Templiner Gewässer

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Templiner Gewässer
Templiner Kanal

Templiner Kanal

Abkürzung TlG
Lage DeutschlandDeutschland Brandenburg
Länge 22,0
Erbaut 1894 bis 1896
Klasse Binnenschiffsklasse I
Beginn bei km 32,1 der Oberen Havel-Wasserstraße unterhalb Schleuse Schorfheide
Ende Zaarsee
Abstiegsbauwerke Schleuse Kannenburg, Schleuse Templin
Zuständige WSD Eberswalde

Die Templiner Gewässer (TlG) sind eine Nebenstrecke der Oberen Havel-Wasserstraße (OHW), im Norden Brandenburgs.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 22 Kilometer lange Bundeswasserstraße beginnt bei km 32,1 der Oberen Havel-Wasserstraße unterhalb der Schleuse Schorfheide und endet im Zaarsee bei Templin.[1] Sie verbindet als „Templiner Kanal“ die bei Templin gelegenen Seen Zaarsee, Fährsee, Bruchsee und Templiner Stadtsee mit dem weiter westlich gelegenen Röddelinsee und Großen Lankensee. Der Höhenunterschied zur Havel wird durch die Schleuse Kannenburg zwischen Großem Lankensee und Großem Kuhwallsee ausgeglichen. Unterhalb des Großen Kuhwallsees mündet das Schulzenfließ in den hier „Templiner Wasser“ genannten Kanal. Die Templiner Gewässer gehören zur Binnenschiffsklasse I und werden vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Eberswalde unterhalten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erschließung der Templiner Gewässer begann im Jahre 1745, Zitat: zur Erleichterung der Produkten-Abfuhr des uckermärkischen Getreidebaus [2] Die Wasserstraße war ursprünglich einmal 35,5 Kilometer lang und hatte fünf Schleusenanlagen, die erste Schleuse oberhalb des Melitzsees, eine in Ahlimbsmühle, einem Wohnplatz in der heutigen Gemeinde Milmersdorf, die Ahrensnest'sche Schleuse, die Schleuse Templin und die Ziegeleischleuse. Die erste Schleuse Kannenburg entstand zusätzlich fünfzig Jahre später. Nach 1812 begann der Niedergang des Wassertransportes und bis 1821 wurden die Schleusen in Ahlimbsmühle und oberhalb des Melitzsees stillgelegt. Die Ahrensnest'sche Schleuse wurde noch etwa weitere fünfzig Jahre genutzt. Die Ziegeleischleuse wurde im Zuge des Ausbaus des Templiner Kanals 1894 bis 1896 rückgebaut und die Schleuse Templin entstand neu. 1906 erfolgte ein Neubau der Schleuse Kannenburg. Aufgrund des schlechten Zustandes der Schleuse Templin wurde sie 1974 auf eine nutzbare Länge von 25 Meter verkürzt und folglich für die Frachtschifffahrt nicht mehr nutzbar. Sie wurde 1988 endgültig wegen Baufälligkeit gesperrt, so dass die Befahrbarkeit der Templiner Gewässer auch für die Freizeitschifffahrt unterhalb der Schleuse endete. 2004 wurde mit einem Neubau der Schleuse begonnen, der im September 2005 dem Verkehr übergeben werden konnte.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans-J. Uhlemann: Berlin und die Märkischen Wasserstraßen. transpress Verlag, Berlin div. Jahrgänge, ISBN 3-344-00115-9.
  • Schriften des Vereins für europäische Binnenschifffahrt und Wasserstraßen e. V. div. Jahrgänge. WESKA (Westeuropäischer Schifffahrts- und Hafenkalender), Binnenschifffahrts-Verlag, Duisburg-Ruhrort. OCLC 48960431

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Längen der Hauptschifffahrtswege der Binnenwasserstraßen des Bundes. BMVI, 3. März 2015, S. 24, abgerufen am 24. November 2016 (PDF).
  2. Hans-J. Uhlemann: Berlin und die Märkischen Wasserstraßen Seite 171

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Templiner Gewässer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 53° 4′ 3″ N, 13° 22′ 26″ O