Terni

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Terni
Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien/Wartung/Wappen fehltKein Wappen vorhanden.
Terni (Italien)
Terni
Staat: Italien
Region: Umbrien
Provinz: Terni (TR)
Koordinaten: 42° 34′ N, 12° 39′ O42.56666666666712.65130Koordinaten: 42° 34′ 0″ N, 12° 39′ 0″ O
Höhe: 130 m s.l.m.
Fläche: 211 km²
Einwohner: 112.227 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 532 Einw./km²
Stadtviertel Vedi elenco
Angrenzende Gemeinden Acquasparta, Arrone, Colli sul Velino (RI), Labro (RI), Montecastrilli, Montefranco, Narni, Rieti (RI), San Gemini, Spoleto (PG), Stroncone
Postleitzahl: 05100
Vorwahl: 0744
ISTAT-Nummer: 055032
Volksbezeichnung: Ternani
Schutzpatron: San Valentino (14. Februar)
Website: Gemeinde Terni
Panorama von Terni
Panorama von Terni

Terni (lateinisch Interamna Nahars) ist eine Stadt im Süden der mittelitalienischen Region Umbrien. Terni ist Hauptstadt der Provinz Terni.

Geographie[Bearbeiten]

Lage von Terni in der Provinz Terni

Terni liegt 130 m s.l.m. in einer Ebene am Fluss Nera, 100 km nordöstlich von Rom, 40 km nordwestlich von Rieti und 30 km südlich von Spoleto. Die Stadt hat 112.227 Einwohner (Stand 31. Dezember 2013) und eine Fläche von 211 km², was eine Bevölkerungsdichte von 532 Einwohnern pro km² ergibt. Terni liegt in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone D, 1 650 GG.[2]

Zu den Ortsteilen gehören unter anderen Acquapalombo (517 m, ca. 30 Einwohner), Appecano (532 m, ca. 30 Einwohner), Battiferro (649 m, ca. 20 Einwohner), Campomaggiore (I. u. II., ca. 150 Einwohner), Castagna (258 m, ca. 30 Einwohner), Cecalocco (608 m, ca. 40 Einwohner), Cesi (437 m, ca. 650 Einwohner), Colle Giacone (350 m, ca. 30 Einwohner), Colle Sant’Angelo (280 m, ca. 30 Einwohner), Collestatte (mit Collestatte Piano, ca. 900 Einwohner), Giuncano Scalo (350 m, ca. 50 Einwohner), Larviano (386 m, ca. 100 Einwohner), Marmore (376 m, ca. 800 Einwohner), Miranda (597 m, ca. 80 Einwohner), Papigno (222 m, ca. 450 Einwohner), Perticara (337 m, ca. 100 Einwohner), Piediluco (375 m, ca. 520 Einwohner), Poggio Lavarino (362 m, ca. 70 Einwohner), Polenaco (468 m, ca. 50 Einwohner), Porcivalle-San Giacomo (164 m, ca. 100 Einwohner), Porzano (443 m, ca. 10 Einwohner), Pozzo Saraceno (195 m, ca. 80 Einwohner), Pracchia (534 m, ca. 50 Einwohner), Rocca San Zenone (189 m, ca. 50 Einwohner), San Carlo (208 m, ca. 260 Einwohner), San Liberatore (420 m, ca. 40 Einwohner), Torreorsina (326 m, ca. 280 Einwohner) und Vallemicero (124 m, ca. 50 Einwohner).[3]

Die Nachbargemeinden sind Acquasparta, Arrone, Colli sul Velino (RI), Labro (RI), Montecastrilli, Montefranco, Narni, Rieti (RI), San Gemini, Spoleto (PG) und Stroncone.

Geschichte[Bearbeiten]

Cascata delle Marmore

Die Stadt wurde vermutlich im 7. Jahrhundert v. Chr. von den Umbrern gegründet. Zur Römerzeit war Interamna als wichtige Station an der Via Flaminia bedeutsam, das nahegelegene Carsulae (heutiges Gemeindegebiet von San Gemini) war für seine Mineralquellen bekannt.

Auch die nahegelegene Cascata delle Marmore, mit 165 m Fallhöhe einer der höchsten Wasserfälle Europas, stammt aus der Römerzeit: Sie entstand im Jahr 271 v. Chr. unter dem römischen Konsul Manius Curius Dentatus, der den Fluss Velino durch einen Kanal umleiten ließ, um ein Sumpfgebiet trockenzulegen. Der Kanal wurde insbesondere im Spätmittelalter mehrfach modifiziert und wird seit den 1950er-Jahren zur Stromgewinnung im Wasserkraftwerk Galleto verwendet.

