Terra Grischuna

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Terra Grischuna (lateinisch und rätoromanisch für «Bündnerland») ist eine im gleichnamigen Verlag in Chur zweimonatlich erscheinende Zeitschrift für alle Themengebiete, die den Kanton Graubünden betreffen. Sie hat eine WEMF-beglaubigte Auflage von 7'799 Exemplaren.[1]

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jede Ausgabe widmet sich einem zentralen Thema wie z. B. «Chur – eine Stadt im Wandel» (5/2009). Die Artikel sind populärwissenschaftlich aufbereitet und werden von Fachleuten, besonders Historikern, Geologen oder Linguisten, geschrieben.

Zwei Seiten jeder Ausgabe (Chapis Vus rumantsch? = Verstehen Sie romanisch? und Pagina Grigionitaliana = italienischbündnerische Seite) sind reserviert für die beiden kantonalen Minderheitssprachen Rätoromanisch und Italienisch.

Status[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obschon kommerziell vertrieben, hat Terra Grischuna durch die Auslage in den Zügen der Rhätischen Bahn und in den kantonalen Amtsgebäuden den Status einer quasi halboffiziellen, kulturprägenden Zeitschrift.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegründet wurde die Zeitschrift 1942 von Balz Fetz, einem nach Basel ausgewanderten Bündner. Sie richtete sich vor allem an Bündner in der Schweiz und erschien anfänglich 4–6 Mal jährlich. Der Untertitel lautete in den Anfangsjahren «Heimatnachrichten», später und bis heute (Stand: 2012) «Zeitschrift für Natur, Kultur und Freizeit in Graubünden». Bis 1968 blieb der Verlag in Basel und weitere 30 Jahre im baselländischen Bottmingen. Heute ist der Verlag eine Aktiengesellschaft und an der Kasernenstrasse 1 in Chur zu Hause. Verleger ist Reto Fetz, Sohn des Firmengründers.[2]

Die «Pro Raetia» führte Terra Grischuna seit 1955 als offizielles Publikationsorgan. 1983 war Terra Grischuna die erste periodisch erscheinende Zeitschrift, die einen Text in Rumantsch Grischun veröffentlichte. Zum 1. Januar 2007 übernahmen die Südostschweiz Medien die Zeitschrift.

Redaktoren der Gesamtzeitschrift[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Balz Fetz (1942–1959)
  • Christian Walther (1959–1988)
  • Markus Joos (1988–2013)
  • Christian Dettwiler (seit 2013)

Redaktoren der Pagina rumantscha[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rita Cathomas-Bearth (1982–1992)
  • Gian Peder Gregori (1992−2000)
  • Daniel Telli (seit 2000)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. WEMF-Auflagebulletin 2015, S. 46 (PDF; 624 kB).
  2. Fachzeitungen