Teisnach

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Dieser Artikel behandelt den Markt im Landkreis Regen; zu dem gleichnamigen Fluss siehe Teisnach (Fluss).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Teisnach
Teisnach
Deutschlandkarte, Position des Marktes Teisnach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 2′ N, 12° 59′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Regen
Höhe: 467 m ü. NHN
Fläche: 25,79 km²
Einwohner: 2879 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 112 Einwohner je km²
Postleitzahl: 94244
Vorwahl: 09923
Kfz-Kennzeichen: REG
Gemeindeschlüssel: 09 2 76 143
Marktgliederung: 15 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Prälat-Mayer-Platz 5
94244 Teisnach
Webpräsenz: www.teisnach.de
Lage des Marktes Teisnach im Landkreis Regen
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Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt
Katholische Pfarrkirche und Rathaus von Teisnach

Teisnach, nicht zu verwechseln mit Teisbach, ist ein Markt im niederbayerischen Landkreis Regen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teisnach liegt in der Region Donau-Wald im Naturpark des Bayerischen Waldes, und zwar an der Mündung des Flusses Teisnach in den Schwarzen Regen. Durch einen Teil des Gemeindegebietes fließt der Flinzbach. Der Marktflecken liegt etwa 13 km südöstlich von Viechtach, 25 km nördlich von Deggendorf und 18 km nordwestlich der Kreisstadt Regen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teisnach hat 15 Ortsteile[2]:

Es gibt nur die Gemarkung Teisnach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Früher war Teisnach ein kleines Fischerdorf am Schwarzen Regen. Die erste urkundliche Erwähnung des Gebietes war 1367, 1430 wird in einer Urkunde die Existenz einer Mühle in Teisnach festgehalten. Teisnach gehörte zum Rentamt Straubing und zum Landgericht Viechtach des Kurfürstentums Bayern. Die Zuständigkeiten waren hier zwischen dem Landgericht Viechtach und dem Pfleggericht Linden geteilt. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 aus den Gemeinden Teisnach, Kaikenried und Sohl die heutige Gemeinde. Nach langwierigen Verhandlungen fiel die Entscheidung, den Pfarrsitz von Geiersthal nach Teisnach zu verlegen. Die baufällige Pfarrkirche von Geiersthal wurde teilweise abgebrochen und in eine Friedhofskirche umgewandelt. In den Jahren 1898–1900 wurde in Teisnach durch Johann Baptist Schott die Kirche St. Margareta erbaut und 1903 der Pfarrsitz von Geiersthal nach Teisnach verlegt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970: 2573 Einwohner
  • 1987: 2641 Einwohner
  • 2000: 2994 Einwohner
  • 2014: 2815 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marktgemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Kommunalwahl vom 16. März 2014 ergibt sich die folgende Sitzverteilung im Marktgemeinderat:[3]

Christlich-Soziale Union in Bayern (CSU) 6 Sitze 39,78 % der Stimmen
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 5 Sitze 36,92 % der Stimmen
Freie Wähler (FWG) 2 Sitze 16,93 % der Stimmen
Unabhängige 1 Sitz 6,38 % der Stimmen

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Bürgermeisterin ist seit 1990 Rita Röhrl (SPD). Sie wurde am 2. März 2008 mit 97 % und am 16. März 2014 mit 89 %[3] der Stimmen in ihrem Amt bestätigt. Seit 2014 sind Gerhard Ebnet (Freie Wähler) zweiter und Alfons Altmann (Unabhängige) dritter Bürgermeister von Teisnach.

Finanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 2256 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 1213 T€.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teisnach ist ein Industriestandort. Im engen Tal des Regenflusses liegt die Papierfabrik Pfleiderer Spezialpapiere Teisnach. Im Südosten an der Teisnach befindet sich der mit derzeit 1400 Beschäftigten größte Arbeitgeber des Landkreises Regen, das Zweigwerk der Fa. Rohde & Schwarz (Meßgeräte- und Senderbau) mit Hauptsitz in München. Im Technologiecampus der Hochschule Deggendorf entsteht seit Oktober 2012 eine "Optikmaschine", mit der ab 2013 "höchst präzise Teleskopspiegel" für die Weltraumforschung, z. B. im Auftrag der ESO, gefertigt werden sollen.[4]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 917 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 195 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1013. Im verarbeitenden Gewerbe gab es drei Betriebe, im Bauhauptgewerbe acht Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 62 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 822 ha, davon waren 643 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teisnach hat seit 1890 einen Bahnhof an der Bahnstrecke Gotteszell–Blaibach. Diese wurde 1991 auf dem Abschnitt Blaibach–Viechtach komplett stillgelegt. Auf dem Abschnitt Viechtach–Gotteszell wurde zugleich der Personenverkehr eingestellt. Heute verkehren hier nur noch Güterverkehr, Ausflugsverkehr, sowie Überführungsfahrten zum Regentalbahn–Betriebswerk in Viechtach. Es gibt Bemühungen die Bahnstrecke im Personenverkehr zu reaktivieren. Die beiden nächstgelegenen Bahnhöfe der Bayerischen Waldbahn mit stündlichen Verbindungen nach Plattling und Zwiesel finden sich in Gotteszell und Bodenmais (je zehn Kilometer entfernt).

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Ort führen die Staatsstraßen 2636 von Teisnach nach Drachselsried und 2136 von Patersdorf über Teisnach und Bodenmais zum Großen Arbersee. Außerdem verläuft die Kreisstraße REG 18 durch den Ort. Diese Straße beginnt bei Arnetsried an der B 85 und führt über Kaikenried bis zur Ortsmitte von Teisnach. Im Ort ist seit kurzem geplant, mit einer 1 km langen Ortsumgehung der REG18 von den Gewerbegebieten über eine Brücke über die Teisnach bis nach Berging den Ortskern zu entlasten und die Industrie- sowie Wohngebiete im Osten Teisnachs besser zu erschließen und die Gemeindeverbindungsstraße nach Wetzelsdorf zu entlasten. Unweit des Ortes verläuft darüber hinaus die B 11.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2012):

  • Kindertagesstätte mit 90 Kindergartenplätzen und 17 Krippenplätzen
  • Volksschule mit 22 Lehrern und 386 Schülern
  • Technologietransferzentrum der Hochschule Deggendorf (Betriebsaufnahme zum Wintersemester 2009/10)

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde fanden von 2006 bis 2008 jährlich Konzerte mit internationalen Interpreten statt. Die hundertprozentige Tochtergesellschaft des Marktes „Kultur in Teisnach GmbH“ veranstaltete 2006 ein Open-Air-Konzert mit Peter Maffay, 2007 mit Pink und 2008 mit Lenny Kravitz. Zu diesen Konzerten kamen jeweils etwa 10.000 Konzertbesucher. Trotz eines positiven Bürgervotums lehnte die Mehrheit der Gemeinderatsmitglieder die Weiterführung der Konzerte wegen großer finanzieller Verluste ab.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111211/171026&attr=OBJ&val=789
  3. a b Ergebnis zur Gemeinderatswahl 2014 am 16.03.2014 Markt Teisnach
  4. http://www.hdu-deggendorf.de/de/tc-teisnach/2448-spiegel-fuer-die-weltraumforschung

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Teisnach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien