 im Internet Archive; PDF; 329 kB)
  8. Amory Burchard, Tilmann Warnecke: Antisemitismus des Namensgebers. Beuth-Hochschule diskutiert über Umbenennung. In: Der Tagesspiegel. 20. Juni 2018, abgerufen am 21. Juni 2018.
  9. Amory Burchard, Lorenz Maroldt, Tilmann Warnecke: Antisemitischer Namensgeber. Beuth-Hochschule benennt sich um. In: Der Tagesspiegel. 23. Januar 2020, abgerufen am 23. Januar 2020.
  10. Amory Burchard: Abschied von antisemitischem Namensgeber. Beuth-Hochschule wird Berliner Hochschule für Technik. In: Der Tagesspiegel. 28. Januar 2021, abgerufen am 28. Januar 2021.
  11. Beuth-Hochschule
  12. 53. und 300. Gemeindeschule & Diesterweg-Realschule & Technische Mittelschule
  13. Staatliche Ingenieurschule Gauß
  14. Siegmund Bergmann Glühlampen AG & Osram GmbH (ab 1935)
  15. Technische Fachhochschule
  16. Neubau eines Instituts- und Laborgebäudes. „Wedding Advanced Laboratories“. In: Müller Reimann Architekten. Thomas Müller Ivan Reimann Architekten GmbH, abgerufen am 16. Januar 2020.
  17. Bauprojekte der Beuth Hochschule für Technik Berlin. (PDF; 780 kB) In: Beuth Hochschule für Technik Berlin. März 2017, abgerufen am 9. Februar 2018.
  18. On Campus, Richtig studieren im Netz (Seite für Online-Studenten)
  19. Bundesleitprojekt Virtuelle Fachhochschule, Arbeitsgruppe der Beuth Hochschule
  20. Zentrum für Forschung und Innovation. In: Beuth Hochschule für Technik Berlin. Abgerufen am 28. März 2021.
  21. Podcast zum Leben in der Stadt der Zukunft. In: Beuth Hochschule für Technik Berlin. 9. Februar 2021, abgerufen am 28. März 2021.
  22. Doreen Kruppa: 2701. Diversity in der Stadt der Zukunft/Diversity in the City of the Future. Studium Generale. Modulbeschreibung. (PDF) In: Beuth Hochschule für Technik Berlin. Abgerufen am 28. März 2021.
  23. 2729. Stadt der Zukunft/City of Tomorrow. Studium Generale. Modulbeschreibung. (PDF) In: Beuth Hochschule für Technik Berlin. Abgerufen am 28. März 2021.
  24. Wettbewerb Stadt der Zukunft. In: Beuth Hochschule für Technik Berlin. Abgerufen am 28. März 2021.
  25. Stadt der Zukunft. Innovative Studienangebote und Forschungsaktivitäten. In: Beuth Hochschule für Technik Berlin. Abgerufen am 28. März 2021.
  26. Kompetenzzentrum Digitale Medien. In: Beuth Hochschule für Technik Berlin. Abgerufen am 28. März 2021.
  27. J. Wedekind: Beuth Hochschule für Technik Berlin. In: e-teaching.org. Stiftung Medien in der Bildung (SbR), Leibniz-Institut für Wissensmedien, September 2020, abgerufen am 28. März 2021.
  28. Studierendenvertretung. In: Beuth Hochschule für Technik Berlin. Abgerufen am 5. Dezember 2019.
  29. Wer wir sind. In: Rat für Zukunftsweisende Entwicklung (Homepage). Abgerufen am 3. Mai 2018.
  30. Berliner Komitee für UNESCO-Arbeit e. V. Abgerufen am 18. Juli 2018.
  31. Arbeitskreis Studenten und Jungingenieure (SuJ). Beuth Hochschule für Technik Berlin. In: VDI Bezirksverein Berlin-Brandenburg. Abgerufen am 16. Dezember 2018.
  32. Paul Jerchel: Infoabend VDI-Hochschulgruppe. In: News.Studis-BHT.de. Allgemeiner Studierendenausschuss (AStA) der Beuth-Hochschule für Technik Berlin, 26. November 2018, abgerufen am 16. Dezember 2018.
  33. Ein Projekt der Beuth Hochschule für Technik. Eine von Studenten betriebene Initiative, rund um das Thema Entrepreneurship. In: BEpreneurs. Beuth Hochschule für Technik Berlin, abgerufen am 21. Juni 2019.
  34. Fridays for Future BHT Berlin. In: Twitter. Abgerufen am 16. Juli 2019.
  35. Autonome Linke Liste. In: Homepage der Autonomen Linken Liste. Abgerufen am 20. Mai 2021.
  36. Beuth Hochschule für Technik Berlin. Große Gremienwahl vom 04.–06.12.2018. Vorläufiges amtliches Endergebnis. (PDF) In: Beuth-Hochschule für Technik Berlin. Zentraler Wahlvorstand (ZWV), 6. Dezember 2018, abgerufen am 16. Dezember 2018.
  37. Promotionsstipendium. Stipendien für hochqualifizierte Absolventinnen und Absolventen. In: Beuth Hochschule für Technik Berlin. Abgerufen am 18. Dezember 2018.
  38. Satzung zu den Promotionsstipendien der Beuth-Hochschule für Technik Berlin (Promotionsstipendiensatzung). Amtliche Mitteilung. 38. Jg., Nr. 43. (PDF) In: Beuth Hochschule für Technik Berlin. Präsident/in der Beuth-Hochschule, 7. Dezember 2017, abgerufen am 18. Dezember 2018.
  39. sz: Andrea Denker ist Professorin für „Beschleunigerphysik für die Medizin“. In: Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie. 16. Oktober 2018, abgerufen am 20. Juli 2021 (deutsch).
  40. sz: Bernd Stannowski ist Professor an der Beuth Hochschule für Technik Berlin. In: Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie. 14. Mai 2019, abgerufen am 20. Juli 2021 (deutsch).
  41. About. In: News.Studis-BHT.de. Abgerufen am 3. Mai 2018.
  42. Sprechzeiten. AStA der BHT, abgerufen am 30. März 2021 (deutsch).
  43. asta.studis-bht.de
  44. Discourse Studierendenschaft BHT. Fachschaftsrat VI. Studierendenschaft der Beuth Hochschule für Technik Berlin, abgerufen am 30. März 2021.
  45. beuth-hochschule.de

Koordinaten: 52° 32′ 40″ N, 13° 21′ 10″ O