Telegram Messenger

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Telegram Messenger
Logo
Entwickler Telegram Messenger LLP
Erscheinungsjahr 2013
Aktuelle Version 3.18 (Android)
30. März 2017[1]

3.18 (iOS)
30. März 2017[2]

2.0 (Win 10 Mobile)
März 2017[3]

0.5.4 (Firefox OS)
12. Juni 2016[4]

1.0.29 (Desktop)
April 2017[5]

2.95 (macOS)
21. April 2017[6]

Betriebssystem Android, iOS, Windows Phone 8, Windows 10 Mobile, Firefox OS, Sailfish OS, Ubuntu Touch, Windows, macOS, Linux, FreeBSD
Kategorie Instant Messaging
Lizenz GNU GPL (Client), proprietär (Server)
deutschsprachig ja
Sonstiges 100 Millionen Nutzer[7]Vorlage:Infobox Software/Wartung/Sonstiges
telegram.org

Telegram Messenger ist ein kostenloser Instant-Messaging-Dienst zur Nutzung auf Smartphones, Tablets und PCs. Benutzer von Telegram können Textnachrichten, verschlüsselte Nachrichten, Fotos, Videos und Dokumente austauschen. Der clientseitige Teil der Telegram-Anwendungssoftware ist quelloffen und für die Betriebssysteme Android, iOS, Windows Phone 8, Windows 10 Mobile, Firefox OS, Sailfish OS,[8] Ubuntu Touch, Windows, Linux, macOS sowie als Web-Apps (Google Chrome und Web-Frontend) verfügbar.[9] Der Quellcode für den Telegram-Server ist proprietär und damit nicht einseh- und überprüfbar.

Telegram nutzt für die Übertragung von Nachrichten eine Client-Server-Architektur. Dem Nutzer stehen für das Versenden von Nachrichten zwei Modi zur Verfügung: Bei „normalen Nachrichten“ ist die Kommunikation zwischen Telegram-Server und dem Endgerät durch eine Transportverschlüsselung gesichert. Die Nachrichten werden in sogenannten „Cloud chats“ gespeichert. „Geheime Chats“ bieten zusätzlich zur Transportverschlüsselung eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, wobei die Nachrichten nur auf den Endgeräten des jeweiligen Benutzers gespeichert werden.

Geschichte und Hintergründe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Telegram wurde 2013 von den Brüdern Nikolai und Pawel Durow gegründet, die bereits das meistgenutzte russische soziale Netzwerk Vk.com gegründet hatten.[10] Telegram Messenger LLP (Personengesellschaft nach britischem/US-amerikanischem Recht) ist nach eigenen Angaben ein unabhängiges Non-Profit-Unternehmen mit Sitz in Berlin, das nicht im Zusammenhang mit Vk.com oder Russland stehe.[11] Auf der Telegram-Website ist jedoch kein Impressum angegeben, und es ist keine Büroadresse in Berlin auffindbar. Die Telegram Messenger LLP ist unter der Londoner Adresse eines Unternehmens registriert, das seinen Hauptsitz auf den Seychellen hat. Gesellschafter dieses Unternehmens sind zwei Firmen mit Sitz auf den Jungferninseln und in Belize.[12][13]

Nikolai Durow schrieb das Protokoll MTProto, auf dem Telegram fußt. Sein Bruder Pawel bietet die finanzielle Basis. Telegram ist eine kostenlose App ohne Werbeanzeigen, welche später möglicherweise über Spenden finanziert werden soll.[14] Der Dienst steht in Konkurrenz zu vielen anderen mobilen Instant-Messengern. Infolge der WhatsApp-Übernahme durch Facebook etablierte sich Telegram zudem auch als eine der erfolgreichsten kostenlosen Instant-Messenger-Alternativen für alle gängigen Plattformen.[15]

Ein Vorzug von Telegram gegenüber den meisten Konkurrenten ist die – zumindest clientseitig – nichtproprietäre Lizenzierung unter GNU GPL, d. h., dadurch wird Dritten ohne rechtliche und technische Hürden ermöglicht, voll funktionstüchtige eigene Telegram-Clientanwendungen für jede erdenkliche Plattform zu programmieren. Bekannte Messenger, die auf die offene Telegram-Plattform setzen, sind beispielsweise der Plus Messenger,[16] der Anfang 2015 zunächst unter dem Namen Telegram Plus[17] als unmittelbarer Nachfolger von WhatsApp Plus veröffentlicht wurde, sowie der neue Socializer Messenger[18] von Samsung, der künftig den ebenfalls Anfang 2015 eingestellten Dienst ChatON ersetzen soll.

