Tesla Model S

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Tesla
Tesla Model S in Trondheim.JPG
Model S
Produktionszeitraum: seit 06/2012
Klasse: Oberklasse[1]
Karosserieversionen: Kombilimousine
Motoren: Elektromotoren:
Spitzenleistung: 225–396[2] kW
Nennleistung (lt. Fahrzeugschein): 69 kW[3]
Länge: 4976 mm
Breite: 1963 mm
Höhe: 1435 mm
Radstand: 2959 mm
Leergewicht: 2108 kg
Vorgängermodell: keines
Nachfolgemodell: keines
Sterne im US NCAP-Crashtest (2013)[4] 5 Sterne im US-NCAP-Crashtest
Sterne im Euro NCAP-Crashtest (2014)[5] 5 Sterne im Euro-NCAP-Crashtest
Frontansicht des Model S
Heckansicht des Model S
Die Konzeption des Tesla Model S stammt von dem Gründer und CEO von Tesla Motors, Elon Musk (im Hintergrund); Chefdesigner war Franz von Holzhausen (im Vordergrund)

Das Tesla Model S ist eine Limousine mit elektrischem Antrieb von Tesla Motors, die als Prototyp am 26. März 2009 vorgestellt wurde und seit dem 22. Juni 2012 an die Kunden ausgeliefert wird.[6][7]

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Tesla S ist das erste 5+2-sitzige Elektroauto der Oberklasse. Die Arbeiten an den Entwürfen wurden bereits im Juni 2008 zunächst unter dem Projekt-Namen „Whitestar“ angekündigt.[8] Das erstmals vorgestellte Fahrzeug war ein bereits fahrbarer Prototyp. Tesla hat bei diesem Modell zum ersten Mal das Fahrwerk und die Karosserie vollständig selbst entwickelt.

Das Model S hat mehrere Auszeichnungen erhalten, darunter den Motor Trend Preis für das Auto des Jahres 2013.[9]

Akkutechnik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ähnlich wie bei dem in Kleinserie produzierten Tesla Roadster basiert das Speichersystem des Model S auf Zellen in Form gewöhnlicher Lithium-Ionen-Akkus für Laptops mit für Elektroautos optimierter Zellchemie.[10] Allerdings wurden mehr als 8.000 (statt wie beim Tesla Roadster 6831) Zellen verwendet, um eine höhere Speicherkapazität zu ermöglichen. Es gibt drei Akkukapazitäten mit den Reichweiten 442 km (70 kWh), 528 km (85 kWh) und 560 km (90 kWh).[11] Die ursprünglich geplante 40-kWh-Variante wird aufgrund mangelnder Nachfrage nicht produziert.[12] Kunden, die diese Version bestellt hatten, erhielten einen Akku mit 60 kWh, der per Software auf 40 kWh limitiert wurde. Alle anderen Eigenschaften des größeren Systems, wie beispielsweise die bessere Beschleunigung, bleiben erhalten.

Für seine 85-kWh-Akkus im Tesla Model S gibt Tesla 8 Jahre Garantie mit unbegrenzter Laufleistung, die die Funktionsfähigkeit des Akkus umfasst,[13] jedoch nicht den Energie- und Leistungsverlust über die Zeit und durch den Gebrauch.[14] Bezüglich Haltbarkeit siehe auch Haltbarkeit bei Traktionsbatterien.

Aufladung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Tesla Model S P85+ kann durch seine Nutzbremse mit über 60 kW aufladen
Tesla Model S an einer Tesla-Supercharger-Stromtankstelle.
Zylindrische Zelle (18650) vor dem Zusammenbau. Einige Tausend davon bilden den Akku des Tesla Model S (s. Gigafactory).

Zur Aufladung besitzt der Tesla Model S einen eingebauten 11-kW-Lader, der pro Stunde Energie für eine Reichweite von bis zu 55 km lädt. Optional ist ein Doppellader mit 22 kW erhältlich.[15] In den autoseitigen Anschluss wird das Ladekabel, als „Mobile Connector“ bezeichnet, eingesteckt. Für das Ladekabel sind aufsteckbare Adapter serienmäßig mitgeliefert oder optional erhältlich, so dass eine Aufladung an fast allen Stromanschlüssen möglich ist.[16]

Der Tesla Model S kann serienmäßig einphasig (230 V/16 A) sowohl an normalen Haushaltssteckdosen als auch an den blauen Campingsteckern aufgeladen werden. Für eine Aufladung mit Dreiphasenwechselstrom wird serienmäßig ein Adapter für die üblichen roten Anschlussdosen nach IEC 60309 mit 11 kW mitgeliefert. Ein Ladestecker Typ 2 für eine Wandladestation oder Stromtankstelle ist optional erhältlich. Nur mit diesem lassen sich die 22 kW Ladeleistung des Doppelladers nutzen.[17][18] Durch seine Nutzbremse (auch Bremsenergierückgewinnung oder Rekuperation) kann das Tesla Model S mit bis zu über 60 kW aufladen. Da sich die Akkumulatoren unter dem Boden des Fahrzeugs befinden, können sie auch in einem einfachen Verfahren in 90 Sekunden ausgetauscht werden.[19]

Weil an einer hausüblichen Steckdose die Leistung auf 3.500 W begrenzt ist und die im Akku gespeicherte Energie typischerweise 70 kWh übertrifft, dauert das vollständige Laden der Akkus an der heimischen Schukosteckdose über 20 Stunden. Die Akkumulatoren können auch an von Tesla betriebenen 90-kW-Supercharger-Stromtankstellen der ersten Generation in 20 Minuten zur Hälfte, in 40 Minuten zu 80 % und in 75 Minuten vollständig geladen werden. Bei den in Deutschland aufgestellten Superchargern wurde die Ladeleistung der Stromtankstellen auf 135 kW gesteigert, was die Ladezeiten verkürzt.[20] Nach eigenen Angaben arbeitet Tesla an einem Ladesystem mit einer Ladezeit von 5 bis 10 Minuten.[21] Beim Laden am „Supercharger“ wird mit einem fest an der Ladesäule installierten Kabel unter Umgehung des internen Ladegeräts die Traktionsbatterie direkt mit Gleichstrom geladen.[22] Das Aufladen an den Tesla Superchargern ist für das Model S mit aktivierter Supercharger-Option kostenlos. Derzeit (Stand: Juli 2015) gehört die Supercharger-Option zur Standardausstattung. Beim heute nicht mehr verfügbaren Model S 60 musste die Option dazugekauft werden.[22]

Modellpflege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Oktober 2014 wurden die 2-motorigen "Dual Motor Model S"-Versionen vorgestellt. Mit Hilfe des zweiten Motors werden die Räder der Vorderachse unabhängig von dem bestehenden Motor der Hinterachse angetrieben. Damit erreicht die Dual-Motor-Variante nicht nur eine deutlich höhere Leistung (515 kW P85D statt 310 kW P85), sondern auch einen leicht gesenkten Verbrauch und damit eine um 10 Meilen höhere Reichweite.[23]

Seit Dezember 2014 wird die P85D-Version ausgeliefert (85-kWh-Akku, Performance Edition, 2 Motoren). Zudem sind seit 2015 das Model S 85D (85-kWh-Batterie, 2 Motoren) und 70D (70-kWh-Batterie, 2 Motoren) verfügbar.[23]

