Technotronic

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Technotronic
Allgemeine Informationen
Genre(s) Hip House, New Beat, Eurodance
Gründung 1989
Auflösung 2002
Neugründung 2009 (mit der Originalbesetzung Ya Kid K & MC Eric)
Website http://www.myspace.com/theoriginaltechnotronic
Gründungsmitglieder
Produzent
Jo Bogaert alias Thomas de Quincey
Produzent
Patrick DeMeyer
Aktuelle Besetzung
Produzent
Jo Bogaert
Produzent
Patrick DeMeyer
Gesang
Manuela „Ya Kid K“ Kamosi
Weitere Beteiligte
  • Eric „MC Eric/Me One“ Martin
  • Réjane „Reggie“ Magloire
  • Melissa Beckford
  • Desiree „Daisy Dee“ Rollocks
  • Colin „Einstein“ Case
  • Charles Fitzgerald „Black Diamond“ Davis
  • Monday Osaigbovo „Monday Midnite“ Agbonze
  • Felly Kilingi
  • Helen Mwangi-Taylor

Technotronic ist eine Band aus Brüssel, bestehend aus den belgischen Produzenten Jo Bogaert und Patrick DeMeyer, das mit seinen von Hip House, New Beat und teils EBM beeinflussten Tracks Pump Up the Jam, Get Up! und This Beat is Technotronic seine größten Erfolge zwischen 1989 und 1990 feierte. Zu den beständigen Mitgliedern zählte überdies Ya Kid K, die größtenteils den Gesang übernahm und teilweise an der Produktion der Songs beteiligt war.

Geschichte[Bearbeiten]

Beginn[Bearbeiten]

Technotronic wurde im März 1989[1] unter dem Namen The Pro 24’s von dem Belgier Jo Bogaert alias Thomas de Quincey gegründet, der in der Mitte der 1980er Jahre als Keyboarder der New-Wave-Band White Light einige Erfolge feierte und sich zeitweise als Hi-NRG- und New-Beat-Produzent einen Namen machte (Nux Nemo, 4 for 4, Tunq, Acts of Madmen). Beeinflusst durch den Chicagoer House-Musiker Farley „Jackmaster“ Funk entwarf er 1989 das Konzept zu Technotronic.

Die erste im Sommer 1989 veröffentlichte Single „Pump Up the Jam“, ein mit EBM-Rhythmus-Sequenzen unterlegter Hip-House-Song, der ursprünglich als instrumentale House-Nummer konzipiert war und sich kompositorisch an Farley Jackmaster Funks „The Acid Life“ orientiert, produzierte allerdings Patrick DeMeyer (die Urheberrechte des Songs liegen inzwischen bei ihm). Mit dem später aufgespielten Gesang der aus Zaire stammenden Rapperin Ya Kid K wurde der Song zu einem weltweiten Charterfolg. In Deutschland, der Schweiz, Österreich, Großbritannien sowie in den USA erreichte er jeweils den zweiten Platz der Hitparade; in Europa wurde der Weg zur Spitze der Hitparade nur von Kaomas verspätetem Sommerhit Lambada verhindert. Insgesamt verkaufte sich Pump Up the Jam mehr als 3,5 Millionen mal.

Da Bogaert sich kurz nach der Aufnahme mit seiner Sängerin überworfen hatte, engagierte er das Fotomodell Felly als Gesicht des Projekts. Sie trat nicht nur im Musikvideo zur Single auf, sondern wurde im Booklet der Single als Featured Artist sogar als Sängerin angegeben. Nachdem Ya Kid K und Bogaert, der inzwischen sein Pseudonym Thomas de Quincey (ursprünglich der Name eines britischen Schriftstellers) abgelegt hatte, wieder zueinander fanden, wurde die Rapperin ab Anfang 1990 bei dem Titel Get Up! (Before the Night is over) dann auch als Featured Artist aufgeführt. Auch diese zweite Single wurde ein weltweiter Erfolg, ebenso der Nachfolger This Beat is Technotronic, auf dem der walisische Rapper MC Eric den Sprechgesang beisteuerte.

