Texas Rangers (1936)

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Filmdaten
Deutscher TitelTexas Rangers
OriginaltitelThe Texas Rangers
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1936
Länge86 Minuten
AltersfreigabeFSK 16
Stab
RegieKing Vidor
DrehbuchLouis Stevens
ProduktionKing Vidor
MusikBoris Morros
KameraEdward Cronjager
SchnittDoane Harrison
Besetzung

Texas Rangers (Alternativtitel: Grenzpolizei Texas) ist ein US-amerikanischer Western aus dem Jahr 1936, den King Vidor für Paramount Pictures drehte; das Drehbuch von Louis Stevens basiert auf einer Story von King Vidor und Elizabeth Hill (Mrs. Vidor) sowie auf Informationen aus dem Buch The Texas Rangers: A Century of Frontier Defense von Walter Prescott Webb.[1] Der Streifen wird zur damals gestarteten Welle sogenannter „Verklärungs-Western“ gezählt.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Outlaws Jim Hawkins (MacMurray), Sam Gillis (Nolan) und Henry B. "Wahoo" Jones (Oakie) haben sich auf Postkutschen-Überfälle spezialisiert, wobei "Wahoo" vorher stets als Kutscher der zu beraubenden Linie arbeitet. Bei einem nächtlichen Lagerfeuer in Auswertung des jüngsten Coups werden sie von Ordnungshütern überrascht; sie entkommen knapp, weil Hawkins gedankenschnell das Feuer austritt. Gillis hat sich zu seiner Geliebten María nach Texas aufgemacht, und die beiden Anderen versuchen mit Verspätung, ihn dort zu finden, was wegen der Häufigkeit des Namens María nicht eben leicht ist. Da knapp bei Kasse, probieren sie es erneut mit der alten Masche, doch der neue Begleitschutz von "Wahoo" stellt sich ihm als Texas-Ranger vor, der nach eigenem Bekunden erst schießt und hinterher Fragen stellt. "Wahoo" kann Hawkins im letzten Moment warnen, und die beiden diskutieren nach Ankunft der Kutsche am Bestimmungsort ihre Zukunft. Mit dem Ergebnis, dass sie sich bei den Texas-Rangers der Division D im Grenzgebiet zu Mexiko anheuern lassen. Ob sie was taugen, sagt ihr Kommandant Bailey (Ellis), werde sich im Dienst zeigen.

Ihr erster Einsatz führt sie auf die Fährte von Viehdieben; an einem Fluss erkennen sie Gillis als Anführer der Gesetzlosen und freuen sich über die Wiederbegegnung. Dass sie nun offiziell für das Gesetz arbeiten, schockiert Gillis nur kurz – dann erkennt er rasch die Vorteile einer solchen Konstellation: Das Trio könnte durch den Informations-Vorteil noch reichere Beute machen. Auf ihrem Rückweg kommen Hawkins und "Wahoo" an einer von Indianern belagerten Ranch vorbei. Beide Elternteile sterben, nur der kleine David (Bartlett) überblebt und schließt sich den Rangers an, um später beim Kommandanten und seiner erwachsenen Tochter Amanda (Parker) ein neues Zuhause zu finden. Ihre Diebespläne müssen die zwei Ganoven dann aber vorerst auf Eis legen, denn der Kommandant ist mit seiner Einheit zur Bekämpfung marodierender Apachen befohlen. Eine Konfrontation mit den Selbigen beschert der Ordnungstruppe etliche Verluste, und nur eine mutige Tat von Hawkins verhindert das Schlimmste; "Wahoo" wird dabei verwundet. Während dieser genest, erhält sein Freund den Auftrag, in der Kommune Buckman den üblen Schurken Higgins (Kohler sen.) zur Strecke zu bringen, was ihm trotz lokalen Widerstands gelingt, auch weil ihm der plötzlich auftauchende Gillis in brenzliger Situation das Leben rettet. Der Diebstähle überdrüssig, plant Hawkins – dem die wachsende Zuneigung Amanda's nicht entgangen ist – den Ausstieg aus der kriminellen Partnerschaft und nimmt daher Gillis das Versprechen ab, dass dieser aus der Gegend verschwindet.

