Teublitz

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Teublitz
Teublitz
Deutschlandkarte, Position der Stadt Teublitz hervorgehoben

Koordinaten: 49° 13′ N, 12° 5′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Schwandorf
Höhe: 352 m ü. NHN
Fläche: 38,25 km2
Einwohner: 7683 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 201 Einwohner je km2
Postleitzahl: 93158
Vorwahl: 09471
Kfz-Kennzeichen: SAD, BUL, NAB, NEN, OVI, ROD
Gemeindeschlüssel: 09 3 76 170
Stadtgliederung: 17 Gemeindeteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Platz der Freiheit 7
93158 Teublitz
Website: www.teublitz.de
Erster Bürgermeister: Thomas Beer (CSU)
Lage der Stadt Teublitz im Landkreis Schwandorf
AltendorfBodenwöhrBruck in der OberpfalzBurglengenfeldDieterskirchenFensterbachGleiritschGuteneckMaxhütte-HaidhofNabburgNeukirchen-BalbiniNeunburg vorm WaldNiedermurachNittenauOberviechtachPfreimdSchmidgadenSchönseeSchwandorfSchwarzachSchwarzenfeldSchwarzhofenStadlernSteinberg am SeeStullnTeublitzTeunzThansteinTrausnitzWackersdorfWeidingWernberg-KöblitzWinklarnWolferloheBayernLandkreis Amberg-SulzbachLandkreis RegensburgLandkreis Neumarkt in der OberpfalzLandkreis ChamTschechienLandkreis Neustadt an der WaldnaabKarte
Über dieses Bild

Teublitz ist eine Stadt im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teublitz liegt zentral in der mittleren Oberpfalz im Städtedreieck Teublitz, Burglengenfeld und Maxhütte-Haidhof. Es sind 29 km zur Hauptstadt der Oberpfalz, Regensburg, und 14 km zur großen Kreisstadt Schwandorf. Der Ort liegt am östlichen Ufer der Naab, ebenso die Ortsteile Saltendorf an der Naab und Katzdorf. Am westlichen Ufer der Naab liegen die Ortsteile Premberg und Münchshofen, nach dem der Münchshofener Berg benannt ist. Mit etwa 530 Metern war er der höchste Berg im Landkreis Burglengenfeld, der im Zuge der Gebietsreform 1972 aufgelöst wurde.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadtgemeinde Teublitz hat 17 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Rathaus von Teublitz

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Teublitzer Gemeindeteil Premberg an der Naab war in der Karolingerzeit ein Hauptgrenzort gegen die Slawen. Die Grenzverordnung Karls des Großen von 805 bezeichnet die Grenze durch Nennung der Punkte, an denen der Großhandel und die Ausfuhr konzentriert und überwacht ist und die von keinem Händler umfahren oder umgangen werden dürfen; sie nennt in unmittelbarer Reihenfolge „Erpesfurt“ (Erfurt), „Halastat“ (Hallstadt bei Bamberg), „Foracheim“ (Forchheim), „Breemberga“, „Ragenisburg“ (Regensburg), „Lauriacum“ (Lorch). In Foracheim, Breemberga und Ragensburgis soll der „missus“ (Königsbote) Graf Audulf über die Grenze und Ausfuhr wachen.

Die Stadt wurde zum ersten Mal 1231–1234 unter dem Namen „Tivbelitz“ in einer Urkunde erwähnt.[3] Dies geschah in einem Verzeichnis, das Otto II. anfertigen ließ, um einen Überblick über alle Einkünfte aus seinen Gütern und Besitzungen zu gewinnen. Meist wird der Ortsname von Teublitz aufgrund der Endung -itz als slawischer Name angesehen und aus „dupelice“ (= altslawisch dupina, Höhle) bzw. „dziupla“ (polnisch für Baumhöhle) abgeleitet. Dies deutet darauf hin, dass die Siedlung zum Zeitpunkt der ersten urkundlichen Erwähnung schon einige Zeit bestanden hatte. Teublitz war ab 1505 Teil des nach dem Landshuter Erbfolgekrieges neu geschaffenen Herzogtum Pfalz-Neuburg.

Der Schwanenhals im Ortswappen stammt aus der Helmzier des Wappens der Herren von Sinzenhofen, die von 1373 bis Mitte des 16. Jahrhunderts die Grundherrschaft in Teublitz ausübten und auch auf Leonberg ansässig waren.

Die Burgruine im Park

Das Schloss Teublitz in der Mitte des Ortes wurde vor 1780 erbaut. Im Stadtpark steht eine Burgruine aus dem 13. Jahrhundert, der ursprüngliche Sitz der Adelsgeschlechter.

Aus den Zeiten des Dreißigjährigen Krieges stammt die sogenannte Schwedenschanze, ein viereckiger Erdwall, der ursprünglich mit Holzpalisaden bewehrt war und der als Schutz und Sammelpunkt für die Ortschaft diente.

Unter den Hofmarksherren auf Schloss Teublitz befanden sich mit Adam von Herberstorff, Landmarschall des Herzogtums Neuburg, als bayerischer Statthalter in Oberösterreich Initiator des Frankenburger Würfelspiels, und dem Minister des Königlichen Hauses und des Äußern in Bayern, Friedrich August Freiherr von Gise, bedeutende Persönlichkeiten.

