Teleperm M

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TELEPERM M ist der Name für ein elektronisches Prozessleitsystem, welches Anfang der 1980er Jahre von der Siemens AG entwickelt wurde. Es ermöglicht die Automatisierung kontinuierlicher und diskontinuierlicher verfahrenstechnischer Prozesse.

Dieses Prozessleitsystem zeichnete sich durch sein äußerst robustes und modulares System aus. Bis zu 15.000 Anlagen wurden mit diesem System ausgerüstet.[1] Trotz seines hohen Alters ist es deswegen immer noch recht weit verbreitet. Da es mittlerweile aber immer schwerer wird, Ersatzteile für die zum Teil 20 Jahre alten, nicht mehr hergestellten Systemkomponenten zu erhalten, rüsten immer mehr Anwender ihre Anlagen mit moderneren Systemen aus, wie z. B. dem 1997 erschienene Nachfolgesystem SIMATIC PCS 7, womit Teleperm M zunehmend an Bedeutung verliert.

Aufbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

TELEPERM M setzt sich zusammen aus:

Automatisierungssysteme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur TELEPERM M-Reihe gehören folgende Automatisierungssysteme: (in der Reihenfolge ihres Erscheinens)

  • AS-220 (Wird nicht mehr hergestellt)
  • AS-230 (Wird nicht mehr hergestellt)
  • AS-231 (Wird nicht mehr hergestellt)
  • AS-215 (Wird nicht mehr hergestellt)
  • AS-235 (Wird nicht mehr hergestellt)
  • MS-236 (Wird nicht mehr hergestellt)
  • AS-388
  • AS-488

Die Automatisierungssysteme unterscheiden sich teils erheblich in Aufbau und Leistungsfähigkeit.

Visualisierungssysteme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Siemens wurden folgende Bedien- und Beobachtungssysteme für Teleperm-M entwickelt:

Die OS-Reihe auf SICOMP-Basis mit:

  • OS 252 (Wird nicht mehr hergestellt)
  • OS 262 mit diversen Varianten (Wird nicht mehr hergestellt)
  • OS 265 mit diversen Varianten (Wird nicht mehr hergestellt)

Auf PC-Basis mit:

  • OS 520 (Wird nicht mehr hergestellt)
  • OS 525 (Wird nicht mehr hergestellt)
  • PCS 7/TM-OS
  • WinCC/TM-OS
  • Win-OS

Für die OS262/265 gibt es inzwischen eine Portierung auf eine PC-basierende Plattform unter dem SICOMP M26 Emulator M2000.

Weiterhin wurde eine Teleperm-Schnittstelle für das Bedien- und Beobachtungssystem WinCC entwickelt.

Eine systemunabhängige Kommunikationsschnittstelle zur Kopplung übergeordneter Leitsysteme an Teleperm-M/ME Systeme wurde von der Fa. Ako-Tec AG entwickelt.

Bussystem[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Anfang kam bei Teleperm grundsätzlich der speziell hierfür entwickelte CS275-Bus zum Einsatz. CS275 ist ein Bus mit einer Brutto-Datenrate von 275 kBit, der nach dem Token-Passing-Verfahren funktioniert. Später kam noch der Teleperm-Anlagenbus hinzu, eine Portierung des CS275-Protokolls für Profibus-Netze.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • TELEPERM M Manual Collection, 2004, Siemens Best.Nr. 6DL5900-8AX03-8YX8

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 1. August 2006 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/pcs.khe.siemens.com