Teradata

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Teradata

Teradata logo 2018.png
Basisdaten

Entwickler Teradata
Erscheinungsjahr 1979
Aktuelle Version 16.20
Betriebssystem Linux, Unix, Windows
Kategorie Datenbankmanagementsystem
Lizenz proprietär
deutschsprachig ja
www.teradata.com

Teradata ist sowohl die Bezeichnung für ein Relationales Datenbankmanagementsystem (RDBMS), als auch der Name der dieses Produkt entwickelnden Firma Teradata Ltd. (1979 gegründet).[1] Im Gartner Magic Quadrant für Data Warehouse Database Management Systeme belegt Teradata seit mehr als acht Jahren durchgehend die Spitzenposition.

Datenbankmanagementsystem[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teradata ist eine ANSI SQL konforme Datenbank. Das Teradata-DBMS wird über Standard Schnittstellen wie ODBC oder JDBC angesprochen und über SQL programmiert.

Technisch ist Teradata als ein Massive Parallel Processing System ausgestaltet, das eine Shared Nothing Architecture verwendet.[2] Da dadurch Daten, CPU und Memory in einem festen Verhältnis zueinander stehen, ist es linear und voraussagbar skalierbar. Die Skalierbarkeit in allen Dimensionen des Datenbank-Workloads, z. B. Datenvolumen, Anzahl Benutzer, Komplexität von Abfragen, ermöglicht den Einsatz von Teradata in vielen groß angelegten Anwendungen als Data-Warehouse.

Teradata läuft seit der Version 2 Release 6 auf 64bit Intel-Linux Plattformen und auf Windows-2000-Servern. Vor der Version V2R6 war eine 32-Bit-Variante unter dem eigenen Betriebssystem, NCR UNIX SVR4 MP-RAS, einer Variante von System V Unix, das von AT&T bzw. NCR entwickelt wurde, verfügbar.

Nahezu alle ETL- bzw. BI-Tool Anbieter haben Kooperationen und Partnerschaften mit Teradata und bieten entsprechende Versionen ihrer Software an.

Firma[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Firma entstand ursprünglich 1979 aus einer Kooperation zwischen Citibank und dem California Institute of Technology. 1991 hat die NCR Corporation Teradata übernommen und das auf Hardware basierende Datenbanksystem für seine Computerlinien eingesetzt. Teradata hat sich zum 1. Oktober 2007 von der NCR Corporation abgespalten und ist nun ein eigenständiges, börsennotiertes Unternehmen.

Teradata bietet sein DBMS seit Anbeginn als Appliance an, die für den typischen Workload eines Data-Warehouses optimal aufeinander abgestellte Hardware-Komponenten enthält. Seit ca. zwei Jahren hat Teradata sein Angebot auf mehrere Appliance-Varianten ausgelegt und trägt damit den verschiedenen Workload-Szenarien, z. B. im Active Warehousing, Rechnung. Ebenso stellt Teradata damit eine Vergleichbarkeit zum Wettbewerb her, der überwiegend nur einen Teilaspekt des Data-Warehousing herausstellt und dafür eine – meist auf Kosten reduzierte – Lösung anbietet.

Große Anwender dieser Technologie kommen aus den Bereichen Handel, Telekommunikation und Banken/Versicherungen sowie aus dem produzierenden Gewerbe mit großen Stückzahlen und komplexen Produkten (z. B. Automobilindustrie). High-Performance-Datenbanken sind insbesondere bei großen Datenmengen, die effizient verarbeitet und zur Verfügung gestellt werden müssen, im Einsatz. Die wichtigsten Mitbewerber sind andere High-End-Hersteller wie IBM mit dem RDBMS DB2 und der Appliance Netezza sowie Oracle mit dem gleichnamigen RDBMS und der Appliance EXAdata.

Zum 31. Dezember 2016 hatte das Unternehmen weltweit 10.093 Mitarbeiter sowie einen Umsatz von 2,3 Milliarden Dollar.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.teradata.at/About-Us/Our-History
  2. sunysb.edu: The Teradata Scalability Story (Memento des Originals vom 2. Dezember 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.cs.sunysb.edu
  3. For 10-K: Annual Report for the Fiscal Year Ending December 31, 2016 vom 27. Februar 2017 (en).