Terek Grosny

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Terek Grosny/Терек Грозный
Logo von Terek Grosny
Voller Name Republikanischer Fußballclub Terek Grosny
namens A. A. Kadyrow
Ort Grosny
Gegründet 1946
Stadion Achmat Arena, Grosny
Plätze 30.000
Präsident RusslandRussland Magomed Daudow
Trainer RusslandRussland Raschid Rachimow
Homepage fc-terek.ru
Liga Premjer-Liga, Russland
2015/16 7. Platz
Heim
Auswärts

Der RFK Terek Grosny (russisch Республиканский Футбольный клуб «Терек» Грозный, Respublikanski futbolny klub „Terek“ Grosny, wiss. Transliteration Futbol’nyj klub Terek Groznyj, voller Name АНО "Республиканский футбольный клуб "Терек" им. А. А. Кадырова, ANO Respublikanski futbolny klub „Terek“ Grosny im. A. A. Kadyrowa) ist ein 1946 gegründeter russischer Fußballverein aus Grosny, der Hauptstadt der Republik Tschetschenien. Terek gewann 2004 den russischen Pokal und spielte 2004/2005 für ein Jahr sowohl im UEFA-Pokal als auch in der Premjer-Liga, der höchsten russischen Spielklasse. Nach zwei Jahren in der zweiten russischen Liga gelang Terek 2007 als Zweitligavizemeister der Wiederaufstieg in die Premjer-Liga. Der Club trägt zu Ehren des 2004 bei einem Anschlag getöteten tschetschenischen Präsidenten Achmat Kadyrow den Beinamen A. A. Kadyrow.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sowjetische Meisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein wurde 1946 als Dynamo (Динамо) gegründet und bereits 1948 in Neftjanik (Нефтяник, „Ölarbeiter“) umbenannt. 1958 folgte schließlich die Umbenennung nach dem Fluss Terek. Während der Zeit der UdSSR spielte Grosny stets unterklassig, trotzdem war das Stadion in Grosny mit 30.000 Plätzen meist ausverkauft.

Russische Meisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niedergang (1992–2000)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Auflösung der Sowjetunion Anfang der 1990er Jahre schaffte es Grosny bis in die zweite Liga. 1994 stand der Verein sogar kurz vor dem Aufstieg in die damals Oberste Division genannte höchste russische Spielklasse, aufgrund des beginnenden ersten Tschetschenienkrieges weigerten sich jedoch auswärtige Mannschaften, in Grosny zu spielen. Die Mannschaft brach auseinander, und der Verein spielte die nächsten sieben Jahre lediglich auf lokaler Ebene. Zeitweise wurde das Stadion von Terek als Stützpunkt und Werkstatt russischer Panzertruppen verwendet. 1997/98 wurde der Rebellenführer und Terrorist Schamil Bassajew, später unter anderem für die Geiselnahme im Musical Nord-Ost in Moskau verantwortlich, Präsident von Terek; er spielte sogar einige Male im Sturm der ersten Mannschaft.[1] Durch den beginnenden zweiten Tschetschenienkrieg verschwand Terek 1998/99 vollkommen von der Bildfläche.

Neuanfang (seit 2001)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2001 wurde Terek wieder „ins Leben zurückgerufen“, geleitet bis zu dessen Tod vom tschetschenischen Präsidenten, dem Moskau-Treuen Achmat Kadyrow, und großzügig finanziert vom russischen Staat. Für das Jahr 2005 wurde von den russischen Medien ein Etat von 30 Millionen kolportiert (der vierthöchste in Russland); der tatsächliche Etat dürfte nur unwesentlich geringer sein. Terek begann in der dritthöchsten russischen Liga, es gelang aber in den vier Spielzeiten bis 2004 der zweifache Aufstieg bis in die Premjer-Liga. Am 29. Mai 2004 gelang der Mannschaft noch als Zweitligist der bis dato größte Erfolg in der Vereinsgeschichte; mit einem 1:0-Sieg gegen den Erstligisten Krylja Sowetow Samara im Endspiel im Moskauer Lokomotive Stadion gewann Terek den russischen Pokal.

