Ter Apel

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Ter Apel
Provinz Groningen Groningen
Gemeinde Westerwolde
Einwohner 7.690 (30. Jun. 2017[1])
Koordinaten 52° 53′ N, 7° 4′ OKoordinaten: 52° 53′ N, 7° 4′ O
Bedeutender Verkehrsweg N364 N366 N976
Vorwahl 0599
Postleitzahlen 7831, 7877, 7881, 7895, 9551, 9561
Kloster Ter Apel

Die Ortschaft Ter Apel liegt im Norden der Niederlande in der Provinz Groningen und ist mit 7.690 Einwohnern (Stand: 30. Juni 2017) das größte Dorf der Gemeinde Westerwolde.[1]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt am Rande des Bourtanger Moors in unmittelbarer Grenznähe zu Rütenbrock (Niedersachsen).

Am östlichen Ortsrand entspringt die Ruiten Aa, der Oberlauf der Westerwoldsche Aa.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort ist aus dem 1465 gegründeten Kloster hervorgegangen, das dem Orden vom Heiligen Kreuz angehörte und 1594 infolge der Einführung der Reformation sein Ende fand. In den 1970er Jahren sind um den in der Mitte des Ortes gelegenen Badesee zahlreiche Einfamilienhäuser entstanden, die wesentlich zum Wachstum des Ortes beigetragen haben.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das 1465 aus Backstein errichtete Kloster kann seit Juni 2010 besichtigt werden.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ter Apel liegt im Schnittpunkt der niederländischen Provinzialstraßen N364, N366 und N379; nur etwa 10 km östlich befindet sich auf deutschem Gebiet die Anschlussstelle Haren an der A 31. Die Städte Stadskanaal und Emmen liegen jeweils gut 15 km nordwestlich bzw. südwestlich von Ter Apel in den Niederlanden, die nächstgelegene deutsche Stadt Haren befindet sich 14 km südöstlich.

Eisenbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nebenbahnen in die Nachbarstädte Emmen und Stadskanaal sind stillgelegt, letztere (über Musselkanaal und Zandberg) seit 1972,[2] und weitgehend abgebaut. Anfang des 20. Jahrhunderts war geplant, die Eisenbahnstrecke von Stadskanaal nach Ter Apel bis Meppen weiterzuführen. Für den deutschen Streckenabschnitt erteilte die preußische Regierung 1910 dem Landkreis Meppen die Baugenehmigung. Doch ließ der Erste Weltkrieg das Vorhaben ruhen. 1920 unternahm der Landkreis Meppen einen zweiten Anlauf.[3] Diesmal verhinderte die Inflation die Verwirklichung des Vorhabens. Auch ein dritter Anlauf nach der Einführung der Rentenmark scheiterte.[4] Derweil hatte die niederländische Eisenbahngesellschaft Stadskanaal-Ter Apel-Rijksgrens (STAR) im Vertrauen auf die deutsche Zusage die Strecke von Ter Apel bis zur Grenze fertiggestellt. 1924 nahm sie den Betrieb auf. Sie war jedoch von Anbeginn unrentabel, da sie an der Grenze endete und ohne Anschluss an das deutsche Netz blieb. Nach nur zwei Jahren wurde die Stichbahn zur Grenze stillgelegt – und damit erst richtig bekannt. Denn die STAR-Linie war und ist die niederländische Bahnstrecke mit der kürzesten Betriebsdauer.[5]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Ter Apel befindet sich die Autospeedway- und Stockcarbahn „De Polderputten“, die von der NNO (Noord Nederlandse Ovalracing) betrieben wird und an die niederländische Motorsportbehörde KNAF angeschlossen ist. Auf der 460 m bzw. 320 m langen Bahn fahren verschiedene Motorsportklassen.

Der heimische Schwimmsportklub Zepta Ter Apel trägt jedes Jahr mit mehr als 150 teilnehmenden Mannschaften eines der größten Wasserballturniere der Welt aus.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ter Apel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Personen met een uitkering; soort uitkering, wijken en buurten 2017 Centraal Bureau voor de Statistiek, abgerufen am 23. März 2018 (niederländisch)
  2. De geschiedenis van de NOLS in chronologische volgorde, 1970–1979, abgerufen am 20. Oktober 2016.
  3. Der Bahnbau Meppen-Ter Apel. Denkschrift der Kreiskommission für den Bahnbau Meppen-Ter Apel mit Stichbahn Fullen-Gross-Hesepe. Selbstverlag der Kreiskommission Meppen, Meppen 1920.
  4. Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Bahn „Meppen-Ter-Apel“ als Erschließerin des Bourtanger Moores und der angrenzenden Heideflächen (1925 oder 1925 erschienen).
  5. Anneke Huyser: Van NOLS tot STAR. Een historische schets van Museumspoorlijn Veendam-Stadskanaal-Musselkanaal. Uitgeverij De Wijze Kater, Utrecht 2002, ISBN 90-5111-002-2.