Gleichzeitig mit der Vorstellung der 2-motorigen Versionen wurde bekanntgegeben, dass alle neuen Model-S-Fahrzeuge mit einem Autopilotsystem ausgestattet werden. Dieses besteht aus einem nach vorne gerichteten Radar, 12 Ultraschall-Sensoren, einer nach vorne gerichteten Kamera und einem digital gesteuerten Bremssystem. Damit soll das Model S in Zukunft automatisch die Spur halten, auf Knopfdruck die Spur wechseln, die Geschwindigkeit auf Grund von Verkehrsschildern anpassen und auf den Verkehr reagieren können. Die Software soll dafür über mehrere Monate vervollständigt und nach Wunsch in die Autos eingespielt werden.[23] Software-Updates sollen beispielsweise künftig ermöglichen, dass ein Model S mittels Zugriff auf den Kalender des Fahrers und aktueller Verkehrslage errechnet, wann die Fahrt zum Termin angetreten werden soll. Danach öffnet das Auto selbständig die Garage, fährt selbständig vor und heizt/kühlt den Innenraum auf die gewünschte Temperatur.[23]

Am 17. Juli 2015 gab Elon Musk im Rahmen einer Presse-Telefonkonferenz bekannt, dass das Model S mit 70-kWh-Akku ab sofort auch in einer Single-Motor-Variante verfügbar sei. Für das Hochleistungsmodell P85D kündigte Musk ein optionales Akku- und Leistungsupgrade an. Durch das Akku-Upgrade stehe eine Batteriekapazität von 90 kWh zur Verfügung. Die Leistungsoption "Ludicrous-Mode" (dt.: aberwitzig) beschleunige das Model S von 0 auf 100 km/h in 3,0 Sekunden. Die Beschleunigung auf die Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h verbessere sich durch die Upgrades um 20 %. Das Akku-Upgrade sei für alle Neu- und Bestandskunden verfügbar, die ein Model S mit 85-kWh-Akku besitzen. Das Leistungsupgrade stehe ausschließlich P85D Neu- und Bestandskunden zur Verfügung.[24] In einem Test des Automagazins Car and Driver beschleunigte ein entsprechend ausgerüstetes Model S von 0 auf 60 mph (97 km/h) in 2,8 Sekunden.[25] Zum 6. Februar 2016 wurden die Modelle mit 85-kWh-Akku aus dem Programm genommen. Als Basiskonfigurationen stehen nun nur noch die 70, 70D, 90D und P90D Version zur Verfügung.[26]

Im April 2016 wurde ein Facelift des Model S vorgestellt, der die folgenden Neuerungen beinhaltet: eine neue Front ohne angetäuschten Kühlergrill, LED-Fahrlicht, ein optionaler HEPA-Filter mit Biowaffen-Verteidigungsmodus (analog zum Model X), ein optionales Akku-Upgrade für den 70-kWh-Akku auf 75 kWh, eine serienmäßige Mittelkonsole mit Ablagefächern (analog zu Model X) und eine optionale Handyvorbereitung. Ein optionales 16,5-kW Ladegerät ersetzt das früher optional erhältliche 22-kW-Ladegerät.

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktuelle Modelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tesla Model S technische Daten
Modell 70 70D 75 75D 90D P90D
Batteriekapazität 70 kWh 75 kWh 90 kWh
Motorart Wechselstrom Drehstrom-Asynchronmotor
Antriebsart Heckantrieb Allradantrieb Heckantrieb Allradantrieb
Reichweite[27] 420 km
(NEFZ)
240 mi (386 km)
(EPA)
442 km
(NEFZ)
455 km
(NEFZ)
470 km
(NEFZ)
270 mi (435 km)
(EPA)
550 km
(NEFZ)
253 mi (407 km)
(EPA)
505 km
(NEFZ)
Motorleistung(1) 235 kW (320 PS) 244 kW (332 PS) wie 70 bzw. 70D 310 kW (422 PS) 345 kW (469 PS)
396 kW (539 PS) (Beschleunigungs-Upgrade)
Max. Drehmoment 440 Nm 525 Nm wie 70 bzw. 70D 660 Nm 967 Nm
0-100 km/h 5,8 s 5,4 s wie 70 bzw. 70D 4,4 s 3,3 s / 3,0 s (Beschleunigungs-Upgrade)
Max. Geschwindigkeit 225 km/h 250 km/h
(1) Batterielimitierte Motorwellen-Höchstleistung

