Tetenbüll

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Tetenbüll führt kein Wappen
Tetenbüll
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Tetenbüll hervorgehoben
Koordinaten: 54° 21′ N, 8° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Nordfriesland
Amt: Eiderstedt
Höhe: 2 m ü. NHN
Fläche: 36,48 km2
Einwohner: 581 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 16 Einwohner je km2
Postleitzahl: 25882
Vorwahlen: 04862, 04864, 04865
Kfz-Kennzeichen: NF
Gemeindeschlüssel: 01 0 54 135
Adresse der Amtsverwaltung: Welter Straße 1
25836 Garding
Website: www.amt-eiderstedt.de
Bürgermeister: Thomas Lorenzen (CDU)
Lage der Gemeinde Tetenbüll im Kreis Nordfriesland
AchtrupAhrenshöftAhrenviölAhrenviölfeldAlkersumAlmdorfArlewattAventoftBargumBehrendorfBohmstedtBondelumBordelumBorgsumBosbüllBraderupBramstedtlundBredstedtBreklumDagebüllDrageDrelsdorfDunsumElisabeth-Sophien-KoogEllhöftEmmelsbüll-HorsbüllEnge-SandeFresendelfFriedrich-Wilhelm-Lübke-KoogFriedrichstadtGalmsbüllGardingGarding  KirchspielGoldebekGoldelundGrödeGrothusenkoogHallig HoogeHaselundHattstedtHattstedtermarschHögelHolmHörnum (Sylt)HorstedtHudeHumptrupHumptrupHusumImmenstedtJoldelundKampen (Sylt)KarlumKatharinenheerdKlanxbüllKlixbüllKoldenbüttelKolkerheideKotzenbüllLadelundLangeneßLangenhornLeckLexgaardList auf SyltLöwenstedtLütjenholmMidlumMildstedtNebelNeukirchenNieblumNiebüllNorddorf auf AmrumNorderfriedrichskoogNordstrandNordstrandNorstedtOckholmOevenumOldenswortOldersbekOlderupOldsumOldsumOstenfeld (Husum)Oster-OhrstedtOsterheverPellwormPellwormPellwormPoppenbüllRamstedtRantrumReußenkögeRisum-LindholmRodenäsSankt Peter-OrdingSchwabstedtSchwabstedtSchwesingSeethSimonsbergSollwittSönnebüllSprakebüllStadumStedesandStruckumSüderendeSüderhöftSüderlügumSüdermarschSyltTatingTetenbüllTinningstedtTönningTümlauer-KoogUelvesbüllUphusumUtersumViölVollerwiekVollstedtWeltWenningstedt-Braderup (Sylt)Wester-OhrstedtWesterheverWestreWinnertWischWitsumWittbekWittdün auf AmrumWitzwortWobbenbüllWrixumWyk auf FöhrKarte
Über dieses Bild

Tetenbüll (dänisch: Tetenbøl) ist eine Gemeinde auf der Halbinsel Eiderstedt im Kreis Nordfriesland. Sie wird vom Amt Eiderstedt verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet von Tetenbüll erstreckt sich am Nordrand der Halbinsel Eiderstedt etwa acht Kilometer nordwestlich von Tönning und zwölf Kilometer nordöstlich von St. Peter-Ording im Großlandschaftsbereich Eiderstedter Marsch.

Die im 12. Jahrhundert mit einem etwa 1,5 Meter hohen Sommerdeich umgebene Marschinsel Eiderstedt wurde ab dem ausgehenden 14. Jahrhundert nach Norden hin erweitert. Nach der verheerenden Zweiten Marcellusflut von 1362 wurden zunächst der Tetenbüller Kirchen-, sowie der Tetenbüller Osterkoog im ausgehenden 14. Jahrhundert landfest gemacht. Ihnen folgten im Laufe der nachfolgenden zwei Jahrhunderte:[2][3]

  • Tetenbüller Marschkoog (um 1400)
  • Reinsbüllkoog (um 1400)
  • Tetenbüller Trockenkoog (1475)
  • Adenbüller Koog (1529)
  • Altneukoog (1559)
  • Sieversflether Koog (1610)
  • Wasserkoog (1617)

Zur Gemeinde gehören auch der östliche Teil des 1937 eingedeichten Norderheverkooges. Warmhörn und (anteilig) Kaltenhörn sind ebenfalls Ortsteile von Tetenbüll.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An Tetenbüll grenzen:

Osterhever Norderfriedrichskoog
Poppenbüll Nachbargemeinden Oldenswort
Garding (Kirchspiel) Katharinenheerd Kotzenbüll

Im Norden schließt sich der Wattenmeer-Bereich des Heverstroms an.