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Terni zum zentralen Industriestandort Umbriens und erlebte besonders durch seine Stahlwerke einen bedeutenden Wirtschaftsaufschwung. Dadurch bekam die Stadt den Beinamen Manchester italiana (Das italienische Manchester).[4] Wegen der zahlreichen Stahlwerke und der damit verbundenen strategischen Bedeutung für die Rüstungsindustrie wurde die Stadt im Zweiten Weltkrieg durch Bombenangriffe stark zerstört.

Nach dem Krieg erlebte die örtliche Schwerindustrie einen massiven Niedergang, und zahlreiche Fabriken wurden geschlossen. Terni ist zwar weiterhin traditionell die wichtigste Industriestadt Umbriens, hat aber besonders in den letzten zwei Jahrzehnten eine erhebliche wirtschaftliche und städtebauliche Transformation erlebt. So wurden etwa auf dem ehemaligen Areal der SIRI (Società Italiana Ricerche Industriali) ein neues Wohngebiet und ein archäologisches Museum errichtet.

Kultur[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

An Sehenswürdigkeiten zu nennen sind ein römisches Amphitheater, das auch heute noch für Konzerte und Theateraufführungen verwendet wird, ein restauriertes Stadttor aus römischer Zeit, der barocke Dom Santa Maria Assunta aus dem 17. Jahrhundert (entstand über einer Struktur aus dem 6. Jahrhundert, die im 11. Jahrhundert erweitert wurde), die Kirche San Francesco (1265 entstanden und 1437 erweitert), die romanische Kirche San Salvatore aus dem 11. Jahrhundert (enthält Fresken von Andrea Polinori und Ludovico Carosi)[4] und die Basilika San Valentino im Süden der Stadt, die den Sarg des heiligen Valentin beherbergt. Die städtische Pinakothek (Pinacoteca Comunale Orneore Metelli) enthält einige bedeutende Werke Alter Meister und moderner Künstler.

In der Umgebung sehenswert sind insbesondere die bereits erwähnte Cascata delle Marmore und die Ausgrabungen von Carsulae, aber auch der Lago di Piediluco, ein malerischer, in die Gebirgslandschaft eingebetteter See. Der Ort Piediluco liegt unterhalb am Fuße (Piedi) des Berges Monte Luco. Auf ihm befindet sich die Burg Rocca Albornoz (auch Rocca di Piediluco, Castello oder Rocca de Luco genannt), die um das Jahr 1000 entstand und im 18. Jahrhundert zur Ruine wurde.[5]

weitere Kirchen[Bearbeiten]

  • San Marco, Kirche im Ortskern mit Fresken aus den 1460er Jahren.[4]
  • Santa Maria del Monumento, Kirche aus dem 15. Jahrhundert nahe dem Friedhof.[4]

Bildung[Bearbeiten]

Terni verfügt über eine Niederlassung der Universität Perugia mit sechs Fakultäten (Wirtschaftswissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Literatur und Philosophie, Medizin, Pädagogik und Politikwissenschaft).

Die Università delle tre età e della formazione continua ist spezialisiert auf berufsbegleitende Weiterbildung.

Sport[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Als berühmteste Ternaner (italienisch ternani) werden immer wieder der römische Kaiser Tacitus und der heilige Valentin genannt, wobei es sich aber in beiden Fällen nicht um historisch gesicherte Fakten handelt. Der heilige Valentin, dessen Fest am 14. Februar begangen wird, ist zugleich der Schutzpatron der Stadt.

Weitere berühmte Söhne und Töchter der Stadt sind:

Partnerstädte[Bearbeiten]

Terni unterhält Gemeindepartnerschaften mit:[7]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Terni – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.
  2. Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA) (PDF; 330 kB), abgerufen am 12. Juli 2015 (italienisch)
  3. Offizielle Webseite des ISTAT (Istituto Nazionale di Statistica) zu den Einwohnerzahlen 2001 in der Provinz Terni, abgerufen am 12. Juli 2015 (italienisch)
  4. a b c d Touring Club Italiano: Umbria.
  5. Offizielle Webseite der Provinz Terni zur Rocca Albornoz, abgerufen am 12. Juli 2015 (italienisch)
  6. Terni: inaugurato il nuovo ciclodromo comunale di Cospea, sarà gratuitamente a disposizione dei cittadini auf narnionline.com vom 25. April 2004 (italienisch)
  7. Offizielle Webseite der Stadt Terni zu den Gemeindepartnerschaften, abgerufen am 14. Juli 2015 (italienisch)