Damit war Terek in der UEFA-Pokal-Qualifikation der Austragung 2004/05 spielberechtigt, die die Mannschaft meisterte und erst in der Hauptrunde gegen den schweizerischen Vertreter FC Basel nach einem 1:1-Heimunentschieden und einer 0:2-Niederlage ausschied; zuvor konnte der polnische Erstligist Lech Posen in der zweiten Qualifikationsrunde nach zwei Siegen mit jeweils 1:0 aus dem Wettbewerb geworfen werden. Die Spielzeit 2005 in der Premjer-Liga lief für Terek weniger gut, der Verein beendete sie als 16. und Letzter und musste sofort wieder absteigen. In der Saison 2006 belegte Terek in der 1. Division (der zweiten russischen Liga) den 8. Platz, 2007 wurde die Vizemeisterschaft der 1. Division errungen, so dass Terek am Spielbetrieb der Premjer-Liga in der Saison 2008 teilnahm. Mit dem 10. Rang gelang der Klassenerhalt deutlich. Am 18. Januar 2011 wurde bekannt gegeben, dass Ruud Gullit als neuer Trainer verpflichtet werden konnte. Nur fünf Monate später wurde seine Entlassung gemeldet.[2] Am 27. September 2011 gab der Verein die Verpflichtung von Stanislaw Tschertschessow als neuem Cheftrainer bekannt.[3] Bis November 2011 war der tschetschenische Republikspräsident Ramsan Kadyrow Präsident des FK Terek Grosny. Sein Nachfolger ist der tschetschenische Vize-Republikspräsident Magomed Daudow.[4]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktueller Kader 2015/16[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: April 2016

Nr. Position Name
1 UkraineUkraine TW Jaroslaw Hodzjur
16 RusslandRussland TW Jewgeni Gorodow
33 RusslandRussland TW Witali Gudijew
2 BrasilienBrasilien AB Rodolfo
3 GeorgienGeorgien AB Tedore Grigalaschwili
5 RusslandRussland AB Saurbek Plijew
15 RusslandRussland AB Andrei Semjonow
24 PolenPolen AB Marcin Komorowski
26 RusslandRussland AB Murad Tagilow
29 AustralienAustralien AB Luke Wilkshire
40 RusslandRussland AB Riswan Uzijew
Nr. Position Name
6 BrasilienBrasilien MF Adílson
8 BrasilienBrasilien MF Pedro Ken
13 IranIran MF Milad Mohammadi
19 RusslandRussland MF Oleg Iwanow
20 BrasilienBrasilien MF Kanu
21 RusslandRussland MF Daler Kusjajew
22 RusslandRussland MF Resuan Mirsow
23 UruguayUruguay MF Facundo Píriz
55 RusslandRussland MF Igor Lebedenko
9 RusslandRussland ST Saur Sadajew
17 SenegalSenegal ST Ablai Mbengue
30 RumänienRumänien ST Gheorghe Grozav
95 RusslandRussland ST Magomed Mitrischew
- AlbanienAlbanien ST Bekim Balaj

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Russland

GUS und ehemalige Sowjetunion

Europa

Amerika

Afrika

Bekannte ehemalige Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tino Künzel, Terek Grosny spielt Fußball zum Vergessen, Moskauer Deutsche Zeitung online vom 5. Mai 2005, abgerufen am 15. Juni 2011.
  2. Zu großes Interesse am Nachtleben – Gullit entlassen, Die Welt online vom 14. Juni 2011, abgerufen am 15. Juni 2011.
  3. Stanislav Cherchesov zum Cheftrainer der "Terek" ernannt, Vereinswebseite http://fc-terek.ru/ online vom 27. September 2011, abgerufen am 28. September 2011.
  4. Kadyrow tritt als Präsident von Terek Grosny ab (Memento vom 29. November 2011 im Internet Archive), sueddeutsche.de vom 28. November 2011.