Tellurwasserstoff

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Strukturformel
Struktur von Tellurwasserstoff
Allgemeines
Name Tellurwasserstoff
Andere Namen

Monotellan

Summenformel H2Te
Kurzbeschreibung

farbloses Gas mit stechendem Geruch[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 7783-09-7
EG-Nummer 231-981-5
ECHA-InfoCard 100.029.073
PubChem 21765
Wikidata Q411266
Eigenschaften
Molare Masse 129,62 g·mol−1
Aggregatzustand

gasförmig

Dichte

5,76 kg·m−3 (0 °C)[1]

Schmelzpunkt

−49 °C[1]

Siedepunkt

−1,25 °C[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
02 – Leicht-/Hochentzündlich 04 – Gasflasche 06 – Giftig oder sehr giftig

Gefahr

H- und P-Sätze H: 220​‐​280​‐​330
P: 403​‐​405 [1]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Tellurwasserstoff, auch Monotellan, ist eine chemische Verbindung aus Tellur und Wasserstoff und stellt ein sehr giftiges, leicht kondensierbares Gas dar.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es entsteht durch elektrolytische Reduktion von Tellur an der Kathode in 50%iger Schwefelsäure oder durch Protolyse salzartiger Telluride in Säuren, wie beispielsweise bei der Umsetzung von Aluminiumtellurid mit Salzsäure:[2]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tellurwasserstoff riecht ähnlich unangenehm knoblauchartig[3] wie Arsenwasserstoff. Das Gas ist leicht in Wasser löslich, zersetzt sich an der Luft und verbrennt mit bläulicher Flamme zu Tellurdioxid und Wasser. In Wasser bildet sich die mittelstarke und durch Oxidation unbeständige Tellurwasserstoffsäure. Die Dissoziationskonstanten pKs1 und pKs2 betragen 2,64 und 8,80.[4]

Strukturdarstellung von Tellurwasserstoff

Tellurwasserstoff ist gewinkelt aufgebaut (Bindungswinkel 89,5°), die Bindungslänge Te–H beträgt jeweils 169 pm.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f Eintrag zu Tellurwasserstoff in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 9. Januar 2019 (JavaScript erforderlich).
  2. G. Brauer (Hrsg.): Handbook of Preparative Inorganic Chemistry, 2nd ed., vol. 1, Academic Press 1963, S. 439–441.
  3. Wolfgang Legrum: Riechstoffe, zwischen Gestank und Duft, Vieweg + Teubner Verlag (2011) S. 74, ISBN 978-3-8348-1245-2.
  4. D'Ans-Lax, Taschenbuch für Chemiker und Physiker, 4. Auflage, Band 3, Springer Verlag 1998, ISBN 3-540-60035-3.
  5. A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 102. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1, S. 627.