Telecom Italia Mobile

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
TIM
TIM Logo 2016.png
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1995
Sitz Mailand, Italien
Branche Telekommunikation
Website tim.it

Telecom Italia Mobile, kurz TIM, ist ein italienischer Mobilfunkbetreiber. Sie ist in Form einer Aktiengesellschaft organisiert und eine 100%ige Tochtergesellschaft der ehemaligen italienischen Staatstelekom Telecom Italia. 2015 fusionierte die Telecom Italia mit TIM und daraus entstand TIM.

EXPO 2015[Bearbeiten]

Die TIM war einer der Hauptsponsoren der Weltausstellung EXPO 2015 Mailand und für den Internetdienst zuständig. TIM deckte das komplette Areal mithilfe von 50 Mobilfunksendern ab die LTE, GSM und UMTS abstrahlten. Zudem installierte TIM in Zusammenarbeit mit cisco mehr als 1800 WLAN Zugangspunkte, dieses Wi-Fi Netz war für jeden Besucher der EXPO frei zugänglich, hatte aber eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 5 Mbit/s. Das Backbone-Netz der EXPO bestand aus einem 300 KM langem Glasfasernetz welches am Milan Internet eXchange angeschlossen war. In diesem lokalen Netz befanden sich ebenfalls 2 Serverzentren. Während der gesamten EXPO wurden 1,1 Petabyte an Daten transferiert.[1]

Mobilfunknetz[Bearbeiten]

Die TIM betreibt im Mobilfunk Sektor ein GSM UMTS und LTE Netzwerk. Das GSM Netz ist erreicht 99 % der Bevölkerung und ist seit 2005 komplett auf EDGE aufgerüstet worden. Das UMTS-Netz ist auf HSDPA aufgerüstet und erreicht Maximalgeschwindigkeiten von bis zu 14 mbit/s (eine oder 2 Frequenzen werden vom Mobilfunkmasten abgestrahlt), in Größeren Ortschaften sind via HSPA+ Geschwindigkeiten von bis zu 42 mbit/s verfügbar (2 oder mehr Frequenzen werden vom Mobilfunkmasten abgestrahlt). Die Besonderheit am Netz der TIM ist die Tatsache das die Verfügbarkeit meist auf Ortschaften begrenzt ist, und somit die Verfügbarkeit außerhalb von Orten kaum vorhanden ist. Das LTE Netz der TIM ist das zweitgrößte in Italien mit einer Abdeckung von 86 % der Bevölkerung, TIMs Ausbauplan zielt darauf, bis 2017 95 % der Bevölkerung mit LTE Abzudecken. Am Ende des Jahres 2015 hat TIM angekündigt, als erstes in Italien LTE mit Geschwindigkeiten von bis zu 300 MBit/s in betrieb genommen zu haben.[2]

Festnetz[Bearbeiten]

Mit der Privatisierung der SIP wurde das gesamte Netz, inklusive letzte Meile an die Telecom Italia übertragen. Mit der Fusion der Geschäftstätigkeiten von TIM und Telecom Italia verwaltet dieses nun die TIM. TIM bietet ADSL mit bis zu 30 mbit/s, FTTC bis zu 100 mbit/s download und 20 mbit/s upload und FTTH bis zu 300 mbit/s download und 20 mbit/s upload sowie Telefon Services an.[3] Des Weiteren bietet TIM für spezielle Kunden Leitungen mit mehr Bandbreite an (bspw große Schulen). Telecom Italia bietet sogenannte Normalpakete an die mit erhöhten Preis erweitert werden können. Das Normalpaket für ADSL2+ ist 7 mbit/s und auf 10 und 20 erweiterbar. Das normal Paket von FTTC ist 30 mbit/s gevolgt von 50 mbit/s und 100 mbit/s. FTTH mit den FTTC Gegebenheiten aber erweiterbar auf bis zu 300 mbit/s.[4]

Internationale Aktivitäten[Bearbeiten]

Neben dem italienischen Heimatmarkt ist TIM in Brasilien und der Türkei mit eigenen Netzen präsent, bzw. ist dort an Netzbetreibern beteiligt.

TIM Italia

35,3 Millionen Kunden (30. September 2007)

TIM Brasil

29,2 Millionen Kunden (30. September 2007)

Logo der Avea (Türkei)
Avea Türkiye
  • Anteil von 10 Prozent durch TIM
  • 12,4 Millionen Kunden (Juni 2009)

frühere Auslandsbeteiligungen[Bearbeiten]

Logo von Telestet (Griechenland)
TIM Hellas

Anfang 2004 wurde Telestet Hellas übernommen und am 8. Februar 2004 in TIM Hellas umbenannt. Aufgrund massiver Finanzprobleme der Telecom Italia musste TIM Hellas aber schon am 4. April 2005 für 1.114 Millionen Euro an die Finanzinvestoren Apax Partners und die Texas Pacific Group verkauft werden.

ENTEL Bolivia

TIM hat am 27. November 1995 einen Anteil von 50 Prozent an der staatlichen ENTEL Bolivia übernommen. ENTEL sollte für sechs Jahre ein Fernsprechmonopol für kurz- und Ferngespräche haben. Im Jahre 2001 wurde das Monopol für ENTEL wieder aufgehoben. ENTEL Bolivia wurde am 1. Mai 2008 unter der Regierung von Präsident Evo Morales wieder verstaatlicht.

TIM Peru

TIM Peru war im Jahre 2002 der drittgrößte Mobilfunkanbieter in Peru nach Movistar und BellSouth. Im Jahre 2005 musste die Telecom Italia Mobile ihre Tochter TIM Peru an América Móvil verkaufen, die anschließend in Claro umbenannt wurde.

TIM Venezuela

TIM hat seine Anteile am venezolanischen Mobilfunkanbieter Digitel TIM an Televenco, ein Tochterunternehmen der Cisneros Group verkauft, die es heute als Digitel betreibt. Der Verkauf wurde durch die venezolanische Regulierungsbehörde Conatel genehmigt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. EXPO 2015 - Zusammenfassung seitens TIM.
  2. [1] TIM LTE mit 300 mbit/s
  3. http://www.lettera43.it/economia/aziende/da-sip-a-telecom-la-storia-della-compagnia_43675108971.htm
  4. http://tim.it