Im Jahr 1818 wurde die politische Gemeinde gegründet.

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 25. August 1939 wurde Teublitz zum Markt erhoben, die Stadterhebung erfolgte im Juli 1953.

Industriegeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im heutigen Stadtteil Loisnitz befand sich im 19. Jahrhundert eine Schleif, diese war ein Schleif- und Polierwerk mit angeschlossener Glashütte. Die Glashütte wurde 1813 von Franz von Paur erbaut, ein Jahr später stellte er den Antrag auf Errichtung einer Glasschleife, aus dem Jahr 1817 stammt das Gesuch um Errichtung einer Spiegelglasschleife. Die Besitzer des Werkes wechselten mehrmals: Isaak Moses und Samuel Moses Bloch (ab 1864), Isaak Moses Bloch (ab 1870), Haimann Hirsch aus Fürth (1873), Samuel Binswanger (1873), Gustav und Georg Zuber (ab 1880), Josef Wagner (ab 1908), Josef Hummel (1938), Xaver Hammer (ab 1939), Therese Hammer. Für den Bau des Werkes kamen viele Arbeiter aus dem bayerisch-böhmischen Raum. Wann das Werk eingestellt wurde, ist nicht genau bekannt; zu vermuten ist, dass dies in den 1930er-Jahren war.[4]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. April 1971 die Gemeinden Katzdorf und Münchshofen eingegliedert.[5] Am 1. Januar 1978 kam Premberg hinzu. Am 1. Mai des gleichen Jahres folgte Saltendorf an der Naab.[6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Stadt von 6875 auf 7418 um 543 Einwohner bzw. um 7,9 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Stadtrat von Teublitz verfügt die CSU ab 1. Mai 2020 über zehn Sitze, die SPD über sechs, die Unabhängigen Wähler über zwei und die Grünen ebenfalls über zwei Sitze.[7]

Als Erster Bürgermeister amtiert seit 1. Mai 2020 Thomas Beer von der CSU.[8]

Städtedreieck[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Teublitz bildet zusammen mit der Stadt Burglengenfeld und der Stadt Maxhütte-Haidhof das Mittelzentrum Städtedreieck. Im Oktober 2014 wurde Teublitz zur Fair Trade Town erhoben.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Teublitz.svg
Blasonierung: „In Blau ein goldener Dreiberg, über dessen mittlerer Kuppe ein golden gekrönter silberner Schwanenhals mit schwarzem Schnabel schwebt; auf den beiden Seitenkuppen je eine goldene Getreideähre.“[9]

Wappenführung seit 1939

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Teublitz ist eine Zweigstelle der Läpple AG, die am Standort Teublitz mit ca. 800 Beschäftigten Blech zu Karosserieteilen verarbeitet. Ebenso sind mehrere mittelständische Betriebe sowie die Freiwillige Feuerwehr und der Bauhof der Stadt im Gewerbepark.

Dazu ist ein neues Industriegebiet im Samsbacher Forst an der Kreisstr. SAD 1, dem Autobahnzubringer, in Planung.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teublitz liegt an der ehemaligen Bundesstraße 15, die nördlich in Richtung Schwandorf und südlich Richtung Regensburg führte. Die Stadt hat zusätzlich einen Autobahnanschluss an der A 93, die nördlich Richtung Hof und südlich über Regensburg und die A 9 nach München führt. Teublitz liegt an der Bahnstrecke Haidhof–Burglengenfeld, die aber momentan nur für Güterverkehr genutzt wird. Auch ist Teublitz Knotenpunkt mehrerer Kreisstraßen, der SAD 1 zur A 93 und weiter nach Nittenau, der SAD 5 nördlich nach Schwandorf und südlich nach Maxhütte-Haidhof. Geplant ist eine Umgehungsstraße. Teublitz ist mit der Linie 41 des Regensburger Verkehrsverbunds (RVV) an die Nachbarstädte Burglengenfeld und Maxhütte-Haidhof verbunden.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Teublitz sind eine Grund- und eine Mittelschule, eine Dreifachsporthalle, 2 Badeseen, 2 Kindergärten, 3 Arztpraxen, 3 Zahnarztpraxen, 2 Apotheken, das Marktzentrum sowie diverse Geschäfte und Märkte vorhanden. In der Stadtmitte befindet sich die katholische Pfarrkirche Herz Jesu mit Pfarrheim und Pfarrbüro. Ein Gymnasium, eine Realschule, ein Krankenhaus sowie ein Ganzjahresbad ist in der Nachbarstadt Burglengenfeld zu finden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Teublitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Wieseth in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 19. April 2021.
  3. Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein: Lexikon bayerischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz. München 2006, Seite 272.
  4. Sturm, Gabriele (1993): Die Glasschleifen im Altlandkreis Burglengenfeld. Jahresband zur Kultur und Geschichte im Landkreis Schwandorf, 4. Band, S. 94–114.
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 438.
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 668.
  7. Stadt Teublitz – Kommunalwahl. Abgerufen am 24. November 2020.
  8. 15 März 2020 21:54 Uhr: Teublitz: Thomas Beer ist Bürgermeister. Abgerufen am 24. November 2020.
  9. Eintrag zum Wappen von Teublitz in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte