Tellurwasserstoff

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Strukturformel
Struktur von Tellurwasserstoff
Allgemeines
Name Tellurwasserstoff
Andere Namen

Monotellan

Summenformel H2Te
CAS-Nummer 7783-09-7
PubChem 21765
Kurzbeschreibung

farbloses Gas mit stechendem Geruch[1]

Eigenschaften
Molare Masse 129,62 g·mol−1
Aggregatzustand

gasförmig

Dichte

5,76 kg·m−3 (0 °C)[1]

Schmelzpunkt

−49 °C[1]

Siedepunkt

−1,25 °C[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
06 – Giftig oder sehr giftig 02 – Leicht-/Hochentzündlich 04 – Gasflasche

Gefahr

H- und P-Sätze H: 220​‐​280​‐​330
P: 210​‐​260​‐​304+340​‐​315​‐​377​‐​381​‐​403​‐​405 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [2][1]
Hochentzündlich Sehr giftig
Hoch-
entzündlich
Sehr giftig
(F+) (T+)
R- und S-Sätze R: 12​‐​26
S: (1)​‐​9​‐​16​‐​33​‐​36​‐​45Vorlage:S-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche nicht möglich

Tellurwasserstoff, auch Monotellan, ist eine chemische Verbindung aus Tellur und Wasserstoff und stellt ein sehr giftiges, leicht kondensierbares Gas dar.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es entsteht durch die Protolyse salzartiger Telluride in Säuren, wie beispielsweise bei der Umsetzung von Aluminiumtellurid mit Salzsäure:[3]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tellurwasserstoff riecht ähnlich unangenehm knoblauchartig wie Arsenwasserstoff. Das Gas ist leicht in Wasser löslich, zersetzt sich an der Luft und verbrennt mit bläulicher Flamme zu Tellurdioxid und Wasser. In Wasser bildet sich die mittelstarke und durch Oxidation unbeständige Tellurwasserstoffsäure.

Strukturdarstellung von Tellurwasserstoff Tellurwasserstoff ist gewinkelt aufgebaut (Bindungswinkel 89,5°), die Bindungslänge Te–H beträgt jeweils 169 pm.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g Eintrag zu Tellurwasserstoff in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 1. Februar 2016 (JavaScript erforderlich).
  2. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung gültig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist daher nur noch auf Gebinden zulässig, welche vor diesen Daten in Verkehr gebracht wurden.
  3. G. Brauer (Hrsg.): Handbook of Preparative Inorganic Chemistry, 2nd ed., vol. 1, Academic Press 1963, S. 439–441.
  4. A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 102. Auflage. de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1, S. 627.