Technischer Zug

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Taktisches Zeichen des Technischen Zuges

Der Technische Zug (TZ) ist die Basiseinheit des Technischen Hilfswerk.[1] Jeder Ortsverband hat mindestens einen, mitunter jedoch auch mehrere. Jeder Technische Zug besteht aus einem Zugtrupp, dem auch der Zugführer angehört, einer Bergungsgruppe und einer Fachgruppe.[2]

Auf örtlicher Ebene gibt es 712 Technische Züge in derzeit 668 Ortsverbänden.[3] Die Technischen Züge haben die Bergungs- und Instandsetzungszüge ersetzt.

Der Zugführer führt den Technischen Zug und wird von seinem Zugtrupp organisatorisch unterstützt. Ihm unterstehen die Bergungs- und Fachgruppen, die wiederum von den Gruppenführern geleitet werden. Die Fachgruppen sind in Trupps gegliedert, denen ein Truppführer vorsteht.

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Technische Zug[4]

  • erkundet Schadenslagen,
  • dringt durch Überwinden oder Wegräumen von Hindernissen zu Schadenstellen vor,
  • ortet Verschüttete und Eingeschlossene mittels technisch-/elektronischen Ortungsgeräten,
  • markiert erkundete Schadenstellen,
  • rettet Verschüttete und Eingeschlossene und leistet dabei Erste Hilfe,
  • transportiert Verletzte aus Gefahrenbereichen,
  • durchdringt Bauwerksteile und führt schwere Bergungsarbeiten mit Hochleistungsgeräten durch,
  • führt technische Sicherungsarbeiten durch und legt gegebenenfalls einsturzgefährdete Bauwerksteile nieder,
  • rettet Tiere und birgt Sachwerte und transportiert diese aus Gefahrenbereichen,
  • birgt Leichen und Kadaver,
  • bekämpft im Rahmen von Rettungs- und Bergungsmaßnahmen besondere Gefahren (z. B. Wasser, Entstehungsbrände),
  • leuchtet Schadenstellen aus,
  • beräumt Trümmer und legt Zu-/Abfahrtswege bzw. Aufstellflächen für den Einsatzbedarf an,
  • baut behelfsmäßige Stege und kleine Brücken,
  • leistet Arbeiten bei Eindämmung und Leitung von abfließendem Wasser,
  • beräumt Schadenstellen durch Zerkleinern, Einebnen, Wegräumen zur Beseitigung anhaltender Störungen und
  • leistet weitere technische Hilfe bei Transport und Umschlag von Ausstattung, Baumaterial, Maschinen, Havariegut und Abraum

Personal/Stärke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anzahl der Helfer im Technischen Zug ist von seiner Zusammensetzung abhängig. Der Zugtrupp (ZTr TZ) besteht aus vier Helfern (Stärke 1/1/2/4), die Bergungsgruppe (B) können bereits in der Zahl ihrer Helfer variieren: sie setzen sich, abhängig der Ausrüstung, aus neun (0/2/7/9) oder zwölf (0/2/10/12) Helfern zusammen. Die Größen der Fachgruppen (FGr) sind sehr unterschiedlich, so dass die Personalstärke eines Technischen Zuges bei mindestens 19 Helfern (1/5/13/19) liegt (ZTr + B + FGr Sprengen).

Die Grundstruktur: TZ = ZTr TZ + B + FGr ( + weitere FGr)

Die Personalstärken der Trupps und Gruppen sind:

Fahrzeuge & Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ausstattung des Technischen Zuges variiert in gleichem Maße wie die personelle Zusammensetzung und ist in der Stärke- und Ausstattungsnachweisung (StAN) festgelegt:

Fahrzeuge und Geräte des Zugtrupps, der Bergungsgruppen und der Fachgruppen bilden die Gesamtausrüstung.

Häufigstes Fahrzeug beim THW: Der GKW

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Technisches Hilfswerk (Hrsg.): Stärke- und Ausstattungsnachweisung - Technischer Zug. StAN-Nr. 02-00, 1. Juli 2021, S. 4.
  2. Technischer Zug (TZ). In: thw.de. Technisches Hilfswerk, abgerufen am 25. Februar 2022.
  3. Technisches Hilfswerk: Einheit / Teileinheit. In: Navigationssystem THW. Bonn April 2020, S. 2.15.
  4. Technisches Hilfswerk (Hrsg.): Stärke- und Ausstattungsnachweisung - Technischer Zug. StAN-Nr. 02-00, 1. Juli 2021, S. 4 (bearbeitet nach [1]).