Nicht mehr produzierte Modelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tesla Model S technische Daten
Modell 40 60 P85 85 85D P85D
Batteriekapazität 40 kWh(1) 60 kWh 85 kWh
Motorart Drehstrom-Asynchronmotor
Antriebsart Heckantrieb Allradantrieb
Reichweite 260 km
(Tesla Motors)
335 km
(EPA)
375 km
(NEFZ)
430 km
(EPA)
500 km
(NEFZ)
426 km
(EPA)
502 km
(NEFZ)
528 km
(NEFZ)
491 km
(NEFZ)
Max. Leistung 175 kW (235 PS)
5000-8000 1/min
225 kW (306 PS)
5000-8000 1/min
310 kW (421 PS)
bei 5000-8600 1/min
270 kW (367 PS)
bei 6000–9500 1/min
315 kW (428 PS) P85D+:396 kW (539 PS)
P85D: 345 kW(469 PS)(2)
Max. Drehmoment 430 Nm
bei 0–5000 1/min
430 Nm
bei 0–5000 1/min
600 Nm
bei 0–5100 1/min
440 Nm
bei 0–5800 1/min
658 Nm 930 Nm
bei 0–5100 1/min
0-100 km/h 6,5 s 5,9 s 4,2 s 5,6 s 4,4 s 3,3 s (insane) / 3,0 s (ludicrous)
Max. Geschwindigkeit 180 km/h 193 km/h 210 km/h 225 km/h 250 km/h
Produktion bis April 2013 bis April 2015 bis November 2014 bis Februar 2016
(1) Elektronisch auf 40 kWh limitierter 60 kWh Akkumulator.
(2) Batterielimitierte Gesamthöchstleistung; Elektromotor vorne leistet 165 kW, hinten 350 kW.

Verbrauchsdaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2012-14 Tesla Model S Verbrauchsdaten (EPA)
Modell Baujahr kombiniert
pro 100 km
Innerorts
pro 100 km
Autobahn
pro 100 km
Tesla Model S
(60-kWh-Batterie)[28]
2013 22,04 kWh 22,28 kWh 21,59 kWh
Tesla Model S
(85-kWh-Batterie)[29]
2012–13 23,53 kWh 23,80 kWh 23,26 kWh
Tesla Model S Performance
(85-kWh-Batterie)[30]
2014 24,2 kWh 21,7 kWh 31,70 kWh
Anmerkung: Verbrauch basiert nicht auf dem NEFZ, sondern auf dem US-amerikanischen Äquivalent.

Im Betrieb stößt der Tesla Model S als reines Elektroauto kein CO2, NOx oder SO2 aus. Allerdings wird je nach Art der Stromproduktion "Well-to-Tank" Primärenergie verbraucht bzw. CO2, NOx oder SO2 ausgestoßen, d.h. die Emissionswerte sind abhängig von der Art der Erzeugung des verwendeten Stroms (bspw. in Deutschland oftmals Kohlekraft).

Das Tesla Model S hat einen Luftwiderstandsbeiwert (cw) von 0,24 und eine Stirnfläche von 2,34 m², daraus resultierend eine Luftwiderstandsfläche von 0,576 m².[31]

Bedienung und Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innenraum eines Tesla Model S

Die Bedienung einiger Bordfunktionen des Fahrzeugs erfolgt über ein hochkant in die Mittelkonsole eingebautes 17-Zoll-Touchscreen-Display. Damit wird im Model S erstmals ein Gerät dieser Größe in einem Serienfahrzeug integriert. Die Computergrafik wird von einem nVidia Tegra 3 berechnet.[32] Ein drahtloser Internetzugang ist Bestandteil des auf Ubuntu basierenden Systems.[33] Vorteile entstehen dem Fahrer dadurch, dass die darauf angezeigte Benutzeroberfläche aktualisierbar, erweiterbar und individualisierbar ist. So wurde beispielsweise nachträglich auf Kundenwunsch per App ein zusätzlicher Fahrmodus für einen Kriechgang integriert.[34]