Telegram meldete im Februar 2014, dass sich über fünf Millionen neue Nutzer registriert haben. Dies soll im direkten Zusammenhang zum Kauf von WhatsApp durch Facebook stehen.[19] Ähnliches erfuhr Telegram ein Jahr später, im Februar 2015, als ein Richter in Brasilien die landesweite Sperrung von WhatsApp anordnete. Telegram meldete innerhalb kürzester Zeit einen Zuwachs von über 2,5 Millionen Nutzern.[20] Im Mai 2015 gab Pawel Durow bekannt, dass Telegram 62 Millionen monatlich aktive Nutzer hat, welche täglich zwei Milliarden Nachrichten versenden.[21] Mit Stand Februar 2016 hat Telegram nach eigenen Angaben 100 Millionen monatlich aktive Nutzer und liefert pro Tag 15 Milliarden Nachrichten aus.[22] Im Jahr 2016 liegt Telegram mit fast 50 Millionen neuen App-Downloads weit vor den Konkurrenten Signal (3,62 Millionen) und Wickr (3,8 Millionen), aber weit hinter WhatsApp mit etwa 225 Millionen Downloads im Jahr 2016.[23]

Funktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da der Fokus unter anderem auf Sicherheit steht, ist jede Kommunikation mit dem Server verschlüsselt. Es besteht zudem die Möglichkeit geheimer Nachrichten mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Diese „Geheimen Chats“ müssen allerdings erst vom Nutzer selbst ausgewählt werden. Ähnlich wie bei Snapchat sind dort auch selbstvernichtende Nachrichten möglich.[24]

Fotos, Videos, Dokumente aller Art, Sprach- und natürlich auch Textnachrichten können zwischen einzelnen Personen oder auch Gruppen ausgetauscht werden. Emojis sind ebenfalls integriert – diese Zeichen stellen nicht nur verschiedene Emotionen, sondern generell Zeichen, Symbole und auch reale Dinge (z. B. Lebensmittel, Verkehrsmittel oder Gebäude) dar und können frei in Texten verwendet werden.

Unter jeder Nachricht befinden sich Indikatoren zum Status einer Nachricht: Ein einzelner Haken bedeutet, die Nachricht ist beim Server angekommen und eine Benachrichtigung wurde an den Empfänger gesendet; zwei Haken bedeuten, dass sie vom Chat-Partner bzw. in Gruppen von mindestens einem Gruppenmitglied gelesen wurden.[25]

Die Anmeldung erfolgt, wie bei WhatsApp, durch die Telefonnummer und braucht nicht die des Gerätes selbst zu sein. Allerdings können beliebig viele Geräte mit der gleichen Nummer angemeldet sein. Inhalte werden dann zwischen diesen verschiedenen Geräten synchronisiert (für die „Geheimen Chats“ ist dies allerdings aufgrund der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nicht möglich).

Mittels einer offenen Programmierschnittstelle (API) können unabhängige Entwickler eigene Clients programmieren. Dadurch gibt es inoffizielle Versionen.[9] Die Anwendung selbst bietet zwei Arten von Chats an: Cloud-Chats benutzen Client-to-Server-Verschlüsselung, und es ist möglich, von mehreren Geräten aus auf die Chats zuzugreifen. Geheime Chats benutzen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, und der Zugriff ist auf die Geräte beschränkt, von denen aus der geheime Chat gestartet wurde. Dritte, einschließlich Telegram selbst, können laut Telegram nicht auf die Chats zugreifen.[26] Es ist möglich, eine Zeit einzustellen, nach der Nachrichten und Medien in geheimen Chats automatisch verschwinden, nachdem diese vom Empfänger gelesen worden sind.[27] Telegram arbeitet mit einer symmetrischen AES-Verschlüsselung (AES-256), einer RSA-Verschlüsselung (RSA-2048) sowie mit dem Diffie-Hellman-Schlüsselaustauschverfahren.[28]

Seit dem 19. Mai 2015 können Benutzer virtuelle Stickersammlungen erstellen und für Freunde veröffentlichen.[29] Seit Januar 2016 ist es auch möglich, einzelne MP4-Videos ohne Ton direkt aus dem Sticker-Panel heraus zu schicken.[30] Diese agieren wie Gif-Animationen. In dem Messenger gesendete GIFs werden automatisch in das wesentlich kleinere MP4-Format umgewandelt.