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine erste Kapelle wurde um 1113 erbaut; die heutige Kirche St. Anna entstand um 1400 nach der Eindeichung des Tetenbüller Kirchenkooges. Die Holzbalkendecke schmückt eine aus dem 18. Jahrhundert stammende Malerei, die den Weg Christi zeigt. An der Nordempore von 1612 sind dreißig Szenen aus dem Alten Testament in Bildern dargestellt.[4]

Tetenbüll bildet mit Katharinenheerd eine Kirchengemeinde.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Von den neun Sitzen in der Gemeindevertretung hatte die CDU seit der Kommunalwahl 2008 vier Sitze, die Wählergemeinschaft KWT hatte drei und die Grünen kamen auf zwei Sitze.
  • Bei den Kommunalwahlen am 26. Mai 2013 erhielt die CDU 43,6 % der abgegebenen Stimmen und erhielt vier Sitze. Die Grünen kamen auf 29,2 % und auf drei Sitze. Auf die Kommunale Wählergemeinschaft Tetenbüll (KWT) entfielen 27,3 % und zwei Sitze. Die Wahlbeteiligung betrug 63,27 Prozent.[5]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Wahlperiode 2013–2018 wurde Thomas Lorenzen (CDU) zum neuen Bürgermeister gewählt. Er folgte auf Henning Möller (CDU) der das Amt 23 Jahre innehatte.[6]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemeine Wirtschaftsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet ist überwiegend landwirtschaftlich strukturiert, es gibt jedoch auch einige Gewerbeunternehmen und einen Hafen. Auch der Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle für die Gemeinde.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südlich des Ortes führen die Bundesstraße 202 und die Bahnstrecke Husum–Bad St. Peter-Ording durch den Nachbarort Katharinenheerd.

Der gleichnamige Bahnhaltepunkt wird von allen Zügen der Linie RB 64 des Nahverkehrsverbunds Schleswig-Holstein angefahren. In Husum besteht die Umsteigemöglichkeit zu den Zügen des Fernverkehrs. Hier halten verschiedene Intercity-Linien, die in Hamburg durchgebunden über die Marschbahn nach Westerland auf Sylt verkehren.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Turn- und Sportverein TSV Tetenbüll e. V. von 1951 bietet Breitensport in den Sparten Volleyball, Turnen, Fußball, Badminton, Gymnastik, Tanzen und Floorball an.
  • Der Ringreiterverein bietet eine besondere Pferdesportart an. Mit einer Lanze ist im Galopp ein Ring unterschiedlicher Größe aufzuspießen.
  • Das Boßeln wird von zwei Vereinen in der Gemeinde betrieben. Die Männer sind im Boßelverein von 1894 e. V. organisiert; die Frauen gehen diesem Sport im Fruunsboßelverein nach.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In der Gemeinde sind ein Kindergarten und eine Grundschule ansässig. Letztere ist eine Außenstelle der Theodor-Mommsen-Grundschule in Garding.
  • Die Brandschutzbekämpfung wird durch die 1934 gegründete Freiwillige Feuerwehr Tetenbüll gewährleistet. Sie ist zugleich auch für das Gemeindegebiet Katharinenheerd zuständig.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans-Walter Wulf: Kirchen in Eiderstedt. Lühr & Dircks, St. Peter-Ording 1981, ISBN 3-921416-13-2, S. 60–64.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tetenbüll – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2018 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. in Klammern die jeweiligen Eindeichungszeitpunkte
  3. vgl. Kunz, Harry: Die Köge Nordfrieslands, 2. Auflage, Nordfriisk Instituut, Bräist/Bredstedt, 1999
  4. Hans-Walter Wulf: Kirchen in Eiderstedt. Lühr & Dircks, St. Peter-Ording 1981, S. 60 f.
  5. [wahlen.amt-eiderstedt.de/2013/kommunal/tetenbüll] abgerufen am 27. Mai 2013
  6. Im zweiten Anlauf klappte es Husumer Nachrichten vom 5. Juli 2013, abgerufen am 6. Juli 2013