Da der Elektromotor hinter der Hinterachse sitzt, steht neben dem hinteren Kofferraum mit 745 Litern (bzw. 1.645 Litern bei heruntergeklappten Rücksitzen) vorne ein zusätzlicher kleiner Kofferraum mit 150 Litern zur Verfügung.[35]

Es ist das erste Elektroauto, das mit einer Limousine der Oberklasse hinsichtlich Antriebskraft (bis zu 930 Nm im P90D), Fahrdynamik (Version P90D "Ludicrous Speed": 0-100 km/h in 3,0 Sekunden),[36] Raumangebot (bis fünf Erwachsene und zusätzlich zwei Kinder können Platz nehmen[37]), Komfort (adaptive Luftfederung mit automatischer Niveauregulierung), Infotainment/Elektronik (Klassengrößter 17-Zoll Touchscreen mit Tegra 3, Google Maps usw.) und Sicherheit (das Auto ist das sicherste, welches bis 2013 von der NHTSA getestet wurde[38]) mithalten kann. Es verfügt standardmäßig über Fahrerassistenzsysteme mittels Radar, Videokameras und Ultraschallsensoren.[39] Diese Eigenschaften machten es zum ersten erfolgreichen Elektroauto in der Luxusklasse. Laut Vorstand Elon Musk ist jede neue Technik am Anfang zu teuer für den Massenmarkt, und die Investition muss durch hohe Verkaufspreise amortisiert werden, daher ist dieses Auto auch relativ teuer (in Deutschland kostet das Einstiegsmodell 70 78.000 Euro[40][41]). Allerdings ist der Preis für den Strom vom Stromtankstellennetz (Tesla Supercharger) in Deutschland, im Preis des Wagens enthalten. Das nächste Model von Tesla, genannt Tesla 3, soll ab 2017 rund 35.000 US-Dollar kosten. Das Beladen der Akkus zu 80 Prozent konnte innerhalb von 30 Minuten erfolgen, was von diesem Zeitpunkt ab zum Standard für Elektroautos wurde.[42] Das Auto wurde von Anfang an als Computer auf Rädern konzipiert, und es wird regelmäßig durch Software-Updates über Mobilfunk verbessert und auf den neuesten Stand gebracht, ähnlich wie Smartphones: "We really designed the Model S to be a very sophisticated computer on wheels. Tesla is a software company as much as it is a hardware company. A huge part of what Tesla is, is a Silicon Valley software company. We view this the same as updating your phone or your laptop."[43]

Seit dem 14. Oktober 2015 ist es mit der Einführung der Tesla Softwareversion 7.0 nun möglich; das Model S alleine mit dem Autopiloten fahren zu lassen. Das Fahrzeug folgt der Spur und kann diese auch wechseln, aber noch nicht mit Hilfe des Navigationssystem komplett alleine zu einem Ziel fahren. An Kreuzungen z. B. ist noch das Eingreifen des Fahrers nötig.[44]

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Produktion in Fremont

Tesla fertigt das Model S in einer eigenen Fabrik im kalifornischen Fremont. Für den EU-Markt wird das Model S im niederländischen Tilburg aus vorgefertigten Teilen zusammengebaut.[45]

Die erste Auslieferung war am 22. Juni 2012, als zehn Kunden ihre vorbestellten Autos in Fremont abholen konnten.[46] Die erste europäische Auslieferung fand im August 2013 in Oslo statt.[47]

Laut Elon Musk betrug die Produktionsrate im September 2012 80 Einheiten pro Woche.[48] Die Produktion wurde bis November auf 200 Einheiten gesteigert.[49] Ende 2012 lag die Produktion bei 400 Einheiten pro Woche, was einer Jahresproduktion von etwa 20.000 Einheiten entspricht.[50] Bis zum März 2013 wurde die Produktionsrate auf durchschnittlich 500 Einheiten pro Woche gesteigert.[51] Ende 2013 lag die Produktion bei 600 Einheiten pro Woche. Bis zum Jahresende 2014 soll sie auf 1.000 Einheiten pro Woche gesteigert werden.[52]