Am 22. September 2015 gab Telegram bekannt, dass Kanäle die vorherigen Verteilerlisten ablösen werden. Dabei handelt es sich um Chats, in denen nur bestimmte Mitglieder (Administratoren) Nachrichten (für alle Mitglieder sichtbar) schreiben können. Bei diesen lässt sich auch nicht feststellen, welche Person der Autor ist, da als Absender immer der Kanalname angegeben wird. Es gibt private Kanäle und öffentliche Kanäle.[31] Sind Kanäle öffentlich, haben sie keinerlei Teilnehmerbegrenzung. Jeder, der den Link hat, kann ihm beitreten. Öffentlich wird nur die Anzahl der Teilnehmer angezeigt, keine Namen oder Telefonnummern, sowie für jede Nachricht die Anzahl derjenigen, die diese gelesen haben.

Telegram bietet seit dem 24. Juni 2015 außerdem eine umfangreiche API an, um eigene Bots zu erstellen.[32] Mit verschiedenen Kommandos kann man diese im eigenen Chat oder auch in Gruppenchats steuern. Es lässt sich einstellen, ob Bots in Gruppenchats Leserechte auf alle Nachrichten haben oder nur auf solche, die „@Botname“ enthalten. Durch die Bot-Plattform sind viele kreative Bots entstanden. Um diese Bots zu finden, gibt es eigene Bibliotheken, zum Beispiel den StoreBot[33], bei dem Nutzer Bots bewerten und nach verschiedenen Kategorien durchsuchen können. Im Januar 2016 wurde die Bot-Plattform um sogenannte Inlinefunktionen erweitert.[34] Mit Inlinefunktionen ausgerüstete Bots können dann auch Funktionen in privaten Chats oder Gruppen ausführen, in denen sie nicht enthalten sind.

Sicherheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Telegram benutzt laut dem Verschlüsselungsexperten Rüdiger Weis, Professor für Informatik an der Beuth Hochschule für Technik Berlin, ausgerechnet die von der NSA entwickelte und inzwischen als gebrochen angesehene Hashfunktion SHA-1. Zudem setze das Unternehmen die mathematische Funktion nicht in Kombination mit einem erprobten und als sicher geltenden Standardverfahren zur Verschlüsselung ein, sondern setze auf eine eigene technische Lösung.[35]

Sicherheitskonzepte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Telegram unterstützt zwei Arten von Chats:

  • Cloud-basierte Chats: Diese werden zwischen dem Endgerät und dem Server verschlüsselt. Zusätzlich werden die Daten auf den Servern verschlüsselt gespeichert, wobei Telegram seine Datencenter über die ganze Welt verteilt hat und die verschlüsselten Daten getrennt vom Schlüssel speichert, so dass Staaten oder Geheimdienste selbst bei Durchsuchungen und Beschlagnahme der Server keinen Zugriff auf die Daten haben.[36] Der Vorteil des Cloud-basierten Ansatzes ist vor allem ein erhöhter Komfort, so dass Benutzer ihre Chats auf mehreren Geräten synchronisieren und abrufen können, beispielsweise am Desktop, Tablett oder Smartphone.
  • Geheime Chats: Diese werden zwischen den Endgeräten beider Chat-Teilnehmer ende-zu-ende-verschlüsselt und können zusätzlich nach einer vorgegebenen Zeitspanne (bspw. 30 Sekunden) von beiden Endgeräten gelöscht werden.[37] Der Vorteil liegt hierbei in einer erhöhten Sicherheit, da der Klartext selbst bei Beschlagnahme aller Server nicht wieder hergestellt werden kann, zudem sind bei Diebstahl eines Endgerätes hierauf keine Chat-Protokolle zu finden.[38] Ein Nachteil ist der eingeschränkte Komfort, da Chats nicht über alle Geräte eines Benutzers hinweg synchronisiert werden können.[39]