Stilwechsel[Bearbeiten]

Ab Frühjahr 1991 wandten sich Technotronic allmählich dem Eurodance zu, einem Genre, das sie zum Teil selbst mitgeprägt hatten, und veröffentlichten noch über die gesamten 1990er Jahre hinweg mit mehreren Gastsängern (Reggie, Melissa, Einstein, Black Diamond, Daisy Dee, D.O.N.S.) weitere Singles, die mit Ausnahme von Move That Body (1991), Work (1991), Money Makes the World Go Round (1992), Move This (1992) und Move it to the Rhythm (1995) allerdings außerhalb Belgiens nicht an die frühen Erfolge anknüpfen konnten. In den US-Billboard-Dancecharts konnten sich jedoch u. a. I Want You by My Side (1996), The G-Train und Like This 2000 in den Top 20 platzieren.

Ende 2000 zog es Jo Bogaert wieder mit Ya Kid K ins Studio für The Mariachi, das in Mexiko auf Platz 1 der Charts zu finden war. Auf dem Album Recall (1995) ist mehrfach Daisy Dee als Gastsängerin zu hören. Diese hatte mit ihrer Coverversion von This Beat is Technotronic bereits 1990 Bekanntheit erreichen können.

Pump Up the Jam gilt heute gemeinhin als einer der Vorreiter des Eurodance-Genres. Ein Remix schaffte es 2005 wieder in viele europäische Charts.

Nachdem sich Technotronic im Jahr 2002 aus der Musikbranche zurückgezogen hatten, erschienen sie 2005 wieder in Original-Besetzung von Ya Kid K als Featured Artist bei mehreren bekannten Dance-Projekten, wie beispielsweise D.O.N.S. feat. Technotronic, Global Deejays feat. Technotronic

Momentan treten die inzwischen verheirateten Ya Kid K und MC Eric anlässlich des 20-jährigen Jubiläums (1989–2009) als Technotronic weltweit noch vereinzelt auf. Teilweise präsentieren sie neue Versionen und inoffizielle neue Titel. Neue Titel waren laut Bogaert derzeit nicht zur Veröffentlichung vorgesehen (Stand: Herbst 2010), sind aber auch nicht ausgeschlossen (Stand: 2013).

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[2][3] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Vereinigte StaatenVereinigte Staaten R&B
1989 Pump Up the Jam – The Album 10
(27 Wo.)
3
(23 Wo.)
4
(22 Wo.)
2
(44 Wo.)
10
(55 Wo.)
23
(30 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. November 1989
UK, US: Platin, Produzent: Jo Bogaert
1990 Trip on This – The Remixes 7
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: 18. September 1990
mit Hi Tek 3, UK: Gold, Produzent: Jo Bogaert
1991 Body to Body 42
(11 Wo.)
25
(6 Wo.)
17
(7 Wo.)
27
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 3. Juni 1991
Produzent: Jo Bogaert

weitere Studioalben

  • 1995: Recall (VÖ: 9. Oktober)

Kompilationen[Bearbeiten]

  • 1993: The Greatest Hits (VÖ: 25. Oktober)
  • 1997: This Beat Is Technotronic – Hits & Mixes (VÖ: 19. Mai)
  • 1999: Back to Back (VÖ: 17. August)
  • 2000: Pump Up the Hits (VÖ: 4. April)
  • 2006: Greatest Remix Hits (VÖ: 24. April)
  • 2012: Best Of (VÖ: 2. März)