Insgesamt verkaufte Tesla im ersten Jahr (2012) 2.650,[53] im zweiten Jahr (2013) 22.477[52], im dritten Jahr (2014) etwa 35.000[54] und im vierten Jahr (2015) etwa 50.000 Einheiten.[55]

Testergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das unabhängige amerikanische Konsumentenmagazin Consumer Reports bescheinigte dem Tesla Model S im Frühjahr 2013 das bisher beste PKW-Testergebnis. Das Fahrzeug schnitt damit in den Tests besser ab als alle mit Verbrennungsmotoren bestückten Konkurrenten.[56]

Die US-Bundesbehörde für Straßen- und Fahrzeugsicherheit NHTSA ermittelte für das Model S im Sommer 2013 die höchsten je gemessenen Sicherheitsstandards.[57][58] Im Oktober 2013 brannte im US-Bundesstaat Washington ein Teil des Akkusatzes, nachdem ein großes Metallteil die Bodenwanne durchschlagen hatte. Laut Tesla beschränkten Sicherheitsvorkehrungen das Feuer auf die Frontpartie des Autos. Auch sei ein Brand bei einem Model S im Ausmaß kleiner, in der Ausbreitung besser beherrschbar und statistisch fünfmal unwahrscheinlicher als bei Fahrzeugen mit flüssigem Treibstoff.[59][60] Zwei weitere Brände ereigneten sich im Oktober und November 2013 nach Unfällen ohne Personenschaden.[61][62] Alle seit März 2014 ausgelieferten Fahrzeuge werden mit einer neuentwickelten Bodenarmierung aus Aluminium und Titan ausgestattet, welche solche Brände zukünftig verhindern soll. Die Nachrüstung bestehender Fahrzeuge kann auf Wunsch erfolgen und ist kostenfrei.[63]

Im Juli 2014 führte das Magazin auto motor und sport (AMS) in Kooperation mit dem TÜV Süd einen Test von Elektroautos unter Extrembedingungen durch. Die dabei ermittelten Reichweiten lagen weit unterhalb der Herstellerangaben.[64] Tesla-Fahrer übten Kritik an der nach ihrer Auffassung alltagsfernen Durchführungsweise und den Testergebnissen.[65] Nach Angaben von AMS hat Tesla signalisiert, bis auf Weiteres keine Testwagen mehr zur Verfügung stellen zu wollen und ist auf das Angebot, eine Wiederholung des Tests zu begleiten, nicht eingegangen.[66] Der Verein „Tesla-Fahrer und -Freunde“ hat mit einer großen Anzahl an Endkunden-Fahrzeugen in einem eigenen Test sehr viel höhere Reichweiten als AMS ermittelt. Weiterhin haben Vertreter des Vereins mit eigenen Fahrzeugen an einem zweiten Test von AMS teilgenommen. In dem zweiten Test bei Dauerregen lag die erzielte Reichweite oberhalb der im ersten Test von AMS erreichten Reichweite, aber unterhalb der vom Verein ermittelten Reichweite bzw. unterhalb der Herstellerangaben.[67]

Marktentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Model S gilt als ernstzunehmender Konkurrent für die Luxusautos etablierter, vor allem deutscher Premiumhersteller, insbesondere die S-Klasse von Mercedes-Benz, den 7er von BMW[68] und den Porsche Panamera.[69]

USA[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Vereinigten Staaten war das Model S 2013 die mit Abstand meistverkaufte Luxuslimousine: ungefähr 18.000 Stück gegenüber 13.303 S-Klasse Mercedes, 10.932 7er-BMW, 10.727 Lexus LS, 6.300 Audi A8 und 5.421 Porsche Panamera.[34][70]

Im Jahr 2014 war das Tesla Model S die meistverkaufte Luxuslimousine mit 16.689 Stück. Im Jahr 2015 steigerte sich dies um 51 Prozent auf 25.202 Stück. Die übrigen Luxuslimousinen verloren von 2014 auf 2015 jeweils zwischen 5 und 16 Prozent an Marktanteil.[71]