Benutzer können sich somit zwischen erhöhtem Komfort und erhöhter Sicherheit für eine der beiden Varianten entscheiden. Im Februar 2015 erhielt Telegram nach einem Code-Audit und der Implementierung von PFS-Funktionalität im sog. „Geheimen Chat“ die volle Punktzahl auf der Electronic-Frontier-Foundation-Scorecard für geheime Chats.[40] Dies ist die höchste Stufe, die ein Instant-Messenger in diesem Wertungsmodell erreichen kann. Neben Telegram im geheimen Chatmodus haben (Stand November 2015) die konkurrierenden Instant-Messenger ChatSecure, Cryptocat, Signal, Silent Text und Silent Phone sowie Off-the-Record Messaging über einen Windows-Pidgin-Client dieses Sicherheitsniveau erreicht. Im Cloud-basierten Chat-Modus erreicht Telegram 4 von maximal 7 Punkten.[41]

Protokoll und Kryptographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Telegram nutzt das selbst entwickelte MTProto-Protokoll[42]. Der Entwickler des Signal-Verschlüsselungsprotokolls Moxie Marlinspike und andere Kryptographieexperten kritisieren dabei, dass Telegrams Protokoll zwar kryptographische Verfahren einsetzt, jedoch in nicht bewährter Weise miteinander kombiniert.[43]

Bei kryptographischen Protokollen wird per Hash eine Art Fingerabdruck der Nachrichten erzeugt, sodass der Empfänger feststellen kann, ob die Nachricht manipuliert wurde. Am Protokoll wurde kritisiert, dass das direkte Hashen des Klartextes mit dem bereits gebrochenen SHA-1 einen Single Point of Failure der gesamten Implementierung darstellen kann.[44] Jedoch wird nicht der Klartext gehasht, sondern der verschlüsselte Text. Sollte dies zukünftig doch eine Sicherheitslücke darstellen, hat Telegram erklärt, den Hash-Algorithmus entsprechend zu ändern.[45]

Da auch Geheime Chats den Server zum Weiterleiten von Nachrichten benötigen, können Angreifer, die Zugang zum Server haben, theoretisch Man-in-the-Middle-Angriff durchführen. Um dies zu verhindern, bietet Telegram Nutzern an, sich gegenseitig zu authentifizieren.[46] Dazu vergleichen die Nutzer eine Art Fingerabdruck ihrer Schlüssel mittels eines Bildes.[47]

Konstantin Kovshenin kritisiert, dass die kryptographischen Schlüssel nicht gänzlich zufällig generiert werden, wie es in der Kryptographie durchgehend üblich ist, sondern zum Teil auf der Nachricht selbst basieren.[48]

Die versendeten Nachrichten werden unverschlüsselt auf dem Speicher des Gerätes abgelegt. Wird also das Gerät von einem Angreifer in Besitz gebracht oder aus der Ferne gehackt, kann auf diese Nachrichten zugegriffen werden.[49] Telegram weist daher darauf hin, "dass wir Dich nicht vor Deiner eigenen Mutter beschützen können, wenn sie Dir das entsperrte Handy aus der Hand nimmt".[50]

Da ein alleiniger Einsatz von SMS-Nachrichten keine sichere Methode ist, einen Benutzer als legitim zu authentifizieren, können alle Messenger, die alleine auf SMS aufsetzen, hierüber angegriffen werden.[51] So ist es Hackern (durch eine Schwachstelle im Mobilfunk-Protokoll SS7) oder staatlichen Behörden (durch Zugriff auf den Mobilfunkprovider) möglich, sich in das Mobilfunknetz zu schalten und so die Authentifizierungs-SMS abzufangen. Darüber können sie sich dann beim Messenger-Dienst anmelden. Telegram weist daher seine Benutzer seit 2015 darauf hin, zusätzlich zur Handynummer auch ein Passwort zu setzen, wodurch diese Art des Angriffs verhindert wird. Bei Benutzern, die kein zusätzliches Passwort gesetzt hatten, gelang 2016 staatlichen Behörden im Iran[52] und Deutschland[53] das Abfangen der Authentifizierungs-SMS, wodurch sie Zugang zu den Benutzerkonten erhielten.