Doch Gillis trommelt eine neue Gang zusammen und verbreitet als "Polka Dot"-Bandit Angst und Schrecken. Deshalb erhält Hawkins von Bailey den Auftrag zur Ausschaltung des Unholds; durch einen Steckbrief, der seinen Untergebenen gemeinsam mit Gillis zeigt (und der während der Hawkins'schen Abwesenheit im Hauptquartier eintraf), weiß der Major von der Komplizenschaft. Aber Hawkins verweigert aus alter Freundschaft zu Gillis den Befehl und quittiert den Dienst, wird daraufhin sofort arrestiert. Um ihm zu helfen, macht sich der gesundete "Wahoo", gefolgt vom sich nicht abschütteln lassenden David, auf den Weg zum Ex-Kumpan, wird dort aber wegen einer Unachtsamkeit entlarvt und getötet. Als das Pferd mit seiner Leiche im Hauptquartier eintrifft, bittet Hawkins zwecks Sühnung der Tat um eine Freilassung auf Ehrenwort, und Bailey vertraut ihm. Hawkins spürt Gillis in dessen Behausung auf und kann den Flüchtenden wenig später erschießen …

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die New York Times vom 24. September 1936 hielt den Film für ein rührseliges Stück. Der heitere Jack Oakie und der angenehm finstere Lloyd Nolan stächen hervor, ansonsten passierten die Dinge im Film nach der typischen archaischen Kinoformel.[2]

Das Lexikon des internationalen Films beschreibt den Film als „[r]outiniert entwickelte[n] Western, der vor allem durch King Vidors Regiekunst und den Reiz der Landschaft“ fessele.[3]

Norbert Grob rühmt: „Es gehört zu Vidors Vision (und dies noch bis zu seinem großen Western-Melo Duel in the Sun), dass unter der Oberfläche des gebändigten Westerner immer auch das Verlangen nach dem Ungezügelten und Wilden brodelt. Wobei dieses Wilde als Kraftquelle zu verstehen ist, die aus der Auseinandersetzung mit der bedrohlichen Umwelt erwächst.“[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Franklin Hansen wurde bei der Oscarverleihung 1937 in der Kategorie Bester Ton nominiert.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Premiere fand am 28. August 1936 statt. In Deutschland kam er 1937 in die Kinos. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er am 28. Oktober 1981 erstmals im Fernsehen ausgestrahlt.

Neben Studioaufnahmen in den Paramount Studios in Los Angeles wurde auch in New Mexico gedreht. Drehorte waren Santa Fe, der Pueblo San Ildefonso und der Diablo Canyon.

Das Gefecht zwischen den Indianern und den Texas Rangers spielt auf eine historische Schlacht von 1876 an, bei der der Apache Vicorio, ein Neffe von Geronimo, mit seinen Männern gegen Texas Rangers und Soldaten kämpfte. Für den Film wurden 500 Indianer (Navajo und Zuñi) beschäftigt.[5]

Kleine, im Abspann nicht genannte Nebenrollen spielen Charles Middleton als Anwalt und Clyde Tingley, der zu der Zeit amtierende Gouverneur von New Mexico, als Henker.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Norbert Grob: Texas Rangers. In: Bernd Kiefer, Norbert Grob (Hrsg.), Marcus Stiglegger (Mitarbeit): Filmgenres. Western (= RUB. Nr. 18402). Reclam, Stuttgart 2003, ISBN 3-15-018402-9, S. 68–72, hier 68.
  2. Kritik der New York Times (engl.)
  3. Texas Rangers. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.
  4. Norbert Grob: Texas Rangers. In: Bernd Kiefer, Norbert Grob (Hrsg.), Marcus Stiglegger (Mitarbeit): Filmgenres. Western (= RUB. Nr. 18402). Reclam, Stuttgart 2003, ISBN 3-15-018402-9, S. 68–72, hier 70.
  5. Artikel bei TCM (engl.)