Norwegen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Norwegen wurden im Jahr 2013 1.983 Tesla Model S neu zugelassen, womit es auf einen Marktanteil von 1,4 Prozent und auf den 20. Platz in der Rangliste der Modelle kam.[72]

Im September 2013[73], im Dezember 2013[74] und im März 2014 war das Tesla Model S in Norwegen das Modell mit den meisten monatlichen Neuzulassungen. Im März 2014 stellte das Tesla Model S einen neuen Rekord für die meisten Neuzulassungen in einem Monat auf: 1493 Stück, was einem Marktanteil von 10,8 Prozent entspricht.[75]

Im Jahr 2014 kam das Model S mit 4.040 neu zugelassenen Fahrzeugen auf einen Marktanteil von 2,8 Prozent und auf den fünften Platz in der Rangliste der Modelle.[72]

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland wurden bis Ende 2015 insgesamt 2580 Tesla Model S neu zugelassen.[76][77][78]

Zulassungszahlen laut Kraftfahrt-Bundesamt
Jahr Anzahl
2013 183
2014 815
2015 1582
Summe: 2580

China[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkaufsstart des Model S in China war im April 2014. Bis Ende März 2015 wurden 5042 Model S importiert. Als "Verkauft" gelten jedoch nur diejenigen, deren Besitzer eine Lizenz für die Zulassung erworben haben. Diese belaufen sich bis Ende März 2015 auf etwa 3550 Stk.[79][80]

Tesla ist der erste ausländische Automobilproduzent, der in einigen Ballungsräumen von einem staatlichen Programm profitiert, das Lizenzen für emissionsarme oder -freie Fahrzeuge kostenfrei vergibt.[81]

Schweiz und Liechtenstein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Schweiz gibt es keine Subventionen für Elektroautos.[82], sie sind aber in den meisten Kantonen ganz oder teilweise von der Fahrzeugsteuer befreit[83]. 2013 wurden in der Schweiz und in Liechtenstein 213 Tesla Model S neu zugelassen, im gleichen Zeitraum 232 Porsche Panamera, 189 Mercedes-Benz S-Klasse, 163 BMW 7er, 118 Audi A8 und 15 VW Phaeton.[84]

2014 wurden in der Schweiz und in Liechtenstein 496 Tesla Model S neu zugelassen, im gleichen Zeitraum 678 Mercedes-Benz S-Klasse, 199 Porsche Panamera, 158 Audi A8, 132 BMW 7er und 6 VW Phaeton.[85]

2015 wurden in der Schweiz 1556 Tesla Model S neu zugelassen, im gleichen Zeitraum 776 Mercedes-Benz S-Klasse, 168 Porsche Panamera, 100 Audi A8, 192 BMW 7er und 6 VW Phaeton.[86]

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Österreich wurden 2013 50 Fahrzeuge der Marke Tesla (einschließlich übriger Modelle) neu zugelassen,[87] 2014 waren es 136 Stück[88] und 2015 492 Stück.[89]

Dänemark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2013 wurden in Dänemark 112 Tesla Model S neu zugelassen,[90] 2014 waren es 460 Stück.[91]

Finnland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2013 wurden in Finnland 2 Tesla Model S neu zugelassen,[92] 2014 waren es 89 Stück.[93]

Großbritannien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2014 wurden in Großbritannien 718 Tesla Model S neu zugelassen.[94]

Italien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2013 wurden in Italien 19 Tesla Model S neu zugelassen,[95] 2014 waren es 53 Stück.[96]

Lettland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2013 wurde in Lettland 1 Tesla Model S neu zugelassen,[97] 2014 waren es 3 Stück.[98]

Niederlande[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2013 wurden in den Niederlanden 1.194 Tesla Model S verkauft. Bei BMW 7er, Mercedes S-Klasse, Audi A8/S8 und Porsche Panamera lag der Absatz jeweils unter 200 Stück.[99] 2014 wurden 1.465 Tesla Model S verkauft.[100]

Schweden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2013 wurden in Schweden 5 Tesla Model S neu zugelassen, 2014 waren es 267 Stück.[101] 2015 waren es 996 und im ersten Quartal 2016 198 (Zuwachs von 43 Prozent gegenüber Q1 2015). Damit gehört Schweden zu den wichtigsten Märkten für Tesla in Europa.[102]

Slowenien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2013 wurden in Slowenien 3 Tesla Model S neu zugelassen,[103] 2014 waren es 13 Stück.[104]

Spanien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2013 wurde in Spanien 1 Tesla Model S neu zugelassen,[105] 2014 waren es 15 und 2015 wiederum nur 10 Stück.[106] [107]

Europa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Tesla Model S wurde 2015 in Westeuropa 15.787 mal verkauft, womit das Tesla Model S zum meistverkauften Auto in der Oberklasse in Westeuropa wurde. Der langjährige Spitzenreiter in der Oberklasse in Westeuropa, die S Klasse von Mercedes, wurde 14.990 mal verkauft und belegte damit Platz zwei.[108][109]

Weltweit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltweit wurden 2013 laut Tesla 22.477 Model S ausgeliefert. Für 2014 erwartete Tesla zunächst Produktionszahlen von mehr als 35.000 Fahrzeugen,[52] diese Prognose wurde jedoch von Tesla mit der Vorlage des Berichts zum 3. Quartal 2014 auf 33.000 Fahrzeuge gesenkt. Das Model S war 2015 mit 50.366 Verkäufen das meistverkaufte Elektroauto der Welt. 2014 war es noch das zweitmeist verkaufte Elektroauto der Welt nach dem Nissan Leaf.[110] [111]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tesla Model S – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Einstufung als Oberklasse durch das KBA
  2. Tesla Motors Webseite DatenTesla Model S. Abgerufen am 2. Januar 2016.
  3. Auto Motor und Sport Elektroautos: 6 Modelle im Dauertest Alexander Bloch: Elektroautos: 6 Modelle im Härtetest. In: auto-motor-und-sport.de. 27. August 2014, abgerufen am 25. Februar 2015.
  4. Ergebnis des Tesla Model S beim US-NCAP-Crashtest (2013)
  5. Ergebnis des Tesla Model S beim Euro-NCAP-Crashtest (2014)
  6. Tesla Model S: $50,000 EV sedan seats seven, 300-mile range, 0-60 in 5.5s. In: autobloggreen.com. 26. März 2009, abgerufen am 25. Februar 2015.
  7. Tesla’s mission is to accelerate the world’s transition to sustainable transport. In: teslamotors.com. Abgerufen am 25. Februar 2015.
  8. New & Future Cars: Tesla Builds a 4-Door (Memento vom 26. Oktober 2008 im Internet Archive) In: roadandtrack.com
  9. 2013 Motor Trend Car of the Year: Tesla Model S
  10. Wilfried Eckl-Dorna: Elektroauto-Pionier: "Daimler ist ein wichtiger Investor für Tesla". In: manager-magazin.de. 21. Oktober 2013, abgerufen am 25. Februar 2015.
  11. Model S – Tesla Motors Deutschland. In: teslamotors.com. 27. Oktober 2015, abgerufen am 27. Oktober 2015.
  12. Tesla Motors - Current Report. In: ir.teslamotors.com. 31. März 2013, abgerufen am 25. Februar 2015 (englisch).
  13. teslamotors.com "Batteriegarantie: 8 Jahre, unbegrenzte km", abgerufen am 5. April 2014.
  14. MODEL S Neuwagengarantie für die Garantieregion Europa, PDF-Dokument (0,415 MB), abgerufen am 19. Juli 2014.
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Zeitleiste der Modelle der Tesla Motors Inc. seit 2008
Typ 2000er 2010er
7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7
Mittelklasse Model 3
Roadster Roadster
Oberklasse Model S
SUV Model X