Technischer Zug

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Der Technische Zug des Technischen Hilfswerks ist die Basiseinheit des THW. Jeder Ortsverband hat mindestens einen, mitunter jedoch auch mehrere. Jeder Technische Zug besteht aus dem Zugführer mit seinem Zugtrupp und einer Bergungsgruppe sowie einer Fachgruppe oder zweiten Bergungsgruppe.[1] Ob zusätzlich oder alternativ zur Fachgruppe eine zweite Bergungsgruppe disloziert wird, hängt von den Erfordernissen im konkreten Einzelfall ab.

Auf örtlicher Ebene gibt es 727 Technische Züge (TZ) in derzeit 668 Ortsverbänden. Hier vertritt der THW-Ortsbeauftragte die Bundesbehörde THW als ehrenamtlicher Behördenleiter. Durch diese Organisation ist eine schnelle und flächendeckende Einsatzfähigkeit für die vielfältigen Bedürfnisse gegeben. Die Technischen Zügen sind gewissermaßen die Nachfolgeeinheiten der Bergungs- und je nach Fachgruppe auch der Instandsetzungszüge.

Der Zugführer führt den Technischen Zug und wird von seinem Zugtrupp organisatorisch unterstützt. Ihm unterstehen die Bergungs- und Fachgruppen, die wiederum von den Gruppenführern geleitet werden. Die Fachgruppen sind in Trupps gegliedert, denen ein Truppführer vorsteht.

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Aufgaben des THW liegen in der technischen Hilfe im Zivilschutz, humanitärer Hilfeleistung im Auftrag der Bundesregierung im Ausland und der Bekämpfung von Katastrophen, öffentlichen Notständen sowie Unglücksfällen größeren Ausmaßes. Im Einzelnen leistet der technische Zug als Einheit das komplette Spektrum der Bergungsaufgaben: dies reicht von der Erkundung der Schadenslagen und Markierung der Schadensstellen, weiterhin Vordringen in Schadenstellen und Retten Verschütteter, wobei Hindernisse durchbrochen oder überwunden werden müssen. Dem schließt sich auch die Erste-Hilfe-Leistung für Verletzte an. Auch die Rettung von Tieren gehört dazu, sowie die Bergung von Sachgütern. Mitunter sind im Einsatz Randbedingungen ungünstig: so beräumen die Helfer des technischen Zuges erst Trümmer oder schaffen Zufahrtswege, bauen Stege, oder Behelfsbrücken, dämmen abfließende Wässer ein oder leuchten Einsatzstellen aus. Zu den Arbeiten gehören auch Transport und Umschlag von Ausstattung, Baumaterial und Maschinen und Abtransport von Abraum und Havariegut.

Personal/Stärke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anzahl der Helfer im Technischen Zug ist von seiner Zusammensetzung abhängig. Der Zugtrupp (ZTr) besteht aus vier Helfern, die Bergungsgruppe 1 (B1) und die Bergungsgruppe 2 (B2) können bereits in der Zahl ihrer Helfer variieren: sie setzen sich, abhängig der Ausrüstung, aus neun oder zwölf Helfern zusammen. Die Größen der Fachgruppen (FGr) sind sehr unterschiedlich, so dass die Personalstärke eines Technischen Zuges bei mindestens 19 Helfern liegt (ZTr, B1, FGr Sprengen).

Die Grundstruktur: TZ = ZTr (4 Helfer) + B1 (x) + FGr (x) + (weitere FGr (x)):

Die Personalstärken der Gruppen sind:

Fahrzeuge & Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ausstattung des Technischen Zuges variiert in gleichem Maße wie die personelle Zusammensetzung und ist in der Stärke- und Ausstattungsnachweisung (StAN) festgelegt:

Fahrzeuge und Geräte des Zugtrupps, der Bergungsgruppen und der Fachgruppen bilden die Gesamtausrüstung.

Häufigstes Fahrzeug beim THW: Der GKW

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. THW - Technischer Zug (TZ)