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[2][3] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Vereinigte StaatenVereinigte Staaten R&B Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dance
1989 Pump Up the Jam
Pump Up the Jam – The Album
2
(30 Wo.)
2
(24 Wo.)
2
(27 Wo.)
2
(15 Wo.)
2
(24 Wo.)
10
(17 Wo.)
44
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 4. August 1989
feat. Felly, US: Platin
Autoren: Manuela Kamosi, Jo Bogaert
1990 Get Up! (Before the Night Is Over)
Pump Up the Jam – The Album
2
(18 Wo.)
2
(15 Wo.)
1
(17 Wo.)
2
(10 Wo.)
7
(20 Wo.)
27
(12 Wo.)
2
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. Januar 1990
feat. Ya Kid K, US: Gold
Autoren: Manuela Kamosi, Jo Bogaert
enthält Zitat aus Sex Machine von James Brown, 1970
1990 This Beat Is Technotronic
Pump Up the Jam – The Album
10
(16 Wo.)
8
(10 Wo.)
14
(7 Wo.)
3
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. Februar 1990
feat. MC Eric
Autoren: Eric Martin, Jo Bogaert
1990 Rockin’ Over the Beat
Pump Up the Jam – The Album
18
(12 Wo.)
10
(11 Wo.)
9
(9 Wo.)
95
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2. Juli 1990
feat. Ya Kid K
Autoren: Manuela Kamosi, Jo Bogaert
1990 Megamix
Trip on This – The Remixes
9
(18 Wo.)
7
(16 Wo.)
6
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. Juli 1990
Mix: Mastermixers Unity, Rap: MC Eric
1990 Turn It Up
Trip on This – The Remixes
42
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 3. Dezember 1990
feat. Melissa und Einstein
Autoren: Colin Case, Jo Bogaert, Melissa Beckford
1991 Move That Body
Body to Body
19
(13 Wo.)
10
(10 Wo.)
12
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: 13. Mai 1991
feat. Reggie
Autor: Réjane Magloire aka Reggie
1991 Work
Body to Body
24
(2 Wo.)
40
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. Juli 1991
feat. Reggie
Autoren: Réjane Magloire, Jo Bogaert, Patrick de Meyer
1992 Move This
The Greatest Hits
6
(23 Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. Mai 1992
feat. Ya Kid K
Autoren: Manuela Kamosi, Jo Bogaert
1995 Move It to the Rhythm
Recall
83
(7 Wo.)
3
(15 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. März 1995
feat. Ya Kid K
Autoren: Manuela Kamosi, Jo Bogaert, Patrick de Meyer
1996 Pump Up the Jam ’96 36
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2. Dezember 1996
feat. Felly; Vocals: Ya Kid K
Remixe: Tin Tin Out, Sol Brothers
1998 Pump Up the Jam 25
(14 Wo.)
34
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 6. Juli 1998
D.O.N.S. feat. Technotronic
Remixe: The Loop!, Boys-R-Us
1998 Get Up (The ’98 Sequel) 91
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1998
Remixe: A-Team, Dezign, Pulsar, Dancing Divaz
2005 Pump Up the Jam 2005 22
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 31. Mai 2005
D.O.N.S. feat. Technotronic
Remixe: Riffs & Rays, Kurd Maverick

weitere Singles

  • 1991: Money Makes the World Go Round (feat. Reggie)
  • 1993: Hey Yoh, Here We Go (feat. Ya Kid K)
  • 1994: One + One (feat. Ya Kid K)
  • 1994: Move This / Get Up (Before the Night Is Over) – ’94 Remix
  • 1995: Recall (feat. Ya Kid K)
  • 1996: I Want You by My Side
  • 1996: Crazy
  • 1999: Like This (feat. Monday Midnite)
  • 2000: The G-Train (feat. Monday Midnite)
  • 2000: The Mariachi (feat. Ya Kid K)
  • 2001: Runaway Blues
  • 2001: The Circle Unbroken
  • 2007: Get Up (Global Deejays feat. Technotronic)

Coverversionen[Bearbeiten]

In Deutschland schaffte Werner Wichtig mit der sprachlich stark abgewandelten Version Pump ab das Bier im Sommer 1990 den Weg in die deutschen Bierzelte und – im Gegensatz zum Original – auch an die Spitze der deutschen Singlecharts. Eine weit weniger erfolgreiche Version mit dem Titel Kebab (Jetzt kommt Maradona) coverte den Hit Get Up! (Before the night is over).

Quellen[Bearbeiten]

  1. Fakten und Platten
  2. a b Chartquellen: Singles Alben UK US1 US2
  3. a b Gold-/Platin-Datenbanken: UK US

Weblinks[Bearbeiten]