Temuka

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Temuka
Geographische Lage
Temuka (Neuseeland)
Temuka
Koordinaten: 44° 15′ S, 171° 17′ OKoordinaten: 44° 15′ S, 171° 17′ O
Region-ISO: NZ-CAN
Land: Neuseeland
Region: Canterbury
Distrikt: Timaru District
Ward: Pleasant Point-Temuka Ward
Einwohner: 4 047 (2013 [1])
Höhe: 12 m
Postleitzahl: 7920
Telefonvorwahl: +64 (0)3
UN/LOCODE: NZ TKA
Fotografie des Ortes
Temuka aerial view.jpg
Luftaufnahme von Temuka
Luftaufnahme von Temuka und dem Opihi River

Temuka ist eine Kleinstadt im Timaru District der Region Canterbury auf der Südinsel von Neuseeland.

Namensherkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name der Stadt stellt vermutlich eine Verkürzung des Begriffes „te umu-kaha“ dar, der der Sprache der Māori entstammt und soviel wie „der starke Erdofen“ bedeutet.[2] In Erdöfen bereiteten die Māori ihre Speisen (siehe hierzu Hāngi).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt befindet sich rund 17 km nördlich von Timaru und 53 km südwestlich von Ashburton am Zusammenfluss verschiedener Streams und Flüsse, die allesamt in den Opihi River münden, der südlich die Stadt passiert und rund 6 km südöstlich in den Pazifischen Ozean mündet.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An dem Ort der heutigen Stadt existierte früher ein (Dorf) des Māori-Stammes der Ngāi Tahu. Die europäische Besiedlung der Gegend begann 1853 durch den Siedler William Hornbrook, der am Flussufer des Opihi River ein Camp errichtete. Als östlich der heutigen Eisenbahnstrecke das Land für eine Stadt vermessen wurde, übernahm man zunächst den Namen des Māori-, Arowhenua. 1863 kaufte dann der Landvermesser Samuel Hewlings, der den Plan der zukünftigen Stadt erstellt hatte, ein angrenzendes Areal, das er mit dem Ortsnamen Wallingford versah. Um das Jahr 1866 setzte sich der Name Temuka für die beiden nahe zusammenliegenden Siedlungen durch, die 1899 dann auch formell zusammengeführt wurden.[2]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Zensus des Jahres 2013 zählte der Ort 4047 Einwohner, 0,07 % mehr als zur Volkszählung im Jahr 2006.[1]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt ist für die Herstellung von Ton- und Keramikprodukten sowie für keramische Isolatoren bekannt. Für das Umland ist die Stadt Versorgungszentrum für den täglichen und den landwirtschaftlichen Bedarf. Die Milchwirtschaft spielt in der Gegend neben der Schafzucht, dem Getreide- und Gartenbau eine tragende Rolle.[2] Im Dezember 2016 kündigte das neuseeländische Unternehmen Fonterra an, in der Nähe von Temuka für 240 Mio. NZ$ eine Fabrik zur Herstellung von Mozzarella zu errichten, die nach Angaben der Firma die größte Fabrik ihrer Art auf der südlichen Halbkugel werden soll.[4]

Des Weiteren ist in Temuka das Transportunternehmen Temuka Transport angesiedelt, das mit über 40 Lastkraftwagen den südlichen Teil von Canterbury bedient. Ein weiteres Unternehmen, das sich Temuka Homeware nennt, stellt Geschirr aus Keramik her.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Temuka führt der New Zealand State Highway 1, der die Stadt auf direktem Weg mit Timaru verbindet und nach Nordosten an Ashburton anbindet.[3]

Schienenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parallel zum State Highway 1 verläuft die Eisenbahnstrecke des South Island Main Trunk Railway, der in der Stadt einen Bahnhof mit einem Haltepunkt vorfindet.

Bildungswesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt besitzt zwei Grundschulen und eine weiterführende Bildungseinrichtung. Mit der Temuka Primary School verfügt sie über eine Grundschule mit den Jahrgangsstufen 1 bis 6. Im Jahr 2015 besuchten 225 Schüler die Schule.[5] Eine weitere Grundschule ist die katholische St Joseph's School mit den Jahrgangsstufen 1 bis 8. Im Jahr 2015 besuchten 98 Schüler die Schule.[6] Mit dem Opihi College verfügt die Stadt über eine weiterführende Schule, die die Jahrgangsstufen 7 bis 13 führt. Im Jahr 2014 besuchten 291 Schüler die Schule.[7]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Helga Neubauer: Temuka. In: Das Neuseeland Buch. 1. Auflage. NZ Visitor Publications, Nelson 2003, ISBN 1-877339-00-8, S. 726.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Temuka. Central South Island, 5. Juni 2010, archiviert vom Original am 4. Juni 2010; abgerufen am 19. Januar 2016 (englisch, Originalwebseite nicht mehr verfügbar).
  • Canterbury - Temuka Tourist Information. destination.co.nz, archiviert vom Original am 13. Januar 2015; abgerufen am 19. Januar 2016 (englisch, Originalwebseite nicht mehr verfügbar).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b 2013 Census QuickStats about a place: Temuka. Statistics New Zealand; abgerufen am 6. August 2016 (englisch).
  2. a b c Neubauer: Temuka. In: Das Neuseeland Buch. 2003, S. 726.
  3. a b Topo250 maps. Land Information New Zealand; abgerufen am 18. Oktober 2017 (englisch).
  4. Sophie Boot: Fonterra to build $240 million mozzarella plant in South Canterbury. In: The Country. NZME. Publishing, 13. Dezember 2016; abgerufen am 18. Oktober 2017 (englisch).
  5. Temuka Primary School. Education Review Office; abgerufen am 18. Oktober 2017 (englisch).
  6. St Joseph's School (Temuka). Education Review Office; abgerufen am 18. Oktober 2017 (englisch).
  7. Opihi College. Education Review Office; abgerufen am 18. Oktober 2017 (englisch).