Sicherheits-Contest[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Dezember 2013 wurde ein Betrag von 100.000 USD an einen Hacker, der ein mögliches Angriffsszenario schilderte, ausgezahlt.[54]

Am 19. September 2013 hat der Telegram-Gründer Pawel Durow angekündigt, ein Preisgeld von 200.000 USD in Form von Bitcoins zu vergeben, falls die Verschlüsselung des Messengers geknackt werde.[55][56][57] Dieser von Telegram gestartete Hack-Wettbewerb (vgl. Penetrationstest) wurde als Werbeaktion kritisiert, da unter den gegebenen Beschränkungen auch bereits vollständig gebrochene Verschlüsselungen einem Angriff standhalten würden.[58][59][60]

Daraufhin wurde der Contest im November 2014 wiederholt, diesmal nach den von Sicherheitsexperten eingeforderten Freiräumen, so dass Hacker als vollwertige Clients oder Server agieren konnten.[61] Zusätzlich wurde das Preisgeld auf 300.000 USD angehoben. Im Februar 2015 endete der Wettbewerb ohne Gewinner.[62]

Datenschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stiftung Warentest kritisierte 2014, dass die App Adressbucheinträge ohne die Zustimmung des Nutzers oder der betroffenen Personen speichert.[63] Jedoch fragen aktuelle Versionen von Android und iOS inzwischen standardmäßig, ob der Benutzer einer App erlauben möchte, dass diese auf das Adressbuch zugreift. Telegram schnitt im Schnelltest der Stiftung Warentest besser ab als WhatsApp, Blackberry Messenger und Line.

Das Protokoll erlaubt es, jederzeit den Onlinestatus eines Nutzers festzustellen.[64]

Ungewünschte Inhalte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Telegrams Richtlinien sehen vor, dass nur öffentlich zugängliche Inhalte, also öffentliche Kanäle, Gruppen, Sticker oder Bots gesperrt werden können, sollten diese gegen das Gesetz oder Urheberrecht verstoßen.

Am 18. November 2015 gab Telegram über seinen eigenen Kanal bekannt, 78 Kanäle gesperrt zu haben, die in Beziehung zum sogenannten Islamischen Staat stünden. Außerdem werde in Zukunft eine bessere Möglichkeit bereitgestellt, derartige öffentliche Inhalte in Telegram zu melden.[65] Jedoch wird die App weiterhin von Unterstützern der Terrororganisation genutzt.[66] Am 26. Dezember eröffnete Telegram einen neuen offiziellen Kanal namens @ISISwatch auf der eigenen Plattform, in dem bekannt gemacht wurde, dass etwa 2000 Accounts die dem IS zugeordnet werden können, pro Monat geblockt werden.[67]

Lizenzierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle offiziellen Clients für Telegram sind quelloffene freie Software.[68] Angepasste Versionen („inoffizielle Versionen“) müssen ebenfalls den Quelltext zur Verfügung stellen.[69] Die serverseitige Infrastruktur von Telegram ist proprietär.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Installationsseite für Android bei play.google.com, abgerufen am 30. März 2017.
  2. Vorschauseite für iOS bei itunes.apple.com, abgerufen am 30. März 2017.
  3. Installationsseite für Windows 10 Mobile und Windows Phone 8 bei microsoft.com, abgerufen am 27. November 2016.
  4. Installationsseite für Firefox OS bei marketplace.firefox.com, abgerufen am 18. Juni 2016 (teilweise englisch).
  5. Downloadseite für die Desktop-Anwendung bei telegram.org, abgerufen am 6. April 2017 (englisch).
  6. Vorschauseite für macOS bei itunes.apple.com, abgerufen am 21. April 2017 (teilweise englisch).
  7. http://m.heise.de/newsticker/meldung/Krypto-Messenger-Telegram-hat-jetzt-100-Millionen-Nutzer-3115450.html
  8. Jollagram für SailfishOS auf Jolla Smartphones: Beschreibung und Download (englisch).
  9. a b Liste der Telegram-Anwendungssoftware, bei telegram.org (englisch).
  10. Meet Telegram, A Secure Messaging App From The Founders Of VK, Russia’s Largest Social Network
  11. Telegram FAQ: Wer sind die Personen hinter Telegram? Abgerufen am 8. Dezember 2016.
  12. Jonas Rest: Telegram, Threema und TextSecure im Test: Welche WhatsApp-Alternativen wirklich sicher sind. In: Berliner Zeitung. 3. März 2014, abgerufen am 28. September 2016.
  13. Niklas Wirminghaus: Ist Telegram wirklich ein Berliner Startup? In: Gründerszene Magazin. 16. Februar 2016, abgerufen am 8. Dezember 2016.
  14. Russia’s Zuckerberg launches Telegram, a new instant messenger service
  15. Jonas Rest: Telegram, Threema und TextSecure im Test – Welche WhatsApp-Alternativen wirklich sicher sind. In: Berliner Zeitung. 3. März 2014, abgerufen am 14. Januar 2015.
  16. https://play.google.com/store/apps/details?id=org.telegram.plus&hl=de Plus Messenger im Google Playstore, abgerufen am 16. September 2015
  17. http://winfuture.de/downloadvorschalt,3302.html Telegram Plus: Erweiterter Messenger vom WhatsApp Plus-Macher, abgerufen am 16. September 2015
  18. https://play.google.com/store/apps/details?id=org.telegram.plus&hl=de Socializer Messenger im Google Playstore, abgerufen am 16. September 2015
  19. Stuart Dredge: Messaging app Telegram added 5m new users the day after WhatsApp outage. In: The Guardian. 24. Februar 2014, abgerufen am 15. März 2015.
  20. Toby: WhatsApp in Brasilien gesperrt, Telegram profitiert. In: iTopnews. 27. Februar 2015, abgerufen am 15. März 2015.
  21. Mike Butcher: Telegram Says It’s Hit 62M MAUs And Messaging Activity Has Doubled. In: Techcrunch. 27. Februar 2015, abgerufen am 14. Mai 2015.
  22. 100,000,000 Monthly Active Users. In: Telegram-Blog. 23. Februar 2016, abgerufen am 25. Februar 2016 (englisch).
  23. Here Are the Most Popular Apps for Secure Messages. In: Fortune. 17. Januar 2017.
  24. 6 Gründe, warum Telegram die beste Alternative zu WhatsApp und Threema ist. Abgerufen am 11. Dezember 2014.
  25. Telegram FAQ – F: Was bedeuten die grünen Haken?
  26. New instant messenger Telegram protected even from spy intrusions
  27. Telegram FAQ. Abgerufen am 10. Februar 2014.
  28. FAQ for the Technically Inclined. Abgerufen am 15. März 2015.
  29. Custom Sticker Sets. In: Telegram-Blog. 19. Mai 2015, abgerufen am 6. Juni 2015 (englisch).
  30. Gif Revolution. In: Telegram-Blog. 4. Januar 2016, abgerufen am 10. Januar 2016 (englisch).
  31. Channels: Broadcasting Done Right. In: Telegram-Blog. 22. September 2015, abgerufen am 3. Oktober 2015 (englisch).
  32. Telegram Bot Platform. In: Telegram-Blog. Abgerufen am 10. Januar 2016 (englisch).
  33. Telegram Bot Store: explore full collection of Telegram bots available. Abgerufen am 10. Januar 2016 (englisch).
  34. Introducing Inline Bots. In: Telegram-Blog. Abgerufen am 10. Januar 2016.
  35. https://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article152206932/Sicherheitslecks-beim-Messenger-Dienst-Telegram.html
  36. https://telegram.org/faq#q-do-you-process-data-requests
  37. https://telegram.org/faq#q-how-do-self-destructing-messages-work
  38. https://telegram.org/faq#secret-chats
  39. https://telegram.org/faq#q-how-are-secret-chats-different
  40. Secure Messaging Scorecard. Which apps and tools actually keep your messages safe? Electronic Frontier Foundation, 4. November 2014, abgerufen am 18. Februar 2015.
  41. Secure Messaging Scorecard. Which apps and tools actually keep your messages safe? Electronic Frontier Foundation, 4. November 2014, abgerufen am 17. November 2015.
  42. MTProto Mobile Protocol. In: telegram.org. Abgerufen am 17. Juli 2016 (englisch).
  43. Hacker News: Telegram – secure, free messaging
  44. Geoffroy Couprie: Telegram, AKA “Stand back, we have Math PhDs!” Unhandled expression, 17. Dezember 2013, abgerufen am 24. März 2014.
  45. https://core.telegram.org/techfaq#q-why-do-you-use-sha-1-not-sha-256-or-x-insert-your-favorite-has
  46. https://core.telegram.org/techfaq#man-in-the-middle-attacks
  47. https://telegram.org/img/key_image.jpg
  48. Konstantin Kovshenin: Telegram, AKA “Stand back, we have Math PhDs!” Unhandled Expression, abgerufen am 15. Juni 2015.
  49. Zuk Avraham: Telegram App Store Secret-Chat Messages in Plain-Text Database. Zimperium Mobile Security, abgerufen am 15. Juni 2015.
  50. https://telegram.org/faq#q-can-telegram-protect-me-against-everything
  51. http://thenextweb.com/insider/2016/06/01/watch-hackers-hijack-whatsapp-telegram-accounts-using-known-telecom-flaw/
  52. Exclusive: Hackers accessed Telegram messaging accounts in Iran – researchers. In: Reuters. 2. August 2016, abgerufen am 10. Dezember 2016.
  53. Sebastian Lipp, Max Hoppenstedt: Exklusiv: BKA-Mitarbeiter verrät, wie Staatshacker illegal Telegram knacken. In: motherboard.vice.com. 12. August 2016, abgerufen am 12. Januar 2017.
  54. Crowdsourcing a More Secure Future. In: Telegram-Blog. 21. Dezember 2013, abgerufen am 4. Oktober 2015 (englisch).
  55. Crypto contest announcement. In: Telegram official website. Abgerufen am 2. Juni 2014.
  56. Secure messaging app Telegram offers $200,000 to the first person who can break its encryption. In: The Next Web. 19. Dezember 2013, abgerufen am 6. Februar 2014.
  57. Telegram offers award to crack encryption. In: BBC. 19. Dezember 2013, abgerufen am 30. Dezember 2013.
  58. Telegram’s Cryptanalysis Contest. Crypto Fails, 19. Dezember 2013, abgerufen am 24. März 2014.
  59. Moxie Marlinspike: A Crypto Challenge For The Telegram Developers. 19. Dezember 2013, abgerufen am 24. März 2014.
  60. Robin Wauters: Cracking contest: first one who breaks Telegram gets $200,000 in bitcoins (but really, nobody wins). Tech.eu, 19. Dezember 2013, abgerufen am 24. März 2014.
  61. $300,000 for Cracking Telegram Encryption. Informationen zum Preisgeld. In: Telegram-Blog. 4. November 2014, abgerufen am 24. November 2014 (englisch).
  62. Crypto Contest Ends. Information zum Ende des ausgelobten Kryptographie-Wettbewerbs. In: Telegram-Blog. 11. Februar 2015, abgerufen am 18. Juni 2015 (englisch).
  63. Messenger-Schnelltest der Stiftung Warentest test.de vom 26. Februar 2014.
  64. Fabian A. Scherschel: Das Telegram-Protokoll macht Stalking einfach. Abgerufen am 2. Dezember 2015.
  65. Markus Böhm: Messenger Telegram: Lieblings-App der IS-Terroristen sperrt Propagandakanäle. In: Spiegel Online. 18. November 2015, abgerufen am 24. November 2015.
  66. www.memri.org: 'Supporters Of The Islamic State' – Anatomy Of A Private Jihadi Group On The Encrypted 'Telegram' App, Offering Secret Chats And Private Encryption Keys. In: MEMRI – The Middle East Media Research Institute. Abgerufen am 18. April 2016.
  67. Paul Hill: Telegram blocks around 2,000 ISIS-related channels per month. Abgerufen am 28. Dezember 2016 (englisch).
  68. Telegram source code links. Abgerufen am 3. April 2017.
  69. Creating your Telegram Application. Abgerufen am 3. April 